Kiblers Kit Colonial Rifle

  • Hallo


    Ich wollte mal nachfragen, ob jemand von euch schon eine Kiblers rifle aus den Staaten als Kit zusammengebaut hat!?


    Habe mich noch nie an ein Kit begabt und bin eigentlich auch nicht so ganz handwerklich begabt. Trotzdem reizt es mich einfach mal ein Kit zu bauen.


    Nun gibt's die Teile ja als Standart Kit und als "in the white" für 700euronen mehr.



    Jemand schonmal eine gebaut?

    Beste Grüße und vielen Dank

    • Offizieller Beitrag

    Die Handwerkliche Begabung lässt sich durch Ruhe und mitdenken weitestgehend ersetzen.

    Wichtiger ist ein geeigneter Raum, in dem das gute Stück über einige Wochen, vielleicht Monate in Ruhe aufgebaut werden kann,

    und das nötige Werkzeug.

    Wenn man sich dann nicht in die Euphorie treiben lässt sondern vor jedem Schritt - auch vor kleinen - erst einmal nachdenkt statt spontan improvisiert, kriegt man das auch hin. Besser halt 2 x Fragen als nachher ärgern.


    besten Gruß

    Werner

    Wären Feuerwaffen Schuld an Gewalt und Leid, hätten die Menschen vor dem 13. Jahrhundert friedlich und glücklich gelebt.

    Das alte Testament als vielleicht bedeutendstes religiöses Werk der Geschichte erzählt schon auf der zweiten von rund eintausend Seiten die Legende vom ersten Mord der Menschheit. Keine Tat mit einer Schusswaffe, sondern verursacht durch den menschlichen Charakter. Frieden braucht keine Waffenverbote, Frieden benötigt die Beherrschung des - jeweils eigenen - Charakters.



  • Danke dir.


    Die 700€ mehr kann man sich also deiner Meinung sparen.!?



    Oder ist das Kit dann so wie die Pedersoli kits "fast fertig"?

    • Offizieller Beitrag

    Na ja, Geschmacksache.

    Einerseits kostet das Werkzeug auch etwas Geld,

    Andererseits wurden Rifles auch schon beim Anbringen des Finish - sprich beim Beizen und Bräunieren - ruiniert.

    Soll heißen, eine "In The White" Rifle ist auch nicht ganz "arbeitslos"!


    Wenn das Thema interessiert, ist es gut mit de Kit zu beginnen, denn die Kibler Verarbeitungsqualität finde ich wirklich

    beeindruckend gut, und man hat dann bereits ein Gefühl dafür, wie die Teile zusammenhängen und wie man das Ding

    in die Hand nimmt. Nachdem man das Gewehr zum Finish auch zerlegt, ist es schon ganz gut wenn man es zuvor

    zusammengebaut und dabei dieses Gefühl entwickelt hat.


    besten Gruß

    Werner

    Wären Feuerwaffen Schuld an Gewalt und Leid, hätten die Menschen vor dem 13. Jahrhundert friedlich und glücklich gelebt.

    Das alte Testament als vielleicht bedeutendstes religiöses Werk der Geschichte erzählt schon auf der zweiten von rund eintausend Seiten die Legende vom ersten Mord der Menschheit. Keine Tat mit einer Schusswaffe, sondern verursacht durch den menschlichen Charakter. Frieden braucht keine Waffenverbote, Frieden benötigt die Beherrschung des - jeweils eigenen - Charakters.



  • Kibler Kits kenne ich nicht, ich hatte mal ein Kit von TrackoftheWolf bestellt. Es gibt wenig an das ich handwerklich nicht herangehe, aber dieses Kit war in einem sehr rohen Zustand. Die Holzbearbeitung habe ich nicht als Problem gesehen, aber der Lauf war weitgehend ein Rohling ohne jede Einfräsung für Halterungen oder Visierung. :wacko: Kein Vergleich mit Kits aus Italien oder Spanien, die auch ein Laie zusammenbauen kann. :think:

    Gruss, Alex

    • Offizieller Beitrag

    So sind die meisten Kits von drüben, arinner , zuammenbauen am Wochenende ist da nicht. Dafür hat man auch viel Spielraum.

