Kaliber für Einsteiger - Pistole Pedersoli Le Page

  • Welches Kaliber? 15

    1. .44 (9) 60%
    2. .36 (6) 40%
    3. .31 (0) 0%

    Hallo Zusammen!

    Ich möchte mit dem Vorderladerschiessen beginnen.

    In meiner Nähe habe ich nun einen wirklich tollen Verein samt Schiesstand gefunden—und sehr hilfsbereite Schützen!

    Mir wurde für den Start, auch in Hinblick auf Wettbewerbe, eine Pedersoli Le Page empfohlen und ich habe meinen Händler diesbezüglich schon kontaktiert.

    Leider habe ich hinsichtlich des Kalibers keine Ahnung was sinnvoll ist, im Verein wurde mir geraten ein möglichst kleines Kaliber zu wählen, ich selbst tendiere aber —wegen dem Spaß beim Schiessen — eher zu einem größeren Kaliber. Auch das Internet sagt hier, dass größere Kaliber für den Anfänger besser, weil fehlerverzeihender sind.

    Die Le Page gibt es in unterschiedlichen Kalibern, ich würde zu einer der schöneren Varianten der Waffe (Maple oder Target Deluxe) tendieren.

    Die Kaliber wären:
    .31
    .36
    .44

    Verein sagt .31, Internetforen .44, Bauch .44

    Zudem: gerade in .31 sind Rundkugeln schwerer zu finden, ab .36 und Aufwärts wird es deutlich einfacher- und ja, man sollte eh selbst gießen, aber für den Anfang möchte ich mir diesen Aufwand noch sparen.

    Vielleicht hat jemand von euch Erfahrung und kann mir bei der Entscheidung helfen?

    Vielen herzlichen Dank,

    Lg Florian

  • Moin Florian,


    ich habe auch mit einer Le Page Target begonnen und war erst einmal sehr zufrieden damit. Ich hatte eine .44er, und das ist auch sehr zu empfehlen. Die .31 soll sehr kritisch auf kleinste Änderungen am Pulver, Schusspflaster etc sein, selbst das Wetter kann da eine Rolle spielen (Bei uns im Verein hat mal einer eine .31 geschossen: An einem Sonntag 136 Ringe, die Woche darauf hat er nicht alle auf die Scheibe gebracht! Und das ohne bekannten Grund (Krankheit, Restalkohol vom Vortag ...).

    Die .36 geht da besser - ich würde trotzdem die .44 - gerade als Einsteiger - verwenden.

    Der große Vorteil von kleinkalibrigen VL-Waffen liegt laut Thilo Dedinski darin, dass man weniger Pulver benötigt und dadurch die Kraft, die aufs Handgelenk ausgeübt wird, geringer ist. Dadurch ist es möglich, nicht nur die 15 Schuß an einem Trainingsabend abzugeben, sondern auch mal 30 oder 45 (wer das mag..). Und dann sind die kleinkalibrigen Waffen etwas schwerer (identischer Lauf mit kleinerem Loch = mehr Masse) und damit etwas ruhiger in der Hand.

    Ich habe mir deshalb die Dedinski in .40 gekauft, das fand ich einen guten Kompromiss.

    Jetzt kenne ich Deine finanziellen Verhältnisse nicht - wenn Geld für Dich aber auch eine Rolle spielt, kann ich Dir eine gebrauchte LePage Target bei egun für etwa 500 € empfehlen. Die kannst Du in etwa für das gleiche Geld in 1-2 Jahren auch wieder verkaufen. Wenn Dir das VL-Pistolenschießen zusagt, dann kauf Dir dann eine richtig schöne und neue Waffe; wenn nicht, dann hast Du nicht viel kaputtgemacht. So bin ich vorgegangen und besitze seit gut einem Jahr eine Dedinski - was ich alles in allem nicht bereue. Die hat durch ihren Sägegriff den Vorteil, dass sie nicht so auf's Handgelenk geht. Eine LePage musst Du schon gut festhalten!

    Ich hoffe, ich konnte Dir etwas helfen...

    Schöne Grüße!

  • Vielen Dank,

    Ja, das hilft mir tatsächlich!

