Beiträge von Schwarzer Mann

    Hallo


    Da stimme ich Greenhorn mal wieder vollkommen zu.
    Der große Trugschluß der Menscheit ist, dass es sogenannten Fortschritt gibt. Fortschritt heisst, dass es voran geht, dass die Menschen aus den Fehlern der Vergangenheit lernen, mehr Wissen und Kenntnisse anhäufen, dass sie Dinge besser machen wie früher, und dass Neues generell besser ist als Altes.


    Genau das wage ich zu bezweifeln. Ich habe eher das Gefühl, dass der Großteil der Menschen immer blöder wird, alte Fähigkeiten vergessen werden, und die Neuentwicklungen einfach anders sind, aber nicht generell besser.


    Noch vor 100 Jahren konnte sich der größte Teil der Bevölkerung selbst versorgen. Dazu gehört, das Vorkommnisse als Katastrophe empfunden werden,( wie kein Handyempfang oder kurzzeitiger Stromausfall) die völlig belanglos sind. Die Fähigkeit, aus Grundnahrungsmitteln eine Mahlzeit herzustellen, ist einem großen Teil der Bevölkerung verloren gegangen.


    Und schauen wir uns doch die "Baukunst" an. Neue moderne Brücken sind nach 20 Jahren sanierungsbedürftig, wo nebenan die Bahnbrücle aus den Anfängen des Bahnbaus immer noch steht. Bürogebäude sind nach 30 Jahren baufällig und mussen abgerissen werden, aber nebenan steht das250 Jahre alte Bruchsteinhäuschen des "Köblers" immer noch!
    Und dann glauben die Leute an Fortschritt! Nein, den Fortschritt gibt es nicht, sondern die Leute vergessen nur die Vergangenheit und glauben, dass ihre Vorfahren blöder waren wie sie.
    Wer keine Geschichte hat, und nicht von ihr lernt, ist verdammt, die selben Fehler immer wieder zu machen!


    Gruß
    Schwarzer Mann

    Hallo


    vielleicht will ich mich nicht festlegen!


    Auch wenn ich im Schrank Repliken von Ardesa, Ranson, Dikar, Bondini, Antonio Zoli und weiteren Herstellern stehen habe, (und die fand ich schön und gut, sonst hätte ich sie nicht gekauft!), so tropfen mir die Lefzen, wenn ich so schöne Teile sehe, wie sie Werner manchmal vorstellt. Aber da wird „mir das Maul sauber trocken bleiben“. Haben täten wollen würd ich sie mir ALLE wünschen!
    So eine Rifle von Jim Chambers oder so was wie Greenhorn letztens als Büchse des Verrückten gezeigt hat (
    Die Büchse des Verrückten.) oder die Smooth Bore Long Rifle Replika, die mir auf Anhieb so gefallen hat, wär schon etwas, und wenn die nur an die Wand gehängt wird, damit ich sie immer ansehen kann.


    Haben wollten tät ich natürlich gerne so eine neu gebaute Squirrel Rifle mit Steinschloß, aber leider würd ich ihr keine artgemäße Haltung bieten können. Die muss eigentlich raus zur Jagd!


    Gruß
    Schwarzer Mann


    P.S.
    Wem der hier Mitschreibenden geht es nicht so, dass er einer „schönen“ Long Rifle nicht gerne eine neue Heimat anbieten würde?

    Hallo


    zur Pedersoli Frontier hab ich ein paar alte Beitraege gefunden. Pedersoli Frontier Rifle
    Damals war offenbar die Meinung, dass die FrontierRifle von Pedersoli "historischer Schwachsinn" ist. Von den italienischen und spanischen Repliken hab ich seit den 70er Jahren eh schon genug im Schrank stehen. Die machen ja auch Spass und schiessen besser wie ich.
    Vergleicht man aber so eine der Entstehungszeit nachempfundene Long Rifle Replika, bei der halt vorhandene Funktions- und Beschlag-Teile hergenommen wurden, um so was Ähnliches wie eine "Kentucky"-Squirrel Rifle zu bauen, mit den abgebildeten Exemplaren aus den USA, so kommen einem die Tränen.
    A) Weil die Dinger im Schrank doch nicht das sind, was man geglaubt hat, und
    B) weil die custom made Rifles ihren Preis haben!


    Selbst eine Poor Boy Squirrel Rifle von einem der Buechsenmacher in Tennessee oder Pennsylvania sieht auf den Bildern 10x besser aus, wie das Luxus-Exemplar aus Italien!


