Tanfoglio LC XTREME - Hammer arretiert nicht zuverlässig nach Federtausch

  • Hallo,

    ich hoffe mir kann jemand weiterhelfen.

    Ich habe die Standard Recoil-Feder (die unter dem Lauf) gegen von Tanfoglio beigefügte mittlere Feder getauscht. die es etwas länger und härter. 10 oder 11lbs. Die 14er hätte ich später mal probiert.

    Die Xtreme hat ein Abzugsgewicht von etwas über 1000g.

    Der Abzug ist so fein, dass man zwischendurch sogar einen ungewollten Doppelschuss bei hat.

    Jetzt passiert folgendes. Der Hammer bleibt nach dem Schuss nicht immer gespannt.

    Manuell lässt er sich problem immer spannen.

    Ich habe das Innenleben augenscheinlich gründlich ausgepustet.

    Den Verschluss habe ich komplett zerlegt, gereinigt und paar Teile etwas poliert.

    Jetzt bleibt er schon etwas öfter gespannt. Aber ich traue dem Braten nicht. Morgen oder Übermorgen auf dem Stand kann ich mehr sagen.

    Aber grundsätzlich: Bin ich auf der richtigen Spur oder muss im Gegenzug noch eine andere Feder ausgetauscht werden?

    Gruss

  • Klingt für mich ganz simpel: Dein Rückstoß ist zu schwach oder deine Feder ist zu hart.

    Entweder mehr Pulver oder schwerere Geschosse nutzen oder eine weichere Feder verbauen. Du kannst das recht einfach testen. Wenn du von Hand repetierst und der Hammer jedes mal gespannt bleibt, liegt der Fehler daran, dass du zu wenig Rückstoßenergie im Verhältnis zur entgegenwirkenden Kraft hast um den Schlitten komplett zu repetieren. Es kann natürlich auch sein, dass deine Haltung falsch ist und du der Waffe zu wenig Gegendruck gibst, also durch Hochschlag oder Abfedern des Schusses zuviel der Rückstoßenergie absorbierst. Du musst dich also mehr in den Schuss "reinlehnen".

    Warum hast du die Feder denn getauscht? Ich bin der Meinung, dass es zu 99% an der zur harten Feder liegt, die nicht zur Munition passt.

  • Hallo Harok,

    vielen Dank für Deine Antwort.

    Ich habe vergessen zu erwähnen, dass eine neue Patrone im Lager ist. Er repetiert, nur der Hahn geht gleich mit nach vorn

    Anderes Beispiel:

    Verschluss ist offen. Lege neues Magazin ein, betätige den Schlittenfanghebel, schwups, Hahn geht mit. Also bleibt nicht gespannt.

    Ich habe die stärkere Feder eingebaut, mit dem Ziel, den Hochschlag zu reduzieren.


    Bei meiner Glock wurde mir mal empfohlen, die 150grs von Geco zu nehmen. Tatsächlich hat das etwas gebracht, aber von 10 Schuss war immer einer dabei, die nur zu hälfte ausgeworfen wurde. Also eine Störung.

  • Es kann durchaus vorkommen, dass die Hülse ausgeworfen wird und eine neue eingeführt wird, jedoch der Hahn nicht in die Fangrast geht, weil minimal Repetierweg fehlt. Ich kenne dein Modell aber nicht im Detail.

    Wenn dein Hahn auch beim manuellen repetieren wie du beschreibst mit nach vorne geht, stimmt etwas mit der Fangrast nicht. Hast du einen Tuningabzug verbaut oder irgendwelche Abzugsfedern getauscht o.ä? Irgendwelche Pralldämpfer? Das kann sau gefährlich sein, weil wenn es so ist, wie du beschreibst, kann deine Waffe die Hülse auswerfen, eine neue Patrone einführen und direkt abschlagen. Dann doppelt deine Waffe bzw läuft vollautomatisch!

    Das passiert oft, wenn am Abzug etwas zuviel getuned wurde.

