Waffenkontrolle…

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    Lg

  • Und wieder Fehler bei der Recherche,

    BEI 85 KONTROLLEN MÄNGEL FESTGESTELLT

    Zu einem Entzug des Waffenscheins kann es wegen nicht-ordnungsgemäßer Aufbewahrung kommen – wer Waffen besitzt, muss diese und die Munition getrennt voneinander sowie sicher verschlossen aufbewahren, sodass andere Personen keinen Zugriff darauf haben.

    Waffenschein! Getrennte Aufbewahrung! was ist mit 0 und 1 Schrank oder über kreuz Aufbewahrung.

  • Jupp, da lässt der Sachverstand der Redaktion grüßen. .... :coulder: Jedenfalls habe ich selbst von einem Fall Kenntnis bekommen, da mich ein Schütze um Hilfe gebeten hatte seine Waffe zu veräußern. Die Behörde selbst, bzw. die Kontrolleure waren gar nicht bei ihm vor Ort und haben etwas festgestellt. Bei ihm war es lediglich eine Anfrage der Behörde über den Trainingsnachweis, bzw. Mitgliedschaft im Verein. Letzteres hatte er wohl noch, aber keine Nachweise, da er aus verschiedenen Gründen in den letzten Jahren nicht trainiert hat. Wollte sich auch keinen Stress mit Behörden antun, somit hat er um allem aus dem Weg zu gehen seine Waffe beim Händler zurück gegeben. Mit ca. 400€ Verlust bei einer 226 LDC gegenüber dem Neupreis. ...

  • Haben die überhaupt Lust, ordentlich zu recherchieren? Ich sag nur "Waffenschein" und "halbautomatisches Sturmgewehr". Interessant wäre schon, wenn man mal die einzelnen Verstöße kennen würde. Alle den falschen Schrank, oder geladene Waffen darin?

    Wenn bei uns in der Nähe eine Schwerpunktkontrolle in Sachen Geschwindigkeitsüberwachung stattfindet, erfahre ich durch meine Zeitung recht genau, wie denn so die Überschreitungen waren und wie oft da dann ein Entzug der Fahrerlaubnis rauskommt. Aber bei Waffenbesitzern darf man pauschal von "falsch gemacht" sprechen.

    MfG Der Averell

    Ehre steht aufrecht, Feigheit kniet

  • Bei 85 Kontrollen wurden Mängel festgestellt.

    72 WBk's eingezogen.

    32 Strafanzeigen erstattet.

    ( Wenn es denn so ist? Wenn diese Zahlen so 'gut' sind, wie der Rest des Artikels... :think: )

    Was macht bei einm Mangel der Aufbewahrung den Unterschied zwischen einer OWI oder gleich einer Straftat?

    Auch das scheint mit etwas supekt. :think: Welcher Mangel kann den Entzug der WBK rechtfertigen, ohne dass es zur Strafanzeige kommt?

    Oder wird bei kleineren Mängeln der "Wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen..."-Joker gezogen?

    Ich muss Averell zustimmen, dass da ( mit Absicht ? ) nicht genug Infos geliefert wurden.

    Und bei allen Entzügen heisst das nicht, dass die endgültig sind. Da wird vielleich der eine oder andere Wiederspruch noch nützen.

    Jens

    Ich teile hier mit Euch mein Wissen und vertrete meine Meinung.
    Mein Wissen kann Fehler enthalten, meine Meinung muss nicht der Euren entsprechen.
    Korrigiert meine Fehler mit Eurem Wissen. Gute Argumente können meine Meinung beeinflussen.
    Gel(i)ebtes Forum... so muss das sein!

  • Unlängst Waffenkontrolle bei mir. Der örtliche SA und ein Polizist. Alles entspannt, 11 Waffen in 10 min abgehakt.

    An meinen 4 LW habe ich Schaftüberzüge mit Schlaufen für Patronen. Der SA meinte, ich könne da sogar Patronen hinein stecken und die Waffen so im Schrank lagern. Alles legal in einem 1er Schrank.

  • SWSchuetze : Danke für die Info! Schön, dass die Kontrolle so entspannt abgelaufen ist. Das ein Polizeibeamter dabei ist, habe ich selbst noch nicht erlebt oder gehört. Kenne nur die Version mit 2 Mitarbeitern der Behörde. Welches Bundesland? Und, mit oder ohne Ankündigung? Danke Dir für Feedback.

    Alle Menschen haben eine Wirbelsäule, aber nicht jeder hat ein Rückgrat. [Howard Spring]

  • BW. Ohne Ankündigung, da sie zufällig in der Gegend unterwegs waren.

    Bin ja schon länger dabei und habe mich/sie gefragt, ob ich der Letzte auf der Liste sei?!

    Mein SA kennt mich ja schon lange und behauptete in den letzten Jahren immer (bei Beantragung neuer Waffen), dass bei mir ja sowieso alles ok sei und ein Besuch bei mir eh nur formal sei.

    Laderaum und Munitionsschrank wollten sie gar nicht sehen.

    Kaffee wurde aber abgelehnt. grin-.)

  • Ruhe bewahren.

    Das Gericht sagt nicht ‚der Schlüssel muss in einen 0er oder 1er Tresor‘.

    Soweit wir es bis jetzt wissen (die schriftliche Urteilsbegründung steht noch aus) sagt das Gericht: Der Schlüssel muss so verwahrt sein, dass er nicht zufällig gefunden oder nicht zugänglich wird. Im beschriebenen Fall war der Schlüssel für den Waffenschrank in einem einfachen unzertifizierten Tresor verwahrt, der wohl beim Waffenschrank stand. (immerhin, was dem Jäger hier den Zuverlässigkeits-Arsch gerettet hat).

