Beiträge von volker1

    Ja und Nein, denn so steigt der Tatbestand von einer normalen Ordnungswidrigkeit zu einer Straftat ;) , und bei WBK Besitzern die nebenbei auch noch richtige Waffen haben etc. könnte so eine lächerliche Sache dann schnell zur Entwaffnung führen.


    sonst


    Bitte beachten: Auch der "Kleine Waffenschein" erlaubt nur das Führen, nicht das Schießen.


    WaffG §11 Abs. 5:
    (5) Die Erlaubnis zum Schießen mit einer Schusswaffe wird durch einen Erlaubnisschein erteilt.


    Jedes Schießen ist also erlaubnispflichtig. Eine Erlaubnis zum Schießen an Silvester wird man in der Regel nicht erhalten - das habe ich schon einmal versucht :)


    Die Ausnahmen von dieser Regel sind in WaffG §12, Abschnitt 4 festgelegt.
    * mit Signalwaffen bei Not- und Rettungsübungen
    * mit Schußwaffen aus denen nur Kartuschenmunition verschossen werden kann
    * durch Mitwirkende an Theateraufführungen und diesen gleich zu achtende Vorführungen,
    * zum Vertreiben von Vögeln in landwirtschaftlichjen Betrieben
    * im befriedeten Besitztum , wenn der Inhabers des Hausrechtes dem zustimmt, die Geschosse das Besitztum nicht verlassen können und mit Waffen geschossen wird, deren Geschoßenergie nicht über 7,5 Joule ("F im Fünfeck") beträgt.
    * mit Schreckschuss- oder Signalwaffen zur Abgabe von Start- oder Beendigungszeichen im Auftrag der Veranstalter bei Sportveranstaltungen, wenn optische oder akustische Signalgebung erforderlich ist.


    ... und natürlich im Falle der Notwehr / Nothilfe.

    Bitte beachten ich rede hier nicht von einer normalen .338 Lapua Magnum, sondern von einem Winddriftoptimierten Weltrekordgeschoss im Kaliber einer .338 Lapua Magnum.
    Dort benötigt es einen höheren Drall ca. 9° statt ca. 6° um diese Drallstabil fliegen zu lassen. Schon mal was von der Hack'schen Grenzspitze gehöhrt? So ein Geschoss verliert deutlich weniger an Geschwindigkeit und Energie.
    Die Bezeichnung dafür stammt von Lutz Möller LM-105 wegen seiner größeren Projektillänge Länge.
    http://www.saxtech.eu/8,5-mm/LM-105.htm
    Normale Bleikern-Stahlmantel-Geschosse können hier auch nicht mehr verwendet werden, da der Stahlmantel wegen dem hohen Drall Gefahr läuft abzuscheren.
    Der ursprüngliche sehr aufschlussreiche WSG-Artikel von Lutz Möller ist momentan nicht mehr abrufbar. Die Details sind aber auch so auf seiner Seite zusammen zu suchen.
    Da insbesondere die BW nicht reagiert hat, hat er wohl aus seiner Idee abgewandelt auf zivile Bedürfnisse eine sehr präzise Reichweiten-Jagdwaffe gemacht. Die auch zivil vertrieben werden soll.
    http://www.saxtech.eu/Waffen/Gewehr-04.htm



    Klar schnelle Geschosse mit hohem Drall bedeuten etwas höheren Waffenverschleiß. Da aus Scharfschützenwaffen aber selbst bei regelmäßigen Überungsschießen wesentlich weniger geschossen wird als aus Vollautomatischen Waffen (die .50BMG ist halt eine MG-Patrone) ist das durchaus akzeptable, wenn es einiger maßen im Rahmen bleibt (Und nicht wie beim G22 wirklich lästig). Gegen den Laufwiederstand lässt sich überigens auch was mit exakt CNC-gedrehten Geschossen mit präzisen schmalen Führungsrillen im Projektil tun.
    Sonst klar unterkalibrige Treibspiegel Flechette-Geschosse mit Leitwerk am besten aus gletten Läufen verschossen sind eine Möglichkeit, aber wenn präzise genug sehr teuer zu fertigen. Und soweit ich weiß sind z.B. die kleinen für Automatikwaffen wie die HK OICW 1,58(5,56)x41mmSCF als Kriegswaffen geächtet worden.


