Beiträge von Captain Cat

    Die derzeitige Misere war im September 2011 noch nich abzusehen.


    Also wer am 23. September 2011, dem Tag des ersten Beitrages hier,noch nicht absehen konnte, dass wir mit dem islamischen Terror ein größeres Problem bekommen, der hatte wohl schon seit ein paar Jahren vorher den Fernseher in der Werkstatt, die Zeitung abbestellt und das Radio ausgeschaltet ::lachen2::::lachen2:: .
    Das Problem war schon seit jenem bekannten 11. September ein paar Jahre vorher erkennbar.


    Aber lass gut sein, dann pilgert man eben auch hier nach Mekka 8-.)

    Also mal was ganz Anderes :


    Mich stört der Titel des Themas ganz gewaltig !


    Selbstverständlich habe ich nichts gegen den Begriff Steinschleuder,
    mit Mekka allerdings
    verbinde ich überhaupt keine angenehmen Assoziationen.


    Wie seht Ihr das denn ?


    Startet jemand einen Ideenwettbewerb für einen neuen Thementitel
    und bittet ggf. die Moderation um eine Änderung ?


    Also nur mal so als Idee angedacht.


    CC

    Ich bin froh 45/70 zu haben, da gehen auch mal deutlich mehr als nur 5 oder 10 Schuss raus

    Bei der .45-120 muß man sowieso Wiederlader sein, denn Kaufmunition ist nur was für die Söhne von Millionären.


    Als Wiederlader bestimmst nur Du selbst, wie die Ladung aussieht, Büffelhart oder Mädchensanft.


    Auf die bei uns üblichen Distanzen bis 100 Meter packst Du eine normale 45-70 Ladung und etwas mehr Kaffeesatz in die Hülse und gut ist es.


    Für den Eimer in Dänemark wird dann ganz einfach der Kaffeesatz durch Schwarzpulver ersetzt :thumbsup:


    CC

    Ich wiederhole mich gerne,
    es hat seinen Grund, weshalb die Leute frührer, als VL Stand der Technik war, so etwas wie ein REAL nicht hatten.


    LEE ist zwar bekannt für praktische Lösungen, das schließt aber Fehlentwicklungen wie das REAL nicht aus.


    Das Ding taugt m.E. einfach nix !



    Zitat

    Allerdings schiessen wir Sposchü mit moderaten Ladungen, so das u.U. eine Erhöhung der Pulvermenge nötig ist.


    60 grs sind ja bei einer Ladung für (vermutlich) 50 Meter nicht gerade eine Schlappladung.


    CC

    Aber selbst erfahrene Spezialisten wie er liegen manchmal daneben:

    Also erstens ich bin kein Spezialist,
    ich fühle mich als sehr ambitionierten VL Schützen und Sammler.


    Das CH 2 rundum als Universalpulver empfohlen wird, meine ich als hinlänglich bekannt unterstellen zu dürfen.


    Für was ein Pulver vom Anbieter empfohlen wird ist bei SP die eine Sache, meine Erfahrungen sind die andere Sache und da interessieren mich meine speziellen Ergebnisse und Erfahrungen mehr als diese Herstellerempfehlungen, die logischerweise immer im Allgemeinen verbleiben müssen.


    Genau so geht es mir auch mit Dedinskis Empfehlungen, ich schieße u.a. auch seine Waffen mit meinen Rezepten und besten Erfolgen, weil er gute Waffen baut und ich für mich gute Ladungen dafür entwickelt habe.


    Auslöser der ganzen mehrjährigen praktischen Versuche war tatsächlich ein Aha Effekt aus einem Testbericht.


    Ein DWJ Test zeigte für einen FWB R&S mit CH 3 (von niemand kannte ich bis dahin eine Empfehlung von CH 3 für Perkussionsrevolver) die absolut besten Ergebnisse.


    Ausgehend von dieser mich zuerst erstaunlichen Angabe, begann ich meine Experimente die eben zu Erfahrungen jenseits der Lehrmeinungen führten.