    Dabei gefiel mir vorher meine .45 er Adams County Pennsylvania Rifle von Bondini sooo gut. Und schuld daran ist nur Greenhorn, der mich mit der Vorstellung "richtiger" Long Rifles auf den Geschmack gebracht hat. Und dann fing ich an zu stöbern! Oh, verdammt! Es gibt da echt schöne Dinger. Man sehe sich nur die Rifles in dieser ((http://americanlongrifles.org/forum/index.php?topic=26659.0) Diskussion an.
    Gruss
    Schwarzer Mann

    Squirrel Rifle



    Hallo


    ich bin zufällig auf der Seite der amerikanischen Long-Rifle Schützen auf die Squirrel Rifles gestoßen. Die Leute, die so ein kleinkalibriges Steinschloßgewehr zur Jagd benutzen, sind vollkommen begeistert. Sie haben meist Long Rifles im Kaliber .32 oder .34 (mit 42“ oder 44“ Lauflänge) und nutzen diese so, wie es die Tradition ist. Eichhörnchen werden auf Entfernungen bis zu 50 Yards geschossen. Die Meisten schießen auf den Kopf, damit das Fleisch nicht so sehr zerstört wird (werden die Eichhörnchen von den Eingeborenen in den Appalachen gegessen, oder geht es eher um den Pelz und das Fleisch ist Hundefutter?)! Und das ist schon ein ein kleines Ziel in der Größe eines Tischtennisballs. Diese Rifles müssen also schon extrem präzise sein!
    Die Geschoßenergie einer .34-Rundkugel reicht nach Angaben in den Beiträgen sogar für Waschbären. (So eine Squirrel-Rifle wird auch als gutes Gewehr für die Jugend angesehen!)


    Einige schwören aber auf Glattlauf-Rifles im Kaliber .50 für die Eichhörnchenjagd. . Die sollen auch sehr gut mit Schrot schießen und werden dann aber sogar für die Jagd auf Deer (diese etwas größeren Rehe) verwendet. Dann aber mit einer Rundkugel mit Patch.


    Jetzt meine Frage: Schießt jemand so eine Squirrel-Rifle? Und wo wurde die bezogen? Gibt es einen Importeur für solche Squirrel-Rifles, wo man so ein Ding auch mal in die Hand nehmen könnte? Oder gibt es jemanden, der über Army-members eine Squirrel-Rifle besorgen könnte?


    Nach den Angaben kostet so eine custom-made Squirrel-Rifle in den USA rund 2500 US-Dollar. Wenn die Squirrel-Rifles so gut sind, wie angegeben, dann wäre so eine Long-Rifle durchaus ihr Geld wert! (Ich selbst müsste allerdings „ein paar Monate lang“ das Sparschwein füttern und andere Wünsche zurückstellen)


    Gruß
    Schwarzer Mann

    Hallo


    dass die Gruenen so viel Erfolg mit ihren Verboten haben, kommt daher, dass A) in Deutschland man schon immer meinte, mit Verboten laesst sich alles regeln und B) der typische Gruenwaehler nicht mehr der alternative Sponti ist, der oekologisch bewegt ist, sondern sich die Gruenenwaehler aus einer im Grunde genommen stockkonservativen Gruppe kommen. Bei denen finden sich viele, die die anderen Leute erziehen wollen, zu ihrem eigenen Wohl zwingen wollen, weil sie die Anderen fuer dumm halten! "Der typische Lehrer" halt.
    Was ist der Ministerpraesident von BW im Hauptberuf. LEHRER!


    Was ist der Unterschied zwischen einem Lehrer und dem Lieben Gott?
    Gott ist allwissend, der Lehrer weiss alles besser.


    Deshalb werden die Gruenen auch nicht weniger Erfolg haben, wenn den Leuten bewusst wird, dass diese eine Verbotspartei sind. Sie werden sie gerade deswegen waehlen!


    Die Gruenen sind ja auch nicht bloed, sondern machen genau das, was deren Waehler sich erhoffen.


    Gruss
    Schwarzer Mann

    Hallo


    spinnen wir die Sache mit dem Eigentum und Besitz noch mal etwas weiter. Erben kann man nur Eigentum und nicht Besitz!


    Angenommen ein Schütze tritt wegen des Alters aus dem Verein aus, oder kann wegen anderer Gründe den Sport nicht mehr aktiv ausüben, oder er darf seine Waffen einfach nicht mit ins Pflegeheim nehmen. Dann müsste er eigentlich seine Waffen abgeben und seine Erben hätten keine Chance, die Waffen zu übernehmen. Die Möglichkeit einer vorzeitige Überlassung, bzw. eines vorgezogenen Erbes gibt es bei Waffen nicht, wenn nicht der Erbe selbst aktiver Schütze ist und die Waffen nach und nach erwerben kann in Rahmen seines Bedürfnisses. Er hat keine Chance beispielsweise den alten belgischen Stutzen, der schon vom Urgroßvater stammt und in Familienbesitz ist, zu erwerben, denn dafür gibt es wahrscheinlich keine Sportordnung bzw. der ist für das Sportschießen nicht geeignet. Wahrscheinlich ist er nicht mal für die Jagd geeignet. Also Scheibenkleister. Der Opa muss also die antike waffe vernichten lassen, wenn er zu krank für den aktiven Sport ist.


