Beiträge von Lederstrumpf

    Glückwunsch Black Bart . Deine Deringer sind wirklich fein gefertigt. Gegenüber meinem silberbeschlagenen Palmetto haben deine die kleine Box im Schaft, die Läufe sind gezogen und bräuniert und tragen nicht die besch... Beschriftungen wie "Black Powder Only" und "Made in Italy" etc.

    Mein Deringer hat einen glatten schwarzen Lauf, hat die Beschriftungen und die Gravuren an der ganzen Waffe sind wesentlich grober ausgeführt. Außerdem sind die Proportionen völlig anders. Unten schicke ein Bilder mit.


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    Allerdings gab es auch im Original eine Unzahl verschiedener Ausführungen:

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    Ich wusste bislang nicht, dass Palmetto bei seinen deringern solche Unterschiede machte. Hier der kleine mit Silberbeschlägen (alle Teile mit 800 gestempelt) und hier keine massiven Silberschlägen (oder zumindest nicht gestempelt), aber alles sehr viel feiner ausgeführt.

    Eine wirklich tolle Erwerbung!


    Lederstrumpf

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    Hier noch mal eine grobe Zuordnung von Abzugsbügeln bei militärischen Jägerbüchsen. Zu bemerken ist allerrdings noch, dass die ordonnanzmäßig hergestellte Jägerbüchse im 18ten Jahrhundert die Ausnahme war. Oft wurden private Büchsen und Seitenwaffen eingesetzt.

    In Hessen-Kassel wurden zum Ende der Subsidien fürs Amerika-Kontingent jagdlich erfahrene Männer und Büchsen knapp, so dass eine ordentliche Anzahl neu rekrutierter Jäger mit Infanteriemusketen losgeschickt wurden (aus Cpt. Ewald "Diary of the American War").


    Lederstrumpf

    Möglich. Aber den Begriff "verkauften Hessen" wollen wir mal ganz schnell wieder vergessen. Es handelt sich um Subsidientruppen und nicht um Skalvernhandel. Subsidienhandel war seinerzeit ganz normal und explizit in Hessen nicht nur ein Gewinn für die Landgrafen, sondern auch für den Soldaten und die Familein desselben. Sold und bei Einsatz in Übersee das doppelte, Steuerbefreiung für die Familie und Versehrten- bzw. Witwenrente klingen für diedamalige Zeit doch recht fortschrittlich. Wie auch immer: Die Mär vom verkauften Hessen ist amerikanische Propaganda und hält sich hatnäckig bis heute. Ist wie heute in der Politik: nur weil man es ständig wiederholt, wird es nicht wahrer.

    Aber das ist jetzt ordentlich off Topic.

    Nun, was ein Autor beschreibt, muss nicht allgemeine Gültigkeit haben.

    Diese Art Abzugsbügel kenne ich aus Sachsen, Ansbach-Beyreuth, Braunschweig und anderen Provinenzen. Vielleicht taucht diese Art in Hessen häufiger auf als anderswo, wurde auch nicht nur in Hessen verwendet. Bestenfalls würde ich den als Deutsch bezeichnen. Zudem gab es im 18ten Jahrhundert das "Hessen", wie wir es heute kennen, gar nicht. Wie alle heutigen Bundesländer war das ein Fürstentum-Flickenteppich. Hessen Kassel, Hessen-Darmstadt, Hessen-Hanau, Nassau und so weiter bildeten das heutige Hessen.



    Lederstrumpf

    Hallo Werner, ich besitze 5 Orig dt Jägerbüchsen, von 1750 bis 1790 aber alle haben diese Variante, ich lasse mich gern überzeugen, aber ich habe noch keine gesehen wo der Stecherhebel nicht schön nach hinten gebogen war.

    Der Abzugbügel, ist immer offen ohne den kleinen Steg nach oben, den ich nur bei Amerikanischen Abzugbügel kenne, die reinste Form der Abzugbügel bei Jägerbüchsen haben bekanntlich die Hessische Jägerbüchsen .

    Da bin ich nicht ganz bei dir.

    Es gab Jägerbüchsen mit genau diesem Abzugsbügel, die den Steg haben. Momentan ist bei Herrmann Historika eine Jägerbüchse in der Auktion, die exakt den Abzugsbügel der hier vorgestellten Büchse aufweist.

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    (Ich hoffe, es geht klar, dass ich das Bild hier poste. Ich möchte keine Copyrights verletzen)


    Seitdem ich mich mit Jägerbüchsen befasse, habe ich gelernt, dass es alles mögliche gab. Auch sind mir viele Jägerbüchsen ohne Stecher bekannt, andere mit Nadelstecher und liegendem Stecher, dann wieder welche mit stehenden Stecher und normalem Abzug.

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    Und bei den Jägerbüchsen aus den hessischen Fürstentümern gab es auch keine einheitliche Gestaltung der Abzugsbügel. Den sogennannten hessischen Abzugsbügel findet man auch anderswo.

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    Lederstrumpf

    Eigentlich nix besonderes. Silberputztuch und anschlißend mit Autolackversiegelung abgerieben. Das scheint es zu bringen. Diese Autolackversiegelung haben sie früher in der Fußgängerzone immer angeboten. Der Marktschreier hat dann immer auf die versiegelte Overfläche mit dem Ring eingeschlagen und Feuerzeugbenzin drauf geschüttet und angezündet, um zu beweisen wie wiederstandsfähig diese Versiegelung ist. Ich hab davon noch einen kleinen Vorrat. Alle Metalle, die ich poliere, reibe ich damit ab. Auch Stahl, ist ein kleiner Rostschutz. Das Zeugs ist zwar schon uralt, tuts aber offensichtlich immer noch.

    Gestern konnte ich mal ein sehr schönes Stück ergattern.

    Colt 1860, wunderschönes Blau, alle Stempel/Gravuren wie beim Original vorhanden.

    Ich bin hin und weg:


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    Die Qualität der Bilder bitte ich zu entschuldigen, besser kriege ich es mit dem Handy nicht hin.


    Lederstrumpf

    Ike hat völlig recht! Das ist dümmliches Geschwätz von Leuten, die keine Ahnung davon haben.


    Die 44/40 ist eine absolut präzise Patrone. Bei uns im Verein treten einige mit der Henry beim Unterhebelschießen an und da kannste sehen, wie die die Zehn damit problemlos halten. Würde ich auch mit meinen beiden 73er in dem Kaliber, wenn nicht ich dahinter stehen würde.


    Lederstrumpf

    Ich glaube die meistens information uber Colt, Winchester, Marlin, Ballard, Sharps usw ist im English Geshrieben...


    Wer spricht hier uber seiner Colt Trommel Pistole?

    Das ist schon richtig. Wenn ich mich in amerikanischen Foren tummele, erwarte ich nicht, dass ich auf deutsch kommunizieren kann.