Flugrost im Pulversack

  • Guten Abend!

    Nachdem ich gestern nach dem Schießen meine Kentucky Steinschlosspistole (.50) von Pedersoli so wie jedes Mal komplett zerlegt habe und anfangen wollte sie mit heißem Wasser durchzuspülen fiel mir beim Blick durch die herausgeschraubte Zündlochschraube auf, dass sich im inneren des Pulversacks etwas Rost befindet…. Habe dann erstmal angefangen alles heiß zu spülen usw …doch mit Patchhalter usw komme ich nicht bis in den Pulversack.. abgesehen davon hat man mir am Stand einmal gesagt dass der Pulversack nicht durchgezogen wird ( hab das so stehen lassen und mir nicht mehr dabei gedacht)


    Ich wäre wirklich überaus dankbar wenn mir wer einen Tipp geben könnte wie man den Pulversack wieder fit bekommt und unter Umständen einen Reinigungstipp für die Zukunft parat hätte 🙏🏼


    Vielen Dank im Voraus

    Lg aus Ö.

  • Nach dem Trocknen und vor dem Ölen am Besten noch ein mit Spiritus getränktes Patch zum Binden von Restfeuchtigkeit durchziehen , dann hast Du Ruhe .

    Aber - by the way ; etwas Flugrost im Pulversack ist absolut harmlos , ich wäre eher vorsichtig damit , jedesmal die Zündlochschraube zu entfernen . Das ( Fein- ) Gewinde im Lauf ist nur allzu schnell ausgenudelt ...

    Und wenn die zu fliegen kommt , möchte ich lieber nicht auf dem Stand direkt daneben stehen :/

    Heute ist der Erste Tag des Restes unseres Lebens - machen wir das Beste daraus ! :bud:

    Einmal editiert, zuletzt von enfield ()

  • Bei einem Bekannten von mir hat sich der komplette Zündlochstollen aus dem Lauf verabschiedet / weggesprengt.

    (Lauf wurde öfters von Steinschloss (Zündlochschraube) auf Perkussion (runder Zündlochstollen / Pistonstollen) umgebaut....

    Das Teil hat dann auch am rechten Standende in die Wand eingeschlagen.... =O

  • Abgesehen von der Problematik wegen der zu oft herausgeschraubten Zündlochschraube kann man den Pulversack auch mit einer Bürste für Kleinkaliber reinigen. Bei einer Pistole mit relativ kurzem Lauf gehen auch Reagenzglasbürsten. Die haben auch nach vorne stehende Borsten da ja auch der Boden des Reagenzglases sauber werden soll.


    Zur Verdrängung von Feuchtigkeit nehme ich das so viel geschmähte W40.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

    Meine Finger sind einfach nicht für eine Wischtelefontastatur geeignet :(

  • Moin ihr Schwarznasen.

    Also beim Thema "Herauschrauben der Zündlochschraube" bin ich dieses Mal nicht bei euch.

    Bei mir wird nach jedem Schießen die Zündlochschraube oder das Piston rausgedreht. Ich nutze das Gewinde dann für den Reinigungsschlauch und ziehe bei eingebautem Lauf denselben mit heißem Wasser durch. Die meisten meiner Läufe sind gestiftet und da ist das Ausbauen des Laufs zu jeder Reinigung nicht sinnvoll. Nach der Reinigung wird das Piston / die Zündlochschraube mit Kupferpaste wieder eingesetzt.

    Das mache ich seit 25 Jahren so. Ausgenudelte Gewinde hatte ich noch nie und habe auch keine Angst, den Standnachbarn durch herumfliegende Zündlochschrauben zu gefährden =O


    Ach ja, auch ich bin ein Fan von WD 40 und nutze das ebenfalls seit Jahrzehnten.


    Lederstrumpf

  • Das ist nachvollziehbar, Lederstrumpf. Sowohl bei Pistons als auch bei Zündlochschrauben sollte man so wie Feingefühl aufbringen können, dass man die Gewinde, auch wenn es "Feingewinde" sein sollten, nicht zerschindet. Wenn ein Piston mit einem geeigneten Mittel (z.B.mit die so oft kritisierten Kupferpaste) "eingefettet" wird, dann braucht man keine Kraft zur Herausschrauben, aber auch nicht beim Einschrauben, und kann das Gewinde somit kaum ruinieren.

    Allerdings muss man schon aufpassen, welchen Gewindetyp das Piston oder die Zündlochschraube hat. Es gibt nämlich recht ähnliche Gewinde, die so halbwegs passen, und erst auf den letzten Umdrehungen "schwerer gehen".

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  • Glaube da liegt 'ne Verwechslung vor.


    Piston bei Perkussions- und Zündlochschraube bei Steinschleudern nach Benutzung rausschrauben macht wohl jeder.


    Worum es hier ging, zumindest hab ich die Beiträge vom Fritz und dem schwarzen Mann so verstanden, war die Demontage des Zündlochstollens, also dem Teil was mit seinem Ende eben nah am Pulversack (um den es ja ging) in den Lauf verschraubt wird, und dann um 90° versetzt die Aufnahme für's Piston bietet.

