Beiträge von R.E.Lee

    Nochmal mit anderen Worten:

    Wenn ein Legalwaffenbesitzer eine geladene Waffe in einem nicht verschlossenen PKW auf einem öffentlichen Parkplatz zurücklässt ist das schon ein ziemlich dickes Ding. Das lässt für mich erhebliche Zweifel an der Zuverlässigkeit des Waffenbesitzers aufkommen.

    Ein Waffenverbot von einem Jahr oder mehr ist da durchaus gerechtfertigt.


    In diesem konkreten Fall wurde niemand geschädigt bzw es mussten keine anderen LWBs "leiden".

    Weil glücklicherweise die Waffe von Polizisten sichergestellt wurde.

    Die Gefahr, dass sich jemand anderes die Waffe genommen hätte, war gegeben.

    Das Beispiel Winnenden ist natürlich extrem und nicht direkt übertragbar, sollte aber nur als Beispiel dienen, was passieren kann wenn Waffen nicht ordnungsgemäß aufbewahrt werden. Und um die nicht ordnungsgemäße Aufbewahrung bzw Transport ging es in Österreich auch.


    Mein Problem mit der Sache ist die Reaktion der Öffentlichkeit bzw der Politik. Wenn nämlich wie hier im Forum gefordert nur ein "mahnender Finger" und eine Geldstrafe verhängt worden wäre, dann wäre das Geschrei "alle Waffenbesitzer sind gefährlich, Verstöße gegen das Waffengesetz werden nicht wirklich geahndet, wir brauchen ein noch strengeres Waffenrecht, am besten ein Waffenverbot für alle!" wieder da.


    Darunter müssten alle verantwortungsvollen Waffenbesitzer leiden.

    Deshalb bin ich klar dafür, dass bei solchen Vorfällen bzw allen Anlässen die mangelnde Zuverlässigkeit nahelegen, gründlich und rechtmäßig geprüft wird und gegebenfalls die WBK entzogen wird.

    Wir haben nämlich kein zu lasches Waffengesetz. Im Gegenteil. Es fehlt nur an der Durchsetzung.

    Wie gesagt, ich würde mir auch wünschen, dass Waffenverbote nicht derart inflationär angewendet werden. Eine Geldstrafe und ein mahnender Finger für das nächste Mal hätte ausgereicht.

    Naja. Wenn die Artikel dazu stimmen (z.B der hier) dann war die Waffe geladen.

    Ich kenne mich nur mit dem deutschen Waffenrecht aus, aber das ist ein ziemlich grober Verstoß, bzw gleich mehrere.

    Für welche Zuwiderhandlungen soll denn sonst ein Waffenverbot (bei uns in D der Entzug der Zuverlässigkeit) verhängt werden?


    Ich möchte meine Waffen gerne behalten, und deshalb ärgern mich alle die Waffenbesitzer, die so groben Unfug treiben. Hier ist zum Glück nichts passiert, aber ich denke an das Beispiel Winnenden, wo ein LWB gegen die Aufbewahrungspflichten verstoßen hat und Menschen sterben mussten. Am Ende werden solche Vorfälle wieder als Argument genommen, um den Waffenbesitz noch weiter einzuschränken. Deshalb bin ich froh über jedem unverantwortlichen Waffenbesitzer der rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen wird.

    Hier mal zwei sehr gute Videos zur Funktion einer Pistole und eines SL Gewehrs.


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    Woher nimmst du das denn? :/

    §36 WaffG.

    Absatz 3:

    Wer erlaubnispflichtige Schusswaffen, Munition oder verbotene Waffen besitzt oder die Erteilung einer Erlaubnis zum Besitz beantragt hat, hat der zuständigen Behörde die zur sicheren Aufbewahrung getroffenen oder vorgesehenen Maßnahmen nachzuweisen.


    Edit: Keine Ahnung, ob die Behörde bei der Beantragung einer neuen Waffe wirklich zählt, ob die Anzahl der Waffen in einem Schrank den Rahmen der Erlaubten übersteigt (z.b. mehr als 5 KW bei Grad 0). Das könnte nach Papierlage schwierig werden (z.B. bei Mitnutzung durch andere WBK Inhaber im selben Haushalt). Bei der Kontrolle vor Ort wird das mit Sicherheit geprüft und nachgezählt.
    Bei meinen Beantragungen nach der 1. Waffe, habe ich auf dem Antrag lediglich angekreuzt "wurde bereits nachgewiesen". Fertig.

    Bei der Waffenkontrolle im letzten Jahr hat der Kontrolöööör das Typenschild noch mal angeschaut und mit seinen vorhandenen Daten verglichen.

    Also Typenschild prüfen kann ich verstehen. Mit vorhandenen Daten vergleichen? Warum?

    Warum solltest Du eine Änderung melden müssen, wenn der neue Schrank die gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Und wenn Du einen neuen kaufst, weil Dir die Farbe des alten nicht mehr gefällt, hat das der Behörde egal zu sein, solange der Grad 0/1 gegeben ist.

    Je nach Größe und Möglichkeiten des Vereins kann es aber gerade für Neulinge etwas schwieriger sein.

    Da keine eigene Waffe vorhanden, muss immer ein Berechtigter da sein, der die Vereinswaffen aushändigt.

    Und wenn gerade niemand mit Zugang zum Tresor da ist (Urlaub, Wettkampf, etc.) dann kann das mit den 18 Terminen schonmal knapp werden.

    Ging mir ähnlich.

    Aber ab meiner ersten eigenen Waffe hatte ich dann 1-3 Termine pro Woche im Schießbuch stehen :)

    Ich verstehe das Problem nicht.

    Warum sollte ich es dem Sachbeabeiter so schwer wie möglich machen?

    Ich halte die gesetzlichen Bestimmungen ein, mein Waffenschrank war sehr teuer, den zeige ich doch gerne her.

    Als Legalwaffenbesitzer freue ich mich sogar, dass kontrolliert wird, weil sonst genau das passiert, was wir schon mehrfach hatten. Irgendein Idiot hält sich nicht an die Regeln, sein jugendlicher Sohn nimmt sich die schlecht gesicherten Waffen und richtet Unheil damit an.

    Sofort kommt wieder der Ruf nach noch schärferen Waffengesetzen oder gar Verboten. In der Realität würde es aber schon reichen, die Einhaltung der bestehenden Gesetze besser zu kontrollieren.

    Die Waffenbehörde ist nicht der Feind. Im Gegenteil, die Behörde ist auf meiner Seite. Sie erlässt nicht die Gesetzte, sondern sie sorgt dafür, dass die gesetzlichen Regelungen eingehalten werden und ich hoffentlich auch zukünftig noch meinem Hobby nachgehen kann. Ich versuche es meinen Sachbearbeitern so einfach wie möglich zu machen, und diese unterstützen mich mit schneller und zuverlässiger Bearbeitung meiner Anträge und auch mit dem ein oder anderen Ratschlag.


    Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.