Beiträge von Weyland

    Waffensachkunde: §7 WaffG


    Verantwortliche Aufsicht:

    §27 WaffG ermächtigt das BMI zur Detailregelung

    §10 AWaffV regelt die Standaufsicht. In Abs. 6 ist für das sportliche Schießen bestimmt, daß die Schießsportverbände Qualifizierungsrichtlinien aufzustellen (und einzuhalten) haben, die Grundlage ihrer Zulassung sind. D.h., daß für die Aufsicht beim sportliche Schießen eine über die normale Waffensachkunde hinausgehende(!) Qualifizierung nachzuweisen ist. Diese sind je nach Schießsportverband unterschiedlich; einige erkennen sich gegenseitig an. Der DSB wie üblich nicht.

    Nebraska

    Mit AD könnte Accidential Discharge gemeint sein, also unbeabsichtigtes Abfeuern einer Waffe. Im Resultat also die Löcher, die man so in Tischen, Böden, Wänden, Decken, Standbegrenzungen, ... sieht.

    Das gehört in den Bereich "Unsafe Weapon Handling", außer es wurde durch eine defekte Waffe verursacht.


    So wird es bei sportlichen Wettkämpfen in der Regel auch durch sofortige Disqualifikation bestraft.

    Im Trainingsbetrieb hängt es von den Regeln des Standbetreibers und der Einschätzung der Standaufsicht ab.


    der Schießleiter kann jeden erfahrenen und sachkundigen Schützen ad hoc zur Standaufsicht einteilen. Da muss keine gesonderte Prüfung vorliegen.

    Können kann man schon.

    Die Frage ist, wie man in diesem Fall sachkundig definiert. Das Waffengesetz trennt Waffensachkunde von Standaufsichtsbefähigung, und so werden das im Falle eines Unfalles u.ä. auch Staatsanwaltschaft und Richter sehen.

    D.h., der die Standaufsicht abgebende befreit sich damit nicht aus der Haftung und strafrechtlichen Konsequenzen.


    In der Regel wird heutzutage der Standaufsichtslehrgang einfach an die Sachkundeschulung angehängt, so daß der Aspirant mit minimalem Mehraufwand beide Qualifikationen erwirbt. Zu meiner Zeit in den 1980ern war das noch nicht so, d.h. gerade ältere Schützen haben oft keine formelle Befähigung.

    Hallo,


    meines Erachtens spricht nichts gegen diese Waffe - auch wenn ich selbst kein Freund solch klassischer Waffen mit Holzschaft bin. Ich würde eher auf eine Tikka mit einem Carbonschaft von PSE setzen - aber das ist an dieser Stelle für den Jungjäger pure Geschmackssache.


    Geradzugrepetierer oder nicht...

    Ein normaler Repetierer hat den Vorteil, daß Dir bei einem mechanischen Defekt nicht der Verschluß ins Gesicht fliegt - was sehr häßliche Verletzungen hinterläßt.

    Ein Geradzugrepetierer hat den Vorteil, daß auch wenig Geübte schnell repetieren können. Mit entsprechender Übung macht das keinen Unterschied. Ich schieße (sportlich) eine Precision Rifle-Disziplin, bei der (getrennt nach Wertungsklassen) Repetierer und Halbautomaten zugelassen sind. Die Topschützen mit den Halbautomaten erreichen keine schnelleren Zeiten als die mit den Repetierern - weil die Zeit beim präzisen Anvisieren nach jedem Schuß verloren geht und nicht beim Repetieren (wenn man es kann).


    Dentler-Montage

    Die Dentler-Montage ist ein relativ teures, aber technisch sehr gut gemachtes System, das es erlaubt, das Zielfernrohr wiederholgenau und werkzeugfrei auf- und abzunehmen als auch Zielfernrohre zwischen Waffen zu wechseln. Heutzutage würde ich bei einer Neuwaffe eher auf Picatinny setzen, aber bei einer gebrauchten Jagdwaffe spricht nichts gegen Dentler. Das System ist weiterhin Top.

    Ich kenne die PSG nur als aktiven Veranstalter im Bereich Steel- und IPSC-Matches.