    Übrigens HK hatte mal als Versuch im WSG2000 die 9x90MEN mit entwickelt (neben guten Ideen leider ein schlechtes Gesammtkonzept, die haben ja sogar die Waffe völlig ohne Mündungsfeuerdämpfer frei in die Gegend böllern lassen). Ein langes 9mm Geschoss (leider nicht ganz so gut winddriftoptimiert) mit einer Pulverladung wie eine .50BMG (soweit ich weiß ist das die gleiche Hülse nur eben vorne etwas eingezogen). Nur das dieser Rießenkracher wieder einen enormen Rückstoss hat und zudem einen unvermeidlich wahrnehmbaren Feuerschein sowie deutlich wahrnehmbare Verbrennungsgase erzeugt. Was für einen militärischen Scharfschützen tödlich ist. Er will bei Schüssen auf weite Entfernungen möglichst unerkannt bleiben.

    Das Militär nicht, aber es wurde ja auch nach einer jagdlichen bzw. sportlichen Verwendung gefragt, und da ist Wiederladen nun mal interessant.


    Sonst:
    Und was glaubst Du macht eine .50BMG zu einer Sniperpatrone???
    Eigentlich rein gar nichts!
    Die .50BMG hat zwar mächtig viel Mündungsenergie, aber das ist eben nicht alles! Dadurch wird nicht nur die Waffe unhandlich schwer und zu lang, sondern das Projektil der 50erBMG ist einfach nicht wirklich gut für eine Sniper geeignet. Durch die große Masse kommt zwar auch auf weit über 1200m noch massig viel Energie an, ABER sie fliegt von Anfang an nicht gerade mit extrem hoher Geschwindigkeit ab und verliert auf dem Weg sehr viel mehr an Geschwindigkeit als eine gute Winddriftoptimierte Patrone. Damit ist nicht nur die Abbweichung bei entsprechendem Wind sehr viel stärker (Der Wind bleibt nunmal auch beim besten Scharfschützen ein nur sehr schlecht zu berechnender Faktor), sondern das Projektil sackt auch mit einer stärkeren Kurve durch bzw. hat nicht so eine flache Flugbahn. Daher ist ein wirklich sichererTreffer mit .50 BMG (beim ersten Schuss) nur bei guten Wetterbedingungen und bei exakt bekannter Entfernung möglich.


    Eine z.B. LM-105 hat zwar wesentlich weniger Münndungsenergie als eine 50er BMG, fliegt dafür aber sehr viel flacher und schneller, bzw. verliert weniger Energie während der Flugtrecke. Die Waffe kann deutlich leichter und kleiner gebaut werden und trifft bei unbekannten Wind und nicht ganz exakt bekannter Entfernung deutlich besser. Die Energie ist bei Kaliber 8,6mm auf ca. 1200m immer noch so hoch wie eine 44er Magnum in Nahkampfentfernung. Im Gegensatz zur 50er BMG sind auch halbautomatische Snipergewehre denkbar.

    Zunächst mal habe ich zu der Zeit als diese gerade eingeführt wurde beruflich mit geschossen.


    Und warum die Misst ist.


    militärisch gesehen:
    Hier würden richtige WSG (Weitreichweitenscharfschützengewehre) gebraucht, die nicht nur mit Präzession schießen, sondern dieses auch noch auf über 1200m tun auch wenn stärkere Windeinflüsse vorhanden sind und die Entfernung vielleicht auch nicht 100% genau bekannt ist. Hier brächte eine Waffe zu nächst mal eine Geschoss bzw. Patrone die wirklich Winddrift optimiert ist!!! Um mit flacher Durchsackkurve und auch bei Wind passable Ergebnisse zu erzielen. Die Wirkung muss auch über 1000m auch gegen gängige Schutzwesten ausreichend sein. Die Waffe muss leicht und kurz sein um sich auch im Gestrüpp entsprechend bewegen zu können. Daher ist ein Bullpup-Design vorzuziehen. Es muss eine gute aktive Dämpfung verhanden sein um den Rückstoss trotz leichter Waffe im Rahmen zu halten. Mündungsfeuerdämpfer (z.B. dunkle Kraft) welche einen Mündungsblitz weitgehend verhindern gehören auch dazu. Für den militärischen Scharfschützen ist ein Halbautomatisches Gewehr ebenso von Vorteil. Das sind alles keine unmöglichen Forderungen wie Herr Lutz Möller mal in seinem WSG Aufsatz bewiesen hat.
    Entsprechend gestaltete Geschosse mit entsprechend angepasstem Lauf wie z.B. 9° Drall mit .338-Lapua-Magnum-105 ( LM-105 ) wären kein Problem.
    All das erfüllt das G22 nicht. Im Gegenteil es ist auch noch sehr anfällig und nicht gerade langlebig.


