DSU-Schießstellung: kniend, wird überdacht!

  • In der Sportordnung der DSU ist die Schießstellung (Anschlag): kniend festgeschrieben.
    Hierbei müssen beide Knie auf dem Boden (Teppich) sein, was nach Meinung einiger einfach nicht praxisgerecht ist. Die Alternative, stehend zu schiessen, wenn man diesen Anschlag z.B. verletzungsbedingt nicht einnehmen kann, wurde unter diesen Umständen als hinnehmbar akzeptiert, wenn es auch (Zeit)-vorteile bringt, da man sich eben nicht in diesen Anschlag begeben muß.


    Ich formulierte daher am 01.06.10 ein mehrseitiges "Gedicht" und plädierte dafür, wenigstens einen praxistauglichen Kniendanschlag (ein Knie am Boden) alternativ erlauben zu wollen, denn immerhin ist der Kniendanschlag lt. SPO gefordert.


    Die positive Antwort: Man werde meine Anregungen bei den dort geführten Diskussionen zur Schießsportordnung überdenken.


    Da hier von dem DSU-Präsidium ebenfalls der eine oder andere mitliest, könnte eine sinnvolle Diskussion möglicherweise behilflich sein, dieses Problemchen praxisgerecht zu beheben.

    Gunny


    "In battle the only bullets that count are those that hit" Theodore Roosewelt

  • Hi Gunny,


    ich bin ganz Deiner Meinung. Der Kniend-Anschlag der DSU ist nicht wirklich praxisgerecht. Aus meiner Sicht sollte der Kniend-Anschlag wie er beim BDMP praktiziert wird, zumindest erlaubt sein. :bud:


    Beschreibung des Anschlags Kniend frei aus dem BDMP Sporthandbuch:
    Kniend auf einem Knie, das andere der Scheibe zugewandt. Die Gesäßbacken können auf den Absätzen oder seitlich auf den Fuss aufgestützt werden, dürfen den Boden aber nicht berühren. Der Arm darf durch das in Richtung Scheibe zeigende Knie stabilisiert werden, nicht jedoch die Waffe selbst.Die Waffe kann mit einer oder mit beiden Händen
    gehalten werden.

    < Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren. > Benjamin Franklin



    Diligentia Vis Celeritas

  • Ich denke, es werden auch etliche BWT in der DSU sein. Eine moderne Anschlagsvariante wird auch ihnen weiterhelfen. Moderne Techniken gehören zu einem modernen Verband mit modernen Schützen. Es geht ja letztlich auch um die Gewinnung weiterer Mitglieder. Ich denke, mit veralteten Techniken werden wir auch kaum neue Mitglieder ansprechen.

    Gunny


    "In battle the only bullets that count are those that hit" Theodore Roosewelt

  • Zwei Knie am Boden? Da musst ja ein Gestell hinlegen wie ein Hund beim Schei...
    Wem is den sowas eingefallen?

    De guadn Gedankn und de hingadn Rooß kemma ollawei hintnach ::bayernbew::

  • Das steht so in der Sportordnung.
    Ich habe diesen Anschlag das letzte Mal in der mittlerweile veralteten PDV 211 aus dem Jahre 1972 gesehen. Doch schon dort war ein "ein Knie am Boden Anschlag" abgebildet. Wer den so übernommen hat, weiß ich nicht. Er ist m.E. jedoch viel zu veraltet, als dass man damit neue Mitglieder gewinnen könnte. Er sieht in der Ausführung so aus, wie in der kath. Kirche beim Knien. Manche sitzen dabei noch auf den Fersen.
    Das bringt nicht mehr Stabilität, da die Arme keine Unterstützung erfahren und einsatzmäßig auch nicht unbedingt einen Vorteil, weil er zu statisch macht.Wenn man bedenkt, dass ein kniend Anschlag auf Distanz Sinn macht, sollte man auch die Arme durch Auflegen auf´m Knie unterstützen können.

    Gunny


    "In battle the only bullets that count are those that hit" Theodore Roosewelt

  • wie man da dann noch vernünftig anlegen soll.

    Es ändert sich im Bereich Oberkörper nichts. Der Anschlag bleibt wie beim Stehen, man kniet eben nur auf dem Teppich. Man ist quasi ein Stockwerk tiefer als stehend - mehr nicht. Es ist auch kaum Technik an der Einnahme dieser Schießstellung gefragt.

    Gunny


    "In battle the only bullets that count are those that hit" Theodore Roosewelt

  • Es ändert sich im Bereich Oberkörper nichts. Der Anschlag bleibt wie beim Stehen, man kniet eben nur auf dem Teppich. Man ist quasi ein Stockwerk tiefer als stehend - mehr nicht. Es ist auch kaum Technik an der Einnahme dieser Schießstellung gefragt.


