Beiträge von volker1

    verdammter Zink Dreck! Zink auf Stahlkugelfang ruiniert einem das Recycling von Geschossblei aus dem Kugelfang. Etwas Zink in der Bleischmelze und schon wird das Blei quasi unbrauchbar zum Geschoss gießen! Da gehört gefälligst nur Blei Zinn und Antimon rein. Splitter von Geschossmänteln aus Kupfer bzw. Tombak Messing etc. welche auch Zink enthalten sind kein Problem, Das lässt sich gut abtrennen, aber zerstäubtes Zink im Blei ruiniert einem die Schmelze total.

    gibt vielleicht noch eine Alternative

    Model 90A - 454 Casull - Big Horn Armory
    Honoring the long tradition of great American sporting rifles, the new Model 90s provide hunters with pride in ownership, and a powerful advantage afield
    www.bighornarmory.com

    BigHornArmory Model 90 / Model 90A / Model 90B

    ob man die allerdings so einfach nach Deutschland bekommt wäre halt die Frage. Die Bieten neben .454 Casull auch .460 S&W und .45 LC an. Gerade für den langen UHR lauf kann .460S&W durchaus auch sehr interessant sein. Da dürfte aus dem langen Lauf noch deutlich mehr Energie drinnen sein, auch jagdlich sehr interessant und dennoch eine Kurzwaffenpatrone. Aus einem 6 Zoll Revolver hat die .460 S&W sogut wie die selber Energie wie die .454Casull der Gasdruck liegt ja auch kaum höher. Aus einem 8 + Zoll Lauf bringt die größere länger brennende Treibladung der .460 dann mehr Energie. Aus einem Unterhabel mit 18 bis 22 Zoll Lauf sollte der Unterschied dann deutlich werden.

    Immerhin liefert Rossi die .454 Casull UHR mit kalt gehämmerten Lauf und einzeln Magnetisch geprüft, die hatten wohl bei der Patrone Angst den UHR in sonstiger Rossi Billigheimer-Qualität herzustellen wie sonst bei .357 Mag und .44 Mag üblich

    Die Gaschecks sind nur dann wirklich nötig, wenn man einen Lauf mit Polygonprofil hat. Gefettete Bleigeschosse ohne Gascheck in meiner Mark23 mit Polygon-Lauf liefern keine sportlich brauchbaren Streukreise. Bei klassischen Feld-Zug Läufen ist es keinerlei Problem gut schiessende Laborierungen mit gefetteten Bleigeschossen ohne Gascheck zu entwickeln, das .45 ACP Kaliber ist bei Feld Zug Läufen bei üblichen schweren Geschossgewichten zwischen 220 bis 230grs mit den dann moderaten Mündungsgeschwindigkeiten prädestiniert für gefettete Bleigeschosse ohne Gascheck.

    Im jagdlichen Bereich ist das Thema im Prinzip durch, es wird ein komplettes Bleiverbot durch die EU kommen, es geht nur noch um Schadensbegrenzung bei den Sportschützen.


    Es gibt mittlerweile gute Geschosse in Bleifrei, GM Splinter (ehem. Möller), SAX, Mayerl, Barnes TSX und TTSX, Reichenberg HDB, um nur einige zu nennen. Bleifreie Geschosse brauchen nach meiner Erfahrung ordentlich Geschwindigkeit, da geht der 308 schnell die Luft aus, deshalb eher leichtere Geschosse wählen.

    Die Möller MJG ab der 5ten Generation sprechen auch bei relativ niedrigen Auftreffgeschwindigkeiten gut an und der Restbolzen gibt dennoch immer Ausschuss. Das funktioniert seit dem der Splitterbereich vorgekerbt ist sodass immer nur vier grobe Splitter entstehen. Als Nebeneffekt sprechen die auch ab 500m/s schon optimal an.

    Ist spät, aber ....


    .357 Mag / .44 Mag. Brinellhärte ab 12+ besser Richtung 16 - 24 je nach Härte der Ladung


    .45 ACP / .44 Sp. / .38 Sp., etc. Brinellhärt 10+ besser Richtung 12 - 16, je nach Härte der Ladung

    Ich habe gute Erfahrung mit BHN 15 für gegossene Geschosse für Magnum Kurzwaffengeschosse mit Pb90Sb5Sn5. In .45ACP .44SPL etc. machte sich Pb92,5Sn5Sb2,5 sehr gut, sofern es sich um um klassische Feld-Zug Läufe handelt. Bei Polygonläufen besser die gleiche Legierung wie für Magnum verwenden und meistens funktionieren da Geschosse mit Gaschecks besser.