    Und alle Arbeiten sind eigentlich leicht zu lösen, das Problem ist mehr, dass man zunächst nicht weiß wie. Insbesondere wenn man mit englischsprachiger Literatur nicht klarkommt.


    besten Gruß

    Werner

    Wären Feuerwaffen Schuld an Gewalt und Leid, hätten die Menschen vor dem 13. Jahrhundert friedlich und glücklich gelebt.

    Das alte Testament als vielleicht bedeutendstes religiöses Werk der Geschichte erzählt schon auf der zweiten von rund eintausend Seiten die Legende vom ersten Mord der Menschheit. Keine Tat mit einer Schusswaffe, sondern verursacht durch den menschlichen Charakter. Frieden braucht keine Waffenverbote, Frieden benötigt die Beherrschung des - jeweils eigenen - Charakters.



  • Wenn man sich die Beschreibung von Kibler ansieht, dann sind die Teile des Kits sehr viel weiter bearbeitet, als die bei den Kits von TOW. Die Underlugs sind installiert und die Dovetails für die Visierung gefräst. Auf Wunsch wird auch die Kimme nach vorne versetzt, so dass man als älterer Schütze weniger Probleme hat.

    Im LAR-Forum wurde sehr positiv über die Kits von Kibler gesprochen. Die Kits sollen besser vorgearbeitet sein als die italienischen und spanischen Kits. Da kommt nach meinem Gefühl auch die Ausschussware rein. Es gibt die Aussage, dass ein Mensch, der schon mal einen TOW-Kit verwendet hat, in 20 Stunden Arbeit ohne Anstrengung so einen Kibler-Kit zusammenbauen könnte, so dass dieser als weißfertig durchgeht.


    Wichtig ist, dass man sich die DVDs von Kibler besorgt und sich die intensiv zu Gemüte führt. Das kann man sicher auch machen, bevor man sich einen Rifle-Kit bestellt.


    Kibler bietet ja auch Wochenkurs an, wo Laien in eine Gruppe unter seiner Anleitung aus seinen Teilen ihr Gewehr fertig stellen können, und das spricht wohl dafür, dass die Kits ziemlich weit vorgefetrigt sind; weiter als vergleichbare Kits aus den Staaten.


    Natürlich kann man auch bei einem weißfertigen Gewehr noch Einiges ruinieren, und da braucht man nicht mal Aqua fortis zum Beizen verwenden.


    Ich wäre aber auch sehr interessiert an einem Bericht aus erster Hand, wenn jemand schon mal so einen Kit fertig gemacht hat.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

    • Offizieller Beitrag

    Stimmt, Schwarzer Mann ,

    andererseits: Schon die TOW-Kits sind simple, und ein weniger vorgefertigter Bausatz gibt mehr Freiheiten. Ein handgefeilter Schwalbenschwanz ist in längstens zwei Stunden erledigt, - wenn ich ihn selbst mache bestimme auch ich die exakte Position, nicht der Hersteller. Wenn ich ein Gewehr nachbaue, und das Original hatte 4 Laufkeile, statt nur 3, kann das Wichtig sein. speziell da ich dann ja auch die originalen Positionen haben will.


    Vorgefertigt ist bequem, schränkt aber auch ein.


    Der Vorteil der Kibler Kits ist, dass man als Einsteiger ein Produkt erhält, das man zusammenbringt, und das dennoch einem antiken Vorbild entspricht. In allen Komponenten. Die Arbeiten vor denen man sich hier scheut, erledigt der in einer halben Stunde. Das macht sie Sache wesentlich angenehmer. Und wenn man Blut geleckt hat, kann man sich immer noch steigern. Im Extremfall von der rohen Holzlatte weg arbeiten.


