Beiträge von Uwe

    Nix zu danken immer wieder gerne.


    Den Lauf abzuschrauben ist keine große Sache, geht ganz einfach und kann wirklich von jedem halbwegs talentierten Schrauber / Metaller gemacht werden.

    Den ausgebauten Lauf mit der Hülsen Seite ein paar Wochen in Petroleum stellen damit das gut einwirken kann. Danach den Lauf in dem Bereich mit einem Brenner gleichmäßig rundherum erhitzen und die Hülse fällt dann meistens schon von Alleine raus.

    Viel schwieriger wird es mittlerweile wenn man eine neue Bodenplatte braucht. Die gibt es nämlich nicht mehr. Nur noch die neumodischen verhunzten Teile die nicht mehr richtig funktionieren.

    An meiner Palmetto ist die Hülse beweglich weil ich sie vor kurzem erst ersetzt habe. An der Chiappa, die ich vor etwa zwei Jahren von einem Freund gekauft habe, ist sie "noch" fest. Da will ich aber über die Winterzeit mal dran gehen und sie ebenfalls gangbar machen, ggf. ersetzten.


    Einen signifikanten Unterschied zwischen einer beweglichen oder festen Hülse konnte ich noch nicht fest stellen.

    Es ist sehr schwer diese Hülse, auf Dauer, beweglich zu halten weil man sie nur zur Hälfte, heraus ziehen kann. (Außer man schraubt jedes Mal den Lauf ab)


    Pedersoli hatte vor ein paar Jahren eine recht brauchbare Idee. Ich war zuerst skeptisch aber es funktioniert. Die 34mm lange Hülse haben die, sozusagen, in der Mitte durchgeschnitten und zwei 17mm lange Hülsen Stücke daraus gemacht. Die zwei kurzen Stücke können prima nacheinander komplett heraus gezogen, oder wieder eingesetzt werden ohne das man jedes Mal den Lauf abschrauben muss. So kann man die Hülse auch problemlos gangbar halten.

    Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Sollte die Stirnseite der Hülse erste Verschleiß Erscheinungen haben, dreht man die Hülse einfach um und hat wieder eine plane Fläche zur Bodenplatte hin. Man hat damit insgesamt 4 Flächen die man verschließen kann bevor die Hülse komplett gewechselt werden muss.


    Einen Hülsen Zieher habe ich mir selber gebaut, brauche den aber nur noch sehr selten weil man die zwei Hülsen Stücke gut sauber halten kann.


    Gaphitpuder funzt natürlich gut, aber ich verwende trotzdem Kupfer Paste.

    Warum? Das Gaphitpuder wird vom Gasdruck auf den glatten Flächen mit der Zeit weg geblasen. Die sehr zähe Kupfer Paste bleibt da wesentlich länger an dem Platz wo sie hin geschmiert wurde.

    Kann aber jeder selbst testen und entscheiden....

    Vor allem handelt man sich mit diesen Messing Kartuschen nur Nachteile ein.

    Sie liedern nicht deshalb ist der Gasschlupf und Druckverlust enorm. Außerdem hämnert die zurück donnernde Hülse auf die Bodenplatte und Block was den Spalt zwischen Patronen Lager und Dichtplatte noch vergrößert anstatt zu verringern.

    Der Gasschlupf / Druckverlust ist erheblich.

    Der Verschmutzungsgrad durch die Verbrennungsrückstände ist ebenfalls viel höher.

    Funktionieren tut's schon, aber wie lange dauert es bis der Lauf verbleit und wie ist die Präzision. Die Ansichten was präzise ist und was nicht, gehen sehr weit auseinander. Ich kenne Schützen die sind schon glücklich wenn sie zuverlässig den Achter Ring halten können.


