Beiträge von Ike Godsey

    I am shocked!

    OK, dass die Replika-Hersteller in Italien und anderswo schon immer ihre „Freiheiten“ umgesetzt haben, ist eine mehr oder weniger unschöne Sache, da immer wieder bei „Nicht Sammlern“ (um es mal völlig wertfrei so zu formulieren) die Sprache auf einen „.44er Navy“ oder einen „.36er Army“ kommt. Bei solchen Aussagen ziehen sich bei jedem ernsthaften Sammler die Zehennägel nach oben, denn wir alle wissen, einen Navy hat es in .44 nie gegeben, ebensowenig einen .36er Army und was den Italienern sonst noch so einfällt.

    Generell habe ich mit anderen Kalibern in einer historischen Waffe – also anderen Kalibern als das was damals verbaut wurde – kein Problem – als Beispiel die 1873er Winchester Kopie von Uberti, von ASM oder von den Japanern in .357 Magnum.

    ABER wenn es um die äußerliche Erscheinung – also dem Ansehen einer solchen Replik geht, so SOLLTE das schon dem entsprechen, was es damals gab.
    Diese Aussage schießt den 1851er Navy in .44 ins Aus und das zurecht! Die .44er Army-Style-Trommel und den entspr. Rahmen dazu ist bei einem 51er Navy Colt ein NO GO!

    Es geht aber auch anders! So nach dem Motto „Schlimmer geht immer“ bin ich heute beim Einkaufen von div. Revolvern u.a. bei Taylors & Co. über dieses Modell hier gestolpert:

    Hier die Beschreibung von der Web Site von Tayloers & Co.

    The Army version of the C. Mason revolvers features a steel backstrap and triggerguard, round barrel with front blade sight, and a larger-size Army grip. All C. Mason models feature a case-hardened forged steel frame, blued finish parts, modern ejector rod, and hammer with notched rear sight.

    With patents for the conversion of percussion revolvers, Colt® employees Charles Richards and William Mason cut off the cap-and-ball cylinders at the back and installed a conversion ring to accept cartridges. These conversion revolvers were favorites then and are enjoying popularity again as favorite reproductions. The Army version of the C. Mason revolvers features a steel backstrap and triggerguard, round barrel with front blade sight, and a larger-size Army grip. All C. Mason models feature a case-hardened forged steel frame, blued finish parts, modern ejector rod, and hammer with notched rear sight.

    Und abgebildet haben sie das Ding – von dem ich nicht wirklich weiß, was es darstellen soll….

    Ich habe, wie schon erwähnt nichts gegen ein anderes Kaliber – speziell in solchen Ländern in denen das WaffG eine Beschränkung von Kurzwaffen auf Anzahl und Kaliber vorschreibt, aber dieses „Ding“ hier, was soll das sein, ein ARMY??? Da fehlt mir der abgesetzte Cylinder – ein OPEN TOP? Dafür ist die Conversionplatte fehl am Platz – also was bitte ist das?

    Taylor&Co Rich-Mason-short.png

    Eine Richards Mason Conversion eines COLT 1860 Army, selbst wenn man diesen am Lauf zurückschneidet sieht im Vergleich so aus:

    Richards-Mason-5.jpg


    Richards-Mason-8.jpg


    Vielleicht sehe ich das zu engstirnig, oder an mir ist die Entwicklung eines COLT Models vorbeigegangen – kann mal bitte jemand Licht anmachen???

    Das bringt mich zum nächsten (für mich) interessanten Punkt, wie ist die Hand dazu gestaltet? Die der Richards-Conversion hatte eine seitlich klappbare Spitze, die der Kreisbewegung des (nun etwas deplatzierten) Zahnkranzes besser folgen konnte. Wie wurde das bei den späteren (Richards-Mason und Small Frame Conversion) gelöst, besaßen diese schon die Zahnstange mit 2 Zähnen, wie beim SAA, und was macht Uberti daraus?

