Starr - nicht vor Angst ;)

    • Offizieller Beitrag

    Ein Revolver mit - wenn man so will -

    verkehrter Geschichte. Denn der kam

    zunächst einmal - als Double Action Waffe

    auf den Markt. Im Jahr 1858.


    SSAA001.JPG


    Von dem Double Action Exemplar gab es auch eine Replikavon Pietta. Wenn ich mich recht entsinne. von

    der Navy Ausführung, also Kaliber .36" von der ab 1858 rund 3.000 Stück gefertigt wurden.


    SSAA002.JPG


    Es folgten grob 21.500 des Double Action Army. Bis von der Regierung der Auftrag erteilt wurde, den Revolver - aus Preisgründen als Single Action

    Revolver zu fertigen. Diese Produktion lief 1863 an, es entstanden 23.000 Exemplare.


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    Ausgeliefert wurden die Revolver hauptsächlich an jene Unions-Einheiten, die an den westlichen Schauplätzen

    des Bürgerkriegs dienten.


    SSAA004.JPG


    Nach dem Bürgerkrieg wurden viele dieser Revolver zu Hinterladern konvertiert, dieses Exemplar ist

    in der ursprünglichen Perkussions-Ausführung erhalten. Allerdings erhielt es - noch im 19. Jahrhundert -

    ein neues Finish. Und wurde seitdem offenbar wenig benutzt. Deshalb der fast unglaubwürdig gute

    Zustand.


    SSAA005.JPG


    Irgendwie würde mich interessieren, wie dieser Revolver heute bei Bewerben

    abschneiden würde, im Vergleich zu den verbreiteten Remintons und Rogers & Spencers.

    Einerseits hat der hier auch einen vollen Rahmen, andererseits wie die Colts die Kimme

    am Hahn, also beweglich. Als Replika könnte ich mir dennoch vorstellen, dass er erfolgreicher

    wäre als die Double Action Variante mit ihrer doch etwas merkwürdigen Mechanik.



    SSAA008.JPG


    Jedenfalls mit eines jener historischen Objekte, von denen ich mir irgendwann 'mal

    ein Original besorgen möchte. Schon allein weil diese Form praktisch niemand als

    "Western Revolver" betrachtet, da von Hollywood so gut wie komplett ignoriert.


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    Obwohl dieses Exemplar nicht zusammengestoppelt ist sondern aus den ursprünglichen Teilen besteht,

    trägt es mehrere unterschiedliche Inspektions-Marken. Einige davon stammen wohl aus der Zeit nach

    dem Bürgerkrieg, als die Armee begann, Überbestände an Privatkunden zu verkaufen.


    SSAA007.JPG


    Wobei die Lager/Arsenale teils rigoros geleert wurden, da angesichts der neuen

    Hinterlader-Revolver bei der Armee kein Bedarf an Perkussionswaffen mehr

    vorhanden war.


    SSAA009.JPG

    Auch wenn dieser Revolver nicht an die Eleganz eines Colts oder Remington Army

    herankommt, mir gefällt er, und für mich gehört er mit zur Familie der interessanten

    Bürgerkriegs-Revolver.


    SSAA010.JPG


    besten Gruß

    Werner

    Wären Feuerwaffen Schuld an Gewalt und Leid, hätten die Menschen vor dem 13. Jahrhundert friedlich und glücklich gelebt.

    Das alte Testament als vielleicht bedeutendstes religiöses Werk der Geschichte erzählt schon auf der zweiten von rund eintausend Seiten die Legende vom ersten Mord der Menschheit. Keine Tat mit einer Schusswaffe, sondern verursacht durch den menschlichen Charakter. Frieden braucht keine Waffenverbote, Frieden benötigt die Beherrschung des - jeweils eigenen - Charakters.



  • Irgendwie würde mich interessieren, wie dieser Revolver heute bei Bewerben

    abschneiden würde, im Vergleich zu den verbreiteten Remintons und Rogers & Spencers.

