Beiträge von Greenhorn

    Das ist doch eine alter Hut!


    Schon vor über 30 Jahren gab es " Robbi, Tobbi und das Fliwatüt"!


    Das flog mit Omas Himbeersaft ganz vorzüglich und Lebertran war dann nochmal eine Verbesserung.


    😁

    Das mit dem alten Hut ist richtiger als Du vielleicht glaubst, Rolf2.

    Das erste - sehr primitive - Flugauto wurde 1911 vorgestellt!

    Versuche - und regelmäßiges Scheitern - gibt es seitdem, aber die

    Entwickler sind hartnäckig!


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    Bedenkt man, was Straßenbau, Brückenbau, Tunnelbau, Erhaltung etc.

    an Energie und Rohstoffen kostet, und dass wir hierzulande zig Fussballfelder Wald

    TÄGLICH wegasphaltieren, bekommt der Gedanke vielleicht ein paar bisher wenig

    beachtete Aspekte dazu. Wenn man bedenkt, welchen Stellenwert Gummiabrieg von

    Autoreifen beim Mikroplastik einnimmt, nachgewiesen nicht nur in der Luft sondern auch

    im Wasser, in Getränken (Bier), ... wird die Sache noch umfangreicher.


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    Allheilmittel gibt es nicht! Und Illusionen haben wenig mit der Realität zu tun.

    Dennoch gibt es bei diversen heutigen KFZ-Herstellen Flugauto-Versuche, bei

    denen das fliegende Transportmittel auf 100 km weniger Energie verbraucht als

    das fahrende.


    Auch wenn - wie ich den Menschen generell einschätze - für jedes gelöste Problem

    zwei neue auftreten, - vielleicht ist der Gedanke vernünftiger als heute von den

    meisten Menschen vermutet?


    besten Gruß

    Werner

    Man wünscht sich etwas (eine Welt ohne Krieg und ohne Gewalt) was ich mir auch wünsche, und macht dann etwas: Verbot privater Waffen. oder eine Stadt ohne Abgase und ohne Verschmutzung, mit reiner Luft wie in einem Kurort = Gebot von Elektroautos

    Mit ein Grund, warum ich zur Zeit der Vorstellung Grönemeyers "Kinder an die Macht" vehement abgelehnt habe. :NO:

    Auch wenn der es etwas anders gemeint hatte...


    besten Gruß

    Werner

    Das größte Problem bei Elektroautos und elektrisch betriebenen Lastern mit Batteriespeicher sehr ich in der Tatsache, dass extrem viel Gewicht bewegt werden muss.

    Das berühmt berüchtigte "Ja und Nein", Schwarzer Mann .

    Für die (meisten) gegenwärtig erhältlichen E-Autos hast Du recht, keine Diskussion. Aber - wäre diese Technik für die Energieversorgung der Apollo-Raumschiffe vor 50 Jahren verwendet worden, die wären nicht einmal bis zur Umlaufbahn, geschweige denn zum Mond gekommen. Nicht ganz umsonst setzt Toyota auf E-Mobilität mit Brennstoffzellen Versorgung. Wobei Ihr in Deutschland eben nur heiße 12 Wasserstoff Tankstellen habt, bei uns sind es ganze 2. So geht's natürlich nicht!


    Zudem steht noch lange nicht fest, dass es nicht noch weit bessere Technologien gibt. Den Elektro Antriebsstrang finde ich schon recht ok, auch wenn ein schnurrender Verbrenner einfach etwas Schönes ist. Aber die Energieversorgung des Elektromotors steckt nicht in den Kinderschuhen sondern in der Steinzeit, - als es noch gar keine Schuhe gab... =O


    'Mal sehen, wie sich das entwickelt. Wie üblich: Was funktioniert, ist richtig.


    besten Gruß

    Werner

    Zudem war man damals bezüglich Metallverarbeitung/Metallindustrie weit besser 'drauf als in Bezug auf Elektroindustrie. Ein paar hundert Jahre mehr praktische Erfahrung. Billigere Produktion bei weit besser verbreitetem Wissen und praktischer Erfahrung. Ein Massenprodukt braucht eben auch Massen die es reparieren und warten können.


    besten Gruß

    Werner

    Die private Mobilität wird schon erhalten bleiben. Steckt viel zu viel Geld drin, um darauf zu verzichten.

    Dass eine - wenn auch über Jahrzehnte - bewährte Technologie 'mal erneuert wird stört nicht weiter.

    Die Art und Weise wie dies durch die Politik in die Wege geleitet wird ist wie alles Andere, das von Politikern

    initiiert wird. Zum :kotz:

    Die Zukunft des Autos sieht eben etwas anders aus als jetzt.