    Moin Long Johns Wolf du darfst ruihg weiter über die 1862er Conversion schreiben - jeder darf hier posten ;)

    Abe Gunstick deine Ausführungen zur Hand der Richards Conversions sind korrekt, zumindest wenns um die Patentzeichnungen geht.
    In der Realität hat COLT diese Art "Kipphand" schnell fallen lassen.
    Maßgebend welche Hnd verbaut wird, ist die Anordnung des Zahnkranzes auf der Trommel.

    Der COLT SAA hat eine Zwei-Fingrige-Hand, so wie auch die Richards und Richards-Mason Conversions.
    Der REMINTON 1875 (als Beispiel) hat eine eingliedrige Hand...

    Aber zurük zur 1862 Conversion.
    Was den Schlagbolzen betrifft, so hat Wolf schon das Wesentliche gesagt.

    Von mir gibts dazu nur noch, dass die Mechanik im Rahmen der Waffe völlig anders als beim Original gemacht ist. Wenn man die Waffe abschlägt und den Abzug gedrückt hält, sieht man den Schlagbolzen aus der Platte kommen.
    Lässt man den Abzug los, ist der Schlagbolen nicht mehr zu sehen (Rückspringer)

    IMG-20240213-WA0014.jpg

    IMG-20240213-WA0015.jpg


    Das Kaliber

    Ich denke die .380 wurde gewählt, weil die HEUTIGE .38 Short COLT nicht unterzubringen ist:

    IMG-20240213-WA0016.jpg

    Die Trommel wurde im Gegensatz zu den anderen Conversions von Uberti NICHT vergrößert.

    Bei allen anderen UBERTI Conversions wurden die Trommeln (und der korrespondiernde Rest) "aufgeblasen" um die moderne Munition unterzubringen:

    IMG-20240213-WA0017.jpg

    Dann solltet Ihr Euch Ubertis Colt 1865 Pocket Navy-Conversion antun: Mit im Conversionring integriertem Schlagstück.

    Wobei ich das angebotene Pistolenkaliber putzig finde, denn treffen tut das Teil, dort, wo man hinzielt.

    Auch der Hammer mit Sicherung macht Sinn, wenn alle 5 Kammern geladen werden sollen, z.B. als Fangschusswaffe.

    Long Johns Wolf

    Exakt darum ght es in meiner Andeutung von oben.
    Aber da du ja offensichtlich scho mehr Erfahrung damit hast, wäre es schön deine Ausführungen darüber zu lesen.

    ...ist zwar meilenweit vom Thema weg, aber wenn man der GRÜN-versifften-Ideologie etwas positives abringen will, wird es maximal das sein, dass wenn die GRÜNE Energiewende keinen Strom mehr hat, dann fällt auch die Ampel aus. Und wenn die Ampel aus ist, dann gilt wieder Rechts vor Links.

    - ein Schelm der böses dabei denkt!

    Weil wir da beim Thema sind Texas Jack - ist dir aufgfallen, dass es aus der "Qualitätsschmiede" UBERTI zwei Varianten des COLT 1860 Army als Richards-Mason Conversion gibt?

    Es gibt solche mit kurzer Trommel und langem Übergangskonuns (1. Variante)
    und solche mit langer Trommel und kurzm Konus (2. Variante)

    Ich hab mal versucht anhand meiner beiden Waffen (beide .44 COLT) ein paar Vergleichsfotos zu machen:

    r-m-conv-01.JPG

    DIE UBERTI Richards-Mason Conversion, wie sie sein soll (2. Variante), natürlich wegen der "Nitro-Zugabe" etwas Übermaßig.

    r-m-untersch-05.JPG

    Die Unterschiede in den Varianten (2. Variante oben, 1. Variante unten).

    r-m-untersch-02.JPG

    Die Trommeln der beiden Varianten.

    r-m-untersch-06.JPG

    Nahaufnahme beider Trommeln im verbauten Zustand (1. Variante links)

    r-m-untersch-03.JPG

    Trommel der 1. Variante mit Rahmen und Lauf der 2. Variante kombiniert - hier könnte man zwar THEORETISCH einen Schuß abgeben, aber...