    Das Thema zickigkeit in kleinen Kalibern lese ich schon öfters, da wird wohl was dran sein.

    Als Einstieg wirds dann wohl eher was großes werden, um meine Gelenke mache ich mir weniger sorgen— schiesse auch GK Pistole, manchmal IPSC und viel Flinte, bin schon etwas gewöhnt.

    Dedinski? Muss ich mal googeln.

  • Alles unter Kal 40 ist launisch und nicht leicht auf Präzision zu bekommen. Gerade bei diesen schwachen / kleinen Pulverladungen sind geringste Gewichts- Schwankungen schon deutlich bemerkbar. Wie bereits Krummer-Saebel schrieb sind die meistens auch sehr wetterfühlig. Bei Langwaffen ist das ganz genau so.

    Das optimalen Einsteiger Kaliber für Schwarzpulver Waffen ist das .45er.

  • Um hier auch meinen Senf dazu zu geben :

    Meine erste VL - Pistole vor über 40 Jahren war auch eine der damals noch hervorragend gefertigten LePage von Pedersoli in ,44

    Mit dem Ding habe ich so einige Landesmeisterschaften sowie " Wurst-und-Brötchen- Wettkämpfe" bestritten und stand damit auch teilweise/oft auf dem Treppchen .

    Die Dinger sind also durchaus brauchbar , auch wenn die Fertigungsqualität in den letzten Dekaden DEUTLICH nachgelassen hat .

    Dann hat mir allerdings ein befreundeter Sammler mal eine seiner Originalpistolen in die Hand gedrückt und liess mich damit schiessen :

    Was soll ich sagen :

    Seither schiesse ich nur noch Originale , die obendrein meist DEUTLICH günstiger zu kaufen sind , als deren Nachbauten , mehr Spass machen , für die Ewigkeit gebaut sind und auch bei einem Weiterverkauf meist keinen Wertverlust haben !

    Klar - ein WIRKLICH gutes Stück zu finden ist oft auch etwas Glückssache , aber falls Du mal Entsprechendes suchen solltest , kannst Du mir gerne mal eine PM senden .

    Wie die meisten Foristi mittlerweile wissen , kaufe ich immer wieder etwas "abgeranzte" Originalstücke , die ich wieder in optisch/technisch/wettkampftauglichen Zustand bringe und dann VL - Schützen zum Selbstkostenpreis anbiete .

    Allzeit Gut Schuss

    enfield


    DAS ist zumindest MEIN Beitrag dazu , daß wir Schwarznasen am Ende nicht aussterben !

    Heute ist der Erste Tag des Restes unseres Lebens - machen wir das Beste daraus ! :bud:

  • Vielen Danke,

    ja, Originale und gebrauchte Waffen werden sicher einmal interessant, als Anfänger fällt es halt nicht leicht diese richtig zu bewerten, weshalb ich auf neue Ware zurückgreifen möchte.

    Leider ist der Versand von Waffen bei uns in Österreich auch sehr umständlich geregelt - geht leider nur über einen Büchsenmacher - und daher ist es schwierig etwas zur Ansicht zu bestellen - Beurteilung von Stücken aus privater Hand daher nur anhand Fotos - und das ist mir aktuell noch zu riskant.

    Was das Kaliber angeht, lerne ich hier aber, dass doch das Große Kaliber für den Einstieg besser geeignet wäre.

  • Hallo,

    hatte vor bald 20 Jahren auch mit dem VL schießen angefangen.

    Meine erste Pistole war eine gebrauchte Pedersoli LePage inKaliber 44.

    War von der Pistole begeistert,super Schloßgang, schießt sich auch in dem Kaliber ganz sanft.

    Hab`das VL schießen aus Zeitmangel dann aber nach einigen Jahren wieder aufgegeben.

    Würde auch zu einer gebrauchten LePage von Pedersoli in Kaliber 44 auf( eGun ) raten.

    Die bekommt man nach ein paar Jahren Gebrauch immer noch gut verkauft.