    Ist zwar ein anderes Thema, aber bei der Glock hattest du das selbe Problem? Die Schlucken alles an Munition, die repetieren auch mit 90grs und mit 160grs, auch mit Minimalladung unter MIP laufen die noch zuverlässig.
    Wenn du bei beiden das Selbe Problem hast, muss ich fragen, ob das Problem nur bei dir auftritt oder auch bei anderen Schützen? Das würde zwar das Hammerproblem nicht direkt erklären, aber könnte mit ein Faktor sein, wenn du einfach zu wenig Spannung in den Armen/Handgelenk hast. Ich kenne auch jemanden, der alle 5-10 Schuss eine Störung hat und ich habe 250 Schuss mit seiner Waffe ohne eine einzuge Störung durchgejagt. Kaum hatte er sie wieder, gabs Störungen. Etwas andere Grifftechnik beigebracht und seither hatte er keine Probleme mehr.

    Kann sein, muss aber nicht. Daher lass ruhig mal jemand anderen schiessen.

  • Ich habe die gebraucht gekauft. Ich warte jetzt noch auf eine Antwort. Aber ich erinnere mich an ein Gespräch, dass die Xtreme wohl out-of-the-box so getunt ist.

    Also nochmal. Hab jetzt was ausprobiert. Wenn ich den Schlitten/Verschluss schnell mehrmal hin und her schiebe , dann geht hin und wieder der Hammer mit nach vorn.

    Das eine Teil auf Bild 1 (Verschluss) habe ich heute etwas poliert. hatte das gefühl, dass er etwas hakt.

    Das gleitet ja beim Repetieren auf das Eingekreiste in Bild 2. Wenn der Hammer gespannt ist und ich an dieser stelle leicht drücke, dann schlägt der hammer ab.

    Auf Bild 3 zeige ich mit dem Schraubenzieher den Fangrast (?) Das ist ein Teil mit dem Eingekreisten auf Bild 2

    Jetzt kannst Du Dir mal ein Bild davon machen. Ist sonst schwer grossartig was dazu zu sagen.

    Ich pack jetzt mal paar Bilder reinIMG_0341.jpgIMG_0342.jpgIMG_0343.jpg

  • Meine Vermutung, aber laienhaft, dass das irgendwas mit den beiden auf Bild 1 und Bild 2 zu tun hat.

    Dass das Teil auf Bild 1 beim nach vorne gleiten auf Bild 2 den Hammer auslöst

    Oder total unrealistisch? Ich versuche die Mechnik zu verstehen

    Zusatz:

    Wenn die Waffe schussbereit ist, dann ist das Teil aus Bild 1 genau auf dem Teil in Bild 2

  • Man sollte an einen nicht funktionierenden System nicht zum polieren anfangen.

    Wenn Material weg ist, ist es weg und kommt nicht wieder.

    Generell sollte ein Anfänger/Amateur/Novize wenn er wirklich basteln will mit der anderen Richtung anfangen: es härter machen.
    Wenn man dann einen Plan hat, wie das System funktioniert in die andere Richtung.

    So ruinierst du den ganzen Kram.
    Und nur eine Feder zu tauschen ohne den Rest anzupassen ...

    PS: was hast du mit der Glocksi angestellt?

    Du solltest unbedingt aufhören hier Kram wegzudremmeln. Das kriegst du niemals wieder. Und pass auf auf dem Schießstand *bammmm*

    Ich hatte anno dunnemals auch immer so einen Spezialisten mit einer Winchester 1892 ... das Ding war dermaßen vermurkst, einmal feuerte er in unsere Belüftungsanlage damit. Ca. 35 Grad in die Decke.

    🙊

  • Obazda

    Ich fange mal mit der Glock an. Ist ne 34G4. Die habe ich jetzt 2 J. Die hat früh ein LPA Sights und einen Timney bekommen. Die verballert auch fast alles. Bis auf die schweren Geschosse. Wie beschrieben mit Störungen. Und vor wenigen Monaten habe ich mir die Recoil-Federn von DPMS gekauft. Da ist die Stärkste drin, ich verschiesse hauptsächlich 124er. Schlechteste Treffer ist die 7. Von 115 bin ich weg. Streut mir zu sehr.

    Die Tanfoglio habe ich mir als bessere die Präzision-Waffe zugelegt. Aber klar, auch IPSC, wenn ich mal dazu komme. Und der, der sie mir verkauft hat, schrieb mir vorhin, dass sie out-of-the-box ist. Zustand war auch top. Zwei der vier Magazine waren unbenutzt. und die zwei gebrauchten sahen auch nicht schlecht aus.

