Begründete Unsicherheit bezüglich des Verlusts der Zuverlässigkeit durch das Führen von Messern?

  • Lies den §42 weiter. Im Absatz 6 steht, dass eine Rechtsverordnung zur Waffenverbotszone gewisse Ausnahmen beinhalten muss. Eine der genannten Ausnahmen ist der ‚Inhaber waffenrechtlicher Erlaubnisse‘. Und ein KWS ist eine waffenrechtliche Erlaubnis. Grund ist wohl, weil Inhaber waffenrechtlicher Erlaubnisse als zuverlässig und überprüft gelten.
    Problem dabei: tatsächlich enthält kaum eine der Verordnungen zu Waffenverbotszonen eine derartige Ausnahme. Genau genommen hab ich noch keine einzige gefunden, die den Passus enthält.
    2. selbst wenn es sie gäbe: der gemeine Polizist wird sie nicht kennen und das auch nicht diskutieren wollen.
    Mit etwas Glück trifft man auf einen gnädigen SB in der Waffenbehörde, der sich auskennt. Aber Aufstand und Rennerei dürfte erstmal beträchtlich sein.

  • Lies den §42 weiter. Im Absatz 6 steht, dass eine Rechtsverordnung zur Waffenverbotszone gewisse Ausnahmen beinhalten muss. Eine der genannten Ausnahmen ist der ‚Inhaber waffenrechtlicher Erlaubnisse‘. Und ein KWS ist eine waffenrechtliche Erlaubnis. Grund ist wohl, weil Inhaber waffenrechtlicher Erlaubnisse als zuverlässig und überprüft gelten.
    Problem dabei: tatsächlich enthält kaum eine der Verordnungen zu Waffenverbotszonen eine derartige Ausnahme. Genau genommen hab ich noch keine einzige gefunden, die den Passus enthält.
    2. selbst wenn es sie gäbe: der gemeine Polizist wird sie nicht kennen und das auch nicht diskutieren wollen.
    Mit etwas Glück trifft man auf einen gnädigen SB in der Waffenbehörde, der sich auskennt. Aber Aufstand und Rennerei dürfte erstmal beträchtlich sein.

    Das ergibt Sinn aber irgendwie auch nicht.

    Warum sollte allgemein insbesonders ein berechtigtes Interesse bei Inhabern waffenrechtlicher Erlaubnisse vorliegen ?

    Also nicht falsch verstehen, es wäre ja nett, wenn es so einfach wäre, aber es ist unlogisch, bzw. unlogisch formuliert.
    Mir kommt es so wär, als hätte man verpasst hinzuzufügen, dass die Waffengattung, um die es bei dieser Ausnahme geben soll, entsprechend in die Erlaubnis eingetragen werden müsste.

  • Das ergibt Sinn aber irgendwie auch nicht.

    Grundsätzlich ist es so, dass Du als LWB ohnehin als "Zuverlässig" im Sinne des WaffG giltst. Grundsätzlich würde also wohl auch die WBK ausreichen, um das zu dokumentieren.

    Allerdings will man ja kaum jeden Tag eine seiner WBK´s mitschleppen (meine sind im Schießkoffer gewesen, wo ich dann immer mein Zeug für den Stand zusammengepackt hatte). Der kleine WS kann einfach im Geldbeutel stecken und dokumentiert die Eigenschaft der Zuverlässigkeit im Falle eines Falles genauso.


    Fairerweise muss ich sagen, dass ich in Deutschland kein einziges Mal in eine derartige Kontrolle gekommen bin. Aber wie immer: Haben ist besser als brauchen.


    LG

    -Michael

  • ..mein Großvater hat immer gesagt: "...ein Mann ohne Sackmesser ist kein Mann...".

    Nachdem ich die Diskussion sehr interessiert verfolgt habe muss ich gestehen, zumindest zukünftig bin ich kein Mann mehr :(

    Nicht alles macht Sinn. Manche Sachen sind einfach wie sie sind.

    ...es heißt ja auch "Waffenrecht" und nicht "Waffensinn"! Und auch wenn sowohl "Waffenrecht" als auch "Gerechtigkeit" das Wort "Recht" beinhaltet, so sind damit die Gemeinsamkeiten bereits erschöpft...

