Beiträge von snigelfritt

    Heute bin ich noch einmal an die leihweise überlassene Lorenz-Kokille gegangen, 17°C Aussentemperatur, was kann da schon schief gehen.

    Die Kokille habe ich noch mal penibel gereinigt, leicht erwärmt und eingerußt und dann auf Temperatur gebracht.


    Die Hoffnung war, dem schnellen Abkühlen der Kokille während dem Giessen durch eine höhere Aussentemperatur und einer noch höheren Bleitemperatur als üblich entgegen zu treten.


    Parade Temperaturtest klein.jpg


    Also so richtig toll sind die Tannenbäumchen wieder nicht geworden. Zuerst hatte ich mit Reinblei bei 460°C gearbeitet (im Bild ganz rechts) und hatte immer noch Temperaturlinien im Geschoss. Durch die Vorerwärmung der Kokille brauchte das Geschoss ca. 20s bis es erstarrt war. Vielleicht etwas Zinn dazu?

    Dann also noch so c. 1-2% Zinn ins Blei gemischt und ich bin bei der gleichen Temperatur zu einem etwas ansehentlicherem Ergebnis gekommen (Bildmitte). Leider waren auch hier noch ab und an Temperaturlinien zu sehen (bei 2 von 20 Geschossen).

    Da die Kokille wieder zügig an Temperatur verloren hat (Geschoss nach ca. 2s erstarrt), habe ich versuchshalber die Temperatur auf 430°C heruntergenommen und wieder die Kokille nachgewärmt. Damit sind eigentlich die schönsten Geschosse gelungen (im Bild links), aber auch hier waren wieder bei wenigen Geschossen Temperaturlinien zu sehen.


    Bei allen Temperaturen habe ich mit der Einfüllgeschwindigkeit des Bleis in die Kokille gespielt und je geringer diese ausfiel, desto schlechter sahen die Pillen aus. Zudem hatte ich wie beim letzten Mal Schwierigkeiten die Geschosse aus der Kokille zu bekommen. Immer blieben die Geschosse in der Kokillenhälfte ohne Scheerblech hängen und wollten herausgeklopft werden. Bei nahezu allen Geschossen ist auch ein unscharfer Bereich aus dem Spaltbereich der Kokille zu sehen. Dieser fiel auch immer mal wieder unterschiedlich breit aus, wobei die Haftung in der Kokillenhälfte dafür verantwortlich sein wird, sprich beim "herausklopfen" entstehen diese wohl. Hier ein sehr ausgeprägtes Exemplar.


    Parade Temperaturtest Trennkante zum Griff klein.jpg


    Also so richtig zu Streich komme ich mit der Kokille trotz allem herumprobieren nicht. Die Fotos sind natürlich aus sehr kurzer Entfernung aufgenommen und zeigen jede Schwäche ganz deutlich. In Summe sind die Ergebnisse leider nicht ganz was ich mit den .45er Langgeschossen oder den 13,9mm Minies erreiche.


    Tannenbäumchen zum Testen habe ich jetzt erst einmal genug und die Kokille geht mit Dank zurück an Michl. Da sich hier mit der Standöffnung absolut nichts bewegt, werde ich mich mal nach Philippsburg aufmachen und die Lorenzgeschosse im Papiermantel mit einer Ladungstreppe verschiessen - ich bin schon recht gespannt.


    Gruß

    Snigelfritt

    ch sehe das Problem im mittleren Strang von Original 6,5 zu Pedersolis 7,4. Bei meinen Versuchen staucht/expandiert das Geschoss zu träge, und hebt damit das Prinzip auf. Das könnte sich mit der Aussage von Andreas Hensel zu der Kokille decken der mir gesagt hat er könne nicht tiefer stechen mit seinen Werkzeugen.

    Durchaus möglich, jetzt bin ich halt nicht so firm im Thema um zu sagen, dann lass den Strang mit 7,4 und bringe mehr Gewicht (Trägheit) in den Kopf vom Geschoss (Ovoid), da das den Schwerpunkt vom Geschoss ändern würde. Da ich aber keine Kokille anfertige, ist da ja auch kein Thema.

    Ich habe einige Geschosse mit Papier eingeschlagen, wie Sammler das aufgebracht hat, aber da ist durch die exakt 13,85mm Geschossdurchmesser nur Platz für sehr dünnes Papier. Morgen werde ich die Teile noch fetten und mal schauen wie das dann aussieht. Egal - das Ergebnis auf dem Stand wird es zeigen und dann sehen wir weiter - also so wie ich da mal wieder hin kann wegen dem Covid Thema.


