Ladestock steckt fest

  • Hi Leute,


    ich habe folgendes Problem:

    An meiner 1863er Springfield .58 Perkusion steckt der Ladestock im Lauf fest.

    Beim Versuch den Ladestock wieder heraus zu bekommen ist dieser am Kopf abgebrochen.

    Das ist bei der Reinigung passiert, der Kopf des Ladestockes ist mit einem Baumwolllappen blockiert.

    Was nun ?

  • Möglichkeit 1:

    Piston ab, feines Pulver rein ( soviel wie geht)

    Piston drauf, rausschiessen.

    Möglichkeit 2:

    Schwanzschraube rausdrehen, Ladstockende nach hinten rausdrücken

    Möglichkeit 3:

    Zum Büchsenmacher bringen

  • Sonst gibt das ganz schnell eine "Olive" ( Laufaufbauchung ) !

    Also vor einem Herausschießen ( was erfahrungsgemäß meistens funktioniert ) runterrammen bis zum hinteren Ende des Laufes !

    Heute ist der Erste Tag des Restes unseres Lebens - machen wir das Beste daraus ! :bud:

  • Nur so nebenbei,

    Den original Stahl Ladestock verwendet man weder zum Laden noch zum reinigen der Waffe. Mit dem Stahl Ladestock beschädigt man sich ganz schnell die Mündung und dann war's das mit der Präzision.

  • Was passierte kurz vor dem abbrechen Warum steckte es fest ? Welche Ursache gab es ?

    Ich würde wie hier angeraten...Piston runter...Pulver und dann in eine sichere Richtung den Lauf...Feuer....

    lg

  • Den Ladestock einfach raus zu schießen, finde ich nicht so toll. Wenn's blöd läuft verbiegt sich der Stahlpfeil noch während er im Lauf steckt und zieht dann eine schöne Spur durch den Lauf.

    Lieber eine entsprechend lange Hülse mit passendem Innen Gewinde auf den Stock tief genug aufschrauben und ziehen versuchen. Man kann es ja mehrmals versuchen. Zusätzlich noch etwas Reinigungs Flüssigkeit in den Lauf kippen um die Pulver Reste gut anzulösen.

    Der Ladestock ist mit größter Wahrscheinlichkeit sowieso im Eimer. Dann juckt es auch nicht wenn man da, mit etwas Gewalt, eine Gewinde Hülse drauf schraubt.

    Das würde ich auf jeden Fall vorher versuchen.

  • Was auch gehen könnte,

    einen passenden Holzstab anbohren und auf den Ladestock drauf hämmern. Damit man den Ladestock vom Putzstück abschrauben kann. Dann sitzt nur noch das Putzstück fest. (Der Ladestock bleibt bei der Aktion unbeschädigt).

    Das Putzstück kann dann problemlos raus geschossen werden.

  • So , wie ich das verstanden habe , steckt ja nur das Kopfstück des Ladestockes im Lauf ?

    Ich hatte aber auch einen Pappenheimer unter meinen Schützen , der ( gefühlt ) bei JEDEM Wettkampf irgendwann seinen Ladestock gesucht hat und ihn dann ca 25m entfernt "leicht" verbogen aus der Schießbahn bergen musste - wenn DER startete , haben wir immer ca 10min mehr Schießzeit eingeräumt , von wegen Feuer einstellen , Sicherheit herstellen , Ladestock holen ... ::lachen2::

    Seltsamerweise schoß dessen Gewehr trotzdem noch geradeaus ( er hingegen nicht ganz so oft ... )

    Heute ist der Erste Tag des Restes unseres Lebens - machen wir das Beste daraus ! :bud:

  • Als ich in diese Lage kam, hat ein handwerklich begabter Freund das aus dem Lauf ragende Ende des Ladestocks mit der Kombizange gegriffen und mit dem Hammer gegen die Zange „in Auswurfrichtung“ geschlagen.


    Hat funktioniert, Ladestock und beide Werkzeuge haben das ausgehalten.


    Viel Glück!

  • Der ist schon abgebrochen..👍

    Nein nicht ganz.

    Bei der 1863er Springfield ist der Ladestock eine einfache 1m lange Stange mit 5,5mm Durchmesser und einem 15mm langem, birnenförmigen Döpper drauf. Der Döpper wird normalerweise auf den Ladestock aufgeschraubt, aber die Italiener sparen sich die Arbeit und pressen den einfach auf. Deshalb ist der Döpper auch ab gegangen.

    Der Ladestock müsste, je nach Länge des verwendeten Putzstücks etwa 10-15mm aus dem Lauf heraus stehen. Zu Wenig zum Greifen, aber genug um eine Grippzange anzusetzen. Damit kann man den Ladestock vom Putzstück abschrauben und raus ziehen.

    Mit einem guten Lade- Putzstock (z. B. von Dewey) könnte man dann auch das stecken gebliebene Putzstück wieder anschrauben und raus ziehen.

    Wäre es eine M1857 oder eine M1861er Springfield, wäre das etwas schwieriger.

    Deren Ladestöcke haben auf den letzten 20cm vor dem Döpper eine Verdickung welche in eine entsprechende Aussparung am Vorderschaft passt. Das soll verhindern das der Ladestock ungewollt aus der Halterung rutscht.

    Die Italiener stellen diese vorderen 20cm vom Ladestock natürlich separat her und setzen es an den 5,5mm Stahlstab an. Wäre das Teil abgegangen würde der Ladestock Stumpen unerreichbar 20cm tief im Lauf stecken. Daher meine Idee mit dem Holzstab was aber nicht nötig ist.

    Leider kann ich kein Beispiel Foto mehr machen weil ich die beiden Waffen vor Kurzem verkauft habe.

    Ich hab nur noch die 63er im Schrank.

  • Mit Druckluft könnte er es auch mal versuchen.....

    Wie gesagt...mir ist das mal bei einer Ardesa passiert..( danach verwendete ich nur mehr den Alu Putzstock von Pedersoli....)..einfach Piston raus...und Pulver rein....Piston wieder rein....boom


    Wenn der Putzstock nur knapp am Laufende abgebrochen ist...einfach ihn etwas vorbohren und eine Schraube rein....dann mit Gefühl....

    lg

  • Ich verstehe es eher so..:think:...nur mehr das vordere Stück ist noch drinnen....im Grunde der Putzlappenhalter...Oder ?

    lg

    Kannst aber auch recht haben.

    Wenn er wirklich den Döpper zusammen mit einem Putz Lappen in den Lauf gedrückt hat mit allen Folgen,........ Dann muss ich mich fragen wo er den Pulver Schein gemacht hat. So unwissend kann man doch nicht sein.......

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