    Abstrus diese Situation: Manche Waffen können de facto gar nicht von Sportschützen erworben werden. Schon gar nicht, wenn das Grundkontingent voll ist. (oder wenn die Waffe zwar WBK-pflichtig ist, aber gar nicht mehr schußfähig ist, weil defekt; sie ist ja keine Dekowaffe!)
    Gibt der Opa aber die Waffe in Verwahrung und lagert sie bei einem Besitzberechtigten ein, so sollte nach seinem Ableben der Erbe nach dem Erbenprivileg übernehmen können, selbst wenn er sie als Sportschütze vorher nicht auf seine WBK eingetragen bekommen hätte! Diese antiken Stücke müssen meist nicht mal


    Kann man meine Überlegung nachvollzihen, oder hab ich da einen Knick im Gedankengang? Das wäre doch eigentlich eine Marktlücke: Die Verwahrung einer Waffe, wenn das Bedürfnis weggefallen ist, bis dass der Erbfall eintritt und dann die Waffe im Rahmen des Erbenprivilegs erworben werden kann.


    Gruß


    Oder gibt es das schon zu einem annehmbaren Preis?

    Zum Besitzverbot aller Großkaliberwaffen.


    Uns ist natürlich klar, dass unter Großkaliber auch fast alle Vorderlader fallen. Wobei die Abgrenzung zwischen GK und KK zwar in den Sportordnungen vorgenommen wird, aber mir nicht bekannt wäre, dass diese Abgrenzung auch juristisch definiert ist. Geht es da nur um das Kaliber, also den Laufdurchmesser, oder eher um die Geschoßenergie?
    Bezüglich der Vorderlader und der Vorderladerschützen macht sich wohl von den Politikern niemand Gedanken. Das sind sowieso nur wenige harmlose Irre, eine kleine Randgruppe, die man vernachlässigen kann. Einschüssige Vorderlader werden nicht als deliktrelevant angesehen und Vorderlader mit Funkenzündung darf man sogar führen, sobald man volljährig ist.


    Gruß

    Leute, kommt bitte mal runter. Wir wollen doch alle nur das Selbe. Über den Weg dorthin zu streiten, ist sicher wichtig, denn nur im Diskurs kann ich meine Überlegungen weiterentwickeln. Gemeinsam sind wir schlauer!




    Eine Anmerkung habe ich noch: Es wird zwar auch von den Politikern nicht zwischen Besitz und Eigentum unterschieden, aber der Unterschied ist sehr wichtig! Wenn man etwas besitzt, so hat man die reale Verfügungsgewalt über eine Sache.
    Beispiel: Jemandem gehört eine Wohnung. Er ist der Eigentümer. Wohnt er selbst darin, so ist er auch gleichzeitig der Besitzer. Vermietet er aber seine Wohnung, so gibt es die Nutzung und Verfügung an den Mieter ab. Der ist dann der Wohnungsbesitzer. Der Eigentümer kann solange er die Wohnung vermietet hat, diese nicht mehr benutzen, er ist nicht mehr der Besitzer!


    Auch bei Waffen ist das so. Meist sind Eigentum und Besitz identisch, aber nur meist. Wenn die Waffe ausgeliehen wird, geht sie in den Besitz des Leihenden über, genau so, wenn sie zum Büchsenmacher gebracht wird. Wer eine Waffe einlagern lässt, behält sie weiterhin im dinglichen Eigentum, der Besitz ist dann beim Verwahrungsberechtigten (meist Waffenhändler)


    Nun sprechen die Politiker eher von einem Verbot des privaten Waffenbesitzes. Wissen die es nicht besser, oder sind die nur schlampig?
    Vielleicht ist es den Politikern auch bewusst, dass sie nicht einfach enteignen können! Deswegen gehen sie den Umweg, dass man zwar de jure sein Eigentum behalten dürfte, aber die Verfügungsgewalt nicht mehr eingeräumt würde, also der Besitz verboten würde.


    Gruß

    Solche Fragen kann sich jeder Sportschütze überlegen und parat halten, wenn er mit Leuten diskutiert, die aus diffusen Gründen jede Art von Waffen ablehen.
    Lobbyarbeit geschieht nicht nur im Parlament, sondern auch im Gespäch mit den Mitmenschen! Nur so kann man die Stimmung im Land verändern!

    Hallo


    geschickte Marketingarbeit sieht so aus, dass man erst mal erkundet, was die Leute gerne haben wollten. So wie das Seehofer derzeit macht. Er behauptet, dass die Autofahrer die Autobahnmaut haben wollen und begründet das damit, dass 75% der Wähler die Forderung unterstützen, dass eine Autobahnmaut eingeführt werden soll, wenn damit keine Mehrbelastung des deutschen Autofahrers einhergeht. Und dann fordert er, dass das Mautpickerl für jeden Autofahrer ausgehändigt wird, der KfZ-Steuer bezahlt.


    In gleicher Manier können die Waffenbesitzer und Schützen fordern, dass nur der eine WBK bekommen darf, dessen Zuverlässigkeit amtlich nachgewiesen wurde. Nur derjenige darf eine Waffe erwerben, für den eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vorliegt. Die Verbände könnten noch Eines draufsetzen: Sie könnten fordern, dass jeder der eine Waffe besitzen will, auch einen Sachkundekurs haben muss. Falls der nicht vorliegt, ist die Waffe zu blockieren. Und dann könnten Sie noch fordern, dass die Waffen in einem Sicherheitsbehältnis aufbewahrt werden müssen.
    Und dann fordern sie auch noch, dass gegen all diejenigen strengstens vorgegangen werden muss, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen und verbotenerweise Waffen besitzen oder sogar zu Straftaten benutzen. All diese Forderungen würden auch Waffengegner unterstützen!


