Beiträge von volker1

    Allerdings würde auch der Bereich sich bei dem immer mehr verbreiteten Bleiverbot, sowieso erledigen.

    Das muss nicht so sein, in USA wird auch dort mit Vorderladern gejagt wo leider nicht mehr mit Blei geschossen werden darf. Aus größeren Kalibern ab .54 aufwärts unter Verwendung von schwereren Geschossen als die Rundkugel wie Maxiball, REAL etc. funktionieren z.B. gegossene Geschosse aus lebensmittelechtem Zinn unter Beimischung von maximal 2% Bismuth durchaus brauchbar sofern die Schussentfernung etwas eingeschränkt wird. Die Brinellhärte von solchen Geschossen ist noch gerade so weich genug für die üblichen Vorderladerläufe und um bei einer anständigen kräftigen Schwarzpulverladung noch ausreichend gestaucht zu werden. Alternativ gibt es auch zugegebener maßen wenig traditionelle Blei freie Treibspiegelgeschosse für Vorderlader die in einem Treibkäfig aus Kunststoff geladen werden, wo das sonst viel zu harte Geschoss im Vorderlader keine Probleme macht. Diese Geschosse sind auch in Deutschland legal da es sich eben nicht um verbotene Patronenmunition mit unterkalibrigen Geschossen für gezogene Läufe handelt. Im Prinzip wirken Vorderlader mit ausreichendem Kaliber auf der Jagd zielballistisch ähnlich wie ein Flintenlaufgeschoss, nur mit dem Unterschied dass sie außenballistisch durchaus um einiges zielgenauer sein können.

    Das Landesjagdgesetz von NRW schließt im §19.2 die Jagd mit Vorderladerwaffen aus; Hessen hat das Verbot der Jagd mit Vorderladern im §23,

    Es sind mittler weile leider einige Bundesländer welche die Jagd mit Vorderladern über das Landesjagdgesetz verbieten, obwohl diese absolut waidgerecht möglich ist.

    Ich spreche da aus eigener Erfahrung aus USA. In Deutschland (Bayern) war ich damals auch mal zur Vorderladerjagd bei einem Forumskameraden eingeladen, leider kam es nicht mehr dazu da er vorher bei einem tragischen Dienstunfall ums Leben kam.

    https://www.jagdverband.de/fra…-novelle-des-waffenrechts


    „Welche Grenze gilt für Magazine, die sowohl für Kurzwaffen, als auch für Langwaffen verwendbar sind?

    Magazine, die sowohl für Kurzwaffen, als auch für Langwaffen verwendbar sind, gelten als Kurzwaffenmagazine, sofern nicht der Besitzer auch im Besitz einer geeigneten Langwaffe ist - dann gilt die niedrigere Grenze für Langwaffenmagazine. Auch wenn der Besitzer eines solchen Magazins bislang nicht im Besitz einer passenden Langwaffe ist, kann kann aber schon - quasi "sicherheitshalber" - das Magazin bei der Waffenbehörde anmelden, um gewappnet zu sein für den Fall, dass er später einmal eine solche Langwaffe erwirbt. Denn dann gilt auch die Altbesitzregelung.“


    Das ist mal eine interessante Info für alle Alt-Besitzer von Kurzwaffen welche Magazine verwenden die auch üblicher weise in Langwaffen welche mit Kurzwaffenmunition schießen (z.B. Glock- und Coltmagazine) verwendet werden. Denn was noch nicht ist kann ja noch werden, denn viele werden wohl nicht daran denken diese Magazine rechtzeitig zu melden, wenn sie bisher noch keine passende Langwaffe besitzen.

    Der Drilling wurde rein sportlich vom BDS sowie Keispolizeibehörde zugelassen / eingetragen, ohne das es einer jagdlichen Disziplin bedurfte.

    ich nehme mal sehr stark an, dass Du vom BDS keine Bedürfnisbestätigung zum Erwerb dieser Waffe ausgestellt bekommen hast, sondern dass Du die Waffe auf eine bereits vorhandene gelbe WBK hast eintragen lassen??? In dem Fall wäre vom BDS nichts geprüft zugelassen worden etc. sondern der Sachbearbeiter auf der Behörde hätte das dann in der Annahme dass die Waffe dort zugelassen ist eingetragen. Sollte das dann irgendwann auffallen kann es durchaus Probleme damit geben, da der Schütze auf Nachfrage zu belegen hat dass die Waffe in einer sportlichen Disziplin eines anerkannten Schießsportverbandes zugelassen ist.

