Fragen zu Bedürfnis für halbautomatische Büchse

  • Hallo zusammen,

    ich bin seit Februar nun auch glücklicher Besitzer einer WBK und einer Glock 17 Gen5 FR:happy:. Nun möchte ich mich gern auch um einen Langwaffen-Halbautomaten ;) bemühen, bevor die Regierung uns hier via Waffengesetz weitere Hürden in den Weg legt.

    Folgende Voraussetzungen: Mein erstes Jahr habe ich in einem Verein verbracht, der ausschließlich im DSB ist und bei dem in der vereinseigenen Schießhalle nur Kurzwaffe und Langwaffen in Kurzwaffenkaliber geschossen werden kann. Hier möchte ich auch weiterhin sehr gerne Mitglied bleiben. Ich muss mir also zusätzlich noch einen BDS Verein oder eine BDS Gruppe suchen oder eine solche Gründen (dann wird es aber blöd mit dem fehlenden Schießstand für LW).

    Mein aktueller Verein ist in Hessen. Ich wohne in Rheinland-Pfalz. Was die Wahl des neuen BDS Vereins angeht bin ich hier also vom Landesverband her flexibel.

    Fragen:

    1. Ich habe noch keine Langwaffen-Einträge in meinem Schießbuch. Muss ich denn ein ganzes Jahr mit Langwaffen bzw. gar mit halbautomatischen Langwaffen schießen, bevor ich ein Bedürfnis bekomme, oder zählen auch meine Kurzwaffeneinträge? Im §14 WaffG (3)1 ist nur von "erlaubnispflichtigen Schusswaffen" die Rede, es wird nicht zwischen Lang- und Kurzwaffe unterschieden. Falls Langwaffeneinträge notwendig sind, gehen auch Repetierer im Kurzwaffenkaliber, die ich bereits jetzt auf Gelb erwerben dürfte? Oder muss es z.B. Langwaffenkaliber oder gar ein Halbautomat sein?

    2. Wie lange muss ich zusätzlich Mitglied in einem BDS Verein / einer BDS Gruppe sein, bevor ich das Bedürfnis für den Halbautomaten beantragen kann? Sind 4 Monate richtig?

    3. Reicht es auch, wenn der Verein meiner Wahl einen 50m LW-Stand hat (da ja Vereinsmeisterschaften abweichend auch auf 50m geschossen werden dürfen) oder müssen es 100m sein?

    Vielen Dank für Eure Antworten und viele Grüße

    Michael

  • Es ist vollkommen egal mit was du schießt, solange es sich um eine Erlaubnispflichtige Schusswaffe handelt.

    Du brauchst keine Langwaffen Einträge um eine Langwaffe zu beantragen, genauso anders rum.

    Anders sieht es dann wieder beim Bedürfniserhalt aus.

    Dort wird dann zwischen Lang und Kurzwaffen unterschieden.

    2. Wie lange muss ich zusätzlich Mitglied in einem BDS Verein / einer BDS Gruppe sein, bevor ich das Bedürfnis für den Halbautomaten beantragen kann? Sind 4 Monate richtig?

    Das hast du richtig erkannt.

    3. Reicht es auch, wenn der Verein meiner Wahl einen 50m LW-Stand hat (da ja Vereinsmeisterschaften abweichend auch auf 50m geschossen werden dürfen) oder müssen es 100m sein?

    Vielen Dank für Eure Antworten und viele Grüße

    Michael

    Es kommt auf die Disziplin an nach dem du den Halbautomaten beantragen willst.

    Wenn die Disziplin 100 Meter vorschreibt kannst du diese nicht auf 50 Meter schießen.

    Alternativ musst du dir einen 100 Meter Stand suchen.

    Auch wenn diese Fragen immer und immer wieder aufs Neue durchgekaut werden......


    Ich weiß wie es Grade als Anfänger ist, daher beantworte ich die Fragen mal so gut ich kann.

  • Wenn die Disziplin 100 Meter vorschreibt kannst du diese nicht auf 50 Meter schießen.