    So wie es die Tage dann mal 20°C hat, werde ich noch einmal eine Runde Lorenzgeschosse aus deiner Kokille ziehen und mit der Kokillen- und Bleitemperatur experimentieren. Danach werde ich Dir die Kokille geputzt und mit viel Dank zurück zu schicken. Ein paar Geschosse lege ich natürlich mit dazu.

    Ich habe hier eine Art unbehandeltes Seidenpapier mit einer Stärke von 0,035mm. Damit komme ich zwei mal ums Projektil und es geht noch willig in den Lauf. Damit werde ich mal einige Hülsen mit Geschoss machen und das in meinem Talg-Bienenwachs Gemisch eintauchen. Danach abwickeln und mal begutachten. Da das Geschoss dichter am Kaliber liegt, im Gegensatz zur Zeichnung, habe ich nicht so viele Möglichkeiten. Mal sehen...

    Das damalige Patronenpapier ist etwas völlig anderes als das heutige Drucker- oder Kopier-Papier.

    Das habe ich nicht einmal in Erwägung gezogen. Ich habe wie geschrieben, einiges an Packpapieren und aus dem Bastelbedarf besorgt. Nichts davon ist beschichtet oder Oberflächenbehandelt, das meiste ist einfach braun. Dazu habe ich verschiedene Papierstärken hier, mal sehen was sich um die Pille wickeln lässt und danach noch anständig in den Lauf geht.


    Merci für die Links.


    Vielleicht bekommst Du noch alte Schulhefte aus dern ´60ern. Da gab es noch die "holzfreien" für die "Reichen" und die für den Rest.

    Spitzenkandidat im Fundus könnte durchaus ein Papier aus den 60er Jahren sein, welches ich damals hier im Haus gefunden habe. Dieses braune, leicht raue Packpapier aus dem "Kaufmannsladen" war wohl gedacht um Ware einzuschlagen. Daneben fand ich noch neue große Rührlöffel mit der Aufschrift "Henkel", die wohl für die Waschbottiche gedacht waren um das Pulver einzurühren. Könnte also schon älter sein.

    Und noch etwas: Das Fett saß damals außen(!) an der Hülle, in dem Bereich, in dem das Geschoss in der Papierhülse steckte. Ds Geschoss selbst war nicht gefettet, also kein Fett in den Kerben

    Zum Fetten hatte ich mich schon gefragt wie ich hier am besten Vorgehe - die Rillen mit Fett zu füllen vermindert die Möglichkeit das Geschoss zu Stauchen, da hierbei das Fett Fett verdrängt werden muss und wo soll es denn hin. Für nackige Geschosse hätte ich die Methode meines Pulverpaten verwendet, ein entsprechendes Kunststoffbehältnis, etwas Fett und die Geschosse dazu und dann eine Weile schwenken. Gut das dies geklärt ist - also Papier.

    Wenn ich doch nur auf den Stand könnte um die Geschosse nackig oder in Papier eingeschlagen auszuprobieren. Die Papierpatronen herzustellen ist nicht das Problem, ich bastle gerne. Die Geschosse aus der Kokille sind zwar größer als auf der Originalzeichnung, haben aber im Lauf noch "etwas" Luft, da geht meiner Meinung auch noch etwas dünnes Papier drumherum. Wie das nach einigen Schuss mit dem Schmauch ohne Wischen aussieht, ist natürlich noch eine ganz andere Sache. Ich habe hier inzwischen auch einiges an Papier gesammelt, alles ohne Beschichtung und in verschiedenen Stärken und Qualitäten.


    Vergleich Originalgeschoss zu Pedersoli Kokille (gemessen):


    Pedersoli Lorenzgeschoss Masse.jpg


    Der Vergleich des aktuellen Stauchgeschosses gegenüber der Originalzeichnung zeigt drei wesentlich Unterschiede - Höhe Ovoid und Durchmesser, so wie Durchmesser an der Spitze des Kegelstumpfes im Kompressionsteil. Wie müsste man also das aktuelle Geschoss anpassen, wenn ich ein möglichst ähnliches Verhalten wie beim Originalgeschoss haben möchte, ohne den Aussendurchmesser zu ändern?


