Erwerb von freien Waffen in Frankreich

  • Hat jemand Erfahrungen was den Erwerb von antiken Waffen, die in Frankreich frei erwerbbar sind und die Eintragung in eine deutsche WBK angeht? Wenn ich in Deutschland einen Jagdschein oder eine Sammler-WBK habe, in Frankreich auf dem Flohmakrt oder einer Waffenbörse ein dort frei verkäuifliches Gewehr kaufe, brauche ich dann trotz EU und Binnemarkt eine extra Einfuhrerlaubnis nach Deutschland oder kann ich das Ding einfach mitnehmen und hier eintragen lassen?

  • Da die Waffe ab der Grenze erlaubnispflichtig wird, brauchst du eine Verbringungserlaubnis vom BVA.

    Zollrechtlich dürfte Frankreich - Deutschland unspektakulär sein, muss man aber ebenfalls abklären. Zwischen den Mitgliedsstaaten gibt es bei solchen Kram nach wie vor Ausnahmen etc. Stichwort Waffen, Medikamente, Drogen usw

    Die eigene waffenrechtliche Behörde würde ich auch informieren, nicht das es Probleme wegen Kennzeichnung von wesentlichen Waffenteilen und Fristen gibt etc. Bei euren Waffengesetzen sind da genügend Stricke eingebaut.

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    Da wir hier von Waffen reden, welche selbst von Behörden nicht sonderlich ernst genommen werden würde es mich nicht wundern, wenn es gerade in Grenznähe Abkürzungen via Europäischen Feuerwaffenpass gibt, der aber nur die Mitnahme aber nicht das Verbringen regelt -- aber das läuft dann außerhalb des BVA und des Zolls und falls man dann auffällt wird es interessant. Rechtlich braucht jede aus/nach Deutschland verbrachte Waffe eine Erlaubnis wenn diese nicht erlaubnisfrei ist.

  • Da die Waffe ab der Grenze erlaubnispflichtig wird, brauchst du eine Verbringungserlaubnis vom BVA....

    Und dafür Zeit und Nerven strapazieren noch ordentlich zahlen. Es lebe der Binnenmarkt! Nein, das ist nur bei wirklich hochwertigen Spielsachen eine Option.

    Ja, das waren noch Zeiten, als der Jagdschein einfach als Einfuhrerlaubnis akzeptiert und die Sachen problemlos eingetragen wurden. Das war natürlich vor der EU-Regulierung und - Harmonisierung! Jetzt ist alles besser.

    Damals musste ich die Mitbringsel einfach beim Zoll vorzeigen und mit der Bescheinigung zum Sachbearbeiter gehen, fertig. Heute in unserem tollen Binnenmarkt im geeinten Europa ist das ein riesiger Zirkus.

  • Offtopic: Das Problem ist aber überall ... wenn ich westlich den Colorado überfahre und in Commiefornia lande sollte ich
    - davor einen Kalifornien-Jagdschein lösen
    - die Handknarre Kalifornien-konform sein
    - und diese ein popliges 10 Schuss Magazin haben. Ich glaube die planen schon eine noch weitere Verringerung ... :o)
    - und sowohl die Langwaffe (natürlich kein böses AR!) als auch die Handknarre in ein TSA-konformes Behältnis verrammelt und verriegelt sein ...

    Erst wenn man am Jagdgebiet ist, darf man dann auspacken ... naja, zum Glück muss ich nicht oft zu denen.

  • Ich frage mich halt, was so eine "Verbringungserlaubnis" soll. Ich habe eine Erwerbsberechtigung und es kann der Behörde egal sein ob ich eine Flinte in Freiburg oder Straßburg kaufe, liegt schließlich beides in der EU mit ihrem sagenumwobenen freien Warenverkehr.

    In den 1990er-Jahren habe ich (ohne EU-Binnenmarkt) 3 Mal eine Waffe eingeführt, aus der Schweiz, aus Frankreich und aus Argentinien, ohne dass jemand eine Einfuhrgenehmigung sehen wollte. Die deutsche EWB hat gereicht. Was soll also der Blödsinn?

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