Higgins Longrifle

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    Ein Grund, warum Longrifles aus Pennsylvania so berühmt sind, ist, dass sie Kunstwerke sind ohne deshalb das Flair des Werkzeugs, dass sie in erster Linie waren, zu verlieren.

    Dic.JPG

    Wie diese erhaltene Lancaster Rifle von Jacob Dickert, irgendwann zwischen 1775 und 1800 entstanden, zeigt.


    Interessant in dem Zusammenhang ist auch, dass die heute bekanntesten und geschätztesten Southern Rifles jene aus Tennessee sind. Nicht ganz so nobel, aber eben auch

    Werkzeuge. Wie diese Soddy Daisy Büchse.

    Soddy.JPG


    Wie ist das mit den anderen Bundesstaaten der USA, bzw. deren kolonialen Vorgängern? Gab es dort keine Büchsenmacher? Gut, Virginia Rifles sind bekannt, allein schon

    wegen deren Miliz System, in dem jeder männliche Bürger mit seinem eigenen Gewehr zu dienen hatte, und entsprechender Bedarf herrschte. Aber Florida, Carolina, Georgiea, ..., ..., ???

    Apropos Georgia:


    Hig001.JPG


    Dieses Gewehr stammt aus den Händen von Wiley Grover Higgins (1799-1859). Das Büchsenmacher-Handwerk erlernte er - wie im Süden sehr verbreitet - innerhalb der eigenen Familie, die (Grob- und Huf-) Schmiede, Silberschmiede, Goldschmiede und Juweliere hervorgebracht hatte.

    Hig007.JPG


    Dieses Gewehr als Kunstwerk zu akzeptieren fällt wohl nicht besonders schwer. Mit dem Pionier- und Abenteurer-Flair habe ich bei dieser

    Büchse allerdings Schwierigkeiten. Ich fühle mich mehr an so manches europäisches Jagdgewehr erinnert, das für einen lokalen Landesfürsten

    gefertigt worden war. Von den Bediensteten gepflegt, und Sonntags halt zur Jagd ausgeführt. Sofern das Wetter ausreichend angenehm war.


    Hig002.JPG


    Was die Arbeit des Herrn Higgins in keiner Weise schmälert, das ist schon ein ausgezeichnetes Gewehr, mit ausgezeichnet gearbeiteten Silber-

    Verzierungen. Nur glaube ich nicht, dass es für ein- bis zweijährige Expeditionen in den Wäldern des Indianerlandes die erste Wahl gewesen wäre.


    Hig005.JPG


    Wie dem auch sei, der Schaft des Gewehrs ist aus dunkel gebeiztem Ahorn gefertigt, der Lauf ist .36" lang, im Kaliber .43". Gesamtlänge

    des Gewehrs: 52", die Beschläge sind größtenteils aus Silber, Man findet aber auch Messingteile.

    Hig004.JPG


    Das Geschäft von Herrn Higgins lebte bzw. profitierte von der rasanten Zuwanderung in Georgia

    während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Auch ein Hinweis darauf, dass er kein Büchsenmacher

    war, der die "Frontier" versorgte.


    Hig006.JPG


    Wahrscheinlich muss ich mich zu den unverbesserlichen Abenteuer-Romantikern zählen aber - auch

    wenn ich mich natürlich nicht wehren würde, wenn mir das Stück in die Hände fällt, in die Gruppe

    "Erste -Wahl" oder "Willhaben" fällt es für mich sicher nicht. So schön es auch gearbeitet ist. Mit den

    Schaft-Verschneidungen der "Pennsylvanier" kann ich wesentlich besser.


    Hig008.JPG

    Übrigens wurde diese Büchse erstmals von Joe Kinding "entdeckt" und dokumentiert, allerdings

    noch fälschlicher Weise Pennsylvania zugeordnet. Ein Fehler der kaum verwundert, wurde er doch in

    einer Zeit begangen wo man noch von Bezirksamt zu Bezirksamt, Bibliotheken, Kirchen & Co. pilgern

    musste, um gewünschte Informationen mit Papier und Bleistift aus Original Dokumenten abzuschreiben.