    Ich habe mal ein bissel gerechnet und hoffentlich keinen kapitalen Fehler eingebaut. Wenn ich die Verhältnisse des Originalgeschosses auf das aktuelle Geschoss übertrage und dabei das Kaliber bei 13,9mm belasse, käme ich auf einen Solldurchmesser an der Spitze des Kegelstumpfes zum Ovoid von 6,81 mm anstatt der gemessenen 7,4 mm.

    Dazu habe ich Geschossbodenfläche (hier wirkt die Fläche gegenüber dem Druck des Gases) zur Kegelstumpfspitzenfläche (höchster Punkt des Kopressionsteiles) ins Verhältnis gesetzt und dies wiederum zum Ovoidvolumen (Masse), dass durch Trägheit beim Schuss die Kompression der beiden unteren Kegelstümpfe bewirkt. Dass sich beim Schuss auch die Geschossbodenfläche vergrößert und die Kraft die gesamte Zeit im Lauf wirkt, habe ich nicht berücksichtigt.

    Alternativ dazu würde sich auch die Höhe des Ovoids vergrößern lassen und damit die Ovoidmasse, um bei 7,4mm Einschnürung das selbe Verhältnis wie beim Original zu erhalten. Damit würde das neue Geschoss ebenfalls auf fast 25mm Höhe kommen und anstatt 334gr dann 348gr wiegen- aber hier habe ich vermutlich noch einen Fehler im Rechenweg, den ich noch nicht entdeckt habe und noch einmal "hirnen" muss.


    Ist sowieso rein akademisch, da der richtige Weg wohl wäre, das Geschoss nach Originalzeichnung anzufertigen und in Papier einzuschlagen. Die Einschnürung auf 6,5mm hinzubekommen sollte ja wohl machbar sein, oder ist das der Grund für die Umproportionierung bei der Pedersoli Kokille?


    So und jetzt will ich mit Papier basteln grin-.)

    Morgen bin ich wieder mit 3 Vorderlader ab 10 Uhr auf dem Stand, bei dem schönen Wetter mit belegten Brot und Thermokanne Kaffe, mache ich mir einen schönen Tag.

    [Seufz] das würde ich auch gerne, Du glücklicher. Empörend ist der "schöne Tag", damit verbinde ich geruhsam Dinge ausprobieren, mal eine Serie schiessen und das alles ohne Zeitdruck.

    Da der Covid-19 Taumel wohl noch etwas länger für verordnete Sesshaftigkeit sorgt, will ich einen "zeitgenössischen" Gewehrriemen für mein Lorenzgewehr selbst anfertigen. Zeit ist ja da. Soweit der Plan, nur mangelt es mir an Vorlagen, Bildern, Dokumentation dazu - oder ich habe mich bei meiner bisherigen Suche **** angestellt. Ich wollte auch mal im Museum nachsehen, aber das fällt halt aktuell auch aus ::dry::


    Daher die Frage an die Runde, ob jemand von euch Quellen, Literatur (Liefervorschrift) oder sonstiges hat, was mir bei meinem Vorhaben weiterhelfen könnte? Aus verschiedenen zeitgenössischen Quellen habe ich zwar einiges an Lesestoff (sogar von Engels :huh: ) zu den sagenhaften neuen Gewehren mit Percussionszündung, aber nichts zu den Gewehrriemen. Waren die vielleicht gar nicht "reguliert" und man hat halt genommen was da war, oder wurden die einfach regional beschafft?


    Also Materialquellen für Leder habe ich bereits aufgetan, nun gilt es noch weitere Informationen (Stärke, Herkunft, Farbe, Breite, Länge) dazu zu bekommen. Auch die Art der Befestigung und falls vorgesehen, der Verstellung herauszufinden ist besonders interessant. Für Buchschrauben, sofern zu verwenden, habe ich ebenfalls Quellen aufgetan. Wie die Dinger aussehen wusste ich schon, aber erst der Beitrag von Papa Aldo in einem anderen Thread hat mir für das Teil einen Namen gegeben.


    Gruß

    Sniggelfritt

    Snigel hat Recht, Deine Tannebäume sind zu kalt gegossen.

    Tja, Pustekuchen.....aber der Reihe nach.


    Michl hat mir wie abgesprochen die Lorenz Tannenbäumchen Kokille leihweise per Post zukommen lassen - vielen Dank erst mal hierfür.