    Mit dem ein oder anderen Schützenkollegen von dort habe ich schon zusammen im Match geschossen, wohne aber zu weit weg, um jemals vor Ort gewesen zu sein.

    Ich kann nichts nachteiliges über sie sagen, aber die IPSC-Community ist eh etwas entspannter als die Kollegen in den Standarddisziplinen (ich schieße beides, Standard seit über 30 Jahren).

    Wenn ich in die Gegend ziehen würde wäre das auch mein erster Anlaufpunkt.

    Wenn ich Dich Recht verstehe, geht es Dir gar nicht um die Bearbeitungsdauer des BDS sondern Deiner Waffenbehörde?


    Der zweite Antrag konnte schneller abgearbeitet werden weil Deine Behörde keine erneute Überprüfung Deiner Zuverlässigkeit als nötig erachtete, damit nicht das Ergebnis einer Abfrage an Verfassungsschutz und Konsorten entfiel.

    Die Behörden machen das üblicherweise erst, nachdem eine Frist von 6-12 Monaten seit der letzten Abfrage verstrichen ist.


    Welche Gebühren Deine Behörde wann für welchen Vorgang erhoben hat, sollte aus den (nur) Dir vorliegenden Bescheiden ersichtlich sein. Die Gebührenordnung ist veröffentlicht, sprich: Du kannst vergleichen und gegebenenfalls widersprechen. Belehrung darüber sollte Dir auch vorliegen.

    dann ist das eben die Ersatzwaffe) so lange eine sportliche Verwendung gegeben ist und man sich innerhalb des Grundbedürfnisses befindet, bedarf es dafür wohl keiner weitergehenden Begründung.

    Das ist ein Irrtum.

    Ersatzwaffen werden in der Regel nur internationalen Wettkampfschützen oder der Spitzengruppe der deutschen Schützen genehmigt.

    Hier verlangt beispielsweise mein BDS-Landesverband mindestens eine Top10 DM-Platzierung gegenüber mindestens 50 Wettbewerbern.

    Das ist sehr blöd, wenn Du in einer Klasse / Division antrittst, wo es nur wenige Konkurrenten gibt (btdt).


    Der Weg über Disziplinen, zu denen eine vorhandene Waffe nicht zugelassen ist, ist deutlich einfacher.

    Wie bei den Langwaffen ist zumindest im BDS die Variante mit/ohne Optik oft ein gangbarer Weg zu zwei sehr ähnliche Waffen.

    Um Deine Preisvorstellung mal einzugrenzen: Du redest vom unteren dreistelligen Bereich, oder?

    Ein aktuelles Gerät auf dem Stand der Technik, wasserdicht etc., kostet fünfstellig (im Kleinwagenbereich). Seine Erwartungen sollten entsprechend sein.


    Die billigen, zivil erhältlichen Geräte mit Kopfhalterung haben ein sehr enges Sehfeld. Man stolpert ständig über irgendetwas außerhalb des Sehfeldes oder bleibt an Ästen hängen. Die ursprünglich aus dem militärischen Bereich kommenden (aber inzwischen technisch überholten) Geräte sind auch für Helmbefestigung gedacht und lassen sich nicht oder nur sehr schlecht ohne tragen.

    So die Aussagen von Airsoftler aus meinem Bekanntenkreis.

    Mein Rat wäre, wenn überhaupt, mit deutlich sichtbarer Beleuchtung rumzulaufen, um

    a) Wild insbesondere Wildschweine rechtzeitig(!) auf Deine Anwesenheit aufmerksam zu machen

    b) nicht erschossen oder von einem Querschläger getroffen zu werden


    Auf das "Wild stören" und was die örtlichen Jäger / Jagdaufseher dazu sagen mögen möchte ich nicht im Detail eingehen.

    Ich halte das aber insgesamt für keine gute Idee.

    Seit der letzten Änderung des Waffengesetzes reichen 16" / 40 cm Lauflänge.


    Was versprichst Du Dir von der BRN?

    Den Short-Piston der MCX fand ich technisch interessant, aber sportlich wenig überzeugend, weder vom Schußverhalten noch von der Treffgenauigkeit.

