Beiträge von Texas Jack

    heute konnte ich ein Päckchen aus USA bei der Post abholen bei dem ich mich jetzt frage, ob es für den Nikolaus zu spät oder für den Weihnachtsmann zu früh angekommen ist. ;) Egal, ich freue mich riesig.

    In dem Päckchen war ein schlichter brauner Lederkoffer. Der Inhalt des Koffer ist allerdings alles andere als schlicht. Er beinhaltet eine Winchester 1894 Rifle mit achtkantigem Lauf und sehr schön gemasertem Schaftholz in der Take Down Ausführung. Der Systemkasten des Gewehrs, der Unterhebel und die Schaftkappen an Vorder- und Hinterschaft sind graviert. Der Lauf hat an der Wurzel und der Mündung leichte Gravuren, ebenso der Magazinhaltering, selbst die Basisplatte des Lyman Diopters auf dem Kolbenhals ist graviert. Das Gewehr stammt aus der Miniart Werkstatt in Moskau, hat aber keinerlei Markierungen. Es ist keine Laufbeschriftung vorhanden und ich habe auch nirgends sichtbar eine Seriennummer gefunden. Muss wohl eine Ghost Gun sein. ::c.o.l)

    Diese Miniart Miniaturen aus Moskau ist im Massstab 1:2 hergestellt, hat also mit 53,5 cm Gesamtlänge exakt 50% der Originalgröße. Die Uberti Miniaturen sind im Massstab 1:2,125 gebaut und haben damit nur 47% der Originalgröße. Da diese Miniart Waffen deutlich höher gehandelt werden, habe ich nicht damit gerechnet, jemals solch ein Gewehr in meiner Sammlung zu haben. Jetzt habe ich ein echtes Schnäppchen machen können habe eines der extrem seltenen gravierten Modelle in der Take Down Ausführung. :happy: Aber seht selbst, ich denke, die Bilder sprechen für sich.


    auf dem letzten Bild kann man schön sehen, dass die Miniart Winchester etwas größer ist als die 1866er von Uberti

    Wow, das ist ja mal ein edles Kästchen :thumbup:

    bei HH habe ich schon so manches Schnäppchen gemacht, genauso wie bei eGun. Wenn man bei Auktionen mitspielt muss man halt immer den Aufpreis beim Bieten berücksichtigen. Dazu kommt es halt auch immer darauf an, wer an einem speziellen Stück interessiert ist und mitbietet, egal ob Auktionshaus oder eGun. Wenn zwei oder drei sich gegenseitig hochjubeln wird es halt teuer. Ein Colt Paterson aus der Signature Serie geht im allgemeinen bei den US Auktionshäusern für um die $ 3000,- bis 3500,- weg, in diesem Sommer ist einer für $ 9500,- plus Aufgeld weggegangen. Ähnliches habe ich auch schon bei eGun gesehen.

    Versicherter Versand kostet überall entsprechendes Geld nur bei den Auktionshäusern kommt halt noch deren Aufgeld dazu. Ich habe in den letzten Jahren diverse Waffen und Zubehör auf Auktionen in Deutschland, Europa und USA gekauft und eigentlich nie schlechte Erfahrungen gemacht. Man muss sich halt, auch bei Live-Auktionen ein persönliches Limit für jedes einzelne Teil setzen und sich dann auch konsequent daran halten sonst rennt man zu leicht in die Haben-Wollen Falle. ;)

    ich weiß nicht was auf dem Markt los ist aber irgendwie kann ich das hier fast nicht glauben Los 2312 | Kurzwaffen moderne Systeme | Online-Katalog | A90s | Aktuelle Auktionen | Kaufen | Hermann Historica (hermann-historica.de)

    da geht ein Walker der Signature Serie für 2000,- Euro plus 25% Aufgeld weg? :blink:

    Das ist das erste Mal, dass ich hier in Good Old Germany einen so hohe Preis für einen Colt C&B Revolver aus der 2nd oder 3rd Generation gesehen habe. Normalerweise gehen die immer noch unter 1000,- Euro weg, lediglich der eine oder andere Händler meint er hätte da was ganz Besonderes und ruft dafür Mondpreise auf.

    Meinen Walker der 2nd Generation habe ich in USA für $ 600,- plus 20% Aufgeld ersteigert und hab natürlich hier Zoll und Steuer darauf zahlen müssen.

    mir war gar nicht bewusst, dass Colt 3rd Model Dragoons für die Briten hergestellt hat. Da die Trommel schon recht mitgenommen aussieht und keine britischen Beschussstempel zu erkennen sind habe ich die Stempel am Lauf auch nicht weiter angeschaut da ich sie für Macken durch den Gebrauch gehalten habe. Man lernt halt immer was dazu :thumbup:

    Werner, so pauschal kann man das nicht sagen. Besonders Colt ist da ganz speziell. Wir ihr wisst sammle ich Colt C&B Revolver der zweiten und dritten Generation und auch die SAAs aus allen Generationen. Besonders die SAAs sind in USA deutlich teurer als hier in Deutschland oder generell Europa. Wenn ich mal wieder einen neu erworbenen SAA in US Foren vorstelle fallen die Foristi dort drüben regelmäßig vom Glauben ab wenn ich meine Kaufpreise nenne. Vor ca 15 Jahren war das noch ganz anders, da konntest du drüben noch SAAs kaufen und recht preiswert importieren, ist heute aber nicht mehr so. Alles an Waffen, was nach 1898 gebaut worden ist, muss über einen Exporthändler und mit einer Exportlizenz abgewickelt werden. Ausnahme sind Perkussionswaffen, die in den meisten US Bundesstaaten gar nicht als Waffen eingestuft sind und generell als Antiquität laufen. Der Export von "Modernen" Waffen (nach 1898 gebaut) kostet richtig viel Geld und der Transport geht nur über Luftfracht, auch teuer.

    Selbst die Colt C&B Revolver der zweiten und dritten Generation sind dort deutlich teurer, werden aber von den meisten Auktionshäusern ganz einfach per Post verschickt.