    Alternativ musst du dir einen 100 Meter Stand suchen.

    Kleines Veto hierzu, ganz doof sind die Verbände auch nicht und die meisten halten sich eine Hintertür offen, im Falle des BDS wäre dies z.B.

    L 1.19 Schießen auf verkürzte Entfernungen
    Zu Übungszwecken und zur Durchführung von Vereinsmeisterschaften können
    · alle 100 m-Disziplinen auf 50 m Entfernung und
    · alle 300 m-Disziplinen auf 100 m Entfernung
    geschossen werden, soweit die Zulassung des Schießstandes dies erlaubt. Stehen nur
    die Entfernungen von 200 m oder 250 m zur Verfügung, kann auch auf diese Distanz
    trainiert werden.
    Voraussetzung für Wettkämpfe ist die Verwendung von maßstabsgerecht verkleinerten
    Scheiben:

    Quelle BDS SHB Langwaffe

  • Das wäre super wenn es dann für das Bedürfnis reicht, eine 50m Anlage zu haben. Dann kann ich bei dem Verein im Nachbarort fragen, der hat eine BDS Gruppe und eine 50m Bahn. ;)

  • Kleines Veto hierzu, ganz doof sind die Verbände auch nicht und die meisten halten sich eine Hintertür offen, im Falle des BDS wäre dies z.B.

    L 1.19 Schießen auf verkürzte Entfernungen

    Vor 4 Jahren wollte LV4 von mir schon eine handfeste Bestätigung einer Einmietung bei einem 100m Stand für eine 100m Disziplin.

    :sheep:

  • Vor 4 Jahren wollte LV4 von mir schon eine handfeste Bestätigung einer Einmietung bei einem 100m Stand für eine 100m Disziplin.

    So unterschiedlich kann es sein.

    Es gibt ja auch noch einen Umweg, der sogar mit einem 25m Stand geht: 9mm Upper mit .223 er Lower kaufen. Für eine Fallscheibendisziplin die Büchse in 9mm beantragen und ein 223er Upper Bedürfnisfrei als Wechselsystem 😉

  • Ja klar ... ^^

    Was spricht dagegen? Mal abgesehen vom deutlich höheren Preis. Würde ich mir jetzt eine kaufen, würde ich genau das machen. Es gibt 9mm Upper, die auf dem 223er Lower kaufen und die Magazine entsprechend angepasst sind. So kann man eine möglichst kurze 9mm mit BKA Zulassung bekommen und sich dann einfach das 223er, 300BLK, 450BM, 458Socom. 6,5Grendel und 22LR Upper in sinnvoller Länge als Wechselsystem eintragen lassen.

  • gibt wenige Hersteller die sowas anbieten und noch viel, viel, viel weniger, bei denen das auch noch zuverlässig funktioniert. Die Frage, nach einer präzisen Waffe stellt sich da schon gar nicht mehr, da alleine diese WS-Option in Kobination mit der Forderung nach Zuverlässigkeit alles andere weit in den Schatten stellt.


    Am Ende sehe ich persönlich auch nicht die Notwendigkeit für so ein unterfangen. Aktive Sprotschützen bekommen alles, was sie für den Sport benötigen.


    Gruß
    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ---- DJV ----

    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • gibt wenige Hersteller die sowas anbieten und noch viel, viel, viel weniger, bei denen das auch noch zuverlässig funktioniert. Die Frage, nach einer präzisen Waffe stellt sich da schon gar nicht mehr, da alleine diese WS-Option in Kobination mit der Forderung nach Zuverlässigkeit alles andere weit in den Schatten stellt.


    Am Ende sehe ich persönlich auch nicht die Notwendigkeit für so ein unterfangen. Aktive Sprotschützen bekommen alles, was sie für den Sport benötigen.


    Gruß
    Frank

    Ich sehe das etwas unkritischer. Gerade bei der AR15 Plattform hat man da weniger Probleme, sofern man sich Teile nach MilSpec holt. Natürlich bekommt man nur das, was man bezahlt. Aber bei einem gutem 223er upper sollte es in Sachen Präzision und Funktionalität keine Probleme geben.