    Mal noch schnell zwei Bilder von meiner damaligen LePage angehängt:

  • Leider ist der Versand von Waffen bei uns in Österreich auch sehr umständlich geregelt - geht leider nur über einen Büchsenmacher - und daher ist es schwierig etwas zur Ansicht zu bestellen - Beurteilung von Stücken aus privater Hand daher nur anhand Fotos - und das ist mir aktuell noch zu riskant.

    Gilt das auch für Schwarzpulverwaffen (frei ab 18)?? Und gibt es keinen egun-Markt in Österreich?

    Außer der schon erwähnten Dedinski habe ich alle (!) meine VL-Waffen gebraucht ersteigert, meistens bei egun, die LePage bei auctronica - zu Preisen bis in den niedrigen vierstelligen Bereich. Enttäuscht war ich bislang von keinem Kauf - und ich schieße auch erst drei Jahre, von viel Erfahrung kann ich also nicht gerade sprechen. Manchmal hilft es, sich vorher mit dem Verkäufer kurz zu unterhalten - in der Regel sind das alles vernünftige Menschen, die einen nicht über's Ohr hauen wollen!

    Aber natürlich gibt es auch scharze Schafe - wie überall. Aber was ist das Leben ohne etwas Nervenkitzel ;) . Schon alleine das Bieten so ganz kurz vor Schluss finde ich immer unheimlich spannend - und habe auch schon einmal den Zuschlag verpasst, weil ich so zittrige Finger hatte, dass ich mich vertippt habe...

    Das war meine LePage: Das Foto ist allerdings etwas fehlbelichtet: Der Lauf war nicht brüniert, sondern blank...

    A20221009_100725.jpg

  • Hallo,

    Leider nein — der Gersand von Waffen und Munition — selbst freien Waffen wie Vorderladern ist bei uns streng verboten.

    Klar wirds auch gemacht, und gerade bei nicht registrierungspflichtigen Waffen auch kein großer Drama. Sollte man aber erwischt werden…Geldbuße, Waffnbesitzkarte weg, Waffen weg…

    Also leider ist gerade dass nicht so einfach.

    Aber gut, mein Händler wird schon etwas auftreiben können, und im Vergleich zu Jagdwaffen sind VL ja trotzdem jedenfalls seeeehr günstig…

  • Auch ich habe mit einer Le Page von Bondini angefangen.

    Kaliber .44 Percussion.

    Sehr fein einstellbarer Stecher, ordentliches Visierbild, sauber verarbeitet.

    Ich schiesse sie mit Schweizer 2 und wische nach jedem Schuss. Nötig wäre es nicht, aber nach ca. 10 Schuss führt der Schmach zu einer Treffpunktverlagerung nach oben. Allerdings bin ich kein typischer Pulverminimalist und packe 21 Grain hinter die .410 Rundkugel.

    Von kleineren Kalibern als .36 wurde mir damals von den erfahrenen Schwarzpulverschützen abgeraten.

  • der Gersand von Waffen und Munition — selbst freien Waffen wie Vorderladern ist bei uns streng verboten.

    Falsch, der *gewerbliche* Versand ist *innerhalb Österreichs* verboten.
    D.h. ein Privatmensch darf sehr wohl Waffen verschicken. Ein Händler aus dem Ausland auch, denn das Verbot kommt nicht aus dem Waffen- sondern aus dem Gewerberecht.

    Better judged by twelve than carried by six!

  • also ich habe meiner Seit's vor ca. 15 Jahren eine Charles Moore in Cal. 36 gekauft nachdem ich vorher mal eine LePage Cal. 36 eines Schützen Kollegen probieren durfte. Ich hatte auch zum Vergleich eine 44er Hege Siber zum testen. Für mich war der geringere Rückstoß der 36er ausschlaggebend für meinen Kauf.

    Später bin ich dann zur Feinwerkbau History No.1 gewechselt und habe dieses Jahr noch eine 33er Hege Siber günstig erstanden.

    Diese beiden Waffen schießen wie Gift wenn man alles richtig macht. Allerdings gebe ich meinen Vorrednern Recht, die kleinen Kaliber sind etwas zickiger.

    Nur bei VL-Rev. denke ich gerade an einen Umstieg von Cal. 36 (günstiger Euroarms) auf Cal. 44 nach, da ich evtl. einen Santa Barbara ergattern kann.

