Beiträge von volker1

    Eine Ersatzpflicht für Schäden kommt grundsätzlich auch nur dann in Betracht, wenn für die Jeweilige Wildart auch eine Jagdzeit festgesetzt ist!!!

    Das ist derzeit nicht der Fall.


    Immerhin darf der Jäger nun einem verunfallten Wolf den Gnadenschuss geben. Vorher musste er ihn qualvoll eingehen lassen, da die zuständigen Stellen i.d.R. eh nicht schnell genug entscheiden konnten.

    Eine Sondergenehmigung für den Abschuss einzelner Problemtiere ist im Jagdrecht auch einfacher als bisher.

    Grundsätzlich ist er aber weiterhin streng geschützt und hat eine ganzjährige Schonzeit.

    Eigentlich ist VV N32C ein Spezialpulver für das Cowboy Action Shooting mit Bleigeschossen in großvolumigen Hülsen wie .45 Long Colt, 44-40 WCF, .44Spezial oder .38 Spezial. Die Abbrenngeschwindsigkeit soll laut Vihtavuori zwischen N320 und N330 liegen. Es brennt sehr sauber, zündet relativ leicht durch, ist einbasig und hat ein deutlich größeres Volumen als die ganzen normalen Kurzwaffenpulver, was niedrige Ladeverhältnisse bei leichten Ladungen in großvolumigen Hülsen verhindert.


    Man kann dieses Pulver aber auch hervoragend auch in der .45ACP mit verkupferten H&N Geschossen oder eben mit gefetteten Bleigeschossen verwenden. Durch das in der .45ACP entstehende hohe Ladeverhältnis von ca. 85 bis 90% sind sehr gleichmäßige Laborierungen möglich. Allerdings verhält sich die Abbrandgeschwindigkeit in der .45ACP Hülse dann eher wie eine Ladung mit N310 statt wie irgendwas zwischen N320 und N330. Die Laborierungen haben also einen relativ frühen Brennschluß. Gerade in vielen leichten Polymerpistolen mit Browning System scheint dies präzisionssteigernd zu wirken.

    Für normale Mantelgeschosse weniger geeignet. Das liegt an dem höheren laufreibungsäquivalenten Gasdruck von Mantelgeschossen, welche dann schon im normal langen Pistolenlauf wieder langsamer / abgebremst werden (da der Mündungsgasdruck dann kleiner ausfällt als die der Laufreibungs äquivalente Druck) und mit normalen Max-Gasdruck dann deutlich weniger Joule E0 bringen. Verkupferte H&N und gefettete Bleigeschosse haben weniger Laufreibung und sind daher problemlos mit sicheren Max-Gasdrücken in für das Kaliber übliche Joulewerte zu bringen.


    .45ACP

    Geschoss: 230grs H&N RN Kupfer High Speed .452

    Pulver: 6,1grs VV N32C Tin Star

    Zünder: RWS Large Pistol 5337

    OAL 32,10mm

    Hülse: Starline getrimmt auf 22,75mm Innenvolumen 1,74cm3

    leichter Taper Crimp

    Lauf Polygon 149mm

    V2: 260m/s ca.506 Joule


    .45ACP

    Geschoss: 220grs Round Flat Nose GC, gegossen aus Kokille Accurate_45-230C, Legierung Pb90Sb5Sn5, kalibriert auf .452 Zoll mit Hornady Gascheck, Fettung RCBS Rifle Geschoss Fett

    Pulver: 6,1grs VV N32C Tin Star

    Zünder: RWS Large Pistol 5337

    OAL: 31,50mm

    Hülse: Starline getrimmt auf 22,75mm Innenvolumen 1,74cm3

    leichter Taper Crimp

    Lauf Polygon 149mm

    V2: 267m/s ca.507 Joule


    Und wie immer auf eigene Gefahr, jeder Wiederlader handelt eigenverantwortlich!

