Beiträge von Pulver-Frosch

    Hallo,

    in einem sehr interessanten Buch (in englisch), das ich mir zugelegt habe, lese ich von Büchsen-Geschossen, die aus 2 Teilen bestehen, und mittels Kalibriermatrizze ineinander gepresst werden (ein härterer Vorderteil und ein weicher Hinterteil). Das soll den Vorteil haben, daß sich nur der zylindrische, weiche Teil in die Züge presst, und der vordere , harte Teil stabil bleibt. Das soll gleichbleibende Schussbilder geben. Das Ganze in den 1850er, 1870er, 1880er Jahren in Amerika !

    Hat jemand Erfahrungen damit ?


    Das Buch hat den Titel "The Muzzle-loading Cap Lock Rifle" und ist von Ned H. Roberts . Bischen schwierig, sich mit Hilfe von Wörterbuch usw da durchzuarbeiten ( für mich ), aber es lohnt sich zu lesen was die alten Vorderladerschützen so erfunden, genutzt und geleistet haben. :)

    Zum"Glück" hatte eine Markierung am Ladestock und hab` daran gemerkt, daß was nicht stimmt. Ich mag mir nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn ich abgedrückt hätte ! ::(

    Ich hab` es vor kurzem noch schlimmer getrieben: Ich hatte die Büchse ( 10,4 ) ordentlich geladen mit Langgeschoss 318 grs. , dann aber mit anderen rumgequatscht, und nochmal Pulver und Geschoss geladen. Ich hab`mich gewundert, daß er Ladestock nicht ganz runter ging und feste draufgeklopft ! Irgendwann ist mir dann gedämmert, was passiert war und die Nerven lagen blank.

    Zuhause habe ich dann einen 6 er Bohrer am Ende ausgeglüht, ein Gewinde M 6 draufgeschnitten, ihn mittels Adapter an meinen T-Griff-Kugelzieherstab montiert und damit langsam das vordere Geschoss ganz durchbohrt. Dann konnte ich die vordere Pulverladung rausschütten und das vordere Geschoss mit einer entsprechend dicken Schraube am Kugelzieherstab rausziehen.

    Das erste Geschoss konnte ich dann ganz normal rausschiessen. Das werde ich so schnell nicht vergessen !

    Hallo,

    ich bin per Zufall auf diesen Beitrag gestoßen. Da Feuerstutzen mein 2. Lieblingsthema sind, kann ich zu diesem Stutzen sagen, daß es sich wohl um ein Martini-System von Reinhard Stahl handelt. Klarheit könnte man gewinnen, wenn man den Hen+bel unten hinten um 90 Grad schwenkt, den Blockbolzen oben rausdrückt, dann kann man das Abzugsblech nach unten rausschwenken. Das System von Reinhard Stahl ist daran zu erkennen, daß er als einziger als Schlagfeder die Omega-Feder verwendet, die waagrecht unter dem Schlagbolzen liegt. Ein genial einfaches System, zu dem noch schnell. Gratulation:happy:

    Ich verwende ebenfalls Kupferpaste.

    Bei 2 von meinen Büchsen habe ich habe ich so einen Sitz unter dem Piston, auf den habe ich eine kleine Kupferscheibe gelegt, die vom Piston fest auf diesen Sitz gepresst wird. Dadurch kann kein heißes Gas ins Gewinde gelangen. Das funktioniert prima. Das Piston setze ich natürlich trotzdem mit Cu-Paste ein.

    Ich füge mal so eine kleine laienhafte Skizze bei.

    Hallo,

    für eine "Falsche Mündung /false muzzle " wurde meines Wissens die Mündung von außen abgedreht bzw ein Stück vom Lauf separat mit 4 Stiften in der Mündung fixiert und dann ein passender Starter verwendet !? :wacko:

    Hallo,

    ich habe da mit dem "Linksausdreher" Erfolg gehabt.

    Ich stelle es mir auch sehr aufwändig vor, ein Piston anzufertigen. Das muss ja kaum zu bezahlen sein ! Allein das Gewinde so nahe an den "Bund" ran zu schneiden.

    Günter Stifter konnte mir für die Büchse von Ph. Klein, N. Y. ein Piston .275 x 28 liefern. Der ist recht gut sortiert und preiswert.