    Die Pietta Replika soll lt. Test der Visier 12/2003 nicht so präzise sein wie der Feinwerkbau Rogers & Spencer, aber mit anderen Italienern mithalten können.

    Hier im Forum wurde mir von der Pietta Replika abgeraten. Da das Original dieses Revolvers deutlich günstiger zu bekommen ist als originale Colt oder Remington habe ich mich für ein Original entschieden. Ich habe eins mit vergleichbarer Seriennummer gefunden, konnte es aber bis jetzt noch nicht schiessen. :(

    BP-Starr_boyo01.jpg

    Gruss, Alex

    • Offizieller Beitrag

    Nu, arinner , diesbezüglich ist Dir 100%ig zuzustimmen. Nur - mich würde zum Einen die Schussleistung des Originals interessieren,

    Zum Anderen - gerade bei diesem Konstruktionen - die Single Action Variante. Nachdem die Double Action Variante eine Single Action Nutzung kaum bis gar nicht unterstützt: Dein Foto zeigt es: Der Vordere Abzug dreht die Trommel und spannt den Hahn um - beim Weiterbewegen des Abzugshebels - den hinteren zweiten Abzug im Abzugsrahmen zu betätigen. Das kann nicht "Bewerbs-adäquat" funktionieren.


    Die Single Action Variante steht von der Technik der Mechanik her einem Remington oder R&S nicht nach. Was die Qualität der Verarbeitung betrifft - genau das wäre eben die interessante Frage!


    besten Gruß

    Werner

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  • Der Vordere Abzug dreht die Trommel und spannt den Hahn um - beim Weiterbewegen des Abzugshebels - den hinteren zweiten Abzug im Abzugsrahmen zu betätigen. Das kann nicht "Bewerbs-adäquat" funktionieren.

    Hmh-warum nicht ?

    :/


    Perkussionsrevolver werden in (mir bekannten) Wettbewerben ausschließlich auf Präzision und nicht z.B. Speed geschossen.


    Worin soll also der Nachteil gegenüber einem Single Aktion bestehen, bei dem ich Spannen und Trommel bewegen mit dem Daumen mache, während ich es hierbei über den vorderen Abzug mit dem Schießfinger mache.


    Ich kann darin, zumindest auf den ersten Blick, keinen wettbewerbsverzerrenden Nachteil erkennen - oder habe ich die Funktionsweise mißverstanden und es wird der hintere Abzug im Anschluß an Weiterbewegung und Spannung auch durch den vorderen Abzug ausgelöst ?


    Sorry, frage aus reinem Interesse, da ich die Technik nicht kenne.

    Ich überlege noch, wie ich es besser zum Ausdruck bringen könnte, daß ich zwar mit vielen Leuten hier dasselbe Hobby teile -

    aber ganz sicher nicht die Meinungen und Sichtweisen zu anderen Dingen und wer keine Antworten auf Zitate meiner Beiträge bekommt, steht wohl auf der Block-Liste . . .

    • Offizieller Beitrag

    oder habe ich die Funktionsweise mißverstanden und es wird der hintere Abzug im Anschluß an Weiterbewegung und Spannung auch durch den vorderen Abzug ausgelöst ?

    Genau das! Zwischen die beiden Abzüge würde nicht einmal der kleine Finger passen :saint: . Das ist der Punkt. Bei einem modernen DA-Revolver wäre das kein Problem, der lässt sich auch als SA schießen. Dieser ist eben nur DA, oder die Handhaltung ist dermaßen unnatürlich (quasi den hinteren Abzug mit dem lang gewachsenen Fingernagel betätigen :D ) dass man auch keine Präzision zusammenbringt.


    Natürlich wär's dennoch auch interessant zu sehen, wo man mit dem DA trifft, aber ich schätze die Chancen irgendwo bei "0" ein.


    besten Gruß

    Werner

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  • Genau das! Zwischen die beiden Abzüge würde nicht einmal der kleine Finger passen

    O.K. danke, jetzt ist es mir klar.