    Besten Gruß

    Werner

    Wären Feuerwaffen Schuld an Gewalt und Leid, hätten die Menschen vor dem 13. Jahrhundert friedlich und glücklich gelebt.

    Das alte Testament als vielleicht bedeutendstes religiöses Werk der Geschichte erzählt schon auf der zweiten von rund eintausend Seiten die Legende vom ersten Mord der Menschheit. Keine Tat mit einer Schusswaffe, sondern verursacht durch den menschlichen Charakter. Frieden braucht keine Waffenverbote, Frieden benötigt die Beherrschung des - jeweils eigenen - Charakters.



  • Mich erinnert die Grundfrage um die es hier geht an meine Jugend-Zeit wo es bei uns mal im Trend war, Modellflugzeuge zu bauen und auch zu fliegen.


    Am Anfang waren es Segler, dann einfache Propellermaschinen - und die Königsklasse war dann am Ende einen Hubschrauber erst zusammen - und dann in die Luft zu bringen. Haben von Drohnen wie wir sie heute zur Kitzrettung und zur "im Mais nach Sauen Ausschau" verwenden nur geträumt. Vor allem von der kinderleichten Bedienung.


    Auf den Waffenbau bezogen fällt mir da eine immer mit einem verschmitztem Grinsen vorgetragene Büchser-Weisheit ein. "Jeder Büchsenmacher muss irgendwo auch ein Schütze sein, umgekehrt nicht unbedingt." Soll heißen: wer wenig Erfahrung und nicht das richtige Werkzeug besitzt, noch schlimmer: keinen in der Nähe hat den er fragen kann (!) sollte sich dreimal überlegen sein Geld für einen halbfertigen Bausatz von-was-auch-immer auszugeben. Nach meiner unmaßgeblichen Meinung ist das nicht nur herausgeworfenes Geld, was mir eher zweitrangig wäre, sondern vielmehr der Garant auf mehr Frust als Lust wenn aufgrund mangelnder Sachkenntnis das Kind unweigerlich in den Brunnen geschippert wird. Nicht umsonst sind solche Tätigkeiten ja Lehrberufe.


    Ginge ich an solch ein Projekt, machte ich mich vorher so schlau als möglich um zu erkunden was da auf mich zukommt. Ich hätte viel zu viel Sorge Fehler zu machen die hinterher nicht wieder gut zu machen sind. Bedeutet in der Konsequenz für mich: an meiner allererste Büchse sollten soweit alle Bohr-, Fräs- und Sägearbeiten getan sein. Die Behandlung des Oberflächenfinish und der Feinheiten sind sicher eine Fleißarbeit, mit etwas Recherche und dem richtigen Equipment aber sicher auch vom ambitionierten Anfänger hinzukriegen, so er sich sowas zutraut. Wer dann nach "mehr" ruft, bitte sehr.


    Ein Sportler fängt ja auch nicht gleich mit Halbmarathon an, blos weil er gern läuft.

    "Life is hard; it's harder if you're stupid."

    John Wayne

    • Offizieller Beitrag

    Bedeutet in der Konsequenz für mich: an meiner allererste Büchse sollten soweit alle Bohr-, Fräs- und Sägearbeiten getan sein.

    Ja und Nein! Sagen wir 'mal so: Es hängt sehr viel von der eigenen "Vergangenheit" ab.

    Wer handwerklich vieles gemacht hat, quasi schon Kilometer an der Laubsäge verbracht hat und damit funktionierende (vielleicht fliegende :) ) Objekte hergestellt hat, Küchen- , Wohnzimmer und sonstige Möbel geplant und gebaut hat, inlusive des Versenkens der Scharniere, am Auto Stoßdämpfer, Bremsbeläge ... selbst tauscht, ..., ..., ..., kann sich auch an Büchsenprojekt wagen, bei dem nicht alles vorgefertigt ist. Weil einerseits die Einstellung nicht all zu falsch sein wird, und er es andererseits gewohnt ist, Projekte auch abzuschließen. Dass gerade diese Leute dann dennoch eher mit einem Italo-Kit anfangen, liegt meist am Bedürfnis, erst einmal die Struktur zu durchschauen, Handwerkliche Probleme gäbe es auch beim anspruchsvollen Kit keine.


    besten Gruß

    Werner

    Wären Feuerwaffen Schuld an Gewalt und Leid, hätten die Menschen vor dem 13. Jahrhundert friedlich und glücklich gelebt.