    Hig0023JPG.JPG


    besten Gruß

    Werner

    Wären Feuerwaffen Schuld an Gewalt und Leid, hätten die Menschen vor dem 13. Jahrhundert friedlich und glücklich gelebt.

    Das alte Testament als vielleicht bedeutendstes religiöses Werk der Geschichte erzählt schon auf der zweiten von rund eintausend Seiten die Legende vom ersten Mord der Menschheit. Keine Tat mit einer Schusswaffe, sondern verursacht durch den menschlichen Charakter. Frieden braucht keine Waffenverbote, Frieden benötigt die Beherrschung des - jeweils eigenen - Charakters.



  • Auch in den Staaten gab es Honoratioren, besser gestellte oder reiche Personen, die es als Händler oder auch Erben von Adeligen die Möglichkeit hatten solche Rifles zu erwerben. Manch eine dieser Waffen mag verdienten Personen z.B. Offizieren oder auch Entdecker wie z.B. Daniel Boone geschenkt worden sein, wie es später oft auch mit Patronenwaffen geschah. Das bedeutet ja nicht, das man dann mit diesen Waffen auf Tour ging, sondern diese eher für die Wochenendjagd in der Nähe der Ansiedlungen oder als Schmuck des Hauses um zu protzen nutzte. Die menschliche Eitelkeit zeigt viele Facetten...

    Erik - the master of desaster
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)

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    Auch in den Staaten gab es Honoratioren, besser gestellte oder reiche Personen, die es als Händler oder auch Erben von Adeligen die Möglichkeit hatten solche Rifles zu erwerben. Manch eine dieser Waffen mag verdienten Personen z.B. Offizieren oder auch Entdecker wie z.B. Daniel Boone geschenkt worden sein, wie es später oft auch mit Patronenwaffen geschah.

    Ja und nein, Erik! Die Zeit und Gesellschaft damals funktionierte noch etwas anders, und Pioniere wie Daniel Boone oder Simon Kenton hätten ihrem Ruf mit irgendwelchen unglaubwürdigen Nobel-Gewehren mehr geschadet als genutzt, woran ihnen nicht gelegen war. Andernfalls hätten sie wohl...!

    Aber die Honoratioren gab es, oft auch Leute die ihr Geld durch Ausbeutung verdienten und - nach damaligen Maßstäben - unermesslich reich waren.


    Der Eigentümer des obigen Gewehrs - übrigens auch eine jener Waffen die heute in einem Kunstmuseum zu sehen sind, dem "Museum of Art" in Athens/Georgia - ist sogar bekannt, verewigt im Gold-Inlay des Steinschlosses: Ein Dr. Joseph A. Davis (1830 - vor 1870), Geboren in Wilkes County/Georgia, der eine "medizinische Ausbildung" abschloss und anschließend mit seinem Bruder Dr. William Lewis Garnder Davis in Albany, Dougherty County/Georgia zusammenarbeitete, wo die beiden als "Dr. Joe and Dr. Bill" registriert waren und bekannt wurden. Entsprechende Steueraufzeichnungen existieren noch.


    Womit sich Deine Darstellung letztendlich doch ziemlich bestätigt!


    besten Gruß

    Werner

    Wären Feuerwaffen Schuld an Gewalt und Leid, hätten die Menschen vor dem 13. Jahrhundert friedlich und glücklich gelebt.

    Das alte Testament als vielleicht bedeutendstes religiöses Werk der Geschichte erzählt schon auf der zweiten von rund eintausend Seiten die Legende vom ersten Mord der Menschheit. Keine Tat mit einer Schusswaffe, sondern verursacht durch den menschlichen Charakter. Frieden braucht keine Waffenverbote, Frieden benötigt die Beherrschung des - jeweils eigenen - Charakters.