    Wenn der BDS das allerdings selbst explizit bestätigt haben sollte, dann wäre mir das sehr sehr neu. Habe schon auf der DM in Philippsburg gesehen wie solche Waffen aus genau diesem Grund nicht durch die Waffenkontrolle kamen.

    Dass es bei der Beurteilung ob die Waffe zugelassen ist nur auf den benutzten Lauf ankommt darf natürlich nicht sein?

    nur wenn dies explizit als Ausnahme erwähnt ist, was es sportlich in keiner mir bekannten Disziplin ist. Beim Jagdverband sieht es bei der ein oder anderen jagdsportlichen Disziplin anders aus, da ist das dann aber auch explizit erwähnt, nur das nützt in dem Zusammenhang nichts da man dort ohnehin den Jagdschein braucht um teilzunehmen.

    früher ist so einiges eingetragen worden was heute Probleme machen kann, wie z.B. die Repetierflinte mit gezogenen Flintenlauf auf Gelb etc.

    Das kann auch lange im Nachhinein noch sehr problematisch werden zumal es dem Schützen obliegt auf Nachfrage der Behörde eine sportliche Disziplin vorzulegen für welche die Waffe zugelassen ist!

    Du musst eben zu jeder Disziplin auch die Spezifikation für zugelassene Waffe lesen.

    z.B. bei 3104 ist das L 2.02.3

    Da scheitert es schon an der Kalibervorgabe von 6,5 bis maximal 9,3mm. Hat eine Waffe ein Kaliber was da drunter oder drüber liegt ist sie nicht zugelassen. Da eine Kombinierte mit dem Schrotlauf automatisch drüber liegt nicht zugelassen, auch wenn der Büchsenlauf passen würde mit z.B-. 8x57JRS etc.

    Eine Doppelbüchse oder Bockbüchse im passenden Kaliber dürfte man in der Disziplin schießen je nach Kaliber in 3103 oder 3104.

    Schon bei einem Bergstutzen mit kleiner und großer Kugel wäre dieser nicht zulässig auch wenn das kleine Kaliber für sich in 3103 und das große Kaliber in 3104 passen würde wenn die Waffe ausschließlich dieses Kaliber verschießen würde.

    Genauso wie der Drilling genauso wenig in den klassischen sportlichen Schrotdisziplinen wie Trap Skeet Parcours, Fallscheibe Flinte zugelassen ist weil er eben nicht nur das zugelassene Kaliber beinnhaltet, auch wenn die beiden Schrotläufe für sich genommen das passende Kaliber haben.

    Davon abgesehen, gibt es heutzutage auch mehrere Kombinierte Waffen die thermostabile Läufe haben, welche eben nicht mehr um die Ecke schießen wenn man aus einem Lauf eine Serie von Schüssen abgibt. Das Problem hat man natürlich bei den alten Vertretern mit verlöteten Läufen …

    Davon abgesehen könnte ich mir schon durchaus eine sportliche Disziplin vorstellen in der explizit kombinierte Waffen verwendet würden wo eben in einer Disziplin auf verschiedene Ziele mit Büchsengeschoss, mit Slug und mit Schrot geschossen würde. Da ließe sich durch aus was interessantes und anspruchvolles erstellen …

    Nur gibt es das eben bisher nicht. Und in den klassischen sportlichen Disziplinen wo auch Jagdwaffen geschossen werden wie beim BDS 3104 stehend angestrichen auf 100m auf die ZF Ringscheibe etc. sind kombinierte meines Wissens nach nicht zugelassen. Ob sie da sinnvoll wären oder nicht ist eine andere Frage, wenn sie nicht in irgendeiner sportlichen Disziplin zugelassen sind fallen sie eben nicht unter ein sportliches Bedürfnis.

    Wie wäre es mit BDS: Kennziffer 3104 und KZ. 4104.

    ich glaube nicht, dass eine Kombinierte Waffe egal ob Drilling oder Bockbüchsflinte etc. für 3104 den Spezifikationen nach L 2.02.3 erfüllt da die Waffe eben nicht nur ein Kaliber hat das dort aufgeführt ist sondern auch eines das in der Disziplin nicht erlaubt ist.

