Ladedaten und Geschosse für Parker Hale Enfield 1858 zwei Band .577

  • Hallo Vorderladergemeinde,

    ich bin neu hier im Forum und auf der Suche nach Geschoßdaten und Ladungsdaten um mit meiner Enfield 1858 beste Ergebnisse zu erzielen.

    Wer hat mir fundierte Daten mit der er seine Parker Hale Enfield mit dem .577 Parker Hale Lauf auf der 100 Meterbahn

    zur Höchstleistung in punkto Streukreis gebracht hat ?

    Ich habe mir vor ein paar Jahren das Gewehr gebraucht gekauft und habe vor in die Disziplin Dienstgewehr einzusteigen, vorausgesetzt das es die Waffenstreung und die Fertigkeit des Steuermanns zulassen.

    Da das Gewehr von Parker Hale zigfach in guter Qualität hergestellt wurde denke ich das es keine allzu große Spreizung geben dürfte zwischen dem was funktioniert und was nicht.

    Freue mich auf eure Beiträge !


    Mit Donner und Rauch ! ::Bumm::

    Russler

  • Bestladungen variieren von Waffe zu Waffe. Auch oder gerade bei den Enfields - egal aus welcher Fertigung.


    Nachdem der Geschossdurchmesser ermittelt wurde (wichtig, muss saugend in den Lauf gehen) und Geschosse zwischen 560 - 630 grs. mit Weichblei vorhanden sind, würde ich mit einem guten Pulver (bspw. CH3) mit einer Ladung ab 61 grs aufwärts anfangen. Geeignetes Geschossfett ist ebenso wichtig.

    Eine von PH vertriebene Geschosszange müsste unter der LYMAN-Nr. 575213PH (ca. 560 grs) noch im Handel zu erhalten sein. Die hatte ich früher auch genutzt, bin aber dann an etwas schwerere Geschosse gekommen, die gefühlt besser laufen (weniger Ausreiser).


    Es lohnt auch, den Piston zu prüfen, dass er nicht ausgebrannt ist, je nach dem wie intensiv die Waffe schon genutzt wurde. Auch sollte der Lauf möglichst spannungsfrei im Schaftbett sitzen. Denke du wirst um ein wenig experimentieren bei der Waffe nicht umhin kommen. Aber wenn´s mit der Waffe klappt, macht die Enfield richtig Spaß.


    Gut Schuss wünscht dir

    Siegfried

  • Danke für deinen Beitrag !

    Das Piston ist neu und das Schweizer III steht auch schon am Start.

    Desweiteren habe ich noch eine Kalibriermatritze für den Lauf und zur Schmierung gibts das blaue Weltmeisterfett.

    Wegen der Spannungsfreiheit des Laufes ist das nicht ganz so einfach. Damit die Laufbänder nicht wandern muss ich die schon richtig festziehen. Ich habe mir auch schon gedanken gemacht ob ich den Lauf vielleicht betten sollte, aber da wüste ich nicht wo anfangen und wo aufhören da die Enfield fast vollgeschäftet ist und was wohl das richtige (zulässige) Material dafür wäre weiß ich auch noch nicht.

    Wegen den Geschoßgewichten hast du wahrscheinlich recht, dass die schweren die bessere Wahl sein könnten. Aber gerade in der oberen Gewichtsklasse über 600 Grain gibts kaum etwas auf dem Markt.


    Mit Donner und Rauch !

    Russler

  • Die Spannung lässt sich bei den Enfields an der Schwanzschraube regulieren. Bei einer Enfield von mir hatte ich mehrere Lagen Papier unterlegt, danach war die Schussleistung wesentlich besser. Muss man ausprobieren. Hilfreich ist dabei auch der Beitrag " how-to-manage-the-enfields" in einem anderem Forum.


    Fette .577er Pillen habe ich mir bei egun beschafft. Man kann natürlich auch eine angepasste Kokille von der Firma mit dem "H" anfertigen lassen, wenn das Geschoss der Begierde gefunden/ausgetestet ist.


    Gruss

    Siegfried

  • Hallo Siegfried,

    leider funzt der Beitrag im anderen Forum nicht mehr.

    Hast du den in Kopie ?

    Laufspannung Regulieren an der Schwanzschraube ist mir noch nicht ganz klar .

    Meinst du hier das Anziehen der Baskülenschraube und unterlegen im Bereich des Pulversacks ?


    Danke mit Donner und Rauch

    Russler

  • Also meine 2-Band habe ich über Jahre sehr erfolgreich mit dem hier gezeigten Geschoss geschossen.


    Es ist eine sog. lange Henselkokille mit genau 29mm Geschosslänge und einem flachen Boden bei einem Gewicht von rund 710 grs. ( 46 Gr. ).


    Beit einer Fettung mit Lube 103 und einer Ladung von 46 grs Schweizer II schoss die Waffe sehr genau.