    Es kommt auf das Resultat an: wird der Schlüssel zufällig entdeckt und die Waffen damit zugänglich, hast du ein Problem. Schon immer. Und das bleibt auch so.

    Aber wenn der Schlüssel nicht versteckt ist, sondern in einem (Schlüssel-)Tresor verwahrt ist, dann muss dieser Tresor eine dem Waffenschrank entsprechende (oder höhere) Sicherheitsstufe haben.

    Ist ja auch logisch: Geld in den Tresor sperren und am Schreibtisch den Zettel mit der Kombination liegen lassen macht ja auch keinen Sinn.

    Du darfst den Schlüssel aber weiterhin klassisch in der getragenen Unterwäsche deiner inkontinenten Großmutter oder sonstwo verstecken. Er darf nur nicht durch Unbefugte gefunden werden.

    Ich gehe derzeit nicht davon aus, dass es künftig Schlüssel-Tresor-Kontrollen geben wird.

  • Nichts desto trotz sind Tresore mit Schlüssel sowieso etwas aus der Zeit gefallen.

    Jedem Neuling rate ich auf Zahlenschloss oder Fingerprint (gibts ja schon) zu gehen.

    Der Aufwand mit dem ‚wo-und-wie-deponiere-ich-den-Schlüssel‘ wäre mir zu blöd.

    Meine Haustüre geht auch seit 15 Jahren mit Fingerprint auf, Haustürschlüssel gibts bei uns nicht.

    Derzeit plane ich nächstes Jahr von Tresor auf Tresorraum zu switchen. Ich habe noch einen kleinen Kellerraum ‚übrig’.

    Die Tür wird dann Code und Fingerprint fordern. Das Filialsterben der Volks- und Rauffeisenbanken wird mir demnächst eine Tresorraumtür mit Widerstandsklasse IV für lau bescheren.

  • Ich halte nicht viel von dem Elektronik-Kram. Wenn das mal in eingen Jahren kaputt geht, darfst Du dir

    einen neuen Tresor kaufen.

    Anekdote: Im Verein hatten wir normale Tresore mit Schlüssel. Ein Mitglied hatte diese immer bei sich zu

    Hause aufbewahrt. An jedem Schießabend musste jemand zu ihm fahren und die Schlüssel für

    Schützenheim und die Tresore abholen. Zum Schützenheim haben aber noch mehr Personen einen

    Schlüssel. Es kam also hin und wieder vor, dass zwar aufgesperrt war, aber keiner Bock hatte, die Schlüssel

    für die Tresore zu holen ("Ich hab mei Sach ja dabei..."). Neumitglieder, die auf die Vereinswaffen angewiesen

    waren, haben dann in die Röhre geschaut.

    Es wurde dann beschlossen, neue Tresore mit Zahlenschlössern anzuschaffen. So dass dann die Schießaufsicht

    die Tresore öffnen und die Waffen herausgeben kann, ohne dass man den Schlüssel holen muss.

    Ging ein paar Wochen gut. Dann ist es jemandem aufgefallen, dass wir ja wöchentlich wechselnde Aufsichten

    haben (es soll jeder das mal machen müssen, damit es nicht immer nur am Gleichen hängenbleibt), und

    dass wohl nach einiger Zeit jeder die Zahlencodes kennt. Ergo jeder im Prinzip Zugriff auf die Tresore hätte.

    Also wurde die Kombination geändert, und nur noch 2 Leute kennen die - wenn die nicht da sind, gibts keine

    Leihwaffen.

    m.E. kein Vorteil gegenüber der "alten" Lösung.

    LG

    -Michael

  • M.e. kommt dieses Urteil einem Verbot von Schlüsseltresoren gleich, es sei denn man schafft sich einen zusätzlichen Tresor mit Zahlen oder biometrischen Schloß im gleich oder höherwertigen Widerstandsgard an indem der Schlüssel für den Tresor aufbewahrt wird. Ansonsten wird die Behörde immer eine Unzuverlässigkeit draus stricken können, verstecken war schon immer kritisch falls etwas weg kommt, denn dann war er eben nicht gut genug versteckt, früher ist man damit evtl. nochmal mit einem "du du du" davon gekommen.

  • Genau genommen würde das eine unendliche Menge an Tresoren erfordern, wenn die alle per Schlüssel abschließbar sind. Denn auch der Schlüssel des Schlüsseltresors muss dann wohl in einem vergleichbaren Behältnis aufbewahrt werden. Und das Spiel geht dann bis in die Unendlichkeit so weiter.

    Nun ja, irgendwann passt kein weiterer Tresor mehr ins Haus. Spätestens das ist dann der Punkt, an dem der Waffenbesitzer eindeutig als unzuverlässig einzustufen ist, weil er extrem leichtfertig mit der Aufbewahrung seiner Waffen ist und zu den geschätzten 20 Millionen illegalen Schusswaffen in Deutschland nun noch zwei oder drei neue hinzukommen könnten.

    Der Gesetzgeber war sich dieser Problematik wohl bewusst und hat sich einen schlanken Fuß gemacht und das Thema ziemlich offen gelassen, obwohl man sich sonst mit jeder einzelnen Schraube befasst, um die ja auch korrekt als wesentlich oder unwesentlich einzustufen.

    So überlässt man es eben den Gerichten, mehr oder weniger intelligente Antworten auf solche Fragen zu finden. Das Gericht hier hat sich gedacht "Nicht mit mir!" und im Prinzip auf ähnlich stupide Weise wie der Gesetzgeber eine halbgare Nichtlösung vorgegeben, die genauso viele Fragen offen lässt wie das Gesetz, nur eben mit einem Tresor mehr in der Kette.

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