Beiträge von Paul99

    Hallo Gemeinde,


    ich wollte gerade mit den Ladevorbereitungen meiner .300 Win Mag (Hülsen der Hornady ELD Match 195gr) beginnen und bin auf folgendes Problem gestoßen:

    Ich kann diese Art Zündhütchen weder definieren noch ausstoßen. Die Hülsen haben irgendwie keinen richtigen Zündkanal und das (scheinbar durchgehende) Zündhütchen ist teilweise mit dem

    Hülsenboden "verschmolzen". Von der Hülsenbodenseite sehen sie aus wie normale "large Primer"

    Habe jetzt viel im Netz gesucht und bin nicht fündig geworden.

    DSC_2353.JPG

    Zeig mir doch wo steht, dass die Weiterverwendung verboten ist!


    (1) Vom sportlichen Schießen sind ausgeschlossen:

    1.Kurzwaffen mit einer Lauflänge von weniger als 7,62 Zentimeter (drei Zoll) Länge;

    2.halbautomatische Schusswaffen, die ihrer äußeren Form nach den Anschein einer vollautomatischen Kriegswaffe hervorrufen, die Kriegswaffe im Sinne des Gesetzes über die Kontrolle von Kriegswaffen ist, wenn

    a)die Lauflänge weniger als 40 Zentimeter beträgt,

    b)das Magazin sich hinter der Abzugseinheit befindet (so genannte Bul-Pup-Waffen) oder

    c)die Hülsenlänge der verwendeten Munition bei Langwaffen weniger als 40 Millimeter beträgt;

    3.halbautomatische Langwaffen mit einem Magazin, das eine Kapazität von mehr als zehn Patronen hat.


    Das ist die aktuelle Fassung und angemeldete Magazine sind keine verboten Gegenstände, ergo (blockiert) weiter nutzbar.

    Deine Geschichte mit den Präzisionsproblemen der Hera-Läufe könnte auf der früheren Drallkonfiguration der Hera-Läufe basieren:

    Bei Hera hat man bei den Matchwaffen eine Zeitlang auf Läufe mit 1/7"-Drall gesetzt.

    Von der Theorie her ist dieser Drall optimal, um schwere Geschosse (70-77 grs) zu stabilisieren. Und man ging davon aus, daß der Matchwaffenschütze vor allem auf den 300 m schwere, flugstabilere Geschosse nimmt.

    Tatsächlich kommt aber fast die komplette Fabrikmunition in .223 Rem. mit 55-63 grs. Geschossen daher. Und wenn Du dann doch eine Sorte 75 grs Munition bekommst, harmoniert sie zufällig vielleicht nicht mit dem Lauf :-/

    Das stimmt leider nicht, in dem Hera 18" BB mit 1/7 Drall ging KEINE andere Munition präzise außer der 52gr Remington Premier Match, resp. selber geladene mit 52gr Geschossen. Ich selber war davon betroffen und auch erfahrene Wiederlader sind daran gescheitert. Das Problem war/ist das einige Büchsenmacher diese Läufe in relativ großer Menge geordert haben und damit (auch lange nach der Laufänderung seitens Hera) Waffen/Wechselsysteme mit diesen "problematischen" Läufen anbieten.

    Achso. Ich hab die normale Varmint genommen da von Anfang an feststand, dass ich den Schaft von Boyds importiere und anbaue. Die Schussleistung, die Optik und Haptik ist zwar (für mich super) aber KK ist dann doch irgendwie nicht mein Ding, es fehlt was... der "Rumms" :think:

    Ja, so lautet die Theorie

    und

    in der Praxis kann(!) das dann so aussehen, wie es mir mal mit einer Waffe in .223 mit 8er Drall ging : Die war ums Verrecken und mit allen mir bekannten Wiederladetricks mit schweren Geschossen nicht zum Treffen zu bringen und durch eine Art von verzweifeltem, letztem Versuch mit leichten Geschossen, brachte das Teil dann mit 55 und 52 grs beste Ergebnisse.

    Das war das große Problem der ersten Hera´s (welches mich auch betroffen hat).

    18" BB mit 1/7 Drall um schwere Geschosse zu stabilisieren, da die Waffe auf 300m genutzt werden sollte. Außer den 52grs Remington Premier Match hat die Hera auf 100m alles über die ganze Scheibe gestreut. Soviel zum Thema Theorie und Praxis...

    30 Minuten schießen, 5 Minuten Pause und wieder 30 Minuten...


    Wer will und kann denn das kontrollieren ? Ist doch ähnlich wie beim Parkzettel lösen, einfach das Auto in der Zwischenzeit umparken und fertig...

    Du kannst kontrollieren wie viele auf dem Stand stehen. Wenn 10 Leute schießen wollen und nur 2 im Raum sein dürfen, musst halt ein "Stundenplan" einrichten.

    Aber mal ehrlich, wer nicht gerade neben dem Stand wohnt -

    lohnt sich für 30 Minuten, womöglich noch incl. Aus- und Einpacken, der ganze Aufriß, der mit einem Standbesuch und Training normalerweise und für die meisten doch anfällt wirklich ?

    :/

    Also da bleibe ich lieber zuhause und warte auf bessere Zeiten

    ::dry::

    Um eine Ladung zu testen ist es zwar knapp aber MIR reicht das und es gibt WBK Anwerber O.Ä. die noch Stempel benötigen.

    Heute eingestellter Hinweis auf der Webseite eines Vereins, den ich als Gastschütze regelmäßig besuche:

    " Liebe Gastschützen

    Aufgrund der verschärften Coronamaßnahmen im November kann nur mit vorheriger Anmeldung der Schießstand genutzt werden,

    Maximale Schießzeit 30 Minuten, dieses ist auch einzuhalten.

    Bitte bringt euren Mundschutz mit."

    :happy:

    Mir ging es ja um die Frage ob ich das richtig interpretiert habe. Im ländlichen Raum haben wir sehr viele kleine Schießplätze, teils mit nur 25m Bahn für KW. Und das "hochfahren" beinhaltet Tür aufschließen und Licht anmachen. Da sich alle persönlich kennen, denke ich nicht, dass das ein Problem darstellen würde. Wenn ich den befreundeten Schießleiter/Standaufsicht anrufe und frage, ob ich ein paar Ladungen testen kann stehen dann nur wir 2 auf dem Stand. Ich schieße, er hat die Aufsicht und nach ner Stunde gehen wir wieder und schließen die Tür zu...

    Sachsen:

    " § 4 Schließung von Einrichtungen und Angeboten

    (1) Verboten sind die Öffnung und das Betreiben mit Ausnahme zulässiger

    Onlineangebote von:

    ......

    6. Anlagen und Einrichtungen des Freizeit- und Amateursportbetriebs mit Ausnahme

    des Individualsports allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand und des

    Schulsports."


    Dh, lt. Sächsischer Coronaschutzverordnung kann ich allein bzw. zu zweit auf dem Schießplatz schießen oder versteh ich da was falsch?


    Quelle: https://www.coronavirus.sachse…anntmachungen.html#a-7893