    Ich werde morgen oder Samstag auf dem Stand sein. Dann werde ich auch die Standardfeder wieder einlegen. Bei der stärkeren geht der Verschluss schnell zu, bei der Standard fühlte man, dass die sich "nach vorne kämpft" :)

    Ich gebe Dir grundsätzlich recht. Bei meiner Glock habe ich auch einige Tragpunkte poliert und sie hat sich dann Abzug ging dann auch weicher.

    Gut, bei der Tanfoglio ist das nicht nötig. Bis zum druckpunkt sind es knapp 2mm. Dann ein hauch und Schuss fällt. Auch davor mit der Standardfeder.

    Bei dem Teil auf dem Bild 1 hatte ich das Gefühl, dass der schwergängig war. also beim reindrücken. Der Mist wollte auch erst nicht raus. In Videos einmal Veschluss gegen die Handfläche und das Teil war draussen. ich musste es durch das schlagbolzenloch rausdrücken.

    Jetzt bewegt er sich weicher. Und der liegt dann genau auf dem Teil (Kreis) nach dem Repetieren.

    Korrigiert mich. aber wenn der fest ist, dann gibt er doch sofort den Hammer frei. (Passiert, wenn ich ich mit dem Finger rübergehe.

    In Bild 3. Ich würde behaupten, der Fangrast den Hammer mit einem halben Millimeter


    Danke hier nochmal für Eure Tipps und Unterstützung


  • Ich hatte anno dunnemals auch immer so einen Spezialisten mit einer Winchester 1892 ... das Ding war dermaßen vermurkst, einmal feuerte er in unsere Belüftungsanlage damit. Ca. 35 Grad in die Decke.

    🙊

    Ich hatte mir, bevor ich die Tanfoglio hatte, eine q5 match mit expert trigger ausgeliehen. für die BM 2024. Einer hatte mit 190 vorgelegt und das hätte ich mit meiner Glock nicht geschafft.

    Die Q5 schoss fast Loch in Loch. NUR hat sie keine Sicherung. Und die Abzugszunge ist sehr breit. Jetzt kommt jemand daher, der immer Glock schiesst und Finger am Abzug hat.

    Schon beim Training sind mir ungewollt hin und wieder paar Schüsse losgegangen. Gut, Lauf immer nach vorne gerichtet. Also keine Gefahr für andere Schützen.

    Na gut. Dann ging es zu Wettkampf. Hast ja Zeit Dich einzuschiessen. Ich hatte mehrere Sorten bei. S&B war am besten im Training. Hab dann aber keine mehr bekommen. Also hatte ich vier andere Sorten bei. Die ersten 5 ohne Probleme. Magazin mit den nächsten 5 geladen. Durchgeladen. Schuss löst sich. In die Decke. DQ !

    Aber mit meiner .22 bin ich dritter geworden. :D

  • Wenn ich das alles so lese, dann ab zum Büchsenmacher mit dem Teil.

    Dir fehlt offensichtlich das nötige Fachwissen und mit der Waffe bist du eine Gefahr für alle auf dem Stand.

    Mir erschliesst sich jetzt nicht, warum das Polieren des Firing Pin Safety eine Gefahr darstellen soll.

    Bei den verchromten Modellen ist der blitzeblank. Durch Dreck und der Brünierung hat der sich etwas verkantet.

    Die Waffe ist out-of-the-box.
    Gestern als ich das nach dem Wechsel der Recoil-Feder die Waffe getestet habe, waren mehrere Schiessleiter dabei.

    Die haben das wesentlich entspannter gesehen.

    Von dem einem gab es den Tip die Einheit auf Bild 2 komplett zu reinigen. Also alles in Einzelteile zerlegen.

    Das werde ich auch machen.

    Auch wenn ich kein Experte bin, habe ich bei meinen Waffen, Glock und Ruger Mark4, die Abzüge selbst eingebaut. Glock war einfach Ruger dagegen nicht so simpel.

    Also ganz blöd bin ich nicht. Mir ist die Gefahr bewusst, dass wenn ich daran rumfeile, richtig scheisse bauen kann.

    Aber Tragpunkte polieren, und das mach ich nur mit etwas P-Paste und einem Tuch (nicht mal mit einer Poliermaschine), damit der Abzug nicht mehr kratzt, macht der Büchsenmacher auch nicht anders.

    Und dem bezahle ich 150-200 Euro dafür.