    ich schieße eine Mark23 sportlich wie auch jagdlich (jagdlich dann mit einem IGB Austauschlauf für .400 Corbon). Es ist eine solide sehr stabile und präzise Waffe. Aber sie ist relativ groß. Wer kleine Hände hat, dürfte mit ihr nicht gut zurecht kommen! Das Griffstück ist für sagen wir mal für ordentliche Pranken gebaut. Und obwohl sehr groß ist das Gewicht mit original .45 Auto Lauf immer noch relativ gering, es ist nunmal eine Polymerwaffe. Bei langsamen standard .45ACP 230grs Laborierungen muss man daher ordentlich nachhalten sonst lässt sich der Schuss noch verreißen, was nun mal bei allen leichten .45ACP Polymerwaffen der fall ist. Der Lauf ist vorne mit einem O-Ring gelagert was die Eigenpräzision des teilverriegelten verbesserten Browning Verschlusses erhöht. Der Abzug selbst ist aber standard. Eine USP Expert/Elite hat von Haus aus einen besseren Abzug. Das original Visier ist starr nicht verstellbar und mit weißen Punkten für die Dämmerung versehen. Wer will kann natürlich ein schwarzes fein verstellbares LPA Visier nachrüsten, sofern in der geplanten Disziplin zulässig.

    Mein M 76 (übrigens im Kal. 7,92X57 , gut für Entfernungen bis 800 m) ist nicht hier in D. , sondern gut versorgt in meiner 2.Heimat ... und da bleibt sie auch -(für Verwandtschaft und Nachkommen) .

    Die 8x57JS ist durchaus besser als viele denken, für bis 800m kann das sehr sehr gut gehen, sofern man die richtigen windschlüpfrigen Geschosse verwendet.

    International halt praktisch nicht vertreten, das liegt aber auch mit an den schrottigen SAMI-Vorgaben für dieses Kaliber. Mit den amerikanischen SAMI Gasdrücken ist die 8x57JS sehr bummelig unterwegs und sackt schnell durch und absolut nix für Strecke. Die Amies sind halt wohl auch zu doof um den Unterschied zwischen I und IS Kaliber zu verstehen, anscheinend ein Grund für die Amies die erlaubten Drücke so zu kastrieren dass nichts schlimmes passiert wenn man eine IS Patrone in eine I Waffe steckt …

    Nur nach den CIP Werten lässt sich die 8x57IS anständig laborieren.

    bevor ich 6,5 Creedmoor verwende nehme ich für 6,5 lieber 6,5x55SE die gute alte Schwedenpatrone. Wenn man bei der Laborierung dieser Patrone ein paar Dinge bedenkt kann die genauso präzise sein wie die Creedmoor und die Leistung ist vergleichbar und neigt nicht zur Konuserosion etc.. Da sie deutlich länger und dünner ist muss man sich natürlich über die Zündung und die Zündwilligkeit des verwendeten Pulvers Gedanken machen. Die Creedmoor hat Vorteile bei der Zündung wenn man zündunwillige Pulver verwendet dann braucht man dennoch nur eine recht schwache Zündung etc. welche in einigen Fällen gleichmässiger sein kann.


    Bei 8mm hat übrigens die gute alte Deutsche Magnum die 8x68S erstaunliches Präzisionspotential und liesse sich übrigens auch sportlich bis auf Entfernungen bis max 1200m sehr präzise schiessen. Voraussetzung ist dann ein langer Lauf von wenigstens 65cm Länge, Mündungsbremse macht sich dann auch gut. Und man braucht dann UNBEDINGT einen modernen Lauf beim Drall mit einer Umdrehung auf 240mm bzw. 9,45 in (wie sie bei 8x57 üblich ist). Viele alte 8x68S Waffen hatten einen schwächeren Drall mit 280mm bzw 11 Inch. Das lag daran, dass viele Geschosse damals einen zu schwachen Mantel mit ungenügender Kernverbindung hatten um den stärkeren Drall bei den hohen Mündungsgeschwindigkeiten der 8x68S zu überstehen.

    Das Ganze mit windschnittigen Geschossen am besten noch mit Boattail mit 196 bzw. 198 grs noch besser 220 grs geladen hat ein erstaunliches Präzisionspotential auch auf lange Strecke.

    1000 Stück sind Mengen?? Wenn ich meine Winchester Zündis fürs Wiederladen gekauft habe, ging da mal gar nichts unter 10K

    1000 Stück sind beim Wiederladen von Patronenmunition nix bzw. eben n klitze kleine Menge, beim Vorderladerschiessen sieht das n bisschen anders aus. Eine Disziplin sind i.d.R. 13 bis 15 Schuss plus 1 bis 3 Öl-, Probe-, oder Anwärmschüsse. Da kauft man halt hin und wieder n Döschen ...