    Also erstmal die SAX- und auch die Möllergeschosse sind KEINE Deformationsgeschosse, sondern Teilzerleger mit Restbolzen.

    Ich schiesse die originalen Möller MJG Flitzer immer noch sehr gerne, aber nach dem tödlichen Flugunfall von Herrn Möller nur noch als Geschosse zum Wiederladen zu bekommen (über Reimer Johannsen). Fertige Munition gibt es seit dem nicht mehr. Die SAX Geschosse sind ähnlich wenn auch leider teilweise nicht ganz so Masshaltig gefertigt (was ja gerade beim CNC gedrehten reibarmen Führbandgeschoss besonders wichtig ist) zudem gefällt mir die windschlüpfrige ballistische Spitze der Möller Flitzer besser als die ballistisch ungünstigere der SAX. Bei den Möller Flitzern ist natürlich ein Magazin mit Schulteranlage perfekt damit die Spitzen nicht im Magazin durch den Rückstoss vorne leiden.

    na ja viele Revolverpatronen .44-40 .45 Long Colt wurden schon sehr früh in Unterhebelrepetiergewehren verwendet also auch schon zur Zeit der Schwarzpulverpatronen. Heutzutage eben auch .38 Speziel .357 Magnum .44 Speziel .44 Magnum, hab vor gar nicht so langer Zeit n Unterhebel in .454 Casull gesehen da wird es für begrenzte Entfernung auch jagdlich interessant denn die knack auf 100m aus n Langwaffenlauf auch die in Deutschland nötigen 2000 Joule für normales Schalenwild, n .44Magnum dürfte man bei uns jagdlich aller höchstens auf Rehwild einsetzen ... .460S&W wäre interessant habe aber noch keine Langwaffe in dem Kaliber gesehen.

    Eine Jagd(lang)waffe im Kal. .22 lfB ?

    Hmm :/ ... dürfte schwierig werden.

    überhaupt nicht, mit vernünftiger .22lfB Jagdmunition z.B. RWS Field Line HV HP wird ganz problemlos Raubwild bis hin zum Fuchs erlegt. RE: .22lfB auf Fuchs, so geht das

    Mit Standard .22lfB Scheibenmunition werden ganz problemlos Wildkaninchen geschossen … also warum sollte es schwierig sein eine Langwaffe in .22lfB für die Jagd zu besitzen und auch so zu nutzen ???


    i.d.R. orientieren sich die Händler an der Einteilung der Munition nach C.I.P. Liste in Kurz- und Langwaffenmunition. Mit Jagdschein kann man Langwaffenmunition erwerben, also auch .22lfB. Dass die heutzutage auch in Kurzwaffen geschossen wird spielt keine Rolle.

    Auf Jagdschein darf man auch für eine auf seine WBK eingetragene Langwaffe welche Kurzwaffenmunition verschießt z.B. .44 Mag kaufen. Allerdings muss dann zum Jagdschein zusätzlich die WBK vorliegen (in der dann kein Stempel für Munitionserwerb drinnen sein muss).

    Im Übrigen würde ich als Jäger immer darauf dringen auch zu jagdlichen Langwaffen den Munitionserwerbsstempel in der WBK zu bekommen auch wenn man die Munition direkt über Jagdschein kaufen kann. Denn anders als beim Sprengstoffschein gibt es beim beim Jagdschein KEINE Besitzerlaubnis die nach Ablauf 6 Monate weiter gilt … Der Jagdschein darf also nicht einen Tag ablaufen, sollte man von einem 250%igen Staatsdiener kontrolliert werden. In der Coronazeit haben viele gemerkt, dass mal eben verlängern nicht zu einfach ist … Viele Waffenbehörden wollen das zwar nicht, steht aber in der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz zu §13 (5) anders dort wird empfohlen den Munitionserwerbsstempel für jagdlich erworbene Langwaffen zur Vermeidung von Rechtsunsicherheiten einzutragen.


    Zum Frankonia kann ich sagen, dass der Verkauf von .22lfB auf Jagdschein, normaler weise kein Problem ist. Zumindest bei den Filialen welche ich kenne. Vielleicht war sich da ein Verkäufer einfach nur nicht sicher … und wollte keinen Fehler machen …

    Wichtiger als das Geschossgewicht ist die Länge des Geschosses bzw. Die kontaktfläche Geschoss zum Lauf


    grundsätzlich hilft eh nur testen, da identische Waffe teilweise ganz andere Geschosse bevorzugen

    Und auch die Lauflänge nicht vergessen. Im Endeffekt ist die Rotation des Geschosses pro Zeiteinheit im Verhältnis zur Geschosslänge wichtig. Da spielt dann Dralllänge, Lauflange und die jeweilige Pulverladung und der Laufreibungsäquivalente Gasdruck des Geschosses, sowie die Gasdichtigkeit alles rein.