    KFZ-Enthusiasten werden werden jammern, aber vor 150 Jahren haben eben enthusiastische Kutscher gejammert, bis das KFZ sich durchgesetzt hatte, vergingen aber ohnehin noch 50 Jahre.

    Heute laufen sowohl in der Privatindustrie als auch in Staats-/Regierungsaufträgen die Aufträge für die nächste Generation der privaten Mobilität. Für viele von uns suspekt - ging den Kutschern auch nicht anders. Manche Dinge ändern sich eben nie...!


    besten Gruß

    Werner


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    Die Sache bezüglich ungepflasterter Kugel hat mich schon beim Schreiben sauer aufgestoßen. Captain Cat ! 8|


    Die "nicht historische Vereinfachung" war mir soweit auch bekannt, dass die sich auf Rundkugeln beschränkt allerdings nicht.

    Weshalb ich das "Nur für Rundkugeln" als Stempelung für den Lauf interpretiert hatte.

    Yep! So wie Du es beschreibst ist's klar! Merci!


    besten Gruß

    Werner

    Blöde Frage vorab: Ist Sharps Lauf gleich Sharps Lauf? Unabhängig vom Kaliber.

    Mich irritiert das "Nur für Rundkugeln".

    Warum? Aushalten muss ein beschossener Lauf mehr, sprich das Geschoss-Gewicht sollte kein Grund sein.

    Folglich der Drall?

    Weil Rundkugeln einen Drall bevorzugen mit dem man bei Langgeschossen nicht trifft?

    In dem Fall suchst Du nicht allgemein "Sharps Schützen" sondern solche, deren Sharps den gleichen Drall

    wie Deine .54"er hat.

    Erstaunt mich jetzt auch, aber das fällt mir zu der Fragestellung zunächst nun 'mal ein... Wenn's ein bisschen

    Zeit beim Finden einer Lösung sparen sollte...! Oder aber ich bin komplett am falschen Dampfer!


    besten Gruß

    Werner

    Statt eines Futtetals gab es eine Art Schuh für das Steinschloss, um dies vor Witterungseinflüssen zu schützen.

    Genau dieses System - dass ja angeblich auch die Funktion des Steinschlosses bei Regen ermöglicht - hätte ich in der Praxis gerne 'mal ausprobiert. Viel gelesen zum Thema ist Eines, selber bekrapschen etwas ganz, ganz Anderes!


    besten Gruß

    Werner

    Na ja, die Interpretation einer zwar vorhandenen aber nicht funktionierenden Laderast als technische Störung würde ich nicht als

    überaus pingelig sondern eher als berechtigt ansehen.

    Yep. Alles was - und wenn auch nur unter ungünstigen Umständen - durch schlechte Funktion eine ungewollte Zündung sollte auch beanstandet werden. Es reichen schon die Blödheiten mancher Schützen. Wenn z.B. bei einer geladenen Waffe der Hahn bei gleichzeitig gedrücktem Abzug gespannt wird und die Waffe irgendwo hin gerichtet ist... :wall:


    besten Gruß

    Werner

    Greenhorn falsch, ich kann den Stecher komplett ausbauen

    Falsch nicht, ich habe 2 Gewehre bei denen es so läuft. Hier gibt's diesbezüglich keine Vorschriften.

    Der nicht eingestochene Abzug ist so hoch, dass er die Anzugsstange nach oben drückt und daher das Einrasten in der Nuss verhindert.

    Erst durch das Einstechen wird er abgesenkt, um nach oben schlagen zu können.

    Bei ausgebauten Abzug greift die Abzugsstange natürlich, weil der Abzug die Abzugsstange nicht anheben kann.


    Unzutreffend für die Konstruktionsform die Du ansprichst kann schon leicht sein. Ich maße mir nicht an, alle Stecher-Konstruktionen zu kennen. Lade- oder Halbrast halte ich nicht für überflüssig, wenn ich nur Vollrast habe kann ich das System praktisch jederzeit versehentlich auslösen. Dazu braucht nicht eingestochen zu sein. Nicht ganz umsonst haben auch Revolver eine Halbrast.


    Wo reden wir aneinander vorbei? :/;)


    besten Gruß

    Werner

    Normalerweise ist das kein Sicherheitskriterium, relleum ! Eingestochen hält der Hahn in der Halbrast, wenn man dann versehentlich abzieht, ist die Feder des Abzug's halt wieder entspannt, aber der Hahn bewegt sich überhaupt nicht, der bleibt in der Halbrast.