    Sehr viele Behörden lassen für ein Haushalt auch an einer Meldeadresse nur EINE Pulverlagermöglichkeit zu ...


    Bei einem unbewohnten Raum ist die Lagermöglichkeit sobald neben 1.3C auch 1.1D dabei ist ein sehr schlechter Witz und ein Nebengebäude fester Bauart in dem dann keinerlei andere Gefahrgüter oder brennbare Betriebsstoffe sein dürfen hat halt kaum einer.


    Ich behelfe mich da schon lange mit PowEx Jagdschwarzpulver in Safety Tubes vom Grosshändler Müller. Drinnen ist Wano F-Serie Jagdschwarzpulver 1kg im speziellen Gefahrgutkarton aufgeteilt in 16 Einzelmengen in Kunststoffröhrchen. Von der BAM mit Lagerklasse 1.3 C klassifiziert, sodass bei Zusammenlagerung mit Nitropulver die Lagermenge im unbewohnten Raum bei 3 kg erhalten bleibt.

    Riesiges Fiasko für Europol und Spaniens Polizei
    Polizei und Europol verwechselten 10.000 Requisitenwaffen für Filmaufnahmen mit „dem größten Waffenarsenal Europas“. Die mediale Verteilung dieser Razzia…
    german-rifle-association.de


    :wall: :wall: :wall:


    auch sehr interessant wie so eine Meldung möglicher weise wegen mangelhafter Information die Abstimmung über die Feuerwaffenrichtlinie beeinflusst hat.


    Fake News produziert um politisch Einfluss zu nehmen ???

    Ich finde solche Informationen über solche Vorfälle im Forum dennoch sehr interessant und lehrreich. Siehe S&W M29 kaputt mein Beitrag ...


    Na ja Waffenhersteller schieben die Schuld gerne auf die Munition und Munitionshersteller gerne auf die Waffe ... wäre leider nicht unüblich ...


    dennoch ist es natürlich nach solch einem Vorfall eine sehr gute Idee zunächst die Waffe überprüfen zu lassen, auf jeden Fall, bevor man die Waffe wieder verwenden will, sofern sie dafür noch tauglich erscheint.

    7,5 Joule sind nicht überaus viel, ich halte ein freies 7,5 Joule Gewehr dafür als zu schwach. Stärkere Luftgewehre sind in Deutschland WBK-pflichtig sofern es sich nicht um alte Waffen von vor 1970 handelt und das Schießen von Luftdruckwaffen auf dem eigenen Besitztum ist in Deutschland nur bis 7,5 J frei gegeben. In sofern dreht sich die Sache im Kreis. Selbst mit einer stärkeren Waffe dürfe man sofern man eine legal besitzen sollte darf man nicht einfach auf dem eigenen Besitztum schießen.

    Die Britischen Grenadiere haben in den Glattlauf-Militärmusketen von Anfang an auch Pflasterkugeln verwendet, hatte mal ein Foto von einer damaligen Ladeanweisung. Die gepflasterte Kugel wurde nur verwendet wenn man Zeit hatte vorzuladen damit die Ladung auch fest gesessen hat wenn sie länger im Lauf blieb und auch wenn die Mündung mal nach unten gezeigt hat. Auf dem Schlachtfeld wurde dann die unterkaliebrige "Rollkugel" aus der aufgebissenen Papierpatrone geladen, die einfach auf die Pulverladung fallen gelassen wurde und wo wenn man zumindest etwas Zeit hatte das restliche Papier auf die Kugel geschoben wurde.

    Der Straßenverkehr war schon immer deutlich gefährlicher als die Jagd … dass es auf der Jagd nochmal weiter sicherer geworden ist sollte man nicht nur positiv aufnehmen sondern auch weiter verbreiten.

    Dennoch sollte man sich das nicht gefallen lassen, rechtlich gibt es dafür keine Grundlage, und auch finanziell von den Kosten Gebühren her sind drei Ein-Jahresjagdscheine zu lösen teurer als ein Dreijahresjagdschein ...