    Übrigens war bei meiner P.H. eine Dreipunkt Bettung bereits ab Werk gegeben.


    Wesentlich ist, dass man die Bänder und die Kreuzschraube immer gleichmäßig anzieht, habe dann nie Abweichungen gehabt.


    Bin mit diesen Komponenten übrigens vielfacher Landesmeister und auch einmal Deutscher Meister geworden.


    Ja, das Geschoss sieht nicht mehr taufrisch aus, habe aber auch aufgrund meines Alters den "aktiven Dienst" schon lange quitiert.


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  • Hallo zusammen,

    vielen Dank für die tollen Infos!

    Ich denke das dringlichste Thema ist die Schaftbettung das ich angehen muss, den bei meinem Gewehr ist da noch nichts gemacht worden.

    @ Black Bart, hast du vielleicht noch ein paar Geschosse die ich dir abkaufen könnte ?


    Grüße mit Donner und Rauch

    Russler

  • IMG_7400.jpgIMG_7401.jpgIMG_7402.jpg


    In 577. habe ich alle Variationen hier. Ich kann dir Maß und Gramm genau alles gießen. Temperaturgeführt. Lassen sich alle ohne kalibrieren passgenau setzen. Match Qualität. Die Perdersoli Enfield 2. Band war mal eine Option für die Jagd für mich mit Hohlspitz. Habe ich aber zu Gunsten der 451. Volunteer Target verworfen. Am Wochenende gieße ich dir mal gemischtes Aufmaß. Leider gehen mit dem Gewehr auch die Kokillen weg. Die restlichen 577 Geschosse kannst du haben zum testen.


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  • Hallo Papa Aldo

    Das sieht ja Klasse aus !

    Wenn ich richtig gerechnet haben sind deine Minie ca.540 Grain schwer oder hast noch schwerere ?

    Bei meiner Enfield war noch eine Kalibriervorrichtung (Holzklotz mit konischer Stahlbüchse) dabei mit dem Maß 14,67mm und die kalibrierten Geschosse lasen sich saugend in die Mündung einführen. Meine vorhandenen RCBS Kokille ist Kalieber .58 mit 560 Grain und flachem Hohlboden.

    Wo und was hast du den mit der Enfield gejagt ?

    Mit Donner und Rauch

    Russler

  • Russler


    Specs schicke ich dir durch. Nebst Toleranz. Mit der Enfield 2 Band zwei Sauen. Gewehr und Kokillen sind aber nach Polen gegangen für die Jagd. Ich bevorzuge mein dP 1860 Volunteer Target Rifle in 451. Nordvogesen. Das Gewehr schiesst sich sehr gut bis auf 150 Meter über Kimme und Korn. Dann wird es für mich schon eng. Habe aber ein 6x17 Malcolm mit Montage für den Stand ab 200 Meter. Bin leider unter der Woche oft außer Haus wie viele wissen. 577 kannst du gegen Porto haben.

  • Welche Treffergruppen (Durchmesser umschlossen gemessen) sind aus eurer Erfahrung mit viel Fingerspitzengefühl aus einer Parker Hale Enfield 2 Band überhaupt sitzend aufgelegt auf 50/100 Meter herauszukitzeln ?

    Wo liegen eure persönlichen Bestwerte ?


    Grüße mit Donner und Rauch

    Russler

  • Hallo 1874,

    deine Angaben entsprechen in etwa auch den Ergebnissen auf Meisterschaften.

    Schaue ich mir die Ergebnisse der Deutschen Meisterschaften an sind da ein paar wenige die etwas über 140 Schießen und dann ein breites Feld die sich im 9. Schnitt tummeln+-.


    Meine Navy habe ich nun schon gemäß Anleitung von Skeeter den Lauf gebettet und wische in der jetzigen Versuchsphase nach jedem Schuß leicht angefeuchtet durch. Versuche mit unterschiedliche Ladungen mit Schw.III bringen keine wesentliche Verbesserung ( Streukreis 50 Meter 65 mm).

    Das einzige was auffällig ist, daß die Ladungen nicht gleichmäßig zünden. Hier habe ich das Gefühl bei manchen Schüssen, dass es zu einer Art Doppelzündstufe kommt obwohl ich die Murmeln immer gleichmäßig setz und nicht naß wische, iergendwie komisch ?


    Muß unbedingt mal mit schwereren Geschossen probieren , mal sehn was Papa Aldo im Angebot hat, sonst muss ich mal im Egun suchen.


    Grüße mit Donner und Rauch !

    Russler

  • Russler,

    besser bekam ich es mit dem Enfield nicht hin. Allerdings hatte ich die bestenErgebnisse mit einem 560 Grain geschoss und 53 CH2.

    Jetzt schieße ich mit einem originalen Springfield 1863, das liefert ohne große Anstregungen bessere Ergebnisse.


    Viel Spaß beim Testen

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