    Kenner der Materie würden jetzt sagen, dass dies alles jetzt schon Gesetz ist, und noch viel mehr. (jeder Schütze muss auch in einem anerkannten Schieß-Sportverband Mitglied sein, muss ein Bedürfnis bescheinigt bekommen und muss nach dem Erwerb regelmäßig trainieren)
    Wer noch eines draufsetzen will, kann fordern, dass es doch unsinnig ist, wenn der Gesetzgeber Waffenbesitzer auch noch auffordert, die Waffen regelmäßig zu benutzen. Viele Leute würden es begrüßen, wenn Waffen nicht regelmäßig benutzt werden, sondern eigentlich nur im Schrank eingesperrt sind. Also weg mit dem Trainingszwang und weg mit dem Verbandszwang.


    Weiterhin sollte durch Umfragen renommierter Meinungsforschungsinstitute Druck auf die Politik ausgeübt werden, dass die Bevölkerung für das Recht auf Selbstverteidigung ist. Durch geschickte Fragen kann man das sicher steuern (so wie: "Stellen Sie sich vor, ein Einbrecher dringt in Ihr Wohnzimmer ein, und versucht Sie auszurauben. Sind Sie dafür, dass Sie ihr Eigentum gegen einen Einbrecher verteidigen dürfen? A) Ja, natürlich. B) Nein, dafür ist nur die Polizei da". Oder: "Stellen Sie sich vor, eine Gruppe von Halbwüchsigen will einer alten Frau die Handtasche entreißen: Sind sie dafür, dass jeder Mensch diese Frau verteidigen darf, selbst wenn die Angreifer dabei verletzt werden und Prügel beziehen? Antwort A) Solche Straftaten müssen durch jeden Menschen verhindert werden. Antwort B) Nein, denn das Recht auf körperliche Unversehrtheit darf auch bei einem Verbrecher unter keinen Umständen verletzt werden.")


    Was würde bei so einer Umfage rauskommen?
    98% der Bundesbürger sind dafür, dass man sich und andere gegen Raub und Diebstahl verteidigen darf, selbst wenn der Straftäter dabei zu Schaden kommt! Überschrift: Bürger fordern Abwehrrecht gegen Staftäter! Niemand darf bestraft werden, nur weil er sich gewehrt hat!


    Also nicht für die Lockerung des Waffengesetzes demostrieren, denn das wird falsch verstanden. Sondern FÜR effektive Gesetze zum Schutz des Bürgers eintreten!


    Gruß




    Die Frage bezüglich des Waffenbesitzes würde in etwa so lauten:
    Mit Schußwaffen, Messern oder anderen gefährlichen Gegenständen werden tagtäglich schwere Verbrechen begangen.
    Soll nur der eine Waffe besitzen dürfen, der
    A) seine Zuverlässigkeit nachgewiesen hat, und der noch nie Gewaltverbrechen begangen hat
    oder soll
    B) jeder lange Kampfmesser und Schußwaffen kaufen dürfen, wenn ihn das noch nicht von einem Gericht verboten wurde.


    Zur Selbstverteidigung:
    Viele Frauen haben in Tiefgaragenoder anchts in einsamen Straßen Angst, überfallen zu werden. Soll es jedem Bürger erlaubt sein, effektive Verteidgungsmittel, wie starkes Pefferspray, zur Selbstverteidigung mitzuführen?
    A) Ja natürlich, denn die Polizei kommt immer zu spät
    B) Nein, denn der Angreifer könnte verletzt werden
    C) Es sollten nur harmlose Verteidigungsmittel, eingesetzt werden dürfen. Für den Schutz des Bürgers ist ausschließlich die Polizei zuständig

    Hallo


    An den oben genannten Beispielen sieht man mal wieder, wie wichtig eine VERNÜNFTIGE Rechtschutzversicherung ist. Die üblichen Verträge sehen aber keinen Versicherungsschutz bei Strafsachen vor. So Sachen wie Unfallflucht (man hat beim Ausparken nicht mitbekommen, dass man ein anderes Auto leicht an der Stoßstange touchiert hat, oder jemand, der Dein Auto angefahren hatte, und dann wegegfahren ist, läuft zu Polizei und behauptet, Du hättest sein Auto angefahren. Dies bevor Du den Kratzer bemerkt hast), vorsätzliche Körperverletzung (wie oben!) etc. sind nicht abgedeckt. Auch nicht die Strafsachen bei Waffendelikten. Genau so wenig sind Verwaltungsklagen abgedeckt.
    Da kommt dann nur eine zusätzliche Police zum tragen, so wie sie über den BSSB angeboten wird. Die kostet im Jahr 8 (in Worten acht) Euro. Gut angelegtes Geld (1/2 Schachtel .357 Magnum!)