  • Werner, ich behaupte ja nicht, das Menschen eines Typs Daniel Boone solche Waffen nutzten, sondern eher geschenkt bekommen haben mögen...

    Ob sie diese dann behalten oder in harte Dollars tauschten bleibt dahingestellt...

    Erik - the master of desaster
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)

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    Das war mir schon klar, Eric! :thumbup:

    Ist auch durchaus möglich, allerdings glaube ich nicht wirklich daran. Genutzt wurden die ohnehin nicht, zu auffällig in der Wildnis. Und bei den Natives wären sie auch nicht gut angekommen, siehe Ausbeutung von Bodenschätzen.

    Wichtiger aber: Die Dinger macht der Büchsenmacher zum Herzeigen, nicht damit ein Herr Boone sie "unterm Bett versteckt. "

    Deshalb glaube ich, dass der Zielkundenkreis ein anderer war. Ein eher politisch /gesellschaftlich ambitionierter.

    Wäre durchaus interessant, dazu Historisches zu bekommen, ich hab' keine fundierte Basis für meine Annahme. Nur Gefühl und Legenden. für eine relevante Aussage ist das viel zu wenig.


    besten Gruß

    Werner

    Wären Feuerwaffen Schuld an Gewalt und Leid, hätten die Menschen vor dem 13. Jahrhundert friedlich und glücklich gelebt.

    Das alte Testament als vielleicht bedeutendstes religiöses Werk der Geschichte erzählt schon auf der zweiten von rund eintausend Seiten die Legende vom ersten Mord der Menschheit. Keine Tat mit einer Schusswaffe, sondern verursacht durch den menschlichen Charakter. Frieden braucht keine Waffenverbote, Frieden benötigt die Beherrschung des - jeweils eigenen - Charakters.



  • Man kann wohl davon ausgehen, dass die aus Europa eingewanderten Büchsenmacher das Wissen und Können um solche Luxusbüchsen mit überreicher Verzierung mitbrachten. Fand sich ein Kunde, der ein Gewehr bezahlen konnte, wie es in Europa meist dem Adel oder sehr reichen Stadtbürgern vorbehalten war, so stellten diese Büchsenmacher oder die von ihnen ausgebildeten natürlich gerne so eine Luxusbüchse her.

    Wie Du Greenhorn schon ausgeführt hast, war aber die übliche Büchse ein nur wenig verziertes Werkzeug, weil auch der Besitz einer Schusswaffe in den USA im Gegensatz zu Europa auch und gerade bei den Landleuten und Bauern als notwendig angesehen wurde, und wahrscheinlich sind eher die besseren Gewehre erhalten geblieben.

    Southern Rifles aus den ärmeren Gegenden wurden ja manchmal spöttisch als schiessender Zaunpfahl beschrieben. Nur davon habe ich bislang wenige gesehen.


    Ich denke da an so etwas: http://contemporarymakers.blog…fle-by-scholf-at.html?m=1


    Ein alter Spaten oder ein alter Schraubenzieher mit Holzgriff hat ja auch seinen ganz besonderen Charme.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • In Europa wurden solch überreich verzierten Gegenstände ja nicht nur für die Vermögenden und den Adel hergestellt, sondern auch als "Meisterstück", das nicht nur aks Belegstück für das Können des neuen Handwerksmeisters angesehen wurde, sondern auch als Werbeobjekt / Musterexemplar (was alles in der Werkstatt möglich war) diente. Ich habe schon alte Möbel gesehen, wo verschiedenste Techniken kombiniert waren, auch wenn dies heutzutage als zu viel angrsehen wird, und als aesthetisch eher geschmacklos. Das sollen auch Musterstücke gewesen sein, die das vielfältige Können der Werkstatt und des Meisters zeigen sollten.

    Warum sollte dies in der neuen Welt anders gewesen sein?