    Bei 9mm bin ich ehrlich, da steht bei mir die Präzision nicht an erster Stelle, wenn ich auf Fallplatten schiesse. Hauptsache sie fällt und das möglichst schnell.

    Mit Wechselsystem meine ich ja keine Einstecksysteme, sondern im Endeffekt wechselt man hier ja nahezu die halbe Waffe.

  • Mein erstes Jahr habe ich in einem Verein verbracht, der ausschließlich im DSB ist und bei dem in der vereinseigenen Schießhalle nur Kurzwaffe und Langwaffen in Kurzwaffenkaliber geschossen werden kann. Hier möchte ich auch weiterhin sehr gerne Mitglied bleiben. Ich muss mir also zusätzlich noch einen BDS Verein oder eine BDS Gruppe suchen

    Den Gedankensprung habe ich noch nicht verstanden.
    Im jetzigen Verein werden Langwaffen im Kurzwaffenkaliber geschossen.

    1. Wie kommen die Kollegen an dieses Bedürfnis und wieso Du nicht? Oder möchtest Du Deinen HA nicht in einem Kurzwaffenkaliber?

    2. Falls Du ein Langwaffenkaliber möchtest: Gibt es in der Liste B eures DSB-Landesverbandes keine Halbautomaten?

  • Was spricht dagegen? Mal abgesehen vom deutlich höheren Preis. Würde ich mir jetzt eine kaufen, würde ich genau das machen. Es gibt 9mm Upper, die auf dem 223er Lower kaufen und die Magazine entsprechend angepasst sind. So kann man eine möglichst kurze 9mm mit BKA Zulassung bekommen und sich dann einfach das 223er, 300BLK, 450BM, 458Socom. 6,5Grendel und 22LR Upper in sinnvoller Länge als Wechselsystem eintragen lassen.

    Wenn ich 9mm nehme sind das .38 für 450 und 458 benotige ich dann aber wieder ein Bedürfnis, da man nur kalibergleich oder geringer tauschen kann.

  • Wenn ich 9mm nehme sind das .38 für 450 und 458 benotige ich dann aber wieder ein Bedürfnis, da man nur kalibergleich oder geringer tauschen kann.

    Vollkommen richtig. Ich hatte zuerst nur 9mm und 223 dort stehen und habe das dann erweitert um die Kaliber die ich auf die Schnelle gefunden hatte als Upper. Da hast du aber vollkommen recht.

  • Ich sehe das etwas unkritischer. Gerade bei der AR15 Plattform hat man da weniger Probleme, sofern man sich Teile nach MilSpec holt. Natürlich bekommt man nur das, was man bezahlt. Aber bei einem gutem 223er upper sollte es in Sachen Präzision und Funktionalität keine Probleme geben.

    Bei 9mm bin ich ehrlich, da steht bei mir die Präzision nicht an erster Stelle, wenn ich auf Fallplatten schiesse. Hauptsache sie fällt und das möglichst schnell.

    Mit Wechselsystem meine ich ja keine Einstecksysteme, sondern im Endeffekt wechselt man hier ja nahezu die halbe Waffe.


    Du hast meinen Post nicht genau genug gelesen oder verstanden!

    Es geht hier um die Funktion, den Rest hatte ich oben schon selbst hinten angestellt. Du brauchst einen Lower, der große Magazine aufnehmen kann, zumindest mal im Kaliber .223. Damit das dann mit 9Luger Magazinen funktioniert, wird ein Adapter eingesetzt in den du dann wiederum das Magazin einsetzt. Diese Dinge müssen schon extrem gut gefertigt sein und zueinander passen, damit der Baukasten dann in 9Luger zuverlässig funktioniert. Das war mein Kritikpunkt.

    Die Themen Kosten, Präzision, alternative Kaliber, Kalibergrößer oder kleiner usw. habe ich nicht betrachtet, da der von mir beschriebene Punkt für mich schon ein Ausschlusskriterium darstellt, zumal - auch oben geschrieben - jeder aktive Sportschütze alles bekommt, was er tatsächlich benötigt.


