Verweigerung WBK Eintrag

  • Ich bräuchte mal eure Meinung zu folgendem Sachverhalt:

    Habe eine Waffe im Internet gekauft. Kopie der WBK zum Händler, Daten vom Amt, Waffe wurde mir vom Händler zugeschickt, soweit für mich alles ok. Mit Waffenbrief zum Amt um die Waffe in der neuen gelben WBK eintragen zu lassen. Das derzeitige Dokument hat ja nur 8 Zeilen, die voll sind. Der SB verweigert die Ausstellung eines Folgedokumentes. Er vertritt die Ansicht: Ich hätte erst eine neue WBK beantragen müssen (mit neuem Bedürfnis vom Verband). Er bezeichnet es als illegalen Erwerb. Bin wohl der 2. Schütze mit dem Problem bei ihm. Er warte jetzt auf eine Entscheidung vom Landesverwaltungsamt.

    Wie schätzt ihr die Situation ein?

  • Wie schätzt ihr die Situation ein?

    Garnicht .. Glaskugeln sind momentan ausverkauft (wegen BT-Wahl) . ;)

    Abwarten, was der SB sagt, dabei auf justitiablem Schreiben bestehen.

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    Wer ned liabt und wer ned lacht, wer nia kloane Fehler macht,

    wer nia guad isst und trinkt zugleich, der is lebendig scho a Leich.

  • Die erste Frage wäre, wieviele Waffen Du bereits auf Sportschützenbedürfnis nach § 14 Absatz 6 WaffG (Gelbe WBK) insgesamt besitzt.

    Hast Du bereits 10 und mehr, ist er im Recht.


    Ansonsten ist er meines Erachtens falsch unterwegs: Er verwechselt das Stück Papier mit der eigentlichen Erwerbsberechtigung.


    Disclaimer: I am not a lawyer...

  • So sieht das aus. Es ist sogar unüblich, eine neue "leere" WBK, gelb auszustellen, wenn die alte voll ist und man noch nichts weiter erworben hat.


    Wie bei einem Jäger, der die erste LW ja auch auf JS kauft und im Anschluss die WBK bekommt, bekommt auch der Sportschütze sein Folgedokument, wenn Bedarf besteht. Weyland hat das richtig dargestellt, durch die erstmalige Ausstellung der WBK, gelb ist das Bedürfnis ohne Beschränkung erteilt - lediglich die neuerliche Beschränkung auf 10 Waffen ist hier noch zu beachten. Gleiches gilt für LW ja auch für den Jäger, der durch den JS nur einmalig das Bedürfnis nachweist.


    Wenn ich von den 8 Einträgen auf WBK, gelb inzwischen schon 6 wieder verkauft habe, nur noch 2 besitze, muss ich dann für die neu hinzugekommene dann ja dritte Waffe eine neue Befürwortung vorlegen? Wo soll den sowas im Gesetz stehen. Die hätten ja auch die verkauften Waffen aus dem Dokument herausradieren können......dann würds passen.... :S


    Ich würde um eine schriftliche Antwort, bzw. rechtsmittelfähigen Bescheid der Behörde bitten. Das steht dir zu und dann kann man ja mal sehen, welche Gesetzestexte der SB als Grundlage anführt.

    Viele Behörden haben wirklich gute und faire Mitarbeiter. Ausfälle gibt es leider immer wieder....wie in allen Bereichen......sollte nicht sein, ist aber so.


    Gruß
    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Das ist ganz einfach ein Fall für den Anwalt bei selbstverständlich vorhandenem Rechtsschutz

    ::RTFM::

    Ich überlege noch, wie ich es besser zum Ausdruck bringen könnte, daß ich zwar mit vielen Leuten hier dasselbe Hobby teile -

    aber ganz sicher nicht die Meinungen und Sichtweisen zu anderen Dingen und wer keine Antworten auf Zitate meiner Beiträge bekommt, steht wohl auf der Block-Liste . . .

  • Moin,

    ich habe dieses mal von der übergeordneten Stelle für unserem Sachbearbeiter richtigstellen lassen. Dieses ist aber schon einige Jahre her, da ging es auch um die gelbe WBK.

    Der Schütze kann nichts dafür, dass das Dokument nur 8 Eintragungsmöglichkeiten hat, deshalb muss ihm eine neue WBK ausgestellt werden, wenn alle erwerbsrechtlichen Dinge eingehalten sind. Diese "neue" WBK, das Erweiterungsdokument, darf auch keine separaten Gebühren kosten, dann darf nur der Eintrag berechnet werden.

  • Die Gelbe WBK kannte damals keine Mengenbegrenzung kann der Schütze ja nix dafür wenn nur 8 Einträge auf dem Vordruck von der Bundesdruckerei vorgesehen sind. Heute ist sie bei Neueintragung leider auf 10 Waffen begrenzt, aber immer noch kann der Schütze nix dafür das der Vordruck nur Platz für 8 Einträge hat. Selbst wenn der Vordruck 10 Plätze hätte dann taucht die gleiche Sache spätestens auf wenn eine Waffe wieder ausgetragen wurde und n neue erworben wird denn die 10ner Begrenzung gilt bei Neueintragung für aktiv besessene Waffen, wieder ausgetragene zählen auch nicht. Wenn das Dokument voll ist darf man dennoch direkt erwerben wie im Gesetz vorgesehen und bekommt dann ein Folgedokument der gelben ausgestellt das ist dann rechtlich dennoch eine gelbe WBK eben auf zweit Dokumente verteilt i.d.R. mit gleicher Nr. nur mit /2 angehängt.

    Wenn der Sachbearbeiter da keine Ahnung hat oder Stress schiebt ganz entspannt bleiben und im Zweifel erst mal n rechtsmittelfähigen Bescheid verlangen, normaler weise klärt sich das recht schnell von alleine, wenn doch nicht dann muss man halt einen im Waffenrecht qualifizierten Anwalt bemühen. Ist aber i.d.R. nicht nötig.

  • Würde sagen dass der SB ohne Vorbildung auf seinen Posten kam.....

    ......und spätestens sobald er sich richtig eingearbeitet hat und was von der Sache versteht, wird er versetzt !

    Wo kämen wir denn da hin, wenn Posten mit sachkundigen Leuten besetzt würden ?

    Das käme in gefährliche Nähe zu effizienter Verwaltungsarbeit und widerspricht somit allen hergekommenen Grundsätzen deutscher Bürokratie ........


    :hyster::hyster::hyster:

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    aber ganz sicher nicht die Meinungen und Sichtweisen zu anderen Dingen und wer keine Antworten auf Zitate meiner Beiträge bekommt, steht wohl auf der Block-Liste . . .

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