    Aber meinem Kumpel, dem Jäger, reicht es halt für seine Zwecke und der Klappmechanismus macht ihm den Transport leichter.

    Jagdliches oder sportliches Bedürfnis?

    Brownells schreibt, die BRN-180 sei zum sportlichen Schießen nicht zugelassen:

    https://www.anpdm.com/newslett…B4B7148415D4A73484A5B4471

    Außerdem ist die Waffe meines Wissens in Deutschland gar nicht lieferbar.


    Die konstruktiv sehr ähnliche Waffe von SIG Sauer (MCX) zeigt nur sehr bescheidene Streukreise. Ich würde mit ähnlicher Erwartungshaltung an die BRN-10 gehen, um Enttäuschungen zu vermeiden.

    Langwaffe.

    Technisch ist die Schussabgabe höchstens nur einmal möglich (wenn man vor Einklappen durchgeladen hat). Ein zweites Mal aber eben nicht (Buffer Sytem in ARs eben). Für eine zweite Schussabgabe muss man den Schaft wieder schließen und die Waffe erneut durchladen, falls nicht bereits beim ersten Schuss die Waffe auseinander gefolgen ist

    Wieso "falls"?

    Ein Magazin, welches sich außerhalb einer Waffe befindet, ist einfach nur ein Stück Blech.

    (...)

    Und ein Magazin ist kein relevantes Teil.


    Wie ich vor kurzem hier lernen durfte, gilt diese Rechtsauffassung z.B. nicht in der Schweiz und vermutlich auch in anderen Ländern nicht.

    Das sollte man dazuschreiben weil hier ja durchaus Teilnehmer aus mehreren Ländern unterwegs sind.


    Daß Magazine auch in Deutschland nicht einfach nur wahllose Blech- oder Kunststoffteile sind sollten wir aus der aktuellen Version des Dt. Waffengesetzes gelernt haben (Regelung für große Magazine). Sie können sogar verbotene Gegenstände sein.

    Der Nachteil der X-Five Wechselsysteme ist, daß sie nicht kompatibel zu marktüblichen Red Dots sind sondern nur für das eigene passen.

    Das Romeo 1 ist nicht gerade für Haltbarkeit bekannt und der 3 MOA-Dot taugt nur für Präzisionsdisziplinen / ist suboptimal für dynamisches.

    Ich nutze nur die G26er. Zum besseren Greifen habe ich +0 Aluböden chinesischer Provinienz montiert.

    PMAGs fallen bei mir nicht zuverlässig.

    Zum Laden benutze ich den maglula 9to45.

    Einen guten deutschsprachigen Einstieg bieten die beiden Visier-Sonderhefte zu diesem Thema, die noch beim Verlag erhältlich sind.

    Wenn man tiefer einsteigen will, wird man um englischsprachige Literatur nicht herumkommen.

    Ich nehme an, es geht um die P226-Reihe und nicht um die 320er?


    Die P226 X-Fixe Allround sieht man öfter in der IPSC Production Division.

    Ich selbst habe mich gegen sie und für die P226 LDC II entschieden: Keine Nachteile bei schnellen Disziplinen bei deutlich geringerem Waffenpreis.


    Die P226-Baureihe hat in schnellen Disziplinen generell einen Nachteil durch die hohe Lage des Laufes; das kann man durch Fertigkeiten kompensieren und andere Vorteile mögen überwiegen. Aber man sollte diesen konstruktiven Nachteil kennen.


    Grundsätzlich würde ich heute allerdings keine Waffe der P226 X-Reihe mehr für IPSC kaufen.

    Das Werk, aus dem sie stammen, gibt es nicht mehr. Die bisherigen Zeichen aus USA deuten darauf hin, daß man dort kein wirtschaftliches Interesse an der Fortführung der Reihe hat. Normale P226er incl. LDC (aus US-Produktion) wird es wohl weiter geben.

    Gerade IPSC geht mit hohem Verschleiß einher. Eine Verschlußfeder ist jährlich fällig, bei der X-Serie kommt noch ein etwas empfindlicher Auszieher hin und wieder bricht. Wie lange man diese Teile noch bekommen wird und wie lange die Beschaffung dauert, kann noch niemand vorhersagen.