    Gruß

    Hallo


    hat schon mal jemand ausprobiert, wie viel Druck man in einem Vorderlader-Lauf braucht, damit eine Kugel aus dem Lauf fliegt?
    Dieser Druck ist relativ gering, sonst könnte man die Kugel nicht mit dem Ladestock durch den Lauf schieben! Solange der Druck hinter der Kugel mehr Kraft ausübt, als der Widerstand der Kugel (der sich aus Reibungswiederstand und Luftwiderstand zusammensetzt) im Lauf, so wird die Kugel weiter beschleunigt.
    Wer sich aber verfügbare Diagramme zum Druckverlauf im Lauf ansieht, wird finden, dass selbst am Ende eines 40 Zoll-Laufs noch Drücke von um die 500 psi herrschen. Da kann keine Kugel stecken bleiben, wenn das Pulver gezündet hat. Und dass eine Kugel am Ende eines 48 inches-Laufs (42 Inches war die Lauflänge, die die US-Armee 1792 für ihre Vertrags-Long Rifles festgelegt hatte) schon wieder abgebremst wird, muss man mir erst beweisen! (zumindest gilt das nicht für jagdliche Ladungen)


    Oder gibt es reproduzierte Messungen dazu?
    Angeblich wurden Untersuchungen von Lyman publiziert, bei denen allerdings die Meßergebnisse stark streuen sollen, bzw. inkonsistent sind.In http://americanlongrifles.org/forum/index.php?topic=27763.30 wird zitiert:
    "http://powderburns.tripod.com/powder.html
    Velocity gain per inch of barrel beyond 28 inches is approximately 8 fps per inch, declining gradually until at about 42 inches there is no velocity gain from increased barrel length. Velocity may be expected to drop as bore friction negates the velocity gains of an increased charge.“ Und weiter:
    „This reference cited someone named Ed Yard, who did the work for Thompson/Center Arms. Unfortunately, this source didn’t give any references so I couldn’t check out the original data.
    From a thread on another site:
    Per the Lyman BP Handbook:
    26" --- 1574 fps
    28" --- 1587 fps
    32" --- 1663 fps
    43" --- 1725 fps
    This gives us a gain of 8.9 feet/second per inch of barrel length. I don’t have the Lyman book, so maybe someone will want to check the raw data. „


    Auffallend an den zitierten Daten ist, dass der Geschwindigleitszuwachs von 26“ auf 28“ bei 6,5 fps/ Inch liegt, von 28“ auf 32“ bei 19 fps/Inch, und bei 32“ bis 43“ bei 5,6 fps/Inch. Soll dies beweisen, dass die Kugel bei Lauflängen über 43“ abgebremst wird?


    Da fehlen meines Erachtens wirklich aussagefähige Meßreihen. (zumindest kenne ich keine oder hab noch keine gefunden) Das Thema ist sicher komplexer, als man es anfangs vermutet.



    Gruß
    Schwarzer Mann

    Hallo


    Das mit der Lauflänge der Musketen habe ich auch schon mal in ähnlicher Weise gehört.
    Da wurde gesagt, dass die zweite Reihe in der Lage sein sollte, ihre Muskete abzufeuern, während die erste Reihe nachlud.
    Allerdings war es bei den Preussen so, dass die Schützen in 3 Reihen standen, und immer die letzte Reihe mit ihren frisch geladenen Musketen vor die erste Reihe vorrückte, die gerade gefeuert hatte. Somit war gewährleistet, dass der zeitliche Abstand zwischen den Salven weniger als 7 Sekunden betrug (Ich verweise auf das Sprichwort: So schnell schießen die Preußen auch wieder nicht). Es entstand so der Eindruck eines Dauerfeuers.


    Das Argument einer konzentrierten Salve von mehreren Reihen zur Abwehr eines Kavallerieangriffs ist auch nachvollziehbar.
    Wichtiger halte ich jedoch das Argument bezüglich des Kampfes mit aufgepflanztem Bajonett. Besonders bei der Abwehr eines Kavallerieangriffs war die Länge des "Spießes" wichtig. So gibt es Berichte, dass ein französisches Karree , das eine 3er Reihe mit aufgepflanztem Bajonett bildete, mit Kavallerie nicht aufzubrechen war.


    Gruß
    Schwarzer Mann

    nun, besser oder schlechter als heute, das ist so eine Sache.
    Beweisen kann man es nicht mehr, aber es gibt deutliche Indizien dafür, dass es anders war.
    Es ist schon fuer unser modernes Denken typisch, dass man davon ausgeht, dass jetzt die Dinge besser sind als früher. Wo wäre denn der ganze Fortschritt geblieben? Natürlich geht man davon im Allgemeinen aus, dass es so etwas wie Fortschritt gibt, und dass somit die Dinge besser sind. Aber stimmt das wirklich? Haben wir nicht nur andere Vorstellungen davon, welche Eigenschaften etwas haben sollte?
    Wir leben nun mal in einer Welt, in der Langlebigkeit und Wiederverwendung, Zweit- und Drittnutzung nicht vorgesehen und auch nicht nachgefragt werden.
    Zudem hat man versucht, Material zu sparen, denn das war im Gegensatz zur Arbeitskraft teuer.