    Eine Disziplin mit der Kennziffer 4104 kenne ich nicht ? im aktuellen Sporthandbuch Langwaffe nicht enthalten auch wenn man in n alten Übersicht noch Präzision300m alle Zielfernrohrgewehre findet. Aber selbst da dürfte es sehr zweifelhaft sein, dass da n Kombinierte zugelassen gewesen wäre.

    Nach meiner Überzeugung und meinem Wissensstand ist der Drilling eine Jagdwaffe. Man muss in Zeiten der vielen Verbände ja vorsichtig mit solchen Aussagen sein … dennoch behaupte ich es mal. Habe zumindest noch von keinem Wettbewerb extra hierfür gehört.


    Und obwohl sicherlich per Definition Einzellader, sehe ich die Eintragung speziell dieser Waffe wie auch einer Bockbüchsflinte auf der Grünen. Meine Hand ins Feuer legen das nicht doch irgendwo ein Drilling auf Gelb steht würde ich indes nicht. Man hat schon zu viel erlebt, in der Beziehung.

    Ich kenne bisher keine Schießsportliche Disziplin in der ein Drilling bzw. irgendeine kombinierte Waffe eingesetzt werden dürfte. Sofern keine solche existiert wäre die Eintragung auf Gelb nicht korrekt möglich.

    Nö, sollte eigentlich hinlänglich bekannt sein. Trittst du aus einem deiner Schießsportvereine aus, ist dieser verpflichtet dich sofort der Behörde zu melden. Die wiederum fragen dich dann umgehend schriftlich in welchem den Schießsport ausübenden Verein du denn noch Mitglied bist. Weißt du darauf keine Antwort, wissen "die" Eine: Alle zum Sport erlaubnispflichtigen Waffen abschaffen in gewisser Frist.

    Gleiches gilt sinngemäß für Jagdwaffen wie die zugehörige Munition bei nicht verlängertem bzw. entzogenen Jagdschein.

    Nö man kann für die Sportwaffen dann auch einfach ein anderes Bedürfnis nachweisen und sofern man dieses hat bleiben die Waffen ganz normal auf der WBK bzw. müssen eventuell umgetragen werden z.B. wenn sie zuvor auf Gelb waren dann z.B. auf Grün

    nicht nur können sondern auch dürfen, denn JEDER WBK Innhaber darf sich Waffen für seinen Bedürfnis umfassenden Zweck vorübergehend ausleihen. Das Bedürfnis des Verleihers ist dabei nicht relevant. Im schlimmsten Fall leiht man sich als Jäger eben einfach seine eigene Waffe als Sportschütze … Die Waffe darf nur von den Merkmalen her jagdlich nicht verboten sein, bzw. beim umgekehrten Weg vom Schießsport nicht ausgeschlossen sein, bzw. es muss eine passende Disziplin existieren wo diese eingesetzt werden kann.

    Nö, aber nicht in jedem Revier gibt es überdachte Komfort- Kanzeln 😉 und kurz nach einem kräftigen Regen ist häufig die beste Zeit und das Wild kommt raus und dafür sollte man da dann schon sitzen also im Regen raus, auch Pirschen im Wald ist während des Regens recht Erfolg versprechend da die Witterung eingeschränkt ist und der Regen eine ausreichende Geräuschkulisse ist um die eigenen Geräusche zu überdecken.

    Ich mache z.B. bei jagdlicher Langwaffenmuni i.d.R. ein Faktorycrimp meist mit der Crimpklaue von LEE und dann halt mit Ringfugenlack sowohl die Zündglockenrille am Zündhütchen als auch am Hülsenmund der entsprechend gecrimpt ist mit Ringfugenlack gedichtet.

    Ich verwende beim Wiederladen Ringfugenlack allerdings nur für Jagdmunition, und zwar sowohl für die Zündglockenrille als auch am Hülsenmund beim Geschoss. Damit dichte ich meine Jagdmuni so dass die sehr lange Wasser- und Feuchtigkeitsdicht ist. Man sitzt schon mal richtig im Regen und Jagdmunition wird mehrmals bei Wind und Wetter mit raus und wieder mit Heim genommen ohne dass diese verschossen wird, da kann das Sinn machen, je nach dem wie und wo man Jagd.