    Es wäre interessant herauszufinden, ob die gezeigte Higgins Rifle für einen bestimmten Kunden auf dessen Wunsch so angefertigt wurde, oder ob es sich um eine Art Musterexemplar der Werkstatt gehandelt hat.

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    Die Higgins Büchse war ein Auftrag von "Dr. Joe", Schwarzer Mann .ob "Dr. Bill" auch eine hatte, weiß ich nicht, ist aber wohl wahrscheinlich.

    Direkte europäische Tradition sehe ich - so verbreitet sie drüben war - speziell bei diesem Gewehr eher nicht. Eine Großfamilie der Schmiede, sei es Stahl, Gold, Silber, oder Juweliere - Klientel die Großgrundbesitzer und Sklavenhalter. Da konnte traditionelle europäische Handwerkskunst schon hilfreich sein, aber man brauchte sie nicht in der Neuen Welt wiederzubeleben, bei dieser Klientel war schon ausreichend Bedarf an außergewöhnlich Noblen gegeben.


    Die Flinte oder Smoothrifle die Du oben verlinkt hast ist genial! Von der Größe her kommt das einem Hudson Valley Fowler nahe.


    besten Gruß

    Werner

    Wären Feuerwaffen Schuld an Gewalt und Leid, hätten die Menschen vor dem 13. Jahrhundert friedlich und glücklich gelebt.

    Das alte Testament als vielleicht bedeutendstes religiöses Werk der Geschichte erzählt schon auf der zweiten von rund eintausend Seiten die Legende vom ersten Mord der Menschheit. Keine Tat mit einer Schusswaffe, sondern verursacht durch den menschlichen Charakter. Frieden braucht keine Waffenverbote, Frieden benötigt die Beherrschung des - jeweils eigenen - Charakters.



  • Denke schon, dass auch solche Prachtstücke wie die vorgestellte Higgings-Büchse seinerzeit ganz "normal" verwendet und geführt wurden. Natürlich ging man so gut es ging auch in der Wildnis schonend mit um. Dafür gab es m.W. ja auch entsprechend für diesen Zweck konzipierte Futterale die sicher mehr oder weniger gut vor mechanischen Schäden bzw. den Unbilden der Witterung schützten - was in Europa verm. nicht so üblich war, da die hiesigen Jäger ja meistens am Abend wieder vor dem heimischen Kachelofen saßen. Denke auch die hier gezeigte Waffe dürfte damals gut rumgekommen sein. Wäre ja schade so ein Schätzchen einfach nur über dem offenen Kamin verkümmern zu lassen ^^ .

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    Denke schon, dass auch solche Prachtstücke wie die vorgestellte Higgings-Büchse seinerzeit ganz "normal" verwendet und geführt wurden. Natürlich ging man so gut es ging auch in der Wildnis schonend mit um. Dafür gab es m.W. ja auch entsprechend für diesen Zweck konzipierte Futterale die sicher mehr oder weniger gut vor mechanischen Schäden bzw. den Unbilden der Witterung schützten - was in Europa verm. nicht so üblich war, da die hiesigen Jäger ja meistens am Abend wieder vor dem heimischen Kachelofen saßen. Denke auch die hier gezeigte Waffe dürfte damals gut rumgekommen sein. Wäre ja schade so ein Schätzchen einfach nur über dem offenen Kamin verkümmern zu lassen ^^ .

    Wieder einmal eines meiner "Ja und Nein" , Archer68 ! 8)

    Für das gezeigte Gewehr könntest Du - was ein Futteral betrifft - recht haben. Das Gewehr entstand um 1830, da wurden Waffen bereits anders gehandhabt als in der eigentlichen Pionierzeit vor 1800.