    Es gibt nach meiner Ansicht viele Historiker, die sich gar nicht vorstellen können, wie man vor Jahrhunderten Dinge angefertigt hat, weil sie nichts vom Handwerk verstehen. Sie wundern sich, wie man ohne computergesteuerte Maschinen solch hohe Praezision erreichen konnte.
    .
    So wird aus handwerklicher Unkenntnis manchmal eine Behauptung in die Welt gesetzt, die technisch nicht haltbar ist.


    Greenhorn hat angefuehrt, dass man behauptet, das Pulver waere auf der Seereise schlechter geworden. Das war fuer einige Zeit wahr, denn solange man das Pulver nur angemischt hatte, kam es durch Erschuetterungen zu einer allmählichen Entmischung der Komponenten. Aber man hatte schon bald herausgefunden, dass man durch feuchtes Vermengen, anschliessendem Trocknen des Breis und Brechen und Mahlen zu Koernern, diese Entmischung verhindern konnte. Natuerlich kann das Pulver auf einer langen Seereise feucht werden und verklumpen. Das kann man aber recht gut sehen.


    Ich meine, dass die in meinem vorherigen Beitrag genannten Gruende bezueglich der chemischen Beschaffenheit und Reinheit der Grundsubstanzen groessere Einfluesse auf die Qualitaet des Pulvers haben konnten. Es gab da ganz massive Chargenunterschiede. Das scheint sicher zu sein.


    Vielleicht hat man aber auch ganz andere Charakteristika des Pulvers zum Ziel gehabt, wie "sanftere" Verbrennung und damit geringere Druckspitzen!?(Was zu geringerer Materialbelastung führt)


    Rasant abbrennendes Pulver war vielleicht gar nicht das Ziel?
    Und bei trägerem Pulver ist ein längerer Lauf sicher von Vorteil. Zudem ist die Führung des Geschosses in den Zuegen besser und es besteht wenig Gefahr, dass das Geschoss über die Zuege springt.


    Nun, das sind alles Spekulationen. Vielleicht gibt es aber fuer diese Fragen Spezialisten, die ihre Kompetenz einbringen können und diese Hypothesen bestätigen oder widerlegen können?


    Gruss
    Schwarzer Mann

    Hallo


    Zitat von Greenhorn:
    „Ob Schwarzpulver damals tatsächlich schlechter war, hätte ich ohnehin auch gerne 'mal in der Praxis getestet“.
    Wäre sicher interessant!


    Glauben tue ich das schon, dass das Pulver schlechter war, aber beweisen kann ich es nicht.
    1. Dass es aber gewaltige Unterschiede bei den Pulverchargen gab, kann man aus der Tatsache ablesen, dass es für die technischen Offiziere kleine Pulvermeßgeräte in Pistolenform gab. Man feuerte das Pulver ab und es stieß dann eine Klappe gegen eine Feder auf. Abhängig von der Pulvergüte, wurde dann ein Zeiger mehr oder weniger weit verstellt (klar? Wenn nein, dann such ich mal eine Abbildung)
    2. Sodann wissen wir auch, oder glauben zu wissen, dass es deutliche Unterschiede zwischen den Herstellern gibt. Vom Schweizer Pulver braucht man bis zu 1/3 weniger als z.B. beim Explosia.
    3. Auch beim Pulver ist nicht nur die Reinheit der Grundbestandteile wichtig (ein importierte Chilesalpeter aus den Salpeterminen war viel besser als der Salpeter aus den Odelgruben). Dazu kommt dann noch die Güte der Holzkohle. Es macht doch einen Unterschied ob ich ganz normale Buchenholzkohle hernehme, oder Birkenholzkohle. Noch besser soll die Kohle sein, die man aus dem Pulverholzstrauch macht. Dann spielt es eine Rolle, wie sehr ich die Grundsubstanzen aufreinige. Bei jeder Aufreinigungsstufe geht ein Teil der Substanz verloren, die man gewinnen will. Dann kommt noch die Güte des Schwefels dazu. Wurde der einfach so verwendet oder durch Sublimation aufgereinigt. Man darf nicht vergessen, dass die anorganische Chemie um 1800 noch nicht so weit von der Alchemie entfernt war. Da war die Sache mit den Reinsubstanzen und den chemischen Elementen noch nicht so bekannt, wenn überhaupt.
    4. Und schließlich ist die Güte des Pulvers auch abhängig von der Verarbeitung und Vermengung. Wie wird das Pulver dann gesiebt und wird es nachbehandelt, damit es rieselfähig bleibt. Ich hab sogar mal gelesen, dass das gekörnte Schwarzpulver noch mit feinem Graphitstaub behandelt wird. Das hat dann auch mit der Zündfähigkeit zu tun. Und dann sollen im gekörnten Pulver auch noch moderierende Substanzen drin sein (man schaue sich mal das Schweizer Pulver genau an. Die einzelnen Körnchen haben nicht die selbe Farbe. Da sind weißliche Körnchen darunter (alles Firmengeheimnis)


    Es spricht also vieles dafür, dass das Schwarzpulver vor 1800 nicht die Güte hatte wie aktuelle Pulversorten. Es soll vor allem viel träger abgebrannt sein. Und wenn es träger abbrennt, ist ein längerer Lauf sicher vorteilhaft. Es gibt gute Indizien für die These, aber beweisen kann ich das natürlich nicht.