    Das ich meine Erfahrungen überzeugt vertrete mußt Du mir schon zubilligen ohne Dich deshalb persönlich getroffen zu fühlen,
    was weder beabsichtigt ist und weshalb ich auch immer wieder betone, daß ich sie weder jemand aufdrängen will, noch behaupte, andere Leute hätten Unrecht, wenn sie das tun, was eben schon immer getan wurde, bzw. gängige Lehrmeinung ist.


    Nur für mich zählt eben die eigene Erfahrung mehr.


    CC


    1874 hat dagegen gehalten, und die Geschichten vom Ausbrennen der Läufe durch heißes Schwarzpulver als unbewiesen bezeichnet. Schäden, die wie Ausbrennen aussehen, würden andere Ursachen haben.


    Ja, und welche Ursachen ?


    Warum werden die Läufe gewechselt ?


    Warum glühen z.B.Zündnadeln aus ?


    Warum brennen die von Dir selbst erwähnten Zündlöcher aus ?


    Niemand muß danach trachten, seine Waffe möglichst lange zu erhalten, jeder hat die Freiheit zu tun, was er will
    und
    die Hersteller und Büchsenmacher freut es :thumbsup:


    CC

    Find ich gut, Captain, dass Du Deine Beiträge so ausführlich begründest. Man kann hier immer noch was lernen!


    Danke für die Blumen :love:


    Nur im Dialog werden Erfahrungen ausgetauscht, nicht jeder kann alle selbst machen.
    Ich sag nicht gerne, das ist falsch oder Unsinn, ich sage, ich mache das so oder so.


    Mir geht es darum, Erfahrungen zu teilen und Anderen auch zu erklären, wieso ich das so mache
    und dann ggf. deren Sicht der Dinge mit der eigenen Erfahrung zu vergleichen.


    Ob jemand das dann selbst probieren oder übernehmen will, ist unter erwachsenen Leute immer die freie Entscheidung.


    CC

    Über die psychologischen Seiten der Produktpräsentation und Marketing hast Du natürlich Recht,
    gut aussehen, gut riechen = gut verkaufen, das ist nicht von der Hand zu weisen.


    Aber das gilt nicht für unsere eigenen, für den Selbstgebrauch hergestellten Produkte.


    Allerdings kann ich nicht behaupten, daß die selbstgemachten Mittel, solange man saubere, frische Zutaten verwendet,
    irgendwie unangenehm riechen.


    Frischer Talg ist nahezu geruchlos, Bienenwachs riecht sehr angenehm, Lanolin wird sogar in der Pflegekosmetik verwendet und damit sind doch die Hauptkomponenten schon mal unverdächtig.


    CC

    Du empfielst CH 3 ?! Ging bislang davon aus, dessen Wikungskreis läge bei Büchsen - und da auch erst ab .54 aufwärts.
    Nutze normalerweise CH 2 und bin damit immer gut zurecht gekommen. Habe vom Denkansatz des heissen Abbrennens und den damit verbundenen Nachteilen für Lauf u. Pulversack bislang auch noch nie gehört.


    Du hast das gehört, was so üblicherweise weitererzählt wird, angefangen von den Frankonia Broschüren bis hin zu Leuten die das "schon immer so gemacht haben".


    Das Problem sind nicht Krusten und Reinigung, natürlich reicht dafür Wasser und Seife, das Problem der heißen Gase ist das Ausbrennen der Läufe im hinteren Teil und das erkennt man eben auch nicht, wenn man mit der Laufleuchte von vorne reinguckt.


    Ich stehe in ziemlich engem Kontakt zu Leuten, die VL Waffen bauen und reparieren, die wissen, wovon sie reden und ich habe schon so manches sehenswerte Beispiel eines ausgebrannten VL Laufes gesehen.
    Scharf abbrennendes SP ist nämlich durchaus auch dazu in der Lage, dem Lauf heftig zu schaden.


    Das CH 3 ist nicht nur ein Pulver, das in seiner Körnung recht gut mit früher üblichen und bewährten Pulversorten vergleichbar ist, es hat tatsächlich das Potential, das man dem CH 2 nachsagt, nämlich ein wirklich universell einsetzbares SP zu sein.