    Heute war es dann soweit, ab in die Scheune und alles vorbereitet. Erst mal neues Reinblei von der Rolle abgelängt, geschmolzen, geläutert und ab in den großen Lee damit. Da die Geschosse ähnlich den Minies vom Gewicht sein werden den Ofen mal auf 430°C eingestellt. Dann die saubere Kokille in Augenschein genommen und noch mal sorgfältig entfettet und geputzt. Die Kokille dann auf ca 360°C erhitzt und mal die ersten Güsse gewagt. Ok, das lief auch schon mal besser, irgendwie war alles zu kalt (Scheune 6°C), also die Kokille wieder aufgeheizt und nochmal.


    Auswahl erste Serie mit Lunker.jpg


    Aus den Ergebnissen mal einige herausgesucht und den Rest wieder in den Ofen gegeben. Das mittlere Geschoss z.B. sah gar nicht schlecht aus, wurde in die frisch aufgeheizte Kokille gegossen und brauchte gute 2 Minuten zum Erstarren. Leider hatte sich etwas bäh auf einer Kokillenseite gebildet, trotz ganz frischem und sauberem Blei, was die Lunker ergeben hat und die Schürzen haben auch nicht wirklich überzeugt.

    Schlussfolgerung - die Temperatur muss weiter hoch. Also die Kokille abkühlen lassen, im Haus einen Kaffee genossen und danach die Kokille noch mal ausgiebig geputzt und eingerußt.

    Das Blei auf 440°C hochgefahren, die Kokille ordentlich auf ca. 370°C vorgewärmt und los ging es wieder. Beim Vorwärmen habe ich darauf geachtet, die Kokille gleichmäßig von allen Seiten zu erwärmen, denn gerade um die Schürzen sah es nach Temperaturmangel aus. So vorgewärmt konnte ich einige schöne Geschosse ernten und regelrecht dabei zusehen, wie alles wieder zu kalt wurde - irgendwie mag die Kokille die Temperatur nicht halten. Michl hatte ja genau diesen Effekt ebenfalls beschrieben. Aufgrund der Form des Geschosses ist es sowieso nicht ganz so einfach, das Geschoss aus der Zange zu bekommen, beim Minie fällt das Geschoss ja einfach heraus. Hier halten die tiefen Rillen das Geschoss regelrecht in der Form fest. Also etwas zügiger gearbeitet, aber die günstige Temperatur für ordentliche Oberflächen konnte sich nicht halten. Daher dann die Temperatur des Blei auf ca 455°C hochgedreht und siehe da, die Oberfläche wurde wieder besser.


    Auswahl zweite Serie mit 455C.jpg


    Allerdings hält sich bei einigen Geschossen hartnäckig eine schlampig ausgeformte Schürze. Zudem ergibt sich bei einigen Geschossen an der Nahtstelle manchmal eine seltsame Oberflächenstruktur. Es handelt sich um eine Pedersoli Kokille mit den Entlüftungsriefen und ich könnte mir vorstellen, dass es damit zu tun haben könnte. Sachdienliche Hinweise sind gerne willkommen. (hier im Detail)

    Geschoss Nr1.jpg


    In der Makroaufnahme treten die Schwächen wieder deutlich hervor, die Temperatur passt einfach noch nicht und scheinbar kommt es auch noch darauf an das Blei nicht zu langsam aber auch nicht zu schnell einzubringen. Also noch jede menge Potenzial zu weiteren Verbesserungen.


    Ich werde bei Interesse weiter berichten, wie es mit dieser Sissi weitergeht grin-.)


    Gruß

    Sniggelfritt

    Da bin ich ja schon mal gespannt wie das bei mir aussehen wird. Auf Bildern ist es halt schon schwer die Geschosse sauber abzubilden, aber mit Reinblei sehen sie jetzt grauer aus und die Temperaturschlieren sehe ich auch nicht mehr. Einige Lunker sind noch zu sehen, da werde ich mal in die Kokille reinsehen ob das dort seinen Ursprung hat. Ick freu mir schon mal auf die Kokille grin-.)

    Hier hatte ich einen Tip bekommen für Phillipsburg. Es ginge irgendwie. Aber mit SP das wissen wir ja alle geht halt alles nicht so schnell wie mit Patronen. Hätte mich mit 50-100 Meter gerne zufrieden gegeben. Aber da herrscht Andrang. Also Warteliste wie beim Doc.