    Gruß

    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ---- DJV ----

    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Du hast meinen Post nicht genau genug gelesen oder verstanden!

    Da muss ich dich irgendwo misverstanden haben. Ich hatte mich darauf:

    Zitat

    Die Frage, nach einer präzisen Waffe stellt sich da schon gar nicht mehr,

    bezogen.

    Ich habe ehrlich gesagt, so ein 9mm System auf 223er Lower selbst noch nicht ausprobiert. Bisher waren es entweder reine 9mm inkl 9mm Lower für die entschprechend kleinen Magazine oder meine .223. Da muss ich allerdings sagen, dass diese mit einem 22LR System mit Magazin auf 223er Größe absolut tiptop Tadellos funktioniert. Schluckt jede Munition und läuft damit Störungsfreier als mit .223. Allerdings ist das eine originale Colt Ur-AR-15 ohne Forward Assist etc. und ich habe nur das Colt Conversion Kit für 22LR mit dem 223er Upper.

    Aber seis drum, die musste im Ausland bleiben und der ganze Import ist mir zu aufwendig, daher plane ich hierzulande eine anzuschaffen, und wenn ich sowohl 9mm für Fallplatten als auch 223 für 100m mit einem Eintrag abdecken könnte, käme mir das doch sehr entgegen. Vielleicht hat ja jemand sowas und kann eine Empfehlung abgeben. Sonst werden es wohl doch 2, wenn ich nichts zufriedenstellendes finden kann.

  • Den Gedankensprung habe ich noch nicht verstanden.
    Im jetzigen Verein werden Langwaffen im Kurzwaffenkaliber geschossen.

    1. Wie kommen die Kollegen an dieses Bedürfnis und wieso Du nicht? Oder möchtest Du Deinen HA nicht in einem Kurzwaffenkaliber?

    2. Falls Du ein Langwaffenkaliber möchtest: Gibt es in der Liste B eures DSB-Landesverbandes keine Halbautomaten?

    Das war nur zur Info, was bei mir der IST Zustand ist. Sprich, was bei uns auf dem Stand geschossen werden darf (Standzulassung) und dass wir nur beim DSB sind (Disziplinen). Halbautomatische Langwaffen gibt es dort keine, weshalb ich bisher auch keine entsprechenden Einträge im Schießbuch habe.

    Ich möchte meinen Halbautomaten schon gerne in .223 und es soll das im Verlauf mehrfach erwähnte Modell werden. ;) Mein Ziel ist aktuell, mir dafür einen BDS Verein als Zweitverein zu suchen, der meinem Wunsch gegenüber aufgeschlossen ist. Zumal mich auch die dynamischen Disziplinen sehr interessieren.

    Zu 2. Nein, leider nicht (Hessischer Schützenverband).

    Was spricht dagegen? Mal abgesehen vom deutlich höheren Preis. Würde ich mir jetzt eine kaufen, würde ich genau das machen. Es gibt 9mm Upper, die auf dem 223er Lower kaufen und die Magazine entsprechend angepasst sind. So kann man eine möglichst kurze 9mm mit BKA Zulassung bekommen und sich dann einfach das 223er, 300BLK, 450BM, 458Socom. 6,5Grendel und 22LR Upper in sinnvoller Länge als Wechselsystem eintragen lassen.

    Hast Du ein Beispiel welche Waffe (Hersteller usw.) da in Frage kommt?

    CIP scheint euch in dem Zusammenhang nicht zu interessieren, oder? :/

    Ist das bei Wechselsystemen die man einfach zusammensteckt denn von Belang? Bei der Pistole scheint es ja egal zu sein, solange das Wechselsystem selbst (sprich: Verschluss und Lauf) Beschuss hat?

    Einmal editiert, zuletzt von Micha-L (18. März 2024 um 21:35) aus folgendem Grund: Habe 3 Posts zu einem zusammengefasst.

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