    Ich überlege noch, wie ich es besser zum Ausdruck bringen könnte, daß ich zwar mit vielen Leuten hier dasselbe Hobby teile -

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    Guckst Du hier !


    By the way und auch einmal mehr etwas neben dem Thema : Ich selber schieße ( zumindest für meine Verhältnisse ) ganz passabel mit meinem Beaumont - Adams . Der ist , für meinen Geschmack , so ziemlich der eleganteste und auch präziseste Revolver der Viktorianischen Zeit und hat nebenbei auch einen wirklich gut im Anschlag liegenden und zu fassenden , großen Griff , die Abugscharakteristik läßt sich ohne Weiteres mit der einer guten LuPi vergleichen . Die Mechanik ist zwar ziemlich filigran und fummelig , für die halbjährliche Generalreinigung brauche ich immer noch mindestens eine gute Stunde . Aber was solls - Spass macht es trotzdem , zumal heute auf den Ständen so ein Teil doch eher selten zu sehen ist .


    Jedenfalls freue ich mich immer , wenn ich einen Schützen mit Begeisterung sein Original schießen sehe !


    20200912_221503.jpgk-20200912_221426.jpg

    Heute ist der Erste Tag des Restes unseres Lebens - machen wir das Beste daraus ! :bud:

    Einmal editiert, zuletzt von enfield ()

  • Guckst Du hier !

    Danke, sehr interessant !

    Das erklärt es gut - der alte Beweis dafür, daß "ein Bild mehr als tausend Worte sagt".

    :)


    Greenhorn - also nach diesem Film stellt sich mir schon die Frage, was für eine Art "kleine Finger" Du hast

    ;)


    Im Film Beitrag, so im Bereich bei drei Minuten, wird doch eindeutig gezeigt, daß die von mir vermutete Art des Schießens

    problemlos möglich ist und der gute Mann ohne Schwierigkeiten mit seinem Abzugsfinger auslösen kann.


    Wenn ich es richtig verstanden habe, dann ist dieser Schieber auf der hinteren Seite des vorderen Abzugs doch sogar extra für die Umstellung auf diese Art des Schießens eingebaut.

    Ich überlege noch, wie ich es besser zum Ausdruck bringen könnte, daß ich zwar mit vielen Leuten hier dasselbe Hobby teile -

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    • Offizieller Beitrag

    Nu, Captain, mit dem kleinen Finger hat das wenig zu tun! :saint: Danke, enfield , wieder was dazugelernt.

    Meine Info war schlicht und ergreifend falsch! :evil: Ob die Replika die ich in Pfoten hatte Schmarrn war, oder defekt, kann ich nicht sagen, viel zu lange her (Paris Western Show 2007), aber es bestätigt sie wieder, man braucht das Original!


    So kriegt der Revolver auch für mich eine völlig neue Betrachtung!

    besten Gruß

    Werner

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    • Offizieller Beitrag

    Noch suche ich nach einer brauchbaren Ausrede für den oben verzapften Unsinn, ist aber gar nicht so einfach... :|

    Manchmal braucht es eben einen zarten Tritt in den "geistigen A...", um einen doofen Denkfehler den man bald 20 Jahre lang gepflegt hat überhaupt erst zu bemerken. Dass die einschlägige Literatur diesbezüglich schwächelt ist keine brauchbare Ausrede, hat mich ja sonst auch nie gestört. Und - wenn man das gute Stück mit einem Hauch mechanischen Hausverstand anschaut, sollte man eigentlich erkennen was Sache ist. Tut mir leid, mitunter ist man scheinbar einfach nur doof!