    Das alte Testament als vielleicht bedeutendstes religiöses Werk der Geschichte erzählt schon auf der zweiten von rund eintausend Seiten die Legende vom ersten Mord der Menschheit. Keine Tat mit einer Schusswaffe, sondern verursacht durch den menschlichen Charakter. Frieden braucht keine Waffenverbote, Frieden benötigt die Beherrschung des - jeweils eigenen - Charakters.



  • Also ich halte mich jetzt nicht für handwerklich unbegabt. Ich habe jahrelang meine Vollröhren Verstärker zum E-Gitarren spielen selbst gebaut, und bin immer noch in einem dazugehörigen Fachforum. Aber ! Es hat gedauert. Trotz Bauplänen und technischem Verständnis. Elektrik kam dann noch dazu. Also Schaltpläne lesen lernen usw. So manchen Bausatz musste ich am Anfang zweimal angehen.


    Für diese angesprochene Arbeit hier habe ich mich auch schon interessiert. Ich muß dazu sagen, ich habe einiges an speziellem Werkzeug und etwas Erfahrung in der Holz und Metallbearbeitung, Veredlung. Die meisten billigen Bausätze haben mich nicht angesprochen. Geben aber was her um zu lernen. Und genau da liegt die Krux der Geschichte für mich. Gehe ich einmal vom Verstärkerbau aus, war der Tenor der Profis immer recht Eindeutig. Das macht man nicht um Geld zu sparen. Das macht man aus Interesse und aus Spaß. Geld lässt sich nicht sparen wenn man etwas hochwertiges herstellen oder nachbauen will. Auch nicht mit vorgefertigten Teilen. Dazu käme der Umstand das man bei einigen Schritten wie dem Schaft eh nur einen Versuch hat. Ist der versaut, ist der Spaß dahin. Ebenso das bräunieren, brünieren, blau anlassen. Alles wie im Verstärkerbau einzelne Disziplinen die beim Hersteller nicht selten in einzelne Fachbereiche mit eigenen Meistern unterteilt sind. Das soll aber nicht heißen das ich hier jemandem von solch einem Projekt abraten wollte.


    Kommen noch Arbeiten dazu die ein BüMa machen muß wie Dovetails einfräsen, beschießen lassen etc. dann wird es gleich teuer. Wer es denoch versuchen möchte, dem wünsche ich Erfolg. Und Spaß dabei. Ich für mich habe es verworfen. Insbesondere die wirklich interessanten Gewehre die im Bausatz aber erst ab 1500,- Euro los gehen sind in meinen Augen schon eher etwas für das Feierabendhobby von einem gelernten Handwerker oder BüMa mit entsprechender Profi Ausstattung.

    Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte.

    • Offizieller Beitrag

    Weitgehend richtig, Papa Aldo, wenn auch nicht in allen Punkten.