    R-M-army.jpg

    Die 2. Variante kommt schon weit aus näher an das Original (s.o.) als die Variante 1.


    Es bleibt spannend auf dem CONVERSION-Rplika Markt!

    Es gibt in Kürze auch Neues - nur mal so als Vorgschmack: Ich habe mir heute für meine neue UBERTI Conversion zwei Schachteln Munition des Kal. 9mm Kurz gekauft... ...ja richtig, Pistolenmunition.

    die 1866er 1st Model von Uberti sieht ja wirklich gut aus allerdings hätten sie da auch durchaus ein anderes Kaliber wählen können um mit der gesamten Systemkastenlänge in die Nähe des originalen1st Model zu kommen.

    Ja das ist etwas, was ih seit dem 1. Tag der Produktion der Henry Rifle bemängle.
    Der Systemkasten ist für ne Henry einfach zu lang - die .44 Russ käme der Sache schon viel näher.

    Da die 1866er 1st Model den Henry Rahmen nutzt, ist es logisch, dass man Produktionstechnisch auf die Teile zurückgreift, die bereits da sind. Die Toggels z.B. können so in der 1860er, der 186 und der 1873 eingesetzt werden - das spart Kohle. Vom dem Gesichtspunkt her kann ich das verstehen.

    Aber zu lang ist eben zu lang - wie bei den S&W Clones aus dem Hause Uberti - die sind mit der .45LC Trommel viel zu lang - was ja dann ebenfalls für den Rahmen etc. gilt.
    Wobei sies anders könnten! Ich habe einen Uberti Russian in .44 Russ - dessen Trommel und Rahmen entspricht nahezu dem Original. Es gibt also mind. 2 Varianten aus dem Hause Uberti.

    Es geht aber auch anders herum.
    Uberti hat einen COLT Army als Long Cylinder Conversion auf dem Markt. Der Rahmen stammt vom Open Top, der Lauf und Griff vom 1860er Army - und der Cylinder ist kürzer als er sein sollte.

    UBTI-LLC-L.png

    UBTI-LLC-R.png


    Es ist ein Jammer....

    die Ladeklappe hätte Uberti preiswerter und doch originaler gestalten können aber die wollten wohl lieber die aus der Standardfertigung übernehmen


    Ich denke da gehts eher um den Platz. Die Ladegrube in der Klappe wird benötigt um die längere .45LC laden zu können. Lässt man diese weg, öffnet die Klappe nicht tief genug um die .45LC aufzunehmen.

    Ich muss euch Kennern hier im Forum nicht viel über die „Yellow Boy“ und deren Entwicklung vom Henry Gewehr zur ersten „echten“ Winchester erzählen.

    Doch auch diese hat – wie auch heute üblich – eine Evolution durchlaufen und wurde stets Verbessert und somit verändert.
    Im Fall der Winchester 1866 gab es vier verschiedene Systemkästen, unterschiedliche Visierungen, andere Befestigungen des Magazinrohrs bei Rifles, verschiedene Schaftkappen bei Carbines und Beschlagteile der 1873 (Stahl) statt dem üblichen „gun metal“.

    Hier sind ein paar Bilder der Winchester 1866 1. Model – also mit der ersten Ausführung des Systemkastens:

    1_WIN66_original_01.jpg


    1_WIN66_original_02.jpg


    1_WIN66_original_03.jpg


    1_WIN66_original_04.jpg


    UBERTI – als Replika Hersteller aus Italien ist hier wohl auch jedem bekannt. Somit muss man hier auch keine großen Worte darüber verlieren… …oder vielleicht doch?

