Ab wann gilt Training als IPSC und unterliegt dem SuRT?

  • Da müssen wir zwei Dinge auseinander sortieren.


    Der Sicherheits- und Regeltest (SuRT) ist keine Trainingszulassung, sondern eine Wettkampfzulassung.

    Bis zu welchem Punkt ein Verein jemanden ohne SuRT am IPSC-Training teilnehmen läßt ist Sache des Vereines.

    Wenn Du mit jemandem trainierst, der keine Wettkampfzulassung hat, ist das Deine Sache - und Dein Risiko.

    Bei uns wird es so gehandhabt, daß an bestimmten Fortgeschrittenen-Trainings nur mit bestandenem SuRT teilgenommen werden kann. Es wäre aber auch z.B. sinnlos, jemanden die Stage-Optimierung beizubringen, der keine eigene Wettkampferfahrung haben kann.


    Die andere Seite ist die rechtliche. Als (Nur-) Sportschütze darfst Du nur im Rahmen einer Sportordnung trainieren.

    Das heißt nicht, daß Du immer die ganze Wettkampfsequenz absolvieren mußt; Du kannst auch Einzelelemente herauspicken, z.B. Dot-Drills, um schnelles Schießen und Transitions zu üben.

    Du darfst aber nicht die Grenzen der Sportordnung überschreiten, also z.B. Training mit nicht zum Schießsport zugelassenen Waffen, Training von IPSC-Elementen, die in Deutschland nicht erlaubt sind, Training auf militärische Ziele, ...

  • Hmh, ich bin mir nicht sicher...

    Bei IPSC wirst Du im Gegensatz zu den Standarddisziplinen zu selbständigem aber sicherem Handeln (im Sinne der Cooper-Regeln) erzogen.

    Selbständiges Handeln ist in der Standarddisziplien aber nicht erwünscht bzw. führt sogar zum DQ (z.B. beim Nachladen etc.).


    Mit fällt dieses Switchen zwischen den Kontexten schwer (obwohl ich RO und Schießleiter bin); insoweit würde ich es bei IPSC-Anfängern nicht machen nur um eine vermeintliche formelle Bredoullie zu meiden.

  • 25m Präzision ist nur eine der Standarddisziplinen (des BDS), wenn auch vermutlich die bekannteste.

    Mehrdistanz, Steel Challenge, Speed Steel und auch 3Gun sind andere Standarddisziplinen, die holstern und Magazinwechsel beinhalten.


    Aber: Standzulassung (Begehbarkeit, Mehrdistanz) und Standordnung / Hausrecht sind natürlich zu beachten.


    Ich lese zwischen Deinen Fragen irgendeine Form von "Konflikt" heraus, den man sich vielleicht eher mal anschauen sollte.

  • Liebe Freunde, was darf ich einem Schützen, der keinen SuRT hat, beibringen, bevor es dem IPSC zugeordnet wird?

    (bin RO) ... Solange er im BDS ist darf er IPSC-trainieren. Nur für die Teilnahme an sanktionierten Matches ist der SuRT vorgeschrieben.

  • Es ist wohl eher die Frage was der Besitzer der Trainingsanlage zulässt. (Wie hier bereits erwähnt).


    Im LLZ des BDS (Berlin) musste anfangs nur einer den SURT haben, um dort mit anderen zu trainieren.


    Inzwischen muss jeder, der auf der Anlage trainieren will, den SURT vorweisen.


    Der SURT kostet auch Geld. Und will verkauft werden. Nicht wenige würden ihn wohl nie machen, weil sie an Wettkämpfen kein Interesse haben.


    Nicht die zu vergessen, die nach einigen Trainings merken, IPSC ist nicht so das ihre. Mit oder ohne SURT. Mit SURT ist diese Erkenntnis etwas teurer.


    Money makes the world go round. Das ist überall so.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!