    Das ist wahrscheinlich auch der Grund aus dem diese Stellung dem Knien mit einem Knie vorgezogen wurde. Der Anschlag mit einem Knie hat so seine Tücken - ich habe z.B. schon oft Leute gesehen, die versucht haben die Waffe mit dem Ellbogen auf dem anderen Knie zu stabilisieren aber den Ellbogenknochen satt auf die Kniescheibe aufgelegt haben was die Sache dann schlechter als besser macht (Knochen auf Knochen). Dann muss das Bein, dass nicht kniet auch einen flachen Winkel einnehmen. Weiterhin haben dann auch Leute, die Porbleme mit den Fußknöchelbändern haben, Schwierigkeiten mit diesem Anschlag da durch den Umstand, dass man ja auf dem Fuß den knieenden Beines sitzt dieser stärker belastst wird.


    Ich persönlich finde den Anschlag mit einem Knie auf dem Boden deutlich besser aber ich kenne auch einige Leute, die diesen Anschlag nicht oder zumindest nicht ohne Schwierigkeiten hin bekommen würden. Deshalb fände ich es besser, wenn beide Varianten erlaubt wären.


    Zusätzlich haben wir bei der DSU noch den Umstand, dass der Liegendanschlag nicht zwingend ist und sich Leute, die Probleme mit der Wirbelsäule haben bei diesen Disziplinen auch stehen oder knien können. Eine solche Regelung müsste dann auch für den knienden Anschlag gelten, wenn Leute Probleme mit den Bändern am Fuß oder dem Miniskus haben.

    < Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren. > Benjamin Franklin



    Diligentia Vis Celeritas

  • Deshalb fände ich es besser, wenn beide Varianten erlaubt wären.

    Das wäre in meinem Sinne. Es gibt dazu ja noch den "Heiratsantragsanschlag" Ein Knie am Boden, der Oberkörper wie beim stehenden Anschlag. Die technische Herausforderung bzw. einen sinnvollen Anschschlag mit Einsatzbezug für unsere BWT würde auch Sinn machen. Einige BWT sind auch auf der Suche nach einem Verein / Verband wo man schießen kann, dass es sinnvoll zum berufsmäßigen Schiesstraining beiträgt. Nicht kampfmäßig, sondern technisch.
    Wie schon gesagt, ich hatte ja schon mehrfach angeboten, ein solches Techniktraining abzuhalten. Wird bei meinen Offenen Trainings gern angenommen.

    Zusätzlich haben wir bei der DSU noch den Umstand, dass der Liegendanschlag nicht zwingend ist und sich Leute, die Probleme mit der Wirbelsäule haben bei diesen Disziplinen auch stehen oder knien können. Eine solche Regelung müsste dann auch für den knienden Anschlag gelten, wenn Leute Probleme mit den Bändern am Fuß oder dem Miniskus haben.

    Gibt´s ja schon in dieser Form. Is ja auch o.k. sofern die Bewegungseinschränkung gegeben ist.

    Gunny


    "In battle the only bullets that count are those that hit" Theodore Roosewelt

  • Wie schon gesagt, ich hatte ja schon mehrfach angeboten, ein solches Techniktraining abzuhalten. Wird bei meinen Offenen Trainings gern angenommen.


    Wenn ich irgendwann wieder in der Nähe von Philippsburg bin würde ich dan mal gerne teilnehmen :bud:

    < Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren. > Benjamin Franklin



    Diligentia Vis Celeritas

  • Wenn ich irgendwann wieder in der Nähe von Philippsburg bin würde ich dan mal gerne teilnehmen

    Maverick hat das selbe Problem. Wenn du / ihr genügend Leute und einen zugelassenen Stand zusammen bringt, würde ich evtl. auch mal hoch kommen. Kommt auf die Anzahl der Teilnehmer an.


    Leider habe ich wg. dem Thema noch nichts weiter gehört. Es wäre sicherlich angebracht, wenn sich das DSU-Präsidium noch vor Anmeldeschluß zum Pokalschiessen zu einem Ergebnis durchringen könnte.
    Wenn man nämlich die "Ein Knie am Boden Alternative" nicht zulässt, werden viele moderne Schützen eben die Knienddisziplinen nicht zum Wettkampf anmelden. Was eigentlich schade wäre, denn die Disziplinen machen Spaß und eine Teilnahme würde Geld in die DSU Kasse bringen.