    Ich hatte auch einmal eine unangenehme Begegnung: Am Flughafen wurde mein Pfefferspray moniert. Das war natürlich mein Fehler: Als Läufer hatte ich immer ein Pfefferspray bei mir, um mich gegen Hunde wehren zu können (auch wen ich das in den 15 Jahren meiner Laufkarriere nie benötigt habe..). Auf jeden Fall war das in meinem Köfferchen, den ich als Handgepäck mitnehmen wollte. Ich hatte das vergessen und wollte den Koffer dann einfach als Gepäck aufgeben. Das wäre zwar möglich gewesen - allerdings musste ich das Pfefferspray abgeben und wurde verwarnt: Das Papieretikett war nämlich durch das ständige Tragen zwischenzeitlich abgefallen! Damit war es "Pfefferspray" und unterlag dem Waffengesetz - und ich habe es verbotenerweise geführt! Mit dem Etikett, auf dem "Hundeabwehrspray" stand, war es übrigens ein Lebensmittel und konnte frei geführt werden! Der Polizist konnte dabei auch nicht ganz ernst bleiben....

    Also: Wer ein Pfefferspray mit sich trägt, sollte sich vergewissern, dass darauf steht, dass es ein Hundeabwehrspray ist und keinesfalls (!) gegen Menschen eingesetzt wird.

  • Natürlich hat man in D. ein Hundeabwehrspray dabei - man weiß ja nie, wann einen ein Hund angreift... Und im Notfalls wenns kein Hund ist der einen angreift, dann wird halt auf das zurückgegriffen, was man griffbereit hat... Ich hanns nicht oft genug sagen: ein durch Notwehr erfolgter abgrebrochener Angriff ist besser als Opfer zu sein... Keine Notwehr : ich bin Opfer: im schlimmsten Fall bin ich tot... Da wehr ich mich lieber und muß mir dann Anwalt besorgen...

  • Die meisten hier im Forum sind Männer. Ich kann nur sagen daß ich ab ca 12 Jahren als Mädel immer wieder belästigt wurde von Männern - selten von D (die D. meinten ob ich mir ein "Taschengeld" verdienen will durch sex. Gefälligkeiten - da reichte ein Nein), meist schon von Nichteinheimischen.... Belästigungen geht man aus dem Weg. Aber was ist, wenn man schlecht aus dem Weg gehen kann und ein "nein" nicht ausreicht - der Typ übergriffig wird, keine Passanten da sind bei denen man Hilfe suchen kann ? Was machst denn als Frau/Mädel wenn Du alleine mit 16 an der S-Bahnstation wartest, Dich ein N.... sich zu Dir setzt, der von der Asylunterkunft kommt die an der S-Bahn Station gelegen ist (ist jetzt über 30 Jahre her) und Dich anspricht. Kein Interesse zeigen. Aber dann fängt er an zu grabschen obwohl Du kein Interesse zeigtest, kein anderer da zu dem Du flüchten kannst... Der Typ langt Dir in den Schritt... Keiner da der Dir hilft.... Wenn Du dann nix hast um Dich zu wehren... Ich hatte schon mit jungen Jahren einen Onkel der mir ein Messer schenkte.... Mit 18 hab ich mir eine Schreckschußpistole gekauft die ich immer "an Frau" hatte...

  • Naja, auch als Mann habe ich mich nicht in jeder Umgebung wohl gefühlt und wäre manchmal froh gewesen, ein "Hundeabwehrspray" dabei gehabt zu haben...

    Dass "..im Falle eines Falles..." die Anwendung eines Pfeffersprays ein geeignetes und angemessenes Mittel zur Abwehr ist, ist klar - und im Rahmen der Notwehr auch rechtlich abgesichert. Die Frage ist, ob das Führen eines Pfeffersprays "ohne Angriff" erlaubt ist! Ich würde da mit meiner Erfahrung zumindest vorsichtig sein...

  • Ist schon eine Zeit her: Drei junge ‚Gäste‘ in unserem Land gingen meine Frau an, während / obwohl ich dabei war. Sie näherten sich kichernd, während wir gingen, von hinten an und hoben ihr das sommerlich-leichte Kleid hoch. Dummerweise haben wir geahnt, was da gleich von hinten kommen würde.
    Irgendwie bin ich dann ganz versehentlich mit meiner Faust an das Kinn des Täters gekommen, so dass er zu Boden ging.
    Seine zwei Kumpels gingen stiften, nicht ohne noch eine Brise der Gewürzmischung aus ihrer Handtasche abzubekommen.

    Den Haupttäter konnten wir einer Streife übergeben. Die beiden anderen konnten nicht ermittelt werden, so weit wir wissen.
    Nötigung und Beleidigung auf sexueller Grundlage. Sechs Monate Jugendhaft ohne Bewährung.
    Die routinemäßige durch seinen Anwalt eingeleiteter Retourkutsche gegen uns wegen Körperverletzung wurde eingestellt, Notwehr und Nothilfe festgestellt.