    Hat man z.B. eine Waffe mit recht kurzem Lauf welche die Laboreierung nicht ausnutzt spricht ein Teil der Ladung nach Mündungsdurchgang verpufft etc. dann sinkt die Mündungsgeschwindigkeit aber eben damit auch die Rotation des Geschosses pro Zeiteinheit, sprich man braucht dann einen stärkeren Drallwinkel im Lauf um auf die gleiche Rotation pro Zeiteinheit zu kommen.

    Um solche Ladungen in .44Spezial auszutesten ist natürlich auch eine passende Waffe in .44Magnum nützlich, dann kann man gasdrucktechnisch Ladungen erst mal recht weitgehend durchtesten, was davon überhaupt gut funktioniert. Und dann wenn es klappt erst die gefundene Ladung zur Gasdruckmessung schicken bevor man die dann in eine 44Spezial Waffe steckt.

    Na Testen kann nicht schaden, manchmal erlebt man Überraschungen und etwas das eigentlich nicht klappen sollte klappt in einer Situation doch.

    ABER wenn man keine brauchbaren Ladedaten hat, dann heisst es vorsichtig rann tasten UND auch mal was zur Gasdruckmessung / Beschuss schicken. Die verschiedenen Beschussämter und auch die DEVA sind da durchaus nützlich.

    Quickload ist bei normalen Kurz- und Langwaffenkalibern zwar eine grosse Hilfe aber nur mit Sachverstand und Vorsicht zu nutzen.

    Gerade bei Ladungen und Kalibern mit recht niedrigen Gasdrücken wie .44 Spezial weicht Quickload immer weiter von der Realität ab sowohl nach unten wie auch nach oben. Auch die verschiedenen Zünder spielen bei diesen kleineren Gasdrücken eine viel grössere Rolle als bei Ladungen mit deutlich höheren Gasdruck. Bei höheren Gasdrücken ist Quickload deutlich näher an der Realität.

    Habe N105 mal in der .44SPL getestet. Keine gute Idee sofern man den sehr niedrigen Max-Gasdruck der .44SPL einhalten will wird das nix.


    Ich lade die .44SPL z.B. mit 220grs Sierra FPJ .4295 recht gut mit Reload Swiss RS20 oder auch mit VV N340. Bei RS20 ca. 7,6grs. Allerdings braucht das Pulver bei den niedrigen Ladungen in der Hülse unbedingt einen etwas etwas kräftigeren Zünder in meinem Fall Federal 155 Large Pistol Magnum. Mit CCI300 würde die sonst gleiche Ladung nur plupp machen. (Bei n leichten .44Mag ladung mit dem gleichen Pulver reicht der Standard Zünder). Erreicht aus dem 6,5Zöller ca. 251m/s und bleibt unter 1000Bar. Aus dem 20 Zoll UHR Lauf auch sehr präzise wenn auch durch den langen Lauf und der höheren Reibung von Mantelgeschossen. die V0 und die Energie aus dem UHR etwas langsamer / kleiner ausfällt als aus dem Revolver.

    Dscha Waffenreinigung 1000 Meinungen …

    Grundsätzlich gibt es Unterschiede bei Sportwaffen, Jagdwaffen, Dienstwaffen etc. das liegt aber am verschiedenen Nutzerverhalten.


    Sportwaffen, welche trocken bleiben und mit moderner korrosionsarmer Munition geschossen werden, müssen nicht ständig gereinigt werden. Gelegentlich ist‘s aber auch dort einfach nötig. Ich ziehe nach jedem Schießen n Boresnake trocken durch und wische brünierte Teile außen mit leicht mit Öl getränktem Stofftuch ab, sprich Fingerprints entfernen. Richtig mit Öl reinigen bei Kurzwaffen grob so alle 500 Schuss mal oder min alle 6 Monate. Langwaffen mit norm. Langwaffenmuni früher so alle 200 Schuss.