    Das Problem bei dem System besteht ja darin, dass der nicht eingestochene Abzug die Nuss gar nicht berührt, daher auch nicht in die Halbrast-Nut einrasten kann. Die Formgebung bewirkt aber, dass der Hahn in Vollrast sein MUSS, um den Schuss auszulösen.


    besten Gruß

    Werner

    Denke schon, dass auch solche Prachtstücke wie die vorgestellte Higgings-Büchse seinerzeit ganz "normal" verwendet und geführt wurden. Natürlich ging man so gut es ging auch in der Wildnis schonend mit um. Dafür gab es m.W. ja auch entsprechend für diesen Zweck konzipierte Futterale die sicher mehr oder weniger gut vor mechanischen Schäden bzw. den Unbilden der Witterung schützten - was in Europa verm. nicht so üblich war, da die hiesigen Jäger ja meistens am Abend wieder vor dem heimischen Kachelofen saßen. Denke auch die hier gezeigte Waffe dürfte damals gut rumgekommen sein. Wäre ja schade so ein Schätzchen einfach nur über dem offenen Kamin verkümmern zu lassen ^^ .

    Wieder einmal eines meiner "Ja und Nein" , Archer68 ! 8)

    Für das gezeigte Gewehr könntest Du - was ein Futteral betrifft - recht haben. Das Gewehr entstand um 1830, da wurden Waffen bereits anders gehandhabt als in der eigentlichen Pionierzeit vor 1800.


    In der Pionierzeit waren Futterale unüblich, das Gewehr wurde schussbereit als "Gehstock" geführt. Für das Hantieren mit Behältnissen war im Fall des Falles keine Zeit. Eher schon diente das Gewehr auch 'mal als Paddel für's Kanu. Metallteile entwickelten schnell eine Patina, was erwünscht war. Hochglanz erzeugte verräterische Reflektionen. Sorgfalt mit der Waffe war zwar angesagt, Schonung aber nicht. Bei Bedarf ließ man neu schäften. Oder ließ ein gänzlich neues Gewehr fertigen.


    besten Gruß

    Werner

    Die Higgins Büchse war ein Auftrag von "Dr. Joe", Schwarzer Mann .ob "Dr. Bill" auch eine hatte, weiß ich nicht, ist aber wohl wahrscheinlich.

    Direkte europäische Tradition sehe ich - so verbreitet sie drüben war - speziell bei diesem Gewehr eher nicht. Eine Großfamilie der Schmiede, sei es Stahl, Gold, Silber, oder Juweliere - Klientel die Großgrundbesitzer und Sklavenhalter. Da konnte traditionelle europäische Handwerkskunst schon hilfreich sein, aber man brauchte sie nicht in der Neuen Welt wiederzubeleben, bei dieser Klientel war schon ausreichend Bedarf an außergewöhnlich Noblen gegeben.


    Die Flinte oder Smoothrifle die Du oben verlinkt hast ist genial! Von der Größe her kommt das einem Hudson Valley Fowler nahe.


    besten Gruß

    Werner

    Das war mir schon klar, Eric! :thumbup:

    Ist auch durchaus möglich, allerdings glaube ich nicht wirklich daran. Genutzt wurden die ohnehin nicht, zu auffällig in der Wildnis. Und bei den Natives wären sie auch nicht gut angekommen, siehe Ausbeutung von Bodenschätzen.

    Wichtiger aber: Die Dinger macht der Büchsenmacher zum Herzeigen, nicht damit ein Herr Boone sie "unterm Bett versteckt. "

    Deshalb glaube ich, dass der Zielkundenkreis ein anderer war. Ein eher politisch /gesellschaftlich ambitionierter.

    Wäre durchaus interessant, dazu Historisches zu bekommen, ich hab' keine fundierte Basis für meine Annahme. Nur Gefühl und Legenden. für eine relevante Aussage ist das viel zu wenig.


    besten Gruß

    Werner

    Auch in den Staaten gab es Honoratioren, besser gestellte oder reiche Personen, die es als Händler oder auch Erben von Adeligen die Möglichkeit hatten solche Rifles zu erwerben. Manch eine dieser Waffen mag verdienten Personen z.B. Offizieren oder auch Entdecker wie z.B. Daniel Boone geschenkt worden sein, wie es später oft auch mit Patronenwaffen geschah.

    Ja und nein, Erik! Die Zeit und Gesellschaft damals funktionierte noch etwas anders, und Pioniere wie Daniel Boone oder Simon Kenton hätten ihrem Ruf mit irgendwelchen unglaubwürdigen Nobel-Gewehren mehr geschadet als genutzt, woran ihnen nicht gelegen war. Andernfalls hätten sie wohl...!

    Aber die Honoratioren gab es, oft auch Leute die ihr Geld durch Ausbeutung verdienten und - nach damaligen Maßstäben - unermesslich reich waren.