    Dieses Teil ist meines Wissens nicht dafür gemacht ständig raus und rein geschraubt zu werden. Ein häufiges Lösen dieses Gewindes birgt gewisse Risiken.

    "Life is hard; it's harder if you're stupid."

    John Wayne

    2 Mal editiert, zuletzt von Mühlenbracher ()

  • Bei einem Bekannten von mir hat sich der komplette Zündlochstollen aus dem Lauf verabschiedet / weggesprengt.

    (Lauf wurde öfters von Steinschloss (Zündlochschraube) auf Perkussion (runder Zündlochstollen / Pistonstollen) umgebaut....

    Das Teil hat dann auch am rechten Standende in die Wand eingeschlagen.... =O

    Ich glaub nicht, dass ich das falsch verstanden habe. Wenn es was seitlich (rechts) rausgesprengt haben könnte, dann wohl den Pistonsockel (Drum) oder die Zündlochschraube. Nur geht das nur, wenn das Gewinde total ausgenudelt ist, weil man entweder eine Zündlochschraube mit einem falschen Gewinde verwendet hat, das Gewinde durch Verkanten mehrmals falsch eingeschraubt hat, oder das Gewinde korrodiert ist. das scheint gar nicht so selten vorzukommen, denn es gibt sogenannte Reparaturpistons. Wobei das nachschneiden des Gewindes und die Verwendung eines Reparaturpistons einen Neubeschuss erforderlich machen.

    In jedem Fall ist irgend etwas nicht in Ordnung, wenn entweder das Piston oder die Zündlochschraube

    A) sich nicht LEICHT bis zum Anschlag einschrauben lassen und nur noch mit dem Schlüssel festgezogen werden müssen, oder

    B) das Gewinde "Spiel hat" beim Einschrauben

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  • Ja, war der Pistonsockel.

    Habe mir (da ich gerade nicht auf dem Stand war... :mk: ) aber das Gewehr nicht näher angesehen.

    Lederstrumpf: ich benutze auch WD40 und baue meine Zündlochschrauben schon seit Jahren aus.

    Benutze auch Kupferpaste (mit Keramikpaste hatte ich keine so guten Erfahrungen gemacht...)

  • Mühli,

    Du hast nicht nur Recht, dass die Stollen nicht fürs rein / raus gemacht sind, sonder in D nach dem Beschsussgesetzt ist es auch nicht erlaubt. Denn Perkussionsläufe mit Stollen sind für den Gebrauch, als eine Einheit gefertigt und werden auch so beschossen ergo ein wesentliches Teil in Einheit mit der Schwanz- oder Baskülenschraube. Beim Beschuss in D werde die Stollen meistens zusätzlich mit einem Beschusszeichen versehen.

    Jetzt werden viele wieder schreien -ja aber-. Klar, es wird von vielen Schützen gemacht, aber so lange nicht passiert wird auch niemand nachfragen...............................

  • Mühli,

    Du hast nicht nur Recht, dass die Stollen nicht fürs rein / raus gemacht sind, sonder in D nach dem Beschsussgesetzt ist es auch nicht erlaubt. Denn Perkussionsläufe mit Stollen sind für den Gebrauch, als eine Einheit gefertigt und werden auch so beschossen ergo ein wesentliches Teil in Einheit mit der Schwanz- oder Baskülenschraube. Beim Beschuss in D werde die Stollen meistens zusätzlich mit einem Beschusszeichen versehen.

    Jetzt werden viele wieder schreien -ja aber-. Klar, es wird von vielen Schützen gemacht, aber so lange nicht passiert wird auch niemand nachfragen...............................

    Bitte nehmt Euch diesen Hinweis vom Profi zu Herzen :


    Ich habe es selber erlebt , daß ein Schütze zum Reinigen seiner lePage - Pistole ( nein , keine Pedersoli , da geht es zum Glück gar nicht ! ) den Stollen immer abgeschraubt hatte und mir irgendwann über Zündversager geklagt hat .

    Als ich die Pistole dann näher angeschaut habe , fiel mir auf , daß der Stollen durch das wiederholte Rein - und Rausschrauben bereits derart lose war , daß ich diese Pistole umgehend , sozusagen standrechtlich , aus dem Verkehr ziehen musste !


    Ein zum Glück auf eGon angebotener Lauf kam dann günstiger , als eine Reparatur mit zwingend vorgeschriebenem Neubeschuß plus Portokosten !


    Einmal mehr für mich der Beweis dafür , daß man eine Waffe eher kaputt PUTZEN als kaputt SCHIESSEN kann !


    Ganz klar : Auch ich reinige meine Pistolen nach jedem Gebrauch so schnell , wie möglich , dann aber RICHTIG und SCHONEND !


    Und SÄMTLICHE Gewinde , egal ob Piston oder Schloßhalteschrauben , drehe ich NIE ohne Kupferpaste oder Graphitpulver ein , damit ich kein durch trockenen Abrieb "ausgenudeltes" Gewinde bekomme .

    Das mache ich schon seit über 40 Jahren so und der immer noch perfekte Zustand meiner Sport/Spassgeräte scheint mir Recht zu geben .


    Euch Allen weiterhin "Gut Schuss" und Freude an unserem schönen Hobby


    Euer enfield

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