Beiträge von Kyniker

    Ausführliches Schreiben an KVR geschickt, versehen mit den Kopien: Überlassung an Händler und der darauffolgenden Protokollierung

    der Weiterleitung an Glock und zurück an den Händler. Der Händler hat sich auch noch telefonisch mit der Behörde in Verbindung gesetzt,

    die dann mir gegenüber erläuterte, das Nationale Waffen Register machen keinen Unterschied zwischen "Überlassung zwecks Reparatur" einerseits

    und "Überlassung zwecks Verkauf, Verleih" usw. andererseits. Der Behörde sei vom NWR nur die Überlassung gemeldet worden, woraufhin sie von mir keinen Meldungseingang habe feststellen können. Allerdings sei bei "Überlassung zur Reparatur" tatsächlich keine Meldung erforderlich gewesen.

    Am Schluß waren wir alle wieder lieb. Trotzdem war mein Lerneffekt: beim Umgang mit Waffen so spießig wie möglich!

    Mein "Na klar, Spaßschießen" war in keiner Weise naserümpfend oder sonstwie abfällig gemeint. Ich finde, der Bursche hat das alles mit einem Augenzwinkern runtergespult, ziemlich lässig; mehr Stellenwert hat das ja auch nicht wirklich. Allerdings muß man für so ein Kabinettstückchen auf ein breites Fundament an Fähigkeiten zugreifen können . . .

    Ich hatte es ja schon mal erwähnt - es gibt ein Video, wo ein Schütze auf bis zu 250m mit der Glock schießt - und trifft. Hier ist es:


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Und ein Nachspiel hat es auch noch gehabt: die Waffenbehörde meldete sich bei mir: man habe vom Nationalen Waffenregister die Mitteilung erhalten, daß ich meine Waffe "überlassen habe", jedoch nicht der Behörde angezeigt und - auch nicht! - meine WBK zur "Berichtigung vorgelegt gemäß § 37g Abs. 1 WaffG." Und weiter: "Somit haben Sie gemäß . . . ordnungswidrig gehandelt". Und weiter: "Wir geben Ihnen Gelegenheit, . . . sich . . . zu der erhobenen Anschuldigung zu äussern." Das alles nach Ausfüllen von ca. 5 DIN A 4 - Seiten zur Waffenüberlassung an den Händler und einem "du brauchst jetzt nichts zu unternehmen . . ." des Händlers. Die Lösung: beim Überlassen der Waffe ZUR REPARATUR ist eine Meldung an die Behörde nicht erforderlich. Gleichwohl geht vom Waffenhändler eine Meldung an das Nationale Waffenregister, welches wiederum keinen Unterschied macht zwischen Verkauf, Verleihen, Aufbewahren einerseits und Reparatur andererseits. Die örtliche Waffenbehörde erhält dann nur eine Mitteilung über "Überlassen einer Waffe". Und schon trabt der Amtsschimmel los. Das Verfahren gegen mich läuft noch . . .

    Gute Nachricht: meine Glock 17 (Schußboden ca. 1/3 mm herausgetreten; ich habe oben berichtet) ist wieder zurück. Nachdem mir der Händler sehr pessimistisch klang, erwartete ich eine Antwort a la "kennen wir nicht, haben wir noch nie gehabt, interessiert uns nicht - wie lange schießen Sie schon?", und in der Tat: das Interesse an Korrespondenz (RUAG) war Null. Allerdings kam plötzlich ein Anruf vom Waffenhändler: "Deine Glock ist wieder da". Und siehe da: komplett neuer Schlitten, neuer Verschluß mit neu eingeschlagener, alter SerienNr; neues Beschußzeichen von 4/21; die Waffe fühlt sich wie neu an.

    Kostenpunkt: 0,00€. Das hat mich dann doch umgehaun, trotz 2,5mon Wartezeit. Schußboden neu Glock 17.jpgCIMG7209.jpg


    Was jetzt dran war? Keine Ahnung. Ratlosigkeit überall . . .

    fn1906 Korrekt. Portaner hat es noch um das bisher nicht Gesagte erweitert. Vielleicht noch - weil ich es hier auch noch nicht explizit gefunden habe -

    folgendes: Bei IPSC wird die Treffer-Wertung durch die Anzahl der gebrauchten sec dividiert, erst das macht den Hit Factor. Theoretisch kannst Du also trotz ausschließlicher Alphatreffer auf dem letzten Platz landen. Nur deshalb schießen IPSCler aus Sicht der Präzisionsliebhaber ein bißchen "schludrig" - oder sie "ballern" gar. Deine IPSCler Beschreibung werde ich mir über das Bett hängen. Ich bin "beweglich, aktiv und flott". Wer sowas schreibt, muß unbedingt gefördert werden . . .

    Es kommt tatsächlich prinzipiell "zu spät" - aber dann darfst Du nie IPSC schießen. Deshalb halten IPSCler die Waffe eisern fest. Richtig umklammern, das macht aber nur die linke Hand. Die rechte darf das nicht, weil sonst der Triggerfinger nicht mehr locker ist. Bei der rechten Hand kommt der Druck eigentlich nur aus dem Arm. Alter Spruch: rechts schiebt, links zieht. Na ja, könnte man stundenlang drüber philosophieren . . .