    Folglich: Noch einmal herzeigen, diesmal den - nun rehabilitierten DA von Starr. Ich fang' 'mal ein bisserl zu früh an:


    STDA001.JPG


    Die Familie Starr um Papa Nathan war wohlhabend, und hatte enge Verbindungen zu den - damals frühen - US Regierungen.

    Das Unternehmen lieferte zunächst Werkzeuge: Schaufeln, Hacken, Säbel, Messer, Hämmer, - selbst zugekauft oder auch selbst hergestellt. Nachdem Nathan auch Waffenschmied war, fertigte er mit/in seinem Unternehmen zwischen 1831 und 1845 auch 20.000 Steinschloss-Musketen im Auftrag der US-Regierung.


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    Der Sohn, Ebenezer Starr, kam 1816 zur Welt. Den Geschäftssinn erbte er von seinem Vater, das Handwerk des Waffenschmieds faszinierte ihn ausreichend um es zu studieren. Eine besondere Vorliebe entwickelte er für die damals neue Technik von Revolvern, mit dem Traum, selbst den besten Revolver seiner Zeit zu entwickeln. Am 15. Januar 1856 erwarb er sein erstes Patent, No. 14.118, für die "Weiterentwicklung rotierender Pistolen".


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    Er entwickelte eine Double Action Pepperbox (Revolver waren durch Colt's Patente noch geschützt) mit innenliegendem Hahn und justierbarem Abzug. Letzterer wurde in einer verbesserten Version in die späteren Revolver übernommen. 1857, mit dem Auslaufen von Colt's Patent, erschien Starr's erster Double-Action Revolver. Ein Navy (also .36"), abgesehen von der deutlich längeren Trommel identisch mit dem im darauffolgenden Jahr vorgestellten "Army" (.44").


    SSAA004.JPG


    Der "Navy" wurde im Washington Arsenal getestet, und fiel durch. Major William Bell sprach der Waffe viele

    Vorteile zu, unter Anderem die hohe Feuergeschwindigkeit, betrachtete das Navy-Kaliber aber als zu schwach.

    Zudem wurden einige Verbesserungen verlangt, unter Anderem Trommelstopps zwischen den Kammern, damit

    der Revolver - sofern derartig "gesichert" - nicht versehentlich gezündet werden konnte wenn alle 6 Kammern

    geladen waren.


    STDA004.JPG


    Zudem auch eine Öffnung links am "Schild" der Trommel, um abgefeuerte, klemmende

    Zündhütchen entfernen zu können. Nach dem Verbesserungen wurde der Revolver

    gegen die Empfehlung des Waffeninspektors John Taylor vom Beschaffungsamt akzeptiert,

    Mit Beginn des Bürgerkriegs wurden die ersten 500 Revolver bestellt, es folgte eine zweite

    Order über 1250 Exemplare.


    STDA005.JPG


    Zudem erwarb Ebenezer Starr am 4. Dezember 1860 das US Patent No. 30 843 für weitere Verbesserungen an Revolvern,

    die alle bereits in Starr's 1858 Army Revolver umgesetzt waren. Am 31. August 1861 bestellte Ordonanz-Superintendent

    Colonel Ripley 12.000 Exemplare des "Army" für einen Stückpreis von US$ 25,-. Im Jänner 1862 wurde die Bestellung auf 20.000 Stück erweitert.


    STDA007.JPG


    Offenbar war man bei der Armeeführung uneinig, im darauffolgenden Frühjahr wurde die Bestellung wieder auf 15.000 Stück reduziert, letztendlich lieferte Starr 13.100 Exemplare aus. Die Armee wollte es billiger, dafür aber Single Action - die entsprechenden Verhandlungen begannen.


    STDA008.JPG


    Der DA hat die Größe und das Gewicht des Colt Dragoon (etwas mehr als 1.3kg), die Kammern der Trommel sind länger als

    beim Colt 1869 Army, wenn auch kürzer als beim Starr Navy. Der Lauf hat 5 Züge mit Linksdrall.


