Beiträge von P14-45

    Umgänglich okay, kann ich nicht beurteilen und werde ich auch nicht.

    Meine Antworten, die ich in diesem Fred gegeben habe, haben schon einiges an Mühe und Zeit gekostet. Mein Hintergedanke dabei war, dem einen oder anderen Forenkamerad Nerven, Zeit, Geld und Enttäuschungen zu ersparen oder vielleicht doch auch eine Möglichkeit zu finden, gegen diese Verordnung vorzugehen. Bei dir kam es offensichtlich nicht an und die Mühe hätte ich mir in deinem Fall auch sparen können. So ist das halt.

    Da ich dir keinen Anwalt nennen kann, bin ich hier fertig.

    Vielleicht schreibe ich nicht deutlich genug...


    Ich suche Namensvorschläge/ Adressen von Anwälten, da ich bis zum heutigem Tag keine bekommen habe, nochmal die Nachfrage.

    Selber Schuld...


    1+ 2 Nein


    Da mir außer Philippsburg und Aachen keine bekannt sind, wäre es ja schön eine Liste zu haben welcher Stand öffnen darf (NRW).

    Da 500 km und mehr Anfahrt vielleicht nicht zielführend sind.

    Schonmal mit telefonieren oder Anfragen per Email probiert.

    Warum erstellst du denn nicht selber eine Liste? Ein Forum lebt vorranig vom geben!!!

    Wir sind doch nicht im Schlaraffenland...

    Ich versuch's jetzt mal ganz direkt.

    1. Bist du Schießstand-/hallenbetreiber?

    2. Fragst du im Namen eines, von den Schließungen von Sportstätten in der allgm. Coronaverordnung deines Bundeslandes betroffenen Vereines?


    Wenn du eine der Fragen nicht mit ja beantworten kannst, bringt dir deine Klage (Widerspruch gegen die angeordnete Schließung durch die "Coronaschutzverordnung") nach meiner Einschätzung gar nichts!

    Niemand verbietet dir das Schießen auf einem Schießstand. Du kannst auch bsw. jederzeit in ein benachbartes Bundesland ausweichen. Die Kilometerregeln und der "Stubenarrest" sind aufgehoben. Auch darfst du auf einem, nicht von Schließung betroffenem, Schießstand schießen.

    Das einzuklagen wäre in meinen Augen also reines Geldverbrennen.

    Es sind die Vereine, Schießstättenbetreiber usw., die gegen diese Verordnung vorgehen müssten, nicht du.

    Das hätte ich jetzt nicht gewusst, entspannt das Thema Finanzen um einen Wiederspruch aber erheblich!


    Jens

    Schau dir einfach mal im §79 VwVfG - Rechtsbehelfe gegen Verwaltungsakte. Dort wirst du weiter verwiesen auf die Verwaltungsgerichtsordnung VwGO. da sind dann wieder § 58 und § 68 ff VwGO interessant. Ebenso auch der § 113VwGO, hier geht es dann eigentlich um den Urteilstenor.

    In Widerspruch zu gehen kostet erstmal gar nix.


    Aber wie gesagt, keine Rechtsberatung, sondern nur weiterreichen von Wissen - Zu einer Rechtsberatung bin ichn nicht befugt!!!

    Bricht bei der ganzen Sache nicht ein Recht das andere (so aus meiner Laien Sicht ?)


    Der Gesetzgeber verlangt von mir das ich Nachweise erbringe, die ich Aufgrund eines anderen Gesetzes oder Vorschrift nicht erbringen kann.

    Welches Recht wäre denn in diesem Fall das höhere Recht ?

    Das liegt klar über meinem Wissen und ich wüsste auch nicht wie ich da überhaupt rangehen sollte. Das wäre evtl. etwas für einen Fachanwalt, würde aber auch nicht die Problematik lösen...

    Wie schon festgestellt, der Gesetzgeber hat dir das Schießen nicht untersagt...


    Ich will ja hier auch keine Rechtsberatung oder sowas geben. Dazu bin ich gar nicht befugt. Das was ich hier schreibe, ist nur mein gelerntes Wissen, gepaart mit gesetzen, die jeder im Netz selber nachlesen kann.

    Ein Verwaltungsakt ist definiert im Verwaltungsverfahrensgesetz ... kurz VwVfG und da ist bestimmt, daß

    Verwaltungsverfahren nur Gesetzkompetenz haben soweit es Bundesbehörden betrifft oder soweit andere Behörden Bundesrecht ausführen.