    Insoweit würde ich persönlich von einer X-Five für die geplanten Disziplinen absehen.

    Alternative ist entweder die P226 LDC II, eine CZ oder eben - das wäre meine Empfehlung für eine wertige Waffe - eine 2011er z.B. von BUL, HPS, STI / Staccato, Prommersberger, ...

    Was die Lauflänge anbetrifft, würde ich eine 2011er mit 5"-Lauf und klassischem Kunststoffgriffstück wählen wegen der Gewichtsverteilung und der damit verbundenen der Ruhe im Schuß. Der kürzere Lauf bringt da nur Nachteile, vor allem, wenn die Waffe keinen Kompensator hat.

    Da sind bei einem Wettbewerb ein paar Sachen aufgefallen, - weil am ende die Patronenhülsen vorgezeigt werden mussten.

    Normalerweise müssen 5 Patronen geladen werden, was war los, - zwei hatten 6 geladen und der eine mir mitte nur 3 ..

    die beiden außen schossen jeder eine auf die Scheibe von dem , der nur 3 geladen hatte.. die wollten noch die Patronenhülsen übergeben. eine fiel runter.. da wurde nachgeschaut.. - Alle disqualifiziert.

    Solche Erfahrungen sind natürlich unschön. Das habe ich Gottseidank noch nicht erleben müssen. Sehr schade, wenn sich Schützenkameraden so benehmen.


    Bei den Disziplinen, die ich (nur noch) beaufsichtige, also IPSC, 3Gun und Precision Rifle Speedsteel, habe ich den Vorteil, daß auf jeden gerade Schießenden mindestens ein Range Officer kommt. D.h. der Schütze ist viel stärker unter Kontrolle hinsichtlich Regelverstoß.

    Hülsen aufsammeln und kontrollieren ist aufgrund der Mengen und notwendigem Durchsatz dort nicht praktikabel. Aber ich sehe halt die Anzahl Schüsse und Abstände dazwischen (insofern meist auch Magazinwechsel) auf dem Timer. Mich interessiert da eben vor allem, wieviel Schuß rauskommen, nicht wieviel geladen wurden.

    Schau mal nach Kugelköpfen aus dem Bereich ("richtiger") Fotografie, gerne auch gebraucht z.B. bei eBay. Ich habe z.B. welche von Manfrotto.

    Aber, ich habe genau dann ein Problem damit, wenn es Wettbewerbe sind und die Munitionsmenge begrenzt sind. Sowie Munitionsart vorgeschrieben wird.


    Munitions"art" ist ja eigentlich immer in irgendeiner Form vorgeschrieben, also Kaliber, Mindestimpuls, Maximalimpuls, Geschoß(typ), allein schon durch Standzulassung und gesetzliche Regeln.

    Das ist, bis auf Kaliber und Geschoßform, aber nichts, was Du durch reinen Augenschein bestimmen kannst.

    Insoweit, ob die Munitionskontrolle aus dem Magazin oder der Tasche / Box erfolgt, ist doch egal.


    In den Disziplinen, die ich schieße, gibt es zum Teil auch Beschränkungen hinsichtlich der zu laden erlaubten Patronen.

    Das wird aber bei der Waffen-/Munitions-/Equipmentkontrolle überprüft und dokumentiert. Oder man zählt die abgegebenen Schuß mit. Bzw. ich schau zwischendurch mal, was der Timer beim Schützen so mitzählt.

    Keiner stellt sich beim Laden neben jeden Schützen und zählt die Patronen mit.

    Das geht in CH so nicht!

    Hier darfst Du keine geladenen Mags mitnehmen... ::RTFM::

    Echt? Darauf wäre ich nicht gekommen.

    Ich habe es gerade nachgeschlagen und bin völlig überrascht.

    In diese Falle wäre ich getappt wenn ich im Sommer wie geplant zum Jura Treff fahre.


    Hier im DE ist es durchaus üblich, vor allem zum Wettkampf die Magazine vorzuladen, um Hektik und Platzbedarf auf dem Stand zu verringern.

    Wenn bei einem großen Wettkampf morgens 200-300 Leute erstmal ihre zig Magazine füllen müssen, kostet das ganz schön Zeit.