Beiträge von Blackpowdermann

    Als Jünglinge in den 70/80ern haben wir unbedarft mit SP aus Silvesterböller rumexperimentiert. Zum Glück ist nie etwas dabei passiert. Heute mit 27er-Schein bin ich da extrem Vorsichtig. SP ist kein Spielzeug und wenn was passiert, fällt das gleich wieder auf die ganze Zunft zurück.

    Auf die Idee das Lee-Gerät auch für Schwarzpulver zu verwenden bin ich ehrlich gesagt bis jetzt gar nicht gekommen.

    Mein Schulungsleiter beim Widerladerkurs hatte so ein Teil. Es ist preisgünstig, einfach und funktioniert gut. Für SP zumindest völlig ausreichend. Zumindest, wenn man immer die gleiche Menge abfüllt.

    Wollte eigentlich nur wissen, ab auch noch andere das Gerät von Lee verwenden. Das ist wohl nicht der Fall.

    Interessant, was es da für Geräte gibt. Wäre ja direkt was für Sammler.

    Offenbar messen die meisten nach Volumen ab, was auch dem historischen Vorbild entspricht. Das von mir genannte Gerät von Lee macht ja nichts anderes. Das mitgelieferte Graphit zum „Durchspülen“ kommt übrigen von Artax, nicht vom Hersteller Lee selbst.

    Bis jetzt wiege ich jede Portion nach. Waage unter das Pulverfüllgerät, Aluschälchen drunter, Portion rein, wiegen, mit Lupe und Pinzette ein Körnchen rein oder raus bis das Gewicht exakt stimmt. 😉


    Letzteres war quatsch. Aber nachwiegen tue ich schon.

    Hallo Freunde der schwarzen Zunft,


    Es gab 2013 schon mal einen kontroversen Threat über das portionieren von SP mit dem Lee Pulverfüllgerät https://www.artax-vorderlader.…fuer-2-bis-100-grain.html.

    Ich hab mir so ein Teil gekauft und es funktioniert erstaunlich gut und genau. Die Abweichungen sind minimal. +/-0,15 grain dürften bei SP ziemlich egal sein. Vermute ich.

    Laut Artax ist das Gerät für SP geeignet. Es wird ein kleines Tütchen Graphit mitgeliefert. Das soll man vor der ersten Benutzung reinschütten und damit den Mechanismus schmieren und „leitend“ machen.

    Im damaligen Threat gab es einige Bedenken ob das Gerät wirklich sicher für SP sei. Gibt es inzwischen mehr Erfahrungen damit?

    Versuch macht bekanntlich klug. Also werde ich den Michkarton-Voodoo mal einfach ausprobieren. Ich hab sogar schon vor längerem mit dem Locheisen passende Scheiben ausgestanzt, nur noch nie verwendet. 😉

    Das mit dem „schmelzen und verdampfen“ kam nicht von mir. Vermute eher, die Hitzeeinwirkung ist so extrem kurz, daß da nichts schmilzt oder gar verdampft. Kugelpflaster müssten dann auch im Lauf verglühen.

    Das mit dem Milchkarton würde ich mal in die Rubrik VL-Vudu schieben. Wer dran glaubt, dem hilfts.

    Richtig !

    Und das läßt sich sogar noch etwas optimieren, wenn man die Pappscheibe in Form einer Stanze aus Milchkarton herstellt und die alubeschichtete Seite Richtung Pulver setzt.


    Das Ganze dann eine Winzigkeit größer als Zugdurchmesser und man hat die perfekte Abdichtung !

    Das mit der Zwischenlage z.B. aus Milchkarton habe ich schon mal gelesen.

    Aber was macht der Milchkarton, der auch noch Kunststoffbeschichtet ist bei über 1000 Grad?

    Würde sagen, der verdampft und schmilzt schlagartig. Den Dreck hat man dann zusätzlich im Lauf. Oder?

    Wenn ich schieße, dreh ich die Absaugung immer voll auf. Manche meinen, das braucht man nicht. Das bisschen Pulverdampf. An ev. Bleidämpfe denkt niemand. Beim KK lassen viele die Absaugung ganz aus. Das bisschen Nitro.

    Interessant wäre auch, was in dem Sekundenbruchteil geschieht, von der SP-Zündung bis das Geschoß den Lauf verlässt. Auch Innenbalistik genannt.

    Welche Temperaturen treten am Geschoßboden auf? Schmilzt das Blei sogar an? Schmilzt das Geschoßfett? Was passiert bei der irrsinnigen Beschleunigung?