    Hier stimme ich dir nicht zu, §9 VwVfG besagt deutlich:


    "Das Verwaltungsverfahren im Sinne dieses Gesetzes ist die nach außen wirkende Tätigkeit der Behörden, die auf die Prüfung der Voraussetzungen, die Vorbereitung und den Erlass eines Verwaltungsaktes oder auf den Abschluss eines öffentlich-rechtlichen Vertrags gerichtet ist; es schließt den Erlass des Verwaltungsaktes oder den Abschluss des öffentlich-rechtlichen Vertrags ein."


    ... und der Begriff Behörde ist klar in § 1 Abs.4 VwVfG definiert. "Behörde im Sinne dieses Gesetzes ist jede Stelle, die Aufgaben der öffentlichen Verwaltung wahrnimmt."

    Zu den wichtigsten Regelungen gehört die Legaldefinition des Verwaltungsakts.

    Für dessen Zustandekommen sieht z. B. § 28 VwVfG grundsätzlich eine vorherige Anhörung des Bürgers vor, ohne die der Verwaltungsakt formell rechtswidrig sein kann.

    Hier stimme ich dir auch nur bedingt zu, denn §28 Abs.2 Z.1-5 Abs.3 VwVfG geben der erlassenden Behörde eine Menge Spielraum.

    §28 Abs.2 Z.1-5 VwVfG

    (2) Von der Anhörung kann abgesehen werden, wenn sie nach den Umständen des Einzelfalls nicht geboten ist, insbesondere wenn 1.eine sofortige Entscheidung wegen Gefahr im Verzug oder im öffentlichen Interesse notwendig erscheint;
    2.durch die Anhörung die Einhaltung einer für die Entscheidung maßgeblichen Frist in Frage gestellt würde;
    3.von den tatsächlichen Angaben eines Beteiligten, die dieser in einem Antrag oder einer Erklärung gemacht hat, nicht zu seinen Ungunsten abgewichen werden soll;
    4.die Behörde eine Allgemeinverfügung oder gleichartige Verwaltungsakte in größerer Zahl oder Verwaltungsakte mit Hilfe automatischer Einrichtungen erlassen will;
    5.Maßnahmen in der Verwaltungsvollstreckung getroffen werden sollen.


    §28 Abs.3 VwVfG

    (3) Eine Anhörung unterbleibt, wenn ihr ein zwingendes öffentliches Interesse entgegensteht.

    Man schreibe ausdrücklich "sein kann",

    Ja, kann ist eine Ermessensentscheidung der Behörde nach


    §40 VwVfG

    Ist die Behörde ermächtigt, nach ihrem Ermessen zu handeln, hat sie ihr Ermessen entsprechend dem Zweck der

    Ermächtigung auszuüben und die gesetzlichen Grenzen des Ermessens einzuhalten.


    Auf die einzelnen Ermessensarten und deren Ermessensfehler will ich jetzt mal nicht weiter eingehen.

    Sagte ich bereits, daß mir das Schießen im Moment noch nicht fehlt da ich oft "Enkeldienst" habe???

    ABER MIR!!! ;(;(;(

    Damit ein Verwaltungsakt rechtskräftig ist, muss er formell und materiell rechtmäßig sein.

    Die formelle Rechtmäßigkeit setzt sich aus der Zuständigkeit, dem Verfahren und der Form zusammen. Das sehe ich persönlich als gegeben an.


    Anders sieht es, meiner Meinung nach, bei der materiellen Rechtmäßigkeit aus.

    Die setzt sich aus dem Tatbestand, der Rechtsfolge, der Verhältnismäßigkeit, der Bestimmtheit und dem Adressaten zusammen.

    Und da sehe ich schon beim Tatbestand, spätestens bei der Verhältnismäßigkeit einen klaren Verstoß gegen die Rechtmäßigkeit!

    Der Tatbestand ist, bei Einhaltung eines vom Gesundheitsamt geprüften und genehmigten Hygienekonzeptes schlichtweg nicht vorhanden. Kein Richter dieser Welt kann plausipel erklären, dass es auf einem Schießstand, mit eingehaltenem Hygienekonzept zur Ansteckung kommen kann.


    Damit ein VA verhälnismäßig ist, muss er geeignet, erforderlich und angemessen sein.

    Geeignet ist ein VA, wenn er dazu beiträgt, die Infektionsausbreitung einzudämmen. Hier argumentiere ich persönlich schon mit dem nicht vorhandenen Tatbestand. Wie kann ein VA geeignet sein, wenn die Eignung gar nicht notwenig, weil keine Gefährdung vorhanden.

    Erforderlich ist der VA, wenn die Lage, in diesem speziellen Fall natürlich die "Coronapandemie" außer Kontrolle gerät und nicht mehr anders zu bekämpfen ist, als alle Schießstände zu schließen. Lass ich mal so stehen...