    Wenn's unbedingt eine Kugel sein soll, dann würde ich die Sharps wie einen normaler VL mit Pflaster Kugeln von vorne laden. Ist zwar bei dem System völliger Blödsinn aber die Waffe unbedingt mit einer Kugel laden zu wollen auch. Man muss nur das große Volumen des Patronen Lagers berücksichtigen. Bei zu geringer Ladung, ohne Zwischemittel, drückt man die Pflaster Kugel aus den Lauf / Übergangskegel wieder heraus in das viel zu weite Patronenlager mit allen bekannten Folgen.

    Egal wie man es dreht, eine Kugel ist nur ein schlechter Kompromiss.

    Wenn man das bei einer Sporting mit 75er Drall macht geht das sowieso in die Hose.

    Die Military Drei Band Sharps hat einen relativ langen Drall das kann es mit der Kugel funktionieren. Bei den Sporting's sieht das mit dem kürzeren Drall wieder ganz anders aus.


    Aber selbst wenn man die Kugel gut mit Geschoss Fett ein schmiert ist das immer noch nicht das Selbe wie bei einem gefetteten Lang Geschoss, wissen wir alle. Deshalb rate ich davon ab.


    Gruß Uwe

    Ich hab auch Einen, Seriennummer: 0021. Den habe ich vor etwa 18 Jahren von einem Sammler, sogar noch im Original Karton mit Styropor-Einsatz, einschl. der originalen Buhholzer Kokille gekauft. So wie der aussah wurde er nur wenig geschossen.


    Hab etwa 3 Jahre lang, vergeblich, versucht die Waffe zum schießen zu bekommen. In der Zeit, hab ich etwa 10 verschiedene Kokillen gekauft und mit allen möglichen Ladungen experimentiert. Es ist mir nicht gelungen die Waffe, auch nur halbwegs, auf Präzision zu trimmen. Drei-Vier Schuss saßen sehr gut zusammen, fast Loch in Loch und die Nächsten zwei Schuss lagen plötzlich, bis zu 10cm, weiter weg.


    Ich hab dann die Waffe zu Hannes Krebs gebracht, er konnte leider auch nichts fest stellen, der Lauf war einwandfrei.

    Also hab ich mir, letzten Endes, von Hannes einen Wechsellauf anfertigen lassen und der schießt topp. Der Original Lauf steht seit dem, gut konserviert, in einer Ecke vom Tresor.

    Das Einfüllen hat mit einem Trichter und einem Pistolen-Ladestock zum stopfen ganz gut funktioniert. Musste danach ein Mal nachstopfen bis sich Alles gut gesetzt hatte. Aber seit dem ist der Bag und die Rolle prall voll.

    Hatte in meinem großen "Unkle Bud's Bullsbag" zu erst auch Reis drin, das war mir aber auf Dauer viel zu schwer.

    Hab den Reis dann gegen Kork-Granulat ausgetauscht und bin mit dem Ergebnis bisher sehr zufrieden. Den Kork hab ich auch in meiner Knieend-Rolle drin funktioniert ebenfalls super. Die Rolle wiegt prall gefüllt genau ein Kilo.

    Eine super Waffe, aber in dieser Ausführung eigentlich schon zu schade für den "aktiven" Dienst.

    Das Schaftholz ist außerordentlich !

    Meinen Respekt.

    Ich bin auch eher ein Freund von schlichter Eleganz wie deine Biederstaedt. Hier kommt die Gavur auf dem blanken Metall so richtig zur Geltung.

    Meine Unterhammer sollte eigentlich auch so werden. Ein schönes Schaftholz mit eine dezente Gavur auf blanken Metall evtl. in French Grey. Aber meine Frau war der Meinung das ein Geburtstags Geschenk zum Fünfzigsten ruhig etwas aufwändiger sein darf. Daher auch die sechs Stellige Waffennummer.

    Also wurde es eine Voll-Gravur mit Goldeinlagen. Und damit das Gold auch richtig zur Geltung kommt, kam noch die kräftige Bunthärtung dazu. Schade ist nur, daß die Gravur dadurch fast in den Hintergrund rückt.