    Gunny


    "In battle the only bullets that count are those that hit" Theodore Roosewelt

  • Maverick hat das selbe Problem. Wenn du / ihr genügend Leute und einen zugelassenen Stand zusammen bringt, würde ich evtl. auch mal hoch kommen. Kommt auf die Anzahl der Teilnehmer an.


    Ein zugelassener Stand wäre kein Problem - davon gibt es jede Menge bei uns im Norden :thumbup:


    Vieleicht starten wir mal einen Aufruf und finden noch ein paar Interessenten (ein Schützenkamerad aus meiner SLG würde mit Sicherheit mitmachen was dann mit Mav schon 3 Leute macht) :bud:

    < Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren. > Benjamin Franklin



    Diligentia Vis Celeritas

  • Da ich dass auch planen muss, sollte das Event ca. 3 Monate im voraus einigermaßen stehen.

    Gunny


    "In battle the only bullets that count are those that hit" Theodore Roosewelt

  • Eine interessante Diskussion, welche hier geführt wird. Interessant auch deswegen, weil nach 25 Jahren meines Wissens der typische DSU Knieendanschlag in Frage gestellt wird. Ich will nicht ausschließen, dass es "bessere" Anschläge dieser Art gibt. Aber, bitte bedenkt dies, sie sind auf jeden Fall trainngsintensiver. Unsere Zielgruppe sind nicht BWT, sondern mehr oder weniger "normale" Schützen.
    Immerhin hat der jetzige Knieendanschlag der DSU den Vorteil, dass der Schütze einen absolutr sicheren, wacklungsfreien Anschlag einnimmt unjd sich dieser vom gewohnten Stehendanschlag nicht unterscheidet.
    Gunny, dein favorisierter Knieendanschlag erinnert mich an "Wackelpudding". Sorry, nicht böse gemeint, aber Triton 99 hat diese Problematik gut erkannt.
    Vorschlag von mir:
    Laßt uns die verschiedensten Möglichkeiten bei unserem geplanten "K17 Treffen" mal ausprobieren. Für sinnvolle Weiterentwicklungen unserer Disziplinen ist die DSU immer offen. Ich bin selber gespannt, was dabei rauskommt. Bis dahin wünsche ich euch noch schöne Sommertage.
    Gunny, ich rufe dich spätestens übermorgen wegen der Terminplanung an.


    Jaguar

  • Hallo Jaguar, willkommen im Forum.

    Immerhin hat der jetzige Knieendanschlag der DSU den Vorteil, dass der Schütze einen absolutr sicheren, wacklungsfreien Anschlag einnimmt unjd sich dieser vom gewohnten Stehendanschlag nicht unterscheidet.

    In der oberen Etage (Oberkörper, Arme, Waffenhaltung) ist kein Unterschied; Das stimmt schon. Man könnte daher auch gleich stehend schiessen.
    Meine Idee war ja eben, dass wenn schon ein Kniendanschlag geschrieben steht, dann sollte man auch die Möglichkeit haben, einen solchen wählen zu können, der einem liegt. Es sollte eben nur auch die Möglichkeit gegeben sein, auch "einknieig" schiessen zu drüfen.


    Der Hintergrund von kniend ist ja nicht der Anschlag um des Anschlags willens, sondern eben das er auf einer größeren Distanz ein wenig mehr Stabilität als beim stehenden Anschlag bringt. Das die Silhouette des Schützen dabei kleinder wird, liegt in der Natur der Sache.

    Gunny, dein favorisierter Knieendanschlag erinnert mich an "Wackelpudding"

    Nein, der "Wackelpudding" ist der "Heirate mich"-Anschlag mit einem Knie auf dem Boden. Haben wir und einige andere hier im Forum doch auch schon aktiv durchgeführt. ;)


    Mein Favorit ist der Taylor. Er ist zugegebener Maßen nicht ganz einfach, doch bringt er bei korrekter Ausführung für den SpoSchü ein deutliches Mehr an Stabilität und für den BWT darüber hinaus auch eine noch kleinere Silhouette und die Möglichkeit eines zügigen Positionswechsels.

    Laßt uns die verschiedensten Möglichkeiten bei unserem geplanten "K17 Treffen" mal ausprobieren. Für sinnvolle Weiterentwicklungen unserer Disziplinen ist die DSU immer offen.

    Das wird ein langer Tag ::c.o.l) . Erst Dienswaffen zerlegen und vergleichen und dann Techniktraining mit Gunny.

    Gunny, ich rufe dich spätestens übermorgen wegen der Terminplanung an.

    Ja gut, freu mich. :thumbup:

    Gunny


    "In battle the only bullets that count are those that hit" Theodore Roosewelt

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