    Angemessen ist der VA, wenn kein milderes Mittel Erfolg verspricht, bzw. die Schließung der Schießstände die mildeste Maßnahme wäre. Ich denke, wir sind uns alle einig, dass dies nicht zutrifft...


    Und als Abschluß noch die Anmerkung, dass gerade bei der Verhälnismäßigkeit, alle Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Ist eine nicht Vorhanden, ist der VA nichtig!!!




    Edit: sagte ich schon, dass mir das Schießen fehlt? ;(;(;(

    Um gegen einen Bescheid in Widerspruch zu gehen, brauchst du genau 0,00€!!!


    Nur eine Truppe, die sich einig ist und ihrem Vorstand sagt, dass dieser Widerspruch einzulegen hat.


    Da die entsprechenden Verordnungen ja auf Landesebene erlassen worden sind, hätten meiner Meinung nach die Landessportverbände, jeder einzelne für sich und gemeinsam, sofort und unverzüglich auf die Barikaden gehen müssen, aber DAS wäre ja einer Revolution gleichgekommen und geht für uns, waffenbesitzende, eierlose, vorauseilend-kadavergehorsamen und immer gut dem dem Amt und dem Gesetz stehenden Michels nunmal gar nicht!!! :wall::wall::wall:




    Edit: Sorry, mir fehlt das Schießen!!! ;(;(;(

    Ich möchte gerne gegen die Verodnung klagen, die mich davon abhält meinen Schießstand aufzusuchen.

    Wenn ich das Verwaltungsrecht richtig verstanden habe, kannst du natürlich gegen die erlassene Allgemeinverfügung, da Verwaltungsakt in Widerspruch gehen. Darauf müsste dich auch der Rechtsbehelf am Ende des VA's hinweisen.

    Allerdings besagt der ja nicht, dass du die Sportstätten nicht nutzen darfst, sondern er zwingt die Betreibern zur Schließung. Damit wird dir die Nutzung zwar nicht hoheitlich verboten, aber vom Betreiber her untersagt. :/

    Von der Fabrikmunition hat meine Frau MagTec am liebsten verschossen. Die hatten wohl von allen den angenehmsten Rückstoßimpuls.

    PPU soll von den genannten Marken den "unangenehmsten" Rückstoß gehabt haben, wohl aber das beste Hülsenmaterial liefern. Ich kann da jedoch nicht wirklich einen Unterschied zu den MagTec Hülsen erkennen.

    S&B fand ich einfach nur dreckig und die Hexagon haben sich in der Präzision nicht wirklich hervorgetan, allerdings steht mein Herzblatt auch erst am Anfang der Schützenleiter. :trio:


    Ob meine Aussagen jetzt präsentativ und hilfreich sind, keine Ahnung...

    Das Stichwort Wirtshaus finde ich echt passend!


    Also wenn ich in ein fremdes Wirthaus komme und die dort zechenden "Ureinwohner" ohne eine ordentliche, respektvolle Begrüßung und Vorstellung meiner Person gleich mit Fragen überhäufe, könnte das in manch einem Wirtshaus ganz lustig enden. Antworten bekomme ich allerdings eher nicht... :sdb1:

    Ich stell dann auch nochmal einen kleinen Ausschnitt meiner kreativen Meditationsstunden ein...


    knape_tisch.jpg


    Die zwei großen Abfangklingen hatte ich bereits vorgestellt.


    Die verwendeten Klingenstähle sind ausschließlich Niolox und 1.2519, alle in 5mm Klingenstärke.

    Das ist durchaus keine plumpe Frage und toll , schon die erste Reaktion :

    Der Lauf ist , wie Du richtig gesehen hast , wie bei den meisten qualitativ besseren bis hervorragenden Waffen aus Liège üblich , aus Verbundstahl , viele nennen das auch "Damast" . Warum die dort damals keinen Guss-Stahl , trotzdem seit Jahrzehnten bekannt und von der Festigkeit her gleich gut aber nicht so "wertig" aussehend , verwendeten , kann ich nicht sagen .

    Allerdings sieht ein schöner Damast einfach toll und wertiger aus und schon damals waren die Kunden auch auf "Prestigeobjekte" aus !

    Die meisten BüMa in Europa bezogen übrigens ihre Damastrohlinge aus Liège , die waren damals einfach die schönsten und besten ( war aber vielleicht auch nur eine Mode damals )

    Was ich aber aus meiner eigenen Erfahrung sagen kann , ist , daß diese Läufe auch heute noch , sofern gut erhalten , extrem präzise schiessen !

    Vielen Dank für deine schöne und lehrreiche Erklärung :drink:

    Die Pistole ist und bleibt eine Augenweide

    Wie du sicher bemerkt hast, ist die Bezeichnung Damast bei mir auch in Anführungszeichen... ;)