    Der Eigentümer des obigen Gewehrs - übrigens auch eine jener Waffen die heute in einem Kunstmuseum zu sehen sind, dem "Museum of Art" in Athens/Georgia - ist sogar bekannt, verewigt im Gold-Inlay des Steinschlosses: Ein Dr. Joseph A. Davis (1830 - vor 1870), Geboren in Wilkes County/Georgia, der eine "medizinische Ausbildung" abschloss und anschließend mit seinem Bruder Dr. William Lewis Garnder Davis in Albany, Dougherty County/Georgia zusammenarbeitete, wo die beiden als "Dr. Joe and Dr. Bill" registriert waren und bekannt wurden. Entsprechende Steueraufzeichnungen existieren noch.


    Womit sich Deine Darstellung letztendlich doch ziemlich bestätigt!


    besten Gruß

    Werner

    Ein Grund, warum Longrifles aus Pennsylvania so berühmt sind, ist, dass sie Kunstwerke sind ohne deshalb das Flair des Werkzeugs, dass sie in erster Linie waren, zu verlieren.

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    Wie diese erhaltene Lancaster Rifle von Jacob Dickert, irgendwann zwischen 1775 und 1800 entstanden, zeigt.


    Interessant in dem Zusammenhang ist auch, dass die heute bekanntesten und geschätztesten Southern Rifles jene aus Tennessee sind. Nicht ganz so nobel, aber eben auch

    Werkzeuge. Wie diese Soddy Daisy Büchse.

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    Wie ist das mit den anderen Bundesstaaten der USA, bzw. deren kolonialen Vorgängern? Gab es dort keine Büchsenmacher? Gut, Virginia Rifles sind bekannt, allein schon

    wegen deren Miliz System, in dem jeder männliche Bürger mit seinem eigenen Gewehr zu dienen hatte, und entsprechender Bedarf herrschte. Aber Florida, Carolina, Georgiea, ..., ..., ???

    Apropos Georgia:


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    Dieses Gewehr stammt aus den Händen von Wiley Grover Higgins (1799-1859). Das Büchsenmacher-Handwerk erlernte er - wie im Süden sehr verbreitet - innerhalb der eigenen Familie, die (Grob- und Huf-) Schmiede, Silberschmiede, Goldschmiede und Juweliere hervorgebracht hatte.

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    Dieses Gewehr als Kunstwerk zu akzeptieren fällt wohl nicht besonders schwer. Mit dem Pionier- und Abenteurer-Flair habe ich bei dieser

    Büchse allerdings Schwierigkeiten. Ich fühle mich mehr an so manches europäisches Jagdgewehr erinnert, das für einen lokalen Landesfürsten

    gefertigt worden war. Von den Bediensteten gepflegt, und Sonntags halt zur Jagd ausgeführt. Sofern das Wetter ausreichend angenehm war.


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    Was die Arbeit des Herrn Higgins in keiner Weise schmälert, das ist schon ein ausgezeichnetes Gewehr, mit ausgezeichnet gearbeiteten Silber-

    Verzierungen. Nur glaube ich nicht, dass es für ein- bis zweijährige Expeditionen in den Wäldern des Indianerlandes die erste Wahl gewesen wäre.


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    Wie dem auch sei, der Schaft des Gewehrs ist aus dunkel gebeiztem Ahorn gefertigt, der Lauf ist .36" lang, im Kaliber .43". Gesamtlänge

    des Gewehrs: 52", die Beschläge sind größtenteils aus Silber, Man findet aber auch Messingteile.

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    Das Geschäft von Herrn Higgins lebte bzw. profitierte von der rasanten Zuwanderung in Georgia

    während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Auch ein Hinweis darauf, dass er kein Büchsenmacher

    war, der die "Frontier" versorgte.


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    Wahrscheinlich muss ich mich zu den unverbesserlichen Abenteuer-Romantikern zählen aber - auch

    wenn ich mich natürlich nicht wehren würde, wenn mir das Stück in die Hände fällt, in die Gruppe

    "Erste -Wahl" oder "Willhaben" fällt es für mich sicher nicht. So schön es auch gearbeitet ist. Mit den

    Schaft-Verschneidungen der "Pennsylvanier" kann ich wesentlich besser.


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    Übrigens wurde diese Büchse erstmals von Joe Kinding "entdeckt" und dokumentiert, allerdings

    noch fälschlicher Weise Pennsylvania zugeordnet. Ein Fehler der kaum verwundert, wurde er doch in

    einer Zeit begangen wo man noch von Bezirksamt zu Bezirksamt, Bibliotheken, Kirchen & Co. pilgern

    musste, um gewünschte Informationen mit Papier und Bleistift aus Original Dokumenten abzuschreiben.


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    besten Gruß

    Werner