Starr - nicht vor Angst ;)

  • Captain Cat

    möglich ist es ja, aber keine Praxis.
    Der Tscheche zeigt in einem Vid ein MÖGLICHKEIT - auch das war aber sicher keine Realität.
    Ian stellt auch klar, dass der Abzugszüngel eine MÖGLICHKEIT ist.

    Man sollte einfach mal selbst so ein Teil bespielen können.


    Hab ich vorhin. Somit wo ist das Problem? ;)

    Man darf nicht ausser Acht lassen, dass der DA Modus nicht vollkommen neu war, dennoch nicht sehr weit verbreitet und in der Armee schon gar nicht.
    Ich stelle mir gead vor, dass einer im Schlachtgetümmel mit dem vorderen Abzug vorspannt und dann umgreift um den kleinen Zügel zu finden und den Schuß brechen zu lassen.
    Meist trug man damals Handschuhe im Gefecht - zumindest als Offizier oder bei den berittenen Truppen.

    Die Realität wird wohl eher so gewessen sein, einen DA Revolver im Gefecht als eine Art "Deutschusswaffe" zu nutzen.

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    Ike Godsey


    --- Just a grumpy old man with a gun ---

  • Die Idee, den Hahn nicht - wie beim Colt - ausschliesslich im SA Modus vorzuspannen und dabei die Trommel weiter zu drehen, ist ja nicht auf den Starr beschränkt. Mir fällt dabei spontan der Beaumont-Adams Revolver ein, oder der Webley-Bentley Revolver. Das Patent von William Tranter mit dem überlangen Abzugshebel, ist wohl weniger bekannt, entspricht aber der Idee, dass erst mit einem Abzug vorgespannt wird, und dann der Schuss mit dem kleinen Abzug ausgelöst wird.

    Tranter_1st_Model.jpg

    Mit dem unteren Teil des Abzugs, der über den Abzugsbügel hinausragte (first model), wurde der Abzug vorgespannt und die Trommel weiter gedreht, und der Schuss mit dem Abzugsteil innerhalb des Abzugsbügels ausgelöst.


    Irgendwo hab ich auch mal ein Bild eines Revolvers gesehen, wo der "untere Abzug" als Ring geformt ist.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.


  • Du meist sowas da?

    Der mußte aber auch ziemlich "umgreifen".

    :)


    Auch wenn das alles im Bereich der Spekulation bleiben wird, da vermutlich keine historischen Quellen dazu vorliegen,

    ich glaube, wir überschätzen da ein Problem der Geschwindigkeit aus unserer heutigen (!) Sicht und Gewöhnung.


    Vor den Revolvern war es Stand der Technik, eine Pistole mit EINEM Schuß zu haben, bei welcher man den Hahn mit dem Daumen spannen mußte um dann mit dem Zeigefinger abdrücken zu können (Stecher lasse ich mal außen vor, da bei Militärwaffen eher nicht üblich).


    Ich denke jetzt nicht, daß der damalige Nutzer es deshalb als großen Aufwand empfand, mit dem Abzugsfinger umzugreifen, sondern für ihn eher die Erleichterung im Vordergrund stand, nicht für jeden Schuß laden zu müssen.


    Feuergeschwindigkeit war damals, als die meisten Waffen eh noch Einzellader waren, sicher nicht die dominierende Frage.


    Aber, wie gesagt - ohne historische Quellen bleiben wir im Bereich der Vermutungen - so oder so.

    Ich überlege noch, wie ich es besser zum Ausdruck bringen könnte, daß ich zwar mit vielen Leuten hier dasselbe Hobby teile -

    aber ganz sicher nicht die Meinungen und Sichtweisen zu anderen Dingen und wer keine Antworten auf Zitate meiner Beiträge bekommt, steht wohl auf der Block-Liste . . .

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