    Gruß
    Schwarzer Mann

    Hallo


    Nun ja, 10% mehr Geschwindigkeit bedeuten ja nicht nur 10% mehr Energie, sondern die Bewegungsenergie (E kin) ist 1/2 mal Masse mal (Geschwindigkeit im Quadrat)
    Damit ist die geringfügig höhere Geschoss-Geschwindigkeit dann absolut nicht mehr vernachlässigbar!


    Gruß
    Schwarzer Mann




    Dazu kommt noch: Niemand wird einen langen Lauf scheibchenweise nach jedem Schuß kürzen, sondern es werden immer nur Läufe mit dem gleichen Kaliber aber unterschiedlicher Länge verglichen. Somit findet man oft nur den Vergleich zweier verschiedener Läufe! jeder Vorderladerschütze wird bestätigen können, dass 2 gleiche Läufe oft unterschiedliche Ladungen brauchen (Unterscheidliche Pulvermenge, Unterschiedliche Kugeln, unterschiedliche Patsches) Somit sollte man auf den Versuchsaufbau achten, damit die zu messenden Effekte nicht durch andere Einflußgrößen überlagert werden.

    Hallo


    Nun, mir ist als Korrosionsschutz von Eisen das sogenannte Schwarzbrennen bekannt. Das ist allerdings nur ein schwacher Schutz um das geschmiedete Eisen kurzfristig vor dem Rosten zu schützen.
    Das Bräunieren von Waffen geschah anfangs mehr oder weniger von selbst (Teilweise hat man das Eisen angepinkelt und den Lauf an eine feuchte Stelle gestellt, um das gewünschte Anrosten zu beschleunigen). Durch das Tränken mit Öl war dann die Oberfläche weitestgehend Rost geschützt. In Laufe der Zeit wurden dann Rezepturen entwickelt, die einen Edelrost erzeugten. Die Tinkturen waren teilweise Quecksilber haltig, also nicht so gesund, erzeugten aber je nach Anwendung eine glatte, sattbraune oder auch goldbraune Oberfläche. Kochte man die Läufe nach der Behandlung mit bestimmten Bräunierungsmitteln aus, so verwandelte sich die Farbe ins Schwärzliche, was ebenfalls recht beliebt war.
    Die Bräunierung war vor allem bei Jägern sehr beliebt, da es damit keine hell glänzenden Metallteile gab, die das Wild aufmerksam machen konnten. (Oft hatten die Jagdgebrauchswaffen sogar eine etwas rauhe Metalloberfläche, wie sandgestrhlt)


    Mir persönlich ist eine Waffe mit Bräunierung oder Brünierung viel lieber als eine Waffe mit so einer neuartigen Beschichtung. Gewisse Gebrauchsspuren und ein Brünierungsabrieb an belasteten Stellen geben einer Waffe erst den individuellen Charakter. Aber das ist Geschmackssache; genau wie manche Schützen einen Revolver in Edelstahloptik oder rostträgem blanken Stahl bevorzugen.


    Aber eine edle Jagdwaffe mit Bräunierung sieht doch viel schöner aus, als eine Kunststoffbeschichtung, auch wenn die Beschichtung pflegeleichter sein sollte. Für militärische Anwendungen können ja Beschichtungen das Zweckmäßigste sein; genau wie ein Kunststoffschaft für diesen Zweck ideal zu sein scheint. Ein schönes Schaftholz ist aber auch viel ansprechender, besonders wenn man einen Ölschaft hat.


    Wie gesagt: Es ist teilweise eine Geschmackssache, und zum Teil eine Nützlichkeits-Überlegung, welche Oberflächenbehandlung man wählt.


    Gruß
    Schwarzer Mann






    Anmerkung:
    Häufig wird ein Unterschied zwischen Brünieren und Bräunieren gemacht.Vom Brünieren sprechen die Leute, wenn ein schwarzer Edelrost erzeugt wird; Bräunieren ist wie das Wort schon sagt, für die bräunliche Färbung reserviert. Dabei ist Brünieren nur die vom Französischen abgeleitete Bezeichnung für die „Edelrostung“. (brun (m), brune (f) = braun) Das weibliche „brune“ wird dabei als „brün“ ausgesprochen. Siehe auch Brünette für braunhaarige Frau)

    Hallo
    Beschäftigt man sich mit der Lauflänge der Long Rifles, so tun sich immer wieder neue Fragen auf:


    Zu der Frage, ob längere Läufe sich wirklich positiv auf die Geschossenergie und -Geschwindigkeit auswirken, gibt es eine ausführliche Diskussion im Forum americanlongrifles. Manche Diskutanten vertreten die Meinung, dass das Geschoss abgebremst wird, wenn das Pulver verbrannt ist, bevor die Kugel den Lauf verlassen hat.
    Das kann ich nicht so nachvollziehen, denn das Geschoss wird nicht durch die Verbrennung selbst angetrieben, sondern durch den Gasdruck der Verbrennungsgase.(Dabei ist der Druck auch abhängig von dem Volumen der Brennkammer und der Verbrennungstemperatur,; wird das Geschoß aus dem lauf getrieben, sinken der Druck und gleichzeitig die Temperatur bei der Ausdehnung der Gase) Solange der Gasdruck aber höher ist als der Reibungswiderstand (ggf. zusätzlich der Widerstand der Luftsäule vor dem Geschoss), führt das zu einer weiteren Energieübertragung auf das Geschoss, also einer weiteren Beschleunigung. Je weiter aber das Geschoss im Lauf nach vorne getrieben wird, umso mehr Volumen steht dem Gas zur Verfügung und der Druck nimmt ab. Das halte ich aber für nicht ausreichend, so dass dann die Kugel im Lauf abgebremst werden könnte. (außer die Ladung ist extrem schwach; sonst könnte ja bei einer „Fehlzündung“ die Kugel nicht im Lauf stecken bleiben)
    Vergegenwärtigen wir uns mal den Druckverlauf in einem Lauf. Der ist doch immer noch an der Mündung viel höher, als sie eine Ausbläserkartusche jemals erzeugen könnte. Und mit einem Ausbläser kann man eine Kugel mit vergleichsweise niedrigem Druck aus einem Lauf treiben. (Selbst hatte ich mal den Fehler gemacht, eine Kugel ohne Pulver zu laden, was wohl schon jedem mal passiert ist. Ausbläser hatte ich keinen dabei, und so habe ich einfach das Piston abgeschraubt, in den Zündkanal ein paar Krümel Pulver reingestochert, das Piston wieder aufgesetzt, mit einem Zündhütchen abgeschlagen, und die Kugel war aus dem Lauf! Die war sogar so schnell, dass sie sich in den sand des Kugelfangs eingrub) Und da soll eine Kugel im Lauf abgebremst werden, wenn der Brennschluß zu früh ist?)
    Nun, vielleicht habe ich einen Denkfehler drin? Angeblich gibt es für Schwarzpulver im Katalog von Dixie Gunworks ein Diagramm dazu. Hat das jemand gesehen? Oder kann man das für die Diskussion mal einstellen?


    Es sollte doch neben der Mode und der Ästhetik nachvollziehbare technische Gründe für die langen Läufe der „Kentucky-Rifles“ gegeben haben. Natürlich war das Pulver in den Kolonien schlechter als aktuelles Schwarzpulver und brannte langsamer ab. Idealerweise sollte aber der Verbrennungsvorgang abgeschlossen sein, wenn die Kugel den Lauf verlässt, denn das später verbrannte Pulver hat keine Wirkung mehr auf das Geschoss. Andererseits führt ein zu früher Brennschluß dazu, dass der Druck, der hinter der Kugel herrscht, schnell abnimmt und die Kugel nicht mehr optimal beschleunigt wird. Aber theoretisch sollte die Kugel in einem längeren Lauf auch durch einen mäßigen Druck weiter beschleunigt werden.


    Man wollte ja in den Kolonien sowohl das Pulver optimal ausnutzen, wie auch nicht zu viel Blei mit sich rumschleppen. Beides war teuer und Blei musste komplett importiert werden.
    (Schwarzpulver in mäßiger Qualität kann man zwar auch in technisch nicht so sehr entwickelten Gebieten herstellen, aber Schwefel musste man wohl auch in die Kolonien importieren. Chilesalpeter kann man aus Mist in Salpetergruben gewinnen, das war wohl nicht das Problem und auch gute Holzkohle ist in halbwegs brauchbarer Qualität herzustellen. Es werden ja auch Pulvermacher in die amerikanischen Kolonien gebracht worden sein. Andererseits habe ich gelesen, dass es auf Seiten der Rebellen während des Unabhängigkeitskriegs zeitweise einen massiven Pulvermangel gab, und Schießpulver aus Westindien eingeschmuggelt wurde)


    Ich schließe daraus, dass zumindest mit den vor 1800 verfügbaren Pulversorten in den Kolonien, ein längerer Lauf deutliche Vorteile bezüglich der Geschossenergie brachte (immer die selbe Pulvermenge zugrunde gelegt). Was wäre eigentlich die kritische Lauflänge gewesen? Oder kann man das nicht so pauschal sagen?
    Von den ganz langen Gewehren kam man ja nach der Jahrhundertwende 1800 wieder ab. Oder?
    Das hat sicher multifaktorielle Ursachen. (Pulverqualität, Handling. Transportbedingungen, Einsatzzweck, …..)


    Gruß
    Schwarzer mann