    Der Rahmen ist geschlossen, und durch eine ohne Werkzeug entfernbare Schraube vor dem Hahn gesichert. Wird diese Schraube gelöst, lässt sich der Lauf nach vorne kippen, die leergeschossene Trommel lässt sich schnell durch eine volle ersetzen.


    STDA009.JPG


    Der Revolver lässt sich NICHT im gewohnten Single Action Modus betreiben, da der Hahn nur über den vorderen Abzug gespannt werden kann. Allerdings befindet sich hinten an diesem Abzug eine Feder die so verschoben werden kann, dass der hintere eigentliche Abzug nicht betätigt wird. Nachdem (auf Wunsch) mit dem Vorderen Abzug also "nur" die Trommel weiterbewegt und der Hahn gespannt wurde, lässt sich der Revolver mit dem hinteren Abzug "Single Action" abfeuern. Sicher gewöhnungsbedürftig und etwas kompliziert, aber vielleicht auch nur, weil eine derartige technische Lösung heute recht exotisch wirkt.


    STDA010.JPG

    Wären Feuerwaffen Schuld an Gewalt und Leid, hätten die Menschen vor dem 13. Jahrhundert friedlich und glücklich gelebt.

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  • Trotzdem erscheint mir den hintere Züngel viel zu filigran gearbeitet um tatsächlich von und mit dem Finger bedient zu werden. :/

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    Wer ned liabt und wer ned lacht, wer nia kloane Fehler macht,

    wer nia guad isst und trinkt zugleich, der is lebendig scho a Leich.

    • Offizieller Beitrag

    Hmm, Peppone , was "filigran" betrifft hab' ich offen gestanden beim Vorderen mehr Bedenken als beim Hinteren.

    Vermutlich ist beides falsch, die Stahlqualität war damals deutlich besser als bei heutigen Replikas.

    Um das wirklich zu beurteilen müsste man ein Original in der Hand haben. Ich vermute fast, UNS erinnert die Konstruktion zu sehr an einen Stecher. Ist es aber nicht. Nur weil der hintere Abzug aktiviert ist heißt das nicht, dass er nun leichtgängig ist oder sein muss.

    Irgendwie bin ich über den Thread-Verlauf gar nicht unglücklich, der Revolver interessiert mich nun deutlich mehr als noch vor 2 Tagen.


    besten Gruß

    Werner

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  • Um das wirklich zu beurteilen müsste man ein Original in der Hand haben.

    Schlüsselsatz !! ^^

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    Wer ned liabt und wer ned lacht, wer nia kloane Fehler macht,

    wer nia guad isst und trinkt zugleich, der is lebendig scho a Leich.

    • Offizieller Beitrag

    Schlüsselsatz !! ^^

    'türlich!!!

    Könnte ja sein, dass der :cool_1: hier mitliest oder gar Teilnehmer ist... :hyster:

    besten Gruß

    Werner

    Wären Feuerwaffen Schuld an Gewalt und Leid, hätten die Menschen vor dem 13. Jahrhundert friedlich und glücklich gelebt.

    Das alte Testament als vielleicht bedeutendstes religiöses Werk der Geschichte erzählt schon auf der zweiten von rund eintausend Seiten die Legende vom ersten Mord der Menschheit. Keine Tat mit einer Schusswaffe, sondern verursacht durch den menschlichen Charakter. Frieden braucht keine Waffenverbote, Frieden benötigt die Beherrschung des - jeweils eigenen - Charakters.



    • Offizieller Beitrag

    Na dann drück' ich 'mal die Daumen, arinner !

    besten Gruß

    Werner

    Wären Feuerwaffen Schuld an Gewalt und Leid, hätten die Menschen vor dem 13. Jahrhundert friedlich und glücklich gelebt.