    Du wirst im Vergleich zum CH 1 oder CH 2 eine leichte Veränderung der TPL feststellen (die Treffer liegen etwas tiefer) die sich logischerweise korrigieren läßt, aber ansonsten bei gleichem Preis nur Vorteile haben.


    Es gibt sicher Anwendungen im VL Bereich, für die es besser geeignete Pulver gibt, aber in Perkussion zwischen .36 Kurz- und Langwaffe über Revolver und .45 Kurz- und Langwaffe bis hin zu Dienstgewehren in .54 konnte ich und Sportkameraden, welche die Idee aufgegriffen und selbst Testreihen gemacht haben, nichts Besseres finden.


    Niemand muß das glauben oder sich davon überzeugen lassen, denn bekanntlich gilt immer noch :


    " Do hot mei Großvadder scho gmiggt und do hot mei Vadder gmiggt - und do migg I au ond wenns au der Berg nuffgoaht"


    Also, ausprobieren und dann selbst entscheiden, denn das ist einer der interessantesten Aspekte beim VL Schießen, man sollte und muß Vieles selbst ausprobieren, weil eine Menge altes Wissen und Erfahrung im Überschwang der Umstellung auf die NC Pulver verlorenging.


    CC

    Schönes Ergebnis !


    Aber mal ein Tip unter Praktikern: Du wirst viel länger Freude an Deiner Pistole haben, wenn Du sie nicht mit dem extrem heiß abbrennenden CH 1 fütterst !


    Die Masse der Nutzer verwendet CH 2 und selbst das ist noch sehr heiß und brennt scharf ab.


    Durch einen Zufall erstmals und dann anschließend konsequent durchgeführte Versuche bin ich darauf gekommen, daß sogar kleinkalibrige .36 VL Pistolen hervorragend mit CH 3 funktionieren.


    Angenehmeres Schußverhalten, deutlich weniger feste Rückstände, unveränderte Präzision und letztlich auch noch weniger Gefahr des Ausbrennens im Bereich der Pulverkammer.


    Versuch es einfach mal.
    Bei mir läuft mit CH 3 Alles absolut Top !


    CC

    Danke. Dann kann man das wohl auch mit Rindertalg und Bienenwachs machen.


    Es gibt eine ganze Menge brauchbarer Rezepte für VL Geschosse im Net oder in älterer Literatur zu finden.
    Rindertalg (ungesalzen natürlich nur) ist genau so wie Bienenwachs ein brauchbares Material.


    Wovon ich i.V.m. SP allerdings nichts halte, sind Produkte auf Basis von Erdöl.
    Ein Chemie rfahrener Mensch hat mir das mal so erklärt, daß das mit dem SP hartnäckige Kohlen- und Teerrückstände bildet, die durch die Verwendung natürlicher, pflanzlicher oder tierischer Fette nicht entstehen.


    Hat mir eingeleuchtet, denn zu der großen Zeit vom SP und Vorderladerschießen gabs das Erdölzeugs auch noch nicht allgemein und die Pflaster- und Geschoßfette bestanden aus natürlichem Material.


    Die alten Rezepte zu verwenden kann nie falsch sein, die wußten wie man mit dem Zeugs umzugehen hatte, jahrhundertelange Erfahrung, während bei uns erst vor rundabout 30 Jahren wieder damit begonnen wurde.


    CC

    brauche ich noch unbedingt eine Steinschloss KW.
    Ich habe neulich von einem Kumpel eine Le Page geschossen was schon mächtig Spass gemacht hat.

    Wenn Du nicht die Unmenge Geld für eine Custom Waffe ausgeben willst, dann machst Du mit der dp Steinschloß LePage garantiert nichts falsch.


    Das ist für diese Disziplin eigentlich die gute Standardwaffe aus Serienproduktion schlechthin.


    Eine Überlegung wäre für mich noch die dp Mortimer Steinschloß, sicher auch nicht schlecht, aber nicht so verbreitet.


