Hülsenhalterplatten umarbeiten (Metallbearbeitung, Fräsen, Drehen, kann das jemand?)

  • Hi!
    Ich habe eine alte Hornady LnL AP. Die frühen Modelle hatten einen anderen Auswurfmechanismus, einen Bügel der auf der Oberseite der Platte die Hülsen rausgeschoben hat. Die Konstruktion war Mist, da sich kleine Hülsen immer verkeilt haben. Das hat Hornady auch recht zügig erkannt und neben ein paar anderen Änderungen den Auswerfer auf die Unterseite gepackt.

    Es gibt Umrüstsätze auf das neuere,System. Einen solchen habe ich mit besorgt und verbaut, alles wunderbar.

    ABER: Die alten Hülsenhalterplatten funktionieren damit nicht. Das wusste ich vorher, hat auch keine Rolle gespielt, da ich für mein übliches Kaliber eine neue habe, die funktioniert. Jedoch habe ich 4 alte Platten, die ich jetzt nichtmehr nutzen könnte ohne alles rückzubauen.
    Als das ganze Thema vor Zig Jahren aktuell war, hat Hornady zumindest in den USA pro Kunden der umgerüstet hat, 2 Platten gratis umgearbeitet. Denn der einzige Unterschied an den Platten ist eine eingefräste Nut auf der Unterseite.

    Nun die Frage: Ist hier vielleicht jemand, der die technische Ausrüstung hat, mir diese Nut reinzudrehen oder reinzufräsen? Oder mir jemanden empfehlen kann? Ich hatte schon bei Firmen angefragt, aber wegen so Kleinzeug machen die sich nicht die Mühe. Ab 50-100 Platten lassen sie mit sich reden. Das hilft mir nicht wirklich.
    Mit was für Kosten müsste ich da ungefähr rechnen? Das Problem ist, das Material scheint gehärtet, da komme ich mit meiner mini Drehbank nicht weiter, da fliegen nur die Funken. Ich bin allerdings auch kein Metaller und habe nur Hobbywissen.

    Auf Youtube gibt es ein Video, welches ich über ein US Forum gefunden habe, wie das jemand recht problemlos macht, man müsste halt die passende Gerätschaft haben ;)

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    Und hier noch ein Bild, wie die Platte vorher (links) aussieht und wie sie nacher (rechts) aussehen sollte. Es geht nur um die kreisförmige Nut, die da reingefäst ist.

    PXL_20240227_175022743.jpg

  • Wenn Du dir einen Wendeplattenhalter besorgst oder leihst und eine k10 Sorte nimmst den Halter so ausrichtest das bei einer v Wendepunkte auf beiden Seiten ein gleicher Winkel entsteht und dann mit wenig Drehzahl und kleinen Zustellungen arbeitest konnte es klappen.

    Oder du machst dir einen Halter für ne Flex und stichst damit die Nut ein.

  • Wenn Du dir einen Wendeplattenhalter besorgst oder leihst und eine k10 Sorte nimmst

    Danke, schaue ich mir an. Schon rein aus Lerninteresse. Aber meine Drehbank ist nur ein kleines Tischgerät, ich zweifle daran, dass sie es packt.

    Oder du machst dir einen Halter für ne Flex und stichst damit die Nut ein.

    Solche Ideen hatte ich auch schon. Ich kann die Platte zumindest spannen und gleichmäßig drehen lassen. Da war ich auch schon am Grübeln ob ich da vielleicht den kleinen Druckluft Trennschleifer oder Fräser irgendwie ranbasteln kann. Das war mir dann aber doch zu abenteuerlich.

  • Harok


    das liegt daran, dass die heute alle nur noch 5 Achsen CNC Bearbeitungszentren haben und keiner mehr eine manuelle Drehbank oder Fräse. Und wenn, dann ist kein Personal mehr da, was die alten Schätze bedienen kann. Handwerk stirbt eben....leider. Ich denke da musst du einfach die Firmen abklappern....je kleiner und je älter der Laden desto wahrscheinlicher, dass die sowas noch mal "nebenbei" erledigen. Und vielleicht einfach durch die Seitentür in die Werkstatt laufen und nicht vorn beim Sekretariat anklopfen.


    Das Thema des gehärteten Stahls ist aber tatsächlich nicht ohne. Ja nach angewendetem Härteverfahren und -grad, kann es sein, dass das nur noch mit speziellen Drehmeißeln machbar ist. Der Hinweis kleiner Winkelgeschwindigkeiten und minimalem Vorschub ist in jedem Falle richtig.