    Nun, wer meine Beiträge hier im Forum verfolgt, der weiß, dass mein Interessengebiet eher auf originalen Waffen des sog. „Wilden Westens“ ausgelegt ist, als auf den Schießsport. Das gesagt, halten sich die Repliken in meinem Besitz auf einer eher überschaubaren Anzahl von <100 Stück.

    Doch jetzt hat UBERTI eine Waffe auf den Markt gebracht, die es neben dem HENRY Gewehr eher schwer macht, ein Original zu bekommen.

    WINCHESTER 1866 1st Model – eine sog. „Flat Side“ mit dem Type 1 Receiver:

    Uberti_Winchester_1866_Yellowboy_8.JPG


    _Uberti_Winchester_1866_Yellowboy_150th_Anniversary_Edition_-_full.jpg


    Hier ein Vergleichsfoto der "normalen" 1866er Winchester - also der UBERTI Replik die es bisher gab, mit dem 1st Model.
    Auffällig ist, dass der Lauf des herkömmlichen (4.) Modells 1866 nut 19" - der der neuen Ausführung aber 20" lang ist, was fast dem Originalmaß entspricht.

    1866 Vergleich.png

    Aber wie es immer so mit Repliken ist, auch wenn diese hier extrem gut gemacht ist, gbt es immer wieder Punkte an der vom Original abgewichen wird. Hier sind sie her margnial. So hat die "Neue" das Kaliber .45 COLT - was nachvollziehbar ist, denn die .44 Henry Rimfire ist obsolet, und stumm bleiben soll sie nun ja nicht. Das bedingt natürlich einen etwas längeren Systemkasten und Carrierbolck etc. Dennoch ist es irgendwie insich stimmig.
    Der zweite Lapsus ist, dass UBERTI an dem Carbine keinen Sattelring angebaut hat. Bei einem Preis von über 1500€ ist das ein NO GO.
    Ich habe das telefonisch bei HEGE moniert und prompt einen kostenlosen Ring und den Bügel dazu nachgeliefert bekommen - toller Service.

    IMG_20231221_100707.jpg

    In den einschlägigen US Foren in denen ich meine 1866er vorgestellt habe, wird diese grad hiess diskutiert. So wie ich das verstaden habe, sind din den USA nur die Aniversary-Modelle zu bekommen, diese tragen eine historisch korrekte Gravur. Angeblich sind die 1st Models auf 350 Stück limitiert.

    1866er-Graviert.jpg

    Super, dass Du wieder mal einen Klassiker hier vorstellst. Ike Godsey

    Mehr davon bitte!


    OK Blacky - aber nur weil du so schön gefragt hast und weil bald Weinachten ist.
    Da meiste Zeug hab ich bereits gepostet, aber bitte sehr.... ...ich habe sie aber nicht nach Replika und Originalen sortiert. Fachleute wie ihr kennt sicher schnell den Unterschied...

    Teil 1

    COLT1860-fluted-Army-06.JPGpockets04.JPGOT03a.jpgrich-conv-01.JPGr-m-conv-01.JPGspenc-02.JPG

    Nein, bin mir noch nicht sicher. Ob was altes oder eher etwas neues. Habe zwischenzeitlich schon viel gelesen habe aber noch keine Möglichkeit bekommen eine auszuprobieren.


    Also wenn du kein Purist bist, würde ich dir etwas in Richtung Winchester 1892 System empfehlen.
    Ob nun Winchester, Miroku, Browning, ASM, Chiapa o.ä. ist fast egal.

    Wenns was wirklich Gutes sein soll, würde ich mich nach einer BROWNING 1892 umsehen...


    BILDER!!!

    Danke.

    Zu den Schrauben - die gehören so.
    Der Vorderschaft besteht aus einem Linke und Rechten Panel.
    Geht nicht anders - ms ja auch ein Teil der Mechanik rein.

    Der Griff unterm Hals verbessert die die Handlage enorm! Fühlt sich toll an mal sehen was die Kleine am Stand macht - bekanntlich bin ich ja kein Schiesser...