    Ich würde es wieder tun.

  • Seitdem bin ich der festen Überzeugung, dass es Kulturen gibt, die jegliche Form von Milde sofort als Schwäche identifizieren und auch ausnutzen.
    Gerade jetzt braucht es einen starken Staat, der Übergriffe und Rechtsverletzungen schnell und hart straft. Und unter ‚starkem Staat‘ verstehe ich ausdrücklich auch eine wehrhafte Zivilbevölkerung.

  • Danke für eure Erfahrungsberichte Narima & Jean-Henri

    Mit Sicherheit gibt es Orte, an denen diese passend erscheinen mögen.


    Hier, in diesem Thread sind sie es nicht.


    Es gibt eine klare Fragestellung und ein Thema, zu welchem eure letzten Beiträgen nichts beigetragen haben. Stattdessen instrumentalisiert ihr, bewusst oder unbewusst, meinen Thread, um stammtisch'esque und despektierliche Stimmungsmache zu betreiben.


    Ich bitte euch, das hier zu unterlassen.


    Hier geht es um einen sehr spezifischen Teil des geltenden Waffenrechts und nicht darum, wer hier vor einigen Jahrzehnten welche Erfahrungen mit wem auch immer gemacht hat.


    Sollte ein sachlicher Diskurs zum eigentlichen Thema weiterhin nicht möglich sein, möchte ich die Moderation bitten, hier dicht zu machen.

  • Und hier ein neues Video, in dem erklärt wird, warum man kein Küchenmesser im Auto haben darf

    Bis zu 10.000 Euro Strafe: Diesen Gegenstand sollten Sie nicht im Auto haben
    Es ist ein Gegenstand, der in den meisten Haushalten vorhanden ist. Doch das Mitführen im Auto kann zu hohen Bußgeldern führen.
    web.de

    und mit der Strafe ist es dann mit der Zuverlässigkeit auch aus!


    Ich bin unserer Regierung unendlich dankbar, dass sie so darum bemüht ist, dass wir außer Haus sicher unterwegs sein können.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

    Meine Finger sind einfach nicht für eine Wischtelefontastatur geeignet :(

  • In dem Video wird neben den bekannten Führverboten die Sache auch noch so dargestellt (mit Absicht?), dass man nicht mal ein Küchenmesser im Auto dabei haben dürfe. "Das braucht man doch nicht!" Also nix mit der Ausnahme des allgemein anerkannten Zwecks.

    Nur in einem Nebensatz wird auf den Transport in einen verschlossenen Behältnis hingewiesen.

    Also doch mit einem Campingbus rumfahren!.::t.ü.r::.

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  • dass man nicht mal ein Küchenmesser im Auto dabei haben dürfe. "Das braucht man doch nicht!"

    Also: Wenn wir zum Picknicken ins Grüne fahren, dann tun wir die Brot- und Wurstmesser immer gut verschlossen (Holzkiste mit Vorhängeschloss!) transportieren. Macht ihr das nicht auch so?

    Und natürlich achten wir auch immer darauf, dass wir nicht gerade im Bereich einer waffenfreien Zone picknicken. Denn dort sind ja alle Waffen verboten, also auch jedes Messer. Grillplätze mit Kinderspielplatz scheiden also aus.

    Ihr seht, wir sind vorbildliche Bürger!!!


    ---Bitte beachtet auch die Fußnote von Schwarzer Mann - gilt auch für mich ;)

  • Ich habe bei meinem Reserverad auch ein altes Küchenmesser.
    Wozu ich das brauche? Keine Ahnung!
    Das weiss ich erst, wenn es soweit ist... und dann bin ich froh, es nicht weggeschmissen zu haben.

    In der Reserveradmulde dürfte es auch kaum als zugriffsbereit zu bezeichnen sein, oder?

    Jens

    Ich teile hier mit Euch mein Wissen und vertrete meine Meinung.
    Mein Wissen kann Fehler enthalten, meine Meinung muss nicht der Euren entsprechen.
    Korrigiert meine Fehler mit Eurem Wissen. Gute Argumente können meine Meinung beeinflussen.
    Gel(i)ebtes Forum... so muss das sein!

  • Dabei ist es doch sooo einfach.

    Mit einem Kabelbinder die Messerscheide verschließen.


    Nur braucht man dann ein Messer um den Kabelbinder aufzuschneiden ..... äh???? - wenn das kein Grund ist, um ein Messer als Werkzeug zu führen?

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