    Gruß

    Micha

  • Nimm zwei ! Oder starte mit einer LePage im Kal. 36 und kaufe später einen Lauf in Kal. 44 hinzu.

    Ich habe zwei LePage von Pedersoli, die 36er ist die ältere (80er Jahre), die 44er wird jetzt 10 Jahre

    alt. Verarbeitet sind bei gut, die ältere hat gefühlt einen etwas besseren Schlossgang.

    Beide treffen besser als ich schiessen kann. Wenn du einige Tipps hinscihtlich Pulverladung, Pflasterstärke und

    Kugelgrösse umsetzt, wirst du mit beiden Kalibern deinen Spaß finden. Suche mal im Netz nach "tacarmi - giugno 2004",

    in der ital. Fachzeitschrift findest du einen ausführlichen Testbericht der LePage Pistolen mit Schussbild, Ladeempfehlung etc.

    Konnte das pdf-file leider nicht einbinden wegen der Dateigröße.

    Gruss

    Siegfried

  • Danke!

    Ich habe am diese Woche einen Satz Pedersoli Continental Duellpistolen erworben, war eine günstige Glegenheit.

    Allerdings: Abzugsgewicht liegt sicher bei 4—5 kg (kein Stecher).

    Zudem ist der Lauf nicht aushakbar, was das Reinigen mühsam macht.

    Die beiden sind eher zum Lärm und Rauch machen, weniger zum präzise schiessen.

    Mehrere Anfragen für eine 44er Le Page „Maple“ sind draußen, leider sind die Waffen im Moment alle schlecht lieferbar (Importeur meint 3—4 Monate).

    Und in Österreich laufen die über Umarex, die Preise dort sind ein Witz. Frankonia etc. Werden wohl mein Ausweg sein, ein befreundeter Büchsenmacher macht mir die Lieferadresse.

  • ist nur eine Napoléon Le Page.

    Die mit Lothar Walter Lauf schiesst recht gut. Kostete vor mehr als 30 Jahren bei dem Versandhaus in Würzburg weniger als 300 Mark

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

    Meine Finger sind einfach nicht für eine Wischtelefontastatur geeignet :(

  • Danke sehr :)

    Habe mittlerweile ein Set Pedersoli Continental günstig bekommen — und wegen den schlechten Abzügen auch gleich eine Le Page bestellt, günstiger Lagerbestand bei einem Händler — unter dem aktuellen Händlereinkaufspreis…

    Alles übrigens in .44

  • Hi

    Und wie kommst du zurecht mit dem Kaliber .44 ?
    Hab aktuell noch eine Pedersoli LePage in .44 in meiner Sammlung, schieße damit recht gerne,seit dem Umstieg auf Unterhammerpistolen leider nicht mehr so oft. Hatte dafür auch einen Wechsellauf in .31 , da würde ich jedem von abraten, in dem Kaliber ist die Pistole sowas von zickig. Bezeichne mich mal als halbwegs normal treffenden Schützen, aber wenn da dann ab und an Schüsse auf der 3,4,5 auf dem Spiegel sind die nicht nachvollziehbar sind, no no no. Lauf wurde verkauft.

    Gruß Klaus

    :f_de: Viele Grüsse Klaus :f_de:

  • Danke der Nachfrage!


    LÄUFT. Bin sehr zufrieden mit der 44er, schiesst sich mit 13gr Pulver, 435er Kugel und .16er Patch sehr gut — und zumindest präziser als ich es könnte.


    Unterhammer ist auch im Zulauf, bzw. „Zuschneck“— Lieferzeit bei Dedinski ist halt über ein Jahr ;)

  • Also ich hab mit meinem "Luder", Pedersoli Charles Moore c.36, gebraucht gekauft, schon einige Teile erneuert, keine Ausfallerscheinungen zicken tut sie nicht mehr. Und die Schießergebnisse sind mit 12,5 grain, 0,18 Pflaster, 354'ger Kugeln akzeptabel

    Der Stülpner

    Wir werden nicht älter, sondern lässiger!

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