    jagdlich und sportlich gesehen:
    Insbesondere da das Gewehr auch noch ursprünglich für 7,62x51mm Nato vorgesehen war und für die BW auf das schreckliche 7,62x66mmB (.300 WinMag) aufgebohrt wurdem, sind wesentliche Teile insbesondere das Patronenlager eine Schwachstelle. Häufig muss dieses schon nach fast 500 Schuss ausgewechselt werden. (Was bei regelmäßigen Übungsschießen durchaus nicht besonders viel ist) Die Hülse erfährt auch keine 100%ige Unterstützung weshalb das Wiederladen von Hülsen bei diesem Gewehr kritisch gesehen werden sollte. Für die jagdliche Verwendung wäre auch ein anderer Schaft mit Sicherheit von Vorteil, da so sinnvoll wenn man gute Ergebnisse erwartet nur das Schießen liegend oder Sitzend aufgelegt (bzw. 2Bein) möglich ist.
    Und wenn für die jagdliche Verwendung eben nicht das .300er WinMag zum Einsatz kommen soll, sondern .308 Winchester, sei gesagt. Klar die .308 Winchester Patrone ist mit der 7,62x51mm Nato nahezu gleich zu setzen, aber eben auch nur nahezu. In ein Gewehr für 7,62Nato kann .308 Winchester geladen und geschossen werden und umgekehrt. Häufig führen minimale Toleranzen jedoch gerade dazu, dass bei militärischen Waffen, welche für 7,62Nato vorgesehen sind die zivilen .308 Winchester Hülsen etwas zicken. Sprich auch mal hängen bleiben etc. Umgekehrt scheint es diese Probleme nicht zu geben.

    Das G22 wie in 300er WinMag eingeführt ist als Scharfschützenwaffen als auch als Jagdwaffe einfach nur Schrott!
    Ursprünglich war dies Waffe für 7,62x51 Nato gedacht und quase aufgemotzt worden, was der Lebensdauer nicht zuträglich ist (nach ca. 500 Schüssen muss häufig das Patronenlager ausgemustert werden). Sowohl Lebensdauer als auch Genauigkeit auf größere Entfernungen insbesondere bei entsprechendem Wind Misst.
    Die BW wird wohl auf absehbare Zeit kein richtiges WSG haben. Optimal wäre z.B. ein .338 LM-105 Geschoss mit 9° Drall oder ähnliches.
    Für die Jagt mit einem schnellen Kupferjagdgeschoss.


    oder eben
    http://www.saxtech.eu/Waffen/Gewehr-06.htm

    Ja habe ich auch gleich sofort befürchtet, aber halt trotzdem nachgefragt. Die originale Büchse (vor allem selbst wenn sie Züge hätte) müsste auf Jedenfall eine Patchbox im Kolben haben. Alle später direkt für das Minié-System gefertigten hatten diese nicht mehr, und die Infanterieversionen mit Glattlauf sowieso nicht, da dort noch die sogenannte Rollkugel-Büchse/Muskete inn war, wo zum Laden kein Ladestock benötigt wurde, und folglich ohne Pflaster geladen wurde.