    Ich habe den Brass Annealer schon seit ein paar Jahren im Einsatz und bin sehr zufrieden damit. Man kann damit auch alle Randhülsen problemlos glühen und das geht nicht mit jedem Gerät.

    Die Glühdauer kann man stufenlos von 0-20 Sec. einstellen. Das ist selbst für die dicksten Hülsen mehr als ausreichend. Die Höhe der Brenner Düse ist natürlich auch einstellbar.

    Je nach dem welche Hülsen man glühen will ist evtl. eine andere Transport- Disk notwendig. Man braucht nicht für "jedes" Kaliber eine andere Disk. Die 308 Disk z. B. passt auch für die 30=06, 8x57 usw. Das ist deshalb notwendig damit die Hülse auch genau mittig auf dem Drehteller positioniert wird und nicht vor der Flamme hin und her eiert.


    Ich hab bei meiner Bestellung damals gleich mit angeben welche Kaliber ich habe und Lubow hat mir dann die passenden Disk's dazu eingepackt.

    Der Brass Annealer hat 180 Britische Pfund gekostet und eine Disk jeweils 22 Pfund. Insgesamt war ich bei knapp über 300€, da kann man nicht meckern.

    Entsprechendes Equipment im Geräteformat mit 230 V Anschluss kostet schnell 750 - 1000 Euros. Wem's so viel wert ist ...

    :sla:

    Stimmt nicht, gute Geräte gibt's schon für ca 300-400€. Und damit kann man "Alle" Hülsen, egal welches Kaliber zuverlässig glühen.

    Guggsch du:

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    Das Teil ist wirklich gut.

    O.K. Lauf ohne Zündlochschraube kann sicher bei Originalen sein, als neue Waffe käme MIR so etwas aber nicht ins Haus

    ::dry::

    Was den Kugelzieher anbelangt, mit den käuflichen Teilen fand ich auch nie so recht meinen Zufriedenheit, aber seit ich mir aus einer Gewindebuchse und einer abgezwickten Spax mit nadelfeiner Spitze so ein Teil selbst zusammen gelötet habe, hatte ich damit nie mehr Probleme.

    Korrekt ich hab mir auch einen Geschosszieher aus einer Spax Schraube hergestellt, funktioniert super. Alle auf dem Markt erhältlichen Kugelzieher funktionieren nicht mal annähernd so gut. Deren Schrauben- Seelen sind viel zu dick und kratzen nur Bleikrümel aus dem Geschoss anstatt rein zu gehen.


    Kann mich aber nicht mehr daran erinnern wann ich den zum letzen Mal tatsächlich gebraucht habe.

    Ich versuche es immer erst mit der einfachen Methode. Piston raus feinkörniges Zündkraut, wenn es nicht gleich rein rieselt mit ein paar leichten Klopfer auf den Lauf nachhelfen. Hat bisher immer funktioniert.

    Ich brauch das aber nicht an meinen Waffen sondern immer nur für Schützenkollegen. :D

    Ich glühe vor jedem Wiederladen.

    Zum einen weil ich dann sicher sein kann das die Hülse weitestgehend die gleiche Material Spannung hat als zuvor. (Ausziehwiederstand) Das hab ich nicht wenn ich das erst bei jedem fünften oder zehnten Mal mache. Und zum Anderen weil die Messing Hülse flexibler bleibt.

    Ob es für die Präzision was bringt weiss ich nicht, aber die Hülsen halten deutlich länger.

    Ein großer Aufwand ist es nicht. Geht sehr schnell.

    Meine "lange" Canadian Centencial hat ein sehr enges Lager und wenn ich die Hülsen nicht voll Kalibriere muss ich ganz schön drücken um den Lever zu schließen und den Sicherungs Stift zu erreichen.


    Hab selbstverständlich auch ein paar Patronen Sorten die ich nur halb oder auch nur Hals Kalibriere. Hier geht's aber um die 30-30 und die verwende ich so wie geschildert.