    Wir werden es nie genau wissen, was in dieser Millisekunde im Lauf vor sich geht.

    Auch ich sehe mich noch als Anfänger, wenn auch schon gut ein Jahr begeisterter Schwarzpulverschütze. An Anfang zahlt man halt Lehrgeld. Was hab ich für einen Mist gekauft.

    Aber inzwischen läuft es und man lernt, auch Dank dieses Forums stetig zu.

    Anfangs habe ich auch mit der Lee-Kelle rumhantiert. Dann der Tip, das Auslaßventil am Lee-Ofen aufzubohren. Jetzt läuft‘s.

    Temperaturregler und Absaugkiste für den Ofen gebaut, mit alle möglichem Bleilegierungen rumgemacht. Reinblei ist wohl das beste. Jetzt läufts auch mit dem gießen.

    Thema Geschoßfett.

    Da kann man viel lesen. Einig ist man sich wohl nur, daß Bienenwachs rein muß. Dann liest man von Kugellagerfett, Melkfett, Nivea und Apfelmus. 🤷‍♂️

    Ich verwende Bienenwachs und Olivenöl. Die Geschosse kommen in eine Blechbüchse, Geschoßfett dazu, im Backofen erhitzen bis das Fett geschmolzen ist. Dann während dem Erkalten die Dose drehen und schütteln, bis das Fett an den Geschossen haften bleibt.

    Andere machen es anders, ich mache es so.

    Danke Enfield für die top Beratung!

    Es gibt ja z.B. von Knobloch die K5 https://www.knobloch-schiessbrillen.de/schiessbrillen-k5 oder was ähnliches von Müller Manching https://www.mueller-manching.de/dynamik/. Bei diesen Brillen lässt sich der Mittelsteg in der Höhe verstellen, so dass die Brille höher auf der Nase sitzt und man beim Schießen mehr durch die Brillenmitte schaut. Mit Seitenschutz hat man dann so was wie eine Schutzbrille. Allerdings sind die Brillen nicht ausdrücklich fürs Vorderladerschießen gemacht, sondern für Wurftauben- und Pistolenschießen.


    Wenn ich mit meiner „normalen“ Alltagsbrille schieße, schaue ich durch den oberen Brillenrand, also nicht durch die optische Achse. Ich müsste die Brille also einfach „höher“ bekommen.

    Es gibt auch Sport-oder Arbeitsschutzbrillen z.b. diese https://www.my-spexx.de/sportb…0JJA_jEAQYAiABEgJnJPD_BwE mit integrierter optischer Brille. Aber auch damit werde ich beim Vorderladerschießen nicht hinkommen. Man schaut immer wegen der Kopfhaltung durch den Brillenrand.

    Als Brillenträger habe ich zum Luftgewehr-und KK-Schießen eine Optik am Diopter, mit der ich meine Fehlsichtigkeit korrigieren kann.

    Beim Vorderladerschießen sollte man eine Schutzbrille tragen. Nur die gibt es nicht mit Optik. Oder doch? 🤷‍♂️

    Ich hab noch eine Knobloch Schießbrille. Die geht aber wohl kaum als Schutzbrille durch. Meine normale „Alltagsbrille“ ist auch nicht so das optimale.

    Wie macht ihr das?

    Ja, manchmal passieren Sachen. Ein kurzer Moment abgelenkt und schon ist es passiert. Erst dachte ich, ein Ladebrett? Wozu? Jetzt weiß ichs. Kugel weg, Pulver noch da -> 🥺

    Gegen Pulver-Kugel-Pulver-Kugel hilft ein Ladebrett allerdings auch nix.

    Kommt vielleicht auch auf die Beschaffenheit des Zündkanals an. Ich hatte das Gefühl, als hätten die paar Körnchen SP unter dem Piston garnicht gezündet.

    Ich weiß nicht, wie viel Druck dies Ausbläser-Kartuschen bringen, glaube kaum mehr als 10-15 Bar. Vielleicht reicht das bei großkalibrigen Pistolen wenn das Geschoß locker im Lauf sitzt.

    Bei meinem Gewehr Kal.38 mit 800mm langem Lauf macht das Geschoß keinen Mucks.

    Wie gesagt, der Kugelzieher ließ sich gut einschrauben. Mit einer Stahlhülse auf dem Ladestock gegen den Griff gekopft konnte ich das Geschoß leicht ziehen. Ich werde mir da mal einen speziellen Kugelziehstock basteln. Nachher ist das Geschoß draußen und der Ladestock kaputt. 🤣.