    Das alte Testament als vielleicht bedeutendstes religiöses Werk der Geschichte erzählt schon auf der zweiten von rund eintausend Seiten die Legende vom ersten Mord der Menschheit. Keine Tat mit einer Schusswaffe, sondern verursacht durch den menschlichen Charakter. Frieden braucht keine Waffenverbote, Frieden benötigt die Beherrschung des - jeweils eigenen - Charakters.



  • By the way : Habt Ihr einmal die Schloßkonstruktion des Herrn Tranter genauer angeschaut ? Das Teil hat für mich doch eine etwas verwandte Konstruktion , bei der ein separates Teil beim Spannen in die Rast des Hahnes fällt , mangels richtiger Vokabel nenne ich das mal "Stange" , am eigentlichen Abzug ist hinten eine Nase , die dann beim Abziehen diese "Stange" aus der Rast hebt , ganz ähnlich wie beim Starr , auch wenn die DA - Funktion dann doch ziemlich anderst konstruiert ist .

    Diese Konstruktion wurde bei unzähligen , einfachen und billigen Revolvern aus Belgien und Deutschland noch bis in die 30er Jahre des letzten Jht. in vereinfachter Form verwendet .

    Bei entsprechend sauberer Fertigung kann solch ein Tranter durchaus mit dem Abzugsverhalten eines Colt Python oder auch S&W mithalten .

    Ich hatte bereits des Öfteren die Gelegenheit , so einen Revolver in der Hand halten zu dürfen , leider gilt meine Sammler-WBK nicht für diese herrlichen Stücke , sonst hätte ich , wie ich mich kenne , schon lange einen , zumal die DEUTLICH günstiger zu haben sind , wie ein Adams ::( .


    2ndTranter_Revolver.jpgBorcke-Stuart-Pistole.jpg

    Heute ist der Erste Tag des Restes unseres Lebens - machen wir das Beste daraus ! :bud:

  • Trotzdem erscheint mir den hintere Züngel viel zu filigran gearbeitet um tatsächlich von und mit dem Finger bedient zu werden. :/


    Das wird er auch nicht!!
    Am Abzug selbst - also dem DA - wird die Trommel gedreht und der Hammer gespannt.
    Die kleine Feder hinten an dem Abzug drückt dann beim Auslösen des DA Abzugs auf den "Auslöser".
    Diese Feder kann man nach oben und unten schieben. Dadurch wird der Abzug deaktiviert, was zur Folge hat, dass die Trommel nicht von Hand gedreht werden muss, das kann der DA Abzug übernehmen.

    EDIT:

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    Ike Godsey


    --- Just a grumpy old man with a gun ---

    Einmal editiert, zuletzt von Ike Godsey ()


  • Das wird er auch nicht!!
    Am Abzug selbst - also dem DA - wird die Trommel gedreht und der Hammer gespannt.
    Die kleine Feder hinten an dem Abzug drückt dann beim Auslösen des DA Abzugs auf den "Auslöser".
    Diese Feder kann man nach oben und unten schieben. Dadurch wird der Abzug deaktiviert, was zur Folge hat, dass die Trommel nicht von Hand gedreht werden muss, das kann der DA Abzug übernehmen.

    Wird er sehr wohl !


    Was Du schreibst klingt zwar logisch und einleuchtend, ist aber nicht die ganze Technik - in dem YT Filmchen in Beitrag 8 drückt der Typ eindeutig mit dem Abzugsfinger auf das hintere Züngel

    und,

    auch in Deiner YT Verlinkung wird im Bereich der 3 Minuten eindeutig gesagt und demonstriert, daß die Auslösung des hinteren Züngels mit dem Finger durchaus gebräuchlich und möglich war. Beide Verfahren konnten also praktiziert werden.

    ::dry::

    Man sollte einfach mal selbst so ein Teil bespielen können.

    Ich überlege noch, wie ich es besser zum Ausdruck bringen könnte, daß ich zwar mit vielen Leuten hier dasselbe Hobby teile -

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    2 Mal editiert, zuletzt von Captain Cat ()

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