    technisch immerhin sehr interessant. Es würde mir schon Spaß machen mit so einer Büchse mal auf dem Schützenstand zu testen, was das System leistet. Langfristig ist das mit Sicherheit ein schönes Projekt für mich. wenn ich es mir den leisten kann mir einen entsprechenden Lauf fertigen zu lassen? Als Trägerwaffe könnte man ja erstmal eine Jägerbüchse von Pedersoli nehmen (wenn man da so einen Lauf mit dem fetten Kaliber überhaupt rein bekommt ;) , ein anderes Kaliber wäre schwierig eben wieder wegen dem Verhältnis der Züge). Nur mit dem Zugang zu einem Original wird es schwierig werden (ob da überhaupt noch eines mit originalem wildschen Lauf existiert, welcher nicht auf das Minié-System umgeändert wurde ist halt die Frage)
    Die originale Büchse hatte 17,3 mm (das ist ordentlich) und 14 Züge.

    http://www.waffensammler-kurat…/buewild/babue1843ge.html


    Frage: Gibt es irgendwo auf dem Markt Vorderladerbüchsen, welche den Laufspezifikationen nah kommen.


    "Das ganze System konnte aber nur dann richtig funktionieren, wenn die Züge des Laufs so angeordnet waren, daß die sich natürlicherweise ergebenden Pflasterfalten jeweils in einen Zug zu liegen kamen; es mußten also ebensoviele Züge vorhanden sein, als das Pflaster beim Umlegen um das Geschoß Falten bildete. Diesen Zusammenhang nun hatte Wild mit Hilfe von Annäherungsformeln und experimentellen Versuchen auf eine mathematische Grundlage gestellt und dabei gefunden, daß in Abhängigkeit von der von ihm verwendeten Pflastergröße der Lauf je nach Kalibergröße ca. 12-14 Züge mit einer Zugtiefe von 0,23mm bis 0,27mm und einem Drallwinkel von 3 Grad haben mußte, was einer Geschoßdrehung auf 1019mm entsprach. Die Breite der Züge betrug 1,9mm, wobei das Breitenverhältnis von Zug zu Feld sich wie 3:2 darstellte"



    Hat mal jemand diese beschriebene Ladetechnik probiert? Ein besonders dickes Pflaster trocken zu laden, und von vorne Wasser in den Lauf zu sprühen?
    Klingt ja schon verlockend eine ganze Session ohne zwischen zu reinigen.

    An Alle die selbst gießen mal die Frage:
    Wie hoch ist die Ausschussquote bei Euch?
    Wie macht Ihr das mit der richtigen Temperatur von Blei und Kokille?
    Welches Flussmittel verwendet Ihr?


    Selbst gieße ich zwar recht brauchbare Murmeln, nur leider sind dies nur ungefähr 30%. Der Rest muss muss wieder eingeschmolzen werden. Könnte also besser sein. Als Flussmittel ist bei mir auch Bienenwachs und Vaseline im Gebrauch nur mit etwas höherem Wachsanteil.
    Die Temperatur zu treffen ist für mich das Schwierigste. Ich hab meinen Schmelztopf auf einem Gasbrenner (da ist halt nix mit direkter Temperatureinstellung). Wenn das Blei zu heiß wird, merkt man das ja an einer sich sehr schnell bildenden Oxidschicht. Nur wie haltet Ihr die Kokille auf der richtigen Temperatur?

    Generell warum soll Bleikochen und gießen so gefährlich sein?
    Klar Blei ist giftig und verflüchtigt sich beim selbst kochen und gießen halt auch ein wenig, wenn man aber für gute Belüftung sorgt und dabei n Atemmaske Aufsetzt besteht nun wirklich kein Risiko sich zu vergiften.


    Im Übrigen haben Sportschützen häufig erhöhte Bleiwerte. Das liegt aber ehr am Schießen selbst. Denn die Zündhütchen enthalten Bleiazid (egal ob jetzt beim Perkussionsvorderlader oder eben bei Patronenwaffen. Nach jedem Schuss ist eine winzige Menge Blei ganz fein verteilt in der Luft. Wenn der Schießstand nicht gut genug belüftet ist kann man davon eben auch Blei einatmen. Ähnlich wie früher die Luft an stark befahrenen Straßen durch verbleites Benzin bleihaltig war, ist es die Luft am Schützenstand halt auch ein wenig.


    Zur damaligen Zeit der Perkussionsvorderlader enthielten die Zündhütchen übrigens statt Bleiazid Quecksilber(II)-fulminat. Da war dann nach jedem Schuss eben feinstes atomares Quecksilber in der Luft. So was nennt man wirklich nicht gerade gesundheitsförderlich!