    Geld sparen kann man mit einem Bausatz tatsächlich nicht. Nicht einmal mit einem Italo-Bausatz. Und das Motiv für einen amerikanischen Longrifle-Bausatz sollte eher sein, überhaupt zu einem leistbaren Preis an ein solches Stück zu kommen. Man kann zwar - manchmal einigermaßen günstig - an ein Gewehr kommen welches ein Ami gebaut hat, da spart man sich aber weder Transportkosten, noch Zoll/Steuer, noch den Beschuss. Diesbezüglich bleibt sich's also gleich. Die hierzulande gefertigten US-Bausätze gefallen mir allesamt nicht. zu "anständig europäisch" gefertigt. Die Leute bringen perfekte deutsche Jägerbüchsen zusammen. Aber deren Arbeiten sind steril, die leben davon, haben perfektes Werkzeug, und über dieses geht der Handarbeits-Charakter völlig verloren. Logisch, - für die ist das Beruf, und von dem müssen sie leben können. die haben nicht Zeit und Muße, um an einem Exemplar 500 und mehr Stunden herumzusitzen. Wenn man Ruhe und Ausdauer mitbringt, und den nötigen Raum hat um so ein Projekt 12 Monate laufen zu lassen, kriegt man es auch hin. Insbesondere wenn man ein Gewehr auswählt das auch im Original nicht durch großartige Verzierungen aufgefallen ist, sondern eher schlicht aufgebaut war. Billig ist das nicht, aber im Vergleich zu anderen Hobbies pro Stunde immer noch sehr günstig! Wenn so etwas scheitert, dann liegt's in der Regel am eigenen Kopf, nicht an den handwerklichen Fähigkeiten, und auch nicht am Produkt.

    Nur meine Meinung zum Thema.


    besten Gruß

    Werner

    Wären Feuerwaffen Schuld an Gewalt und Leid, hätten die Menschen vor dem 13. Jahrhundert friedlich und glücklich gelebt.

    Das alte Testament als vielleicht bedeutendstes religiöses Werk der Geschichte erzählt schon auf der zweiten von rund eintausend Seiten die Legende vom ersten Mord der Menschheit. Keine Tat mit einer Schusswaffe, sondern verursacht durch den menschlichen Charakter. Frieden braucht keine Waffenverbote, Frieden benötigt die Beherrschung des - jeweils eigenen - Charakters.



  • Insbesondere wenn man ein Gewehr auswählt das auch im Original nicht durch großartige Verzierungen aufgefallen ist, sondern eher schlicht aufgebaut war.


    besten Gruß

    Werner

    Werner und in diesem Satz sehe ich schon unser beider "Problem" heran eilen. Das täten wir ja nicht würden haben kaufen wollen. grin-.)

    Das Anspruchsdenken wenn ich mir schon mal die Mühe mache. Das geht leider ohne Verzierung, und Handschmieden ( evtl. lassen ) der Beschläge schlecht. Das herausarbeiten der Vogelaugen Ahorn Politur. Das ist ja schon eine Philosophie für sich allein. Plus die passenden Polituren.


    Übrigens habe ich schöne Bausätze gesehen. "Leider" grin-.) Nur sind die hölzernen Patchfächer noch nicht ausgefräst, und die passende Abdeckplatte muss ja auch angefertigt werden. Die muß ja passen. Die Schäfte sind da eher zwar eingepasst, aber doch noch roh. Ja ich merke gerade. Ganz so weit bin ich doch noch nicht weg mit meinen Gedanken. So ein Projekt über zwei Winter gestreckt wäre was.


    Aber das sind andere Geschichten. Ja was es hier so gibt ist schon steril. Da fehlt was. Man merkt halt die vereinfachte Maschinenherstellung.

    Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte.

  • Werner du musst auch bedenken, nicht jeder,- ich tippe sogar mal drauf eher die Wenigsten - sehen eine Vorderladerbüchse, erst recht eine Longrifle - mit deinen Augen.

    Will sagen wo dir und deinesgleichen Experten auffällt "oh, das Schloss stimmt so nicht oder die Schwanzschraube dieser und jener Schule sieht aber anders aus ... " die Autenzität wichtig ist, spielt diese für in Waffen-Geschichte Unkundige überhaupt keine Rolle.


    Berühmteste Beispiele sind die hierzulande wie Sand am Meer anzutreffenden Kenrucky- oder Hawken-Rifles. Sam Hawken würde sich im Grabe umdrehen wenn er wüsste auf was alles heutzutage sein Name steht. Und dennoch: nicht wenige haben durch grade diese aufgezeigten beiden Waffen den erschwinglichen Weg zum Vorderlader (-schießen) gefunden - und treffen damit sogar ganz leidlich.