    Hallo Michel,


    um in Philllipsburg einen Termin zu bekommen, braucht man leider die Geduld eines Heiligen. Ich war aber letzte Woche dort und konnte die SIG etwas ausführen und zwischendurch noch etwas mit dem Remington spielen, aber das ist mal eben auf die Schnelle mit dem Sechsschüssigen irgendwie witzlos. Immerhin, wieder mal etwas Pulverdampf aus Nitro und Schwarzpulver schnuppern können hat doch sie Seele etwas beruhigt........und Lust auf mehr gemacht.

    Das Problem ist Termine in PB werden nur via Email gemacht und da heisst es dann Termine Anfragen und Absagen wechseln sich so lange ab, bis etwas passt :wall:



    Nächstes Wochenende wird die erste Strecke "Tannenbäume" Lorenz gegossen und gezeigt.

    Na dann zeig mal, bin ja schon gespannt was Du aus der Kokille herausholen kannst.


    Gruß

    Snigelfritt

    Ich bin ein großer Freund von Kaffee, aber ich nehme zum Verdämmen kein Kaffeepulver, sondern Kaffeesatz.

    Es ist auch tatsächlich sorgfältig getrockneter Kaffeesatz zum Einsatz gekommen, da war ich unnötig faul beim schreiben.

    Filz hat auch prima funktioniert, ist halt etwas bequemer. Wenn ich das mal alles richtig ausgetüftelt habe und die genaue Ladung mit passender Kaffeesatzmenge habe, kann ich den Doppel-Schnellader auch effektiver einsetzen.

    So gehen die Meinungen auseinander. Wesentlich ist doch, daß beim Einpressen in die Trommel ein Ring abgeschert wird und die Kugel sauber und dicht in der Trommel sitzt. .451 wird sich leicht einpressen lassen, .454 oder gar 457 schwerer oder garnicht mehr.

    Muß ich eben probieren. Wenn man nur endlich wieder auf die Schießbahn könnte.

    Verdämmung mit Grieß oder Filz oder wie jemand geschrieben hat mit Kaffeepulver? Grieß ist wohl das übliche.

    So heute war es soweit und der Remington Hege Uberti 1858 hat zu mir sprechen können. Ich hatte ja Rückmeldung angekündigt und mit Rundkopf .456 und Rundkugel .457 meine ersten Versuche gemacht.

    Für die Langwaffe habe ich hier noch jede Menge .451, hatte aber so meine Bedenken ob die nicht ein wenig zu klein sind. Daher hatte ich mir zu der Kokille für die Rundkopf noch 100 Stk. .457 Rundkugeln gekauft und so wird es ja auch hier von einigen empfohlen.


    Rundkugel 457 verladen.jpg


    Ich habe die Trommel mit einer Ladepresse versorgt und die abgescheerten Ringe im Bild sind das was bei .457 übrig bleibt. Die sehen auf dem Foto auch noch dicker aus, als sie tatsächlich sind. Fazit für mich: unter .457 würde ich nicht gehen.

    Da ich nicht mit dem Ladehebel verladen habe, kann ich Dir natürlich nicht sagen, wie "schwer" es damit ist die Kugel in die Trommel zu bekommen, aber mit dem externen Lader ist es nicht erwähnenswert - ein wenig über Butterweich.


    Mit den Rundkugeln habe ich eine Ladungstreppe mit CH2 von 16-18-20gr geschossen und ohne Barista zu sein sowohl mit Kaffeepulver aufgefüllt als auch mit Filz probiert - kein Unterschied bisher. Abgesehen davon dass ich das Teil zum ersten geschossen habe, scheint mir im ersten Eindruck die engere Gruppe mit 18-20gr zu gelingen. Das will und wird aber noch weiter vertieft.

    Die Rundkopf habe ich auch noch ausprobiert, mit 24gr CH2 und was soll ich sagen, die Gruppe folgte den Corona Abstandsregeln, hat aber am meisten Spass gemacht. Leider sind sie etwas fummelig zu verladen, aber da findet sich noch eine Lösung oder mit mehr Übung gibt sich das.


    Der Remington mach sehr viel Spass und hat einen wunderbaren Ton, also eigentlich genau so wie ich mir das vorgestellt hatte. Wenn ich jetzt noch Mädchenhände hätte...::dry::