    Gruß

    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ---- DJV ----

    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Das beste ist aber helixinterpolatiosfäsen mit einem vollhartmetall Fräser . Oder weichglühen bearbeitenden und neu Härten.

    Es ist natürlich die Frage lohnt das was h

    Kosten neue

    50-60€ das Stück.

    Weichglühen und härten ist sicher problematisch, wenn man die Legierung nicht kennt, hinzu kommt vermutlich die Gefahr des verzugs.

  • Dasselbe Problem hatte ich damals und fand einen Bekannten, der mir die die Nut in die Platten einschnitt. Er hat aber ziemlich über die Härte der Platten geflucht. Es gingen wohl einige Wendeschneidplatten dabei drauf.

    Mittlerweile habe ich die meisten Platten noch einmal neu gekauft. So richtig rund lief es mit den abgedrehten Platten nämlich nicht.

    Lederstrumpf

  • Eine gehärtete Platte mit unterbrochenem Schnitt..

    da fallen Wendeplatten am Drehmeissel eigentlich flach....

    Da wären die "alten" mit aufgelöteten Zähen HM Plättchen besser....

    Die schärft man einfach nach..

    Wendeplatten sind nicht so richtig günstig...

    Schrottet man ein paar kann man sicher das Teil im Original kaufen.....

    :think:

  • Schrottet man ein paar kann man sicher das Teil im Original kaufen.....

    Ja, das vermute ich auch. Ich denke der Weg über eine Fräse wie in dem Video ist vermutlich der bessere. Bei mir wären es halt min 3 Platten also rund 150€. Klar, kann ich die immer Rückbauen und die alten verwenden, aber ausgerechnet da ist die 9mm Platte dabei und das ist ausgerechnet die Munitionsorte, die mit der alten Platte mega zickt und das alte System erlaubt nicht das Verwenden einer autom Hülsenzuführung und da habe ich eine wirklich gute 3D gedruckte gefunden, die super funktioniert.

    Ich habe mal im genannten Forum gefragt und auch Leute gefunden, die mir Hilfe angeboten haben. Mal sehen, was es am Schluss kosten soll, dann kann ich immernoch entscheiden, ob es mir das Risiko wert ist, dass es vielleicht danach nicht absolut rund läuft. In einem US Forum habe ich schon gelesen, dass ein paar zehntel mehr Ausfäsung besser sind als zu wenig.

    Ich war heute auf der IWA sogar am Hornady Stand und wollte fragen, ob es die Umtausaktion auf für DE gab oder gibt, aber leider war der Zuständige im Dauergespräch und mir lief die Zeit davon.

  • Wenn Du dir einen Wendeplattenhalter besorgst oder leihst und eine k10 Sorte nimmst den Halter so ausrichtest das bei einer v Wendepunkte auf beiden Seiten ein gleicher Winkel entsteht und dann mit wenig Drehzahl und kleinen Zustellungen arbeitest konnte es klappen.

    Oder du machst dir einen Halter für ne Flex und stichst damit die Nut ein.

    Kurze Rückmeldung. Das klingt zwar abenteuerlich, war es letztendlich auch, aber führte zum Erfolg. winkelschleifer an den Reitstock und dann mit wenig vorschub gearbeitet, bis keine Funken mehr geflogen sind. Das hat zwar 30 Min gedauert aber irgendwann war ich durch die gehärtete Schicht durch und konnte mit der normalen Wendeplatte weiterarbeiten. Meine Aussparung war noch etwas zu schmal, an einigen Stellen musste ich mit der Dremel und einer Trennscheibe nacharbeiten.

    Das funktioniert an allen Stationen gut, ausset am ZH Setzer. Hier habe ich das Problem, dass die Hülsen etwas zu weit innen sitzen. Als wären die Hülsenaussparungen 0,5-1mm zu tief. Ich kann aber nicht sagen ob das bei den neuen Hülsenhaltern vielleicht anderst ist oder ob es an den Zündhütchen oder Hülsen liegt.

    Wenn ich beim Setzen die Hülse ganz leicht nach aussen bewege flutschen sie rein. Ich würde ja auch eine neue 9mm Hülsenhalterplatte kaufen (nr8) aber die sind scheinbar unmöflich zu bekommen. Wenn jemand eine hat oder weiss wo es eine gibt, der darf sich gerne melden. Ich zweifle zwar, dass es daran liegt, aber das bremst den "flow" gewaltig aus.

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