    Waffen mit Feld-Zug-Lauf im Lauf zuerst mit Borstenbürste und Öl dann mit Bronzebürste, anschließend mit Filzreibigern a la VFG oder auch mit BW Dochten. Dochte sind insbesondere bei Kalibern mit Flaschenhülsen gut um am Ende nicht nur den Lauf sondern auch das Patronenlager gut zu entölen. Entölen sollte man mit am Ende trocken durchziehen die Waffen vor dem nächsten schießen in jedem Fall. Metallbürsten wie Bronze immer komplett durch schieben niemals im Lauf die Richtung wechseln.

    Bei Polygon-Läufen keine Metallbürsten verwenden, denn dort drehen die häufig nicht mit dem Drall mit sondern rutschen über die eher abgerundeten Polygonfelder. Falls wirklich mal notwendig statt dessen VFG Super Intensivreiniger mit eingelagerten Messing fasern verwenden ( braucht es aber selten).

    Jagdwaffen welche auch mal richtig nass werden sollten deutlich häufiger komplett gereinigt und geschützt werden. Bei Dienstwaffen welche zwar selten geschossen, aber täglich getragen werden, geht es weniger um Reinigung sondern mehr um Korrosionsschutz und Funktionssicherheit.


    Die Eigenschaften der verschiedenen Waffenöle sind unterschiedlich mit verschiedenem Focus:


    Ballistol ist ein gutes Universalöl, es ist eines der ganz wenigen Waffenöle welche alkalisch wirken und saure Rückstände neutralisieren. Es schmiert reinigt brauchbar und löst bei längerer Einwirkzeit nicht nur Schmauch sondern auch Kupfer chemisch ( sieht man dann am grünen Schleier). Daher sollte es aber auch nicht auf Messingteilen belassen werden (laufen an). Und die Bronzebürste sollte nach dem Reinigen mit heißem Wasser abgespült werden. Es schützt bei Feuchtigkeit vor Rost, ABER es mischt sich mit Wasser zu einer milchigen Emulsion. Im Allwettereinsatz wird es im Regen abgespült, dann ist der Rostschutz dahin. Es ist bei der Arbeit sehr hautfreundlich und gesundheitlich unbedenklich. Auch Messer welche mit Lebensmitteln in Kontakt kommen können damit gepflegt werden. Andere Waffenöle wären dort äußerst ungesund …


    Gunex löst Schmauch aber kein Kupfer, es schmiert brauchbar und schützt extrem gut vor Wasser. Es hat extrem gute kriech Eigenschaften unterwandert Wasser und verdrängt es von Metalloberflächen. Bester Rostschutz im Allwettereinsatz. Nicht wirklich hautfreundlich.


    Addinol W18 nach Nato-Standard S-761. Es reinigt sehr gut von Schmauch, löst allerdings auch kein Kupfer. Es schmiert besser als Gunex und Ballistol. Der Rostschutz im Allwettereinsatz ist sehr gut, wenn auch Gunex in dem Punkt ein klein wenig besser ist. Es hat einen sehr weiten Temperatureinsatzbereich von tiefsten Minustemperaturen bis sehr hohen Temperaturbereich. Und es hat Preis-Leistung Vorteile. Nicht hautfreundlich. Nach getaner Arbeit ist Hände waschen und vielleicht etwas eincremen gut.


    Waffenfette:

    Sollen Stellen dauerhaft schmieren welche nicht bei jeder Reinigung gesäubert und neu geschmiert werden und sollten bei niedrigen Temperaturen weder fest werden noch bei hohen zu flüssig weglaufen. Daher scheidet Vaseline was früher mal verwendet wurde eigentlich weg. Zusätzliche Schmierpartikel können eine dauerhafte Notschmierung bereit stellen wenn das Fett selbst schon aufgibt. Teflonpartikel schmieren zwar aber wenn sie in Lauf/Patronenlager gelangen und verbrennen entstehen sehr Stahl aggressive Substanzen z.B. Fluorwasserstoff was zusammen mit Luftfeutigkeit zu Flusssäure reagiert. Keramikschmierpartikel haben diesen Nachteil nicht.


    O-158 BW Fließfett Lithiumverseift. Phänomenal günstig und gut.


    Guncer Waffenfett mit Keramikschmierpartikeln gut und nicht ganz so günstig.


    Ostermayer Waffenfett mit Keramikschmierpartikeln. 1A super Dauerschmierung, aller höchstes Druckschmiervermögen. Aber sündhaft teuer.


    Chemische Lösemittel welche den Lauf von Mantelabrieb befreien können gelegentlich notwendig sein um Kupfer, Messing, Tombak aus den Läufen zu entfernen, insbesondere bei viel geschossenen Langwaffen in rasanten Kalibern und erst recht bei Kupfer-Massivgeschossen.