    Will sagen: eine selbst fertig gestellte Büchse kann gut zusammengebaut und gefinishet sein, klasse aussehen und schießen - ohne das jedes Detail historisch zu 100% korrekt sein muss. Den Anspruch hatte und hat der Erbauer vielleicht garnicht.


    Man darf glaube ich nicht immer so streng sein und seine eigenen hohen Maßstäbe an alles anlegen.

    "Life is hard; it's harder if you're stupid."

    John Wayne

    • Offizieller Beitrag

    Werner du musst auch bedenken, nicht jeder,- ...

    Jein, Mühlenbracher .


    Mehreres:

    * So ein großartiger Experte bin ich bei Weitem nicht.

    * Man muss unterscheiden zwischen "schöne" Büchse, "korrekte" Büchse, "gut gebaute" Büchse, ...

    Im Idealfall trifft das Zusammen, muss aber nicht. Wenn Schlosspaneele nicht stimmen oder ähnliches mehr, kann die Büchse dennoch gut gearbeitet sein, dem Ersteller gefallen und gut schießen. Ich würde so eine Büchse nicht per se als "schlecht" bezeichnen. "Nicht korrekt" ist kein Qualitätsmerkmal, und jedem Schützen wird eine nicht korrekt nach Vorbild gebaute aber treffende Büchse lieber sein als eine die zwar "geil" aussieht, aber nicht trifft.


    Viele der von mir so gerne verdammten Italo-Büchsen würden den damaligen Büchsenmachern vielleicht gut gefallen, ihnen sogar als Vorbild dienen. Bloß - die haben so etwas eben nie gesehen, und damals eben anders gebaut. Aber nur weil ich diesbezüglich gerne den Historiker hervorkehre heißt das noch lange nicht, dass eine Büchse die nicht korrekt einem Vorbild entspricht schlecht sein muss. Auch wenn es mich ärgert, wenn Gewehre die von einer Technik zusammengehalten werden die es damals noch nicht einmal ansatzweise gab als "historisch korrekt" bezeichnet werden. Diese Gewehre können dennoch gut sein und treffen.


    Als ich mit dem Spaß begonnen habe, waren's "Trade Guns" und "Southern Rifles", weil die keine Verzierungen benötigen und dennoch korrekt sind. Das Gefühl was korrekt ist und was nicht, stellte sich dann von ganz alleine ein. Nur . ich habe mit vier Jahren begonnen, Pläne zu zeichen, Schiffe und Flugzeuge am Fenster abzupausen etc. - da erwirbt man den Blick für Details ganz von selbst, in einem Alter in dem man das Lernen noch gar nicht als solches wahrnimmt...


    besten Gruß

    Werner

    Wären Feuerwaffen Schuld an Gewalt und Leid, hätten die Menschen vor dem 13. Jahrhundert friedlich und glücklich gelebt.

    Das alte Testament als vielleicht bedeutendstes religiöses Werk der Geschichte erzählt schon auf der zweiten von rund eintausend Seiten die Legende vom ersten Mord der Menschheit. Keine Tat mit einer Schusswaffe, sondern verursacht durch den menschlichen Charakter. Frieden braucht keine Waffenverbote, Frieden benötigt die Beherrschung des - jeweils eigenen - Charakters.



  • Hallo


    Für euch zur Info, ich habe es mir bestellt.

    Ich will mich einfach mal dran versuchen und hoffe das es klappt.


    Ohne versuch, kann man es eben nicht herausfinden.


    Ich bebildert dann das Projekt hier im Thema


    Vielen Dank euch erstmal

  • Super. Cola und Popcorn stehen schon bereit. Viel Spaß dabei. Der ist das wichtigste.

    Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte.

  • Klasse, freue mich schon auf die Bilder :thumbup: :thumbup: :thumbup:

    Erik - the master of desaster
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)


    Hab von nix eine Ahnung, aber davon besonders viel!

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