• Hallo

    Es geht um eine Bondini G P Foster Pistole 1843.

    Diesen Foster gab es, der stellte Gewehre mit einem boxlock her, bei dem der Hahn seitlich war. Davon finde ich historische Waffen.

    Zu kaufen gibt es VL Pistolen "Bondini G P Foster Pistole 1843", also Repliken. Zu kaufen sind die auf gelb, was die Existenz eines historischen Vorbildes nahe legt. Ich finde aber keinen Hinweis, daß dieser Büchsenmacher überhaupt Pistolen hergestellt hat.

    Nun meine Fragen: haben diese VL Pistolen überhaupt historische Vorbilder? Kann damit auf Wettkämpfen des DSB / MLAIC mitmachen?

    Danke

    Aussagen ohne Sarkasmus oder Spott stammen nicht von mir ...

  • Zumindest sehen sie wie die meisten industriell hergestellten Replikas mehr oder weniger so aus, als ob sie ein historisches Vorbild haben könnten. Mit einem Hahn seitlich an der Schlossplatte sieht diese Pistole ziemlich altertümlich aus. Strengere Maßstäbe sollte man bei den meisten Replikas nicht an die Nachahmung stellen.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

    Meine Finger sind einfach nicht für eine Wischtelefontastatur geeignet :(

  • George P. Foster , Taunton , Massachusetts ( 1849 - 1855 ) , Providence und auch Bristol / Rhode Island ( 1855 - 1866 ) , wird in der Literatur ( z.B. im Stöckel ) als Fabrikant verschiedenster Waffen erwähnt .

    Er hat wohl in seinen letzten Jahren auch mit so skurrilem Gerät , wie z.B. Zündnadel System Klein , Burnside und Howard sowie mit Gewehren System Porter ( mit Scheibentrommel ) experimentiert .

    Die angesprochene Replik passt also zumindest zeitlich mit ihrer Modellbezeichnung nicht zum zugeschriebenen Hersteller und entspricht eher den von Edwin Wesson ( dem Lehrmeister und Bruder des bekannten Daniel Baird Wesson ) gefertigten Scheibenpistolen .

    Es würde wohl nicht nur mich interessieren , ob in der Werkssammlung von Bondini ein entsprechendes Original als Vorlage vorhanden ist !

    Weil es sich hier um Nachbauten einer historisch nachweisbaren Waffe ( wenn auch mit dubioser Herstellerangabe des Vorbildes - das Kind muß schließlich einen Namen haben ... ) vor 1870 handelt , sollten die , zumindest hier in D , immer noch frei erwerbbar sein !

    Als Waffenkontrolleur ( DSB ) würde ich persönlich diese Pistole jedenfalls , zumal ich eine analoge Originalpistole in meiner Privatsammlung habe , problemlos zum Wettkampf zulassen .

    Zu beachten wäre höchstens noch die Art der Visierung , die dem Regelwerk entsprechen muß !

    ( V - oder U - Kimme , Dach- , Perl- , Buckel- oder Blattkorn ) ( 7.4.2.3 sowie 7.4.2.4 gem Sportordnung des DSB )

    Heute ist der Erste Tag des Restes unseres Lebens - machen wir das Beste daraus ! :bud:

  • Bei den Waffenkontrollen des MLAIC ist es so, das der Teilnehmer selber, bei so einem ungewöhnlichen Stück, einen glaubhaften Beweis erbringen muss, um mit der Waffe zugelassen zu werden.

    zB Beschreibung mit Foto aus einer Sammlung oder Museum .

  • Wenn es sich um die Bondini Foster Replik handelt die ich kenne, dann lass bloß die Finger weg von dem Teil.

    (Pistole mit Messing oder Gusseinernem Systemkasten und Doppel Abzug / Stecher)

    Die Waffe kann, Bauartbedingt, nur bei eingestochenem Stecher gespannt werden. Damit darfst du nicht mal auf den Schießstand. Außerdem sind die Schloss Teile so liederlich das sich das gute Stück bei Benutzung mit der Zeit selbst zerstört.

  • Bondini und / oder Palmetto hat nach meiner Erinnerung eine "Wesson-Rifle" mit dem schwarzen Systemkasten hergestellt, und dann auch noch eine Pistole mit ebendiesem Systemkasten. Die Foster-Pistole unterscheidet sich auf den ersten Blick davon nur durch die Visierung und den Messing -Systemkasten.

    Im übrigen stimme ich Dir Uwe zu. Die Teile waren eher im Billigsegment zu finden.

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