    Vom großen Rest der Serienprodukte würde ich bei ernsthaften Absichten die Finger lassen,
    mit viel Geld im Hintergrund würde ich mir eine von Krebs oder Mohr oder Baumkircher bauen lassen.


    CC

    Aber was ist bore butter?

    Die Frage läßt sich einfach beantworten: Ein Geschoß- und Pflasterfett auf natürlicher Basis.


    http://www.midwayusa.com/produ…000-plus-bore-butter-tube




    Was haltet Ihr davon, die Bleikugeln schon gleich nach dem Geißen zu fetten oder einzuwachsen?

    Sehr viel, ich praktiziere das seit Jahren mit gutem Erfolg, habe deswegen auch Kugeln, die nach Jahren noch keinerlei Oxydation aufweisen.
    Das Verfahren ist recht einfach und hat mehrfachen Effekt, war der Tip eines alten VL Schützen, den ich als Anfänger gerne übernahm:


    Man nimmt eine stabile Sektflasche mit hochgewölbtem Boden, füllt diese ca. zur Hälfte mit den frisch gegossenen Kugeln und tropft etwas Öl dazu rein (ich nehme z.B. Ballistol dafür), Korken draufdrücken und dann "rütteln,rütteln,rütteln,rütteln".


    Mit Schmackes auf und nieder, umdrehen, alles so richtig und dauerhaft (ideales Mucki Training gratis).


    Auf diese Art verschwindet der Angußbutzen nach einiger Zeit völlig und es entsteht eine vielfach facettierte Oberfläche der Kugel, der sgn. Golfballeffekt, welcher zumindest bei denen die Flugeigenschaften verbessern soll.
    Zusätzlich wird dabei noch die Oberfläche unter "Einklopfen" des Öls verdichtet.


    Man kann jetzt trefflich darüber streiten, ob der verschwindende Gußbutzen und die Facettierung der Kugel irgend etwas bewirken, ich vermute nicht wirklich nennenswert, aber immerhin wurden in klassischer Zeit die Kugeln tatsächlich "gerollt"(auch Rommeln oder Remmeln genannt), ein vergleichbares Verfahren ist also durchaus historisch belegbar.


    Anschließend verbleiben die Kugeln so wie sie sind in der Sektflasche.
    Vor dem Verschießen werden sie kurz auf Küchenkrepp gerollt und sind dann sauber, nach Jahren noch oxydationsfrei und von einem hauchdünnen Ölfilm überzogen.


    CC

    Zitat

    Gar nicht so einfach, weil man dabei wissen muss, dass nicht alle 45er SWC mögen, esschbäschellie die 1911er und Konsorten, auf deren steilen Rampen bleiben die SWC-Klickers gerne mal hängen,


    Nette Ausführungen,


    allerdings konnte ich mit Geschossen aus beiden 200grs RCBS .45er SWC Kokillen(1 Fettring/2 Fettringe) die von Dir geschilderten Probleme weder in meiner 1911er Goldcup noch in meiner SigSauer feststellen.


    Eine Zufuhrstörung gab es damit noch nie.



    CC

    Die kleinen Waffenhändler an der Ecke wurden ja schon vor Jahrzehnten zur Aufgabe gezwungen,

    Das ist eine der beliebten Legenden, die auf einen Teil sicher zutrifft.


    Aber wer nur Karton Öffner war,
    bei einer Anfrage automatisch den Frankonia Katalog als Preisgrundlage nahm,
    zu bequem war, etwas zu bestellen,
    fachlich nichts drauf hatte,


    der fühlt sich damit hundertprozentig bestätigt.


    Es gingen und gehen, nicht nur im Waffenbereich, kleine Händler oft an der eigenen Unbeweglichkeit und Unfähigkeit zugrunde.


    Vier hatte ich in der Nähe, die Beiden, die gute Preise, guten Service, Hilfsbereitschaft, fachliches Können und Flexibilität praktizieren, die existieren noch und machen gute Geschäfte,
    um die beiden anderen ist es nicht schade.


    CC