  • Auch wenn ich kein Experte bin, habe ich bei meinen Waffen, Glock und Ruger Mark4, die Abzüge selbst eingebaut. Glock war einfach Ruger dagegen nicht so simpel.

    Also ganz blöd bin ich nicht. Mir ist die Gefahr bewusst, dass wenn ich daran rumfeile, richtig scheisse bauen kann.

    Aber Tragpunkte polieren, und das mach ich nur mit etwas P-Paste und einem Tuch (nicht mal mit einer Poliermaschine), damit der Abzug nicht mehr kratzt, macht der Büchsenmacher auch nicht anders.

    Und dem bezahle ich 150-200 Euro dafür.

    Sorry , inajiffy , aber dieser Deiner Beitrag kommt bei mir schon recht selbstüberzeugt , wenn nicht sogar arrogant 'rüber ! ( Hast Du Dir z.B. mal überlegt , daß eine relevante Kante , wie z.B. eine Rast , ganz schnell rund genudelt ist und damit nicht mehr ihrer Bestimmung dient ? ) Daher hoffe ich sehr , daß Du tatsächlich GANZ GENAU weisst , was Du machst - ein Schießunfall würde nämlich bei der momentanen/latenten Anti-Waffen-Hysterie uns ALLEN schaden und gäbe noch mehr Wasser auf die Mühlen von Nancy ...

    Übrigens : Der Büchser arbeitet an solchen relevanten Stellen nicht mit Poliertuch etc. , sondern mit entsprechenden Form - Schleifsteinen ...

    ( Ganz sicher scheinst Du Dir ja nicht zu sein , warum sonst hättest Du diese Thematik hier angesprochen ??? )


    Bitte sei mir für diesen meinen Beitrag nicht böse , das sind

    only my2ct

    enfield

    Heute ist der Erste Tag des Restes unseres Lebens - machen wir das Beste daraus ! :bud:

  • enfield

    Ich habe an der Tanfoglio keine Tragpunkte (Abzug, Hammer) bearbeitet.

    Nur den Firing Pin Safety. Und der funktioniert.

    Ich habe nur die Recoil Feder gegen die beiliegende Stärkere getauscht.

    Hab jetzt mal recherchiert wie die Teile heissen.

    Ich vermute dass das sensible sear housing (bild 2) mit der stärkeren Feder und dem nun schnelleren ruck nach vorne nicht miteinander harmoniert.

    Habe nochmal über den Doppelschuss nachgedacht. Das passierte mir anfangs. Später habe ich nach jedem Schuss den Abzug gedrückt gehalten.
    Wahrscheinlich löste sich der zweite Schuss, weil ich zu schnell in den Reset gegangen bin. Und während des Rückstoss und dem leichten Abzugsgewicht löste sich dann der nächste.

    Mit der Standardfeder funktionierte die Waffe störungsfrei.

    Hammer war immer nach jedem Schuss gespannt.

    Samstag werde ich sie zurückbauen, wenn die Störung weiterhin mit der stärkeren Feder auftritt.

    Oder ich besorge mir ein neues Sear Housing. Lasse mich vorher beraten.


    Danke an alle.

  • hmmmm ja.... das sehe ich... ;)

    (Bitte nicht falsch verstehen - das soll nicht hämisch rüberkommen - es wundert mich nur, wenn eine Marke als Luxus- und "Präzisions-Sportgerät" rüberkommen will, und dann so viele Exemplare davon Nacharbeit brauchen, bis sie zuverlässig laufen)


    LG

    -Michael

  • So, Fehler gefunden. Das Sear Lever war abgenutzt. Das Teil, dass den Hammer gespannt hält. Ich habe die komplett zerlegt. Mir kam schon komisch vor, dass ich den Hammer mit etwas Druck schonentspannen konnte.

    Händler und Büchsenmacher waren nicht überrascht. Tritt regelmäßig bei Tanfoglio auf. Na gut. das Sear Lever kostet nur 20-30 Euro und eine Feder dazu. Der Hammer müsste auch gewechselt werden, aber der ist nicht abgenutzt.

    Von dem Sear Lever (Abzugstollen) gibt es 3 Varianten. Ich habe ne weiche drin. Damit erreicht man das leichteste Abzugsgewicht Ich baue jetzt die Harte ein. Dann wird er sich etwas "verschlechtern", aber meine Glock kommt da noch lange nicht hin.

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