    Am effektivsten ist Robla Solo Mil. Es löst das Kupfer sehr zügig durch Ammoniak chemisch, das gebildete Kupfersalz sieht man durch die blaue Farbe. Der Lauf muss danach von den gebildeten Rückständen befreit und nochmal mit Öl gesäubert werden, sonst können die hygroskopischen Kupfersalze bei langer Einwirkzeit Lochfraß begünstigen. Vorsicht bei innen hartverchromten Läufen! Besser nicht verwenden. Da das Chrom auf einer dünnen galvanischen Kupferzwischenschicht aufgebracht wird. Ist die Chromschicht an einer Stelle beschädigt könnte das Ammoniak diese lösen und damit das Chrom ablösen.

    Eine Ersatzpflicht für Schäden kommt grundsätzlich auch nur dann in Betracht, wenn für die Jeweilige Wildart auch eine Jagdzeit festgesetzt ist!!!

    Das ist derzeit nicht der Fall.


    Immerhin darf der Jäger nun einem verunfallten Wolf den Gnadenschuss geben. Vorher musste er ihn qualvoll eingehen lassen, da die zuständigen Stellen i.d.R. eh nicht schnell genug entscheiden konnten.

    Eine Sondergenehmigung für den Abschuss einzelner Problemtiere ist im Jagdrecht auch einfacher als bisher.

    Grundsätzlich ist er aber weiterhin streng geschützt und hat eine ganzjährige Schonzeit.

    Eigentlich ist VV N32C ein Spezialpulver für das Cowboy Action Shooting mit Bleigeschossen in großvolumigen Hülsen wie .45 Long Colt, 44-40 WCF, .44Spezial oder .38 Spezial. Die Abbrenngeschwindsigkeit soll laut Vihtavuori zwischen N320 und N330 liegen. Es brennt sehr sauber, zündet relativ leicht durch, ist einbasig und hat ein deutlich größeres Volumen als die ganzen normalen Kurzwaffenpulver, was niedrige Ladeverhältnisse bei leichten Ladungen in großvolumigen Hülsen verhindert.


    Man kann dieses Pulver aber auch hervoragend auch in der .45ACP mit verkupferten H&N Geschossen oder eben mit gefetteten Bleigeschossen verwenden. Durch das in der .45ACP entstehende hohe Ladeverhältnis von ca. 85 bis 90% sind sehr gleichmäßige Laborierungen möglich. Allerdings verhält sich die Abbrandgeschwindigkeit in der .45ACP Hülse dann eher wie eine Ladung mit N310 statt wie irgendwas zwischen N320 und N330. Die Laborierungen haben also einen relativ frühen Brennschluß. Gerade in vielen leichten Polymerpistolen mit Browning System scheint dies präzisionssteigernd zu wirken.

    Für normale Mantelgeschosse weniger geeignet. Das liegt an dem höheren laufreibungsäquivalenten Gasdruck von Mantelgeschossen, welche dann schon im normal langen Pistolenlauf wieder langsamer / abgebremst werden (da der Mündungsgasdruck dann kleiner ausfällt als die der Laufreibungs äquivalente Druck) und mit normalen Max-Gasdruck dann deutlich weniger Joule E0 bringen. Verkupferte H&N und gefettete Bleigeschosse haben weniger Laufreibung und sind daher problemlos mit sicheren Max-Gasdrücken in für das Kaliber übliche Joulewerte zu bringen.


    .45ACP

    Geschoss: 230grs H&N RN Kupfer High Speed .452

    Pulver: 6,1grs VV N32C Tin Star

    Zünder: RWS Large Pistol 5337

    OAL 32,10mm

    Hülse: Starline getrimmt auf 22,75mm Innenvolumen 1,74cm3

    leichter Taper Crimp

    Lauf Polygon 149mm

    V2: 260m/s ca.506 Joule


    .45ACP

    Geschoss: 220grs Round Flat Nose GC, gegossen aus Kokille Accurate_45-230C, Legierung Pb90Sb5Sn5, kalibriert auf .452 Zoll mit Hornady Gascheck, Fettung RCBS Rifle Geschoss Fett

    Pulver: 6,1grs VV N32C Tin Star

    Zünder: RWS Large Pistol 5337

    OAL: 31,50mm

    Hülse: Starline getrimmt auf 22,75mm Innenvolumen 1,74cm3

    leichter Taper Crimp

    Lauf Polygon 149mm

    V2: 267m/s ca.507 Joule


    Und wie immer auf eigene Gefahr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!