    In der Pionierzeit waren Futterale unüblich, das Gewehr wurde schussbereit als "Gehstock" geführt. Für das Hantieren mit Behältnissen war im Fall des Falles keine Zeit. Eher schon diente das Gewehr auch 'mal als Paddel für's Kanu. Metallteile entwickelten schnell eine Patina, was erwünscht war. Hochglanz erzeugte verräterische Reflektionen. Sorgfalt mit der Waffe war zwar angesagt, Schonung aber nicht. Bei Bedarf ließ man neu schäften. Oder ließ ein gänzlich neues Gewehr fertigen.


    besten Gruß

    Werner

    Wären Feuerwaffen Schuld an Gewalt und Leid, hätten die Menschen vor dem 13. Jahrhundert friedlich und glücklich gelebt.

    Das alte Testament als vielleicht bedeutendstes religiöses Werk der Geschichte erzählt schon auf der zweiten von rund eintausend Seiten die Legende vom ersten Mord der Menschheit. Keine Tat mit einer Schusswaffe, sondern verursacht durch den menschlichen Charakter. Frieden braucht keine Waffenverbote, Frieden benötigt die Beherrschung des - jeweils eigenen - Charakters.



  • Statt eines Futtetals gab es eine Art Schuh für das Steinschloss, um dies vor Witterungseinflüssen zu schützen. Und vom Militär gab es das Tompion bzw. Tampion, das verhinderte, dass Fremdkörper in den Lauf gelangten. Für das Enfield Hewehr sind auch noch verschiedene Formen von Tompions bekannt. Siehe auch http://firearmshistory.blogspo…/what-is-tompion.html?m=1

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    Statt eines Futtetals gab es eine Art Schuh für das Steinschloss, um dies vor Witterungseinflüssen zu schützen.

    Genau dieses System - dass ja angeblich auch die Funktion des Steinschlosses bei Regen ermöglicht - hätte ich in der Praxis gerne 'mal ausprobiert. Viel gelesen zum Thema ist Eines, selber bekrapschen etwas ganz, ganz Anderes!


    besten Gruß

    Werner

    Wären Feuerwaffen Schuld an Gewalt und Leid, hätten die Menschen vor dem 13. Jahrhundert friedlich und glücklich gelebt.

    Das alte Testament als vielleicht bedeutendstes religiöses Werk der Geschichte erzählt schon auf der zweiten von rund eintausend Seiten die Legende vom ersten Mord der Menschheit. Keine Tat mit einer Schusswaffe, sondern verursacht durch den menschlichen Charakter. Frieden braucht keine Waffenverbote, Frieden benötigt die Beherrschung des - jeweils eigenen - Charakters.



  • Wichtiger aber: Die Dinger macht der Büchsenmacher zum Herzeigen, nicht damit ein Herr Boone sie "unterm Bett versteckt. "

    Deshalb glaube ich, dass der Zielkundenkreis ein anderer war. Ein eher politisch /gesellschaftlich ambitionierter.

    Wäre durchaus interessant, dazu Historisches zu bekommen, ich hab' keine fundierte Basis für meine Annahme. Nur Gefühl und Legenden. für eine relevante Aussage ist das viel zu wenig.

    Die Menschheit hat sich doch seit damals im Grundsatz wenig geändert - Hand aufs Herz, wer geht nicht mit stolzgeschwellter Brust auf den Stand, wenn er etwas "Prächtiges" herzuzeigen hätte ?

    ;)


    Die Definition dessen, was als "prächtig" gilt, mag heute zu Teil anders sein - in der Hauptsache aber hat sich nichts geändert :

    "Wer koa- der koa" - und zeigt das auch mal gerne und sei es nur im Kreise von Leuten, die es auch einschätzen können.

    Ist menschlich - nicht verwerflich.

    :)

    Ich überlege noch, wie ich es besser zum Ausdruck bringen könnte, daß ich zwar mit vielen Leuten hier dasselbe Hobby teile -

    aber ganz sicher nicht die Meinungen und Sichtweisen zu anderen Dingen und wer keine Antworten auf Zitate meiner Beiträge bekommt, steht wohl auf der Block-Liste . . .

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