Verständnissproblem: Mündungsbremse vs Schalldämpfer

  • Mein .308 Repetierer wiegt inkl. ZF ca. 8.6kg. Im Zusammenspiel mit der 3-Kammer Bremse ist der Rückstoß sehr moderat und wirklich angenehm.

    Was also hilft ist Gewicht und natürlich eine effektive Bremse. Reine Klemm-Bremsen ohne Gewinde können problematisch werden, wenn diese sich im Laufe einer Schuss-Serie plötzlich lösen.

    Mein .308 Halbautomat wurde für eine Disziplin mit sehr schnellen Schussfolgen angeschafft. Da muss man auch mit Zusatzgewicht an das erlaubte Limit gehen und eine fette Bremse einsetzen, sonst hat man keine Chance.

  • Mein .308 Repetierer wiegt inkl. ZF ca. 8.6kg. Im Zusammenspiel mit der 3-Kammer Bremse ist der Rückstoß sehr moderat und wirklich angenehm.

    Mit dem "Maschinengewicht" und Bremse sollte tatsächlich bei einer .308 kaum, noch was zu spüren sein.


    Aber, nur mal so aus Neugierde, wie erreichst Du dieses Gewicht, eine Serienwaffe ist das ziemlich sicher nicht ?

    So was kenne ich allenfalls von alten VL-Scheibenbüchsen aus der Schweiz o.Ä.

    Ich überlege noch, wie ich es besser zum Ausdruck bringen könnte, daß ich zwar mit vielen Leuten hier dasselbe Hobby teile -

    aber ganz sicher nicht die Meinungen und Sichtweisen zu anderen Dingen und wer keine Antworten auf Zitate meiner Beiträge bekommt, steht wohl auf der Block-Liste . . .

  • Mit dem "Maschinengewicht" und Bremse sollte tatsächlich bei einer .308 kaum, noch was zu spüren sein.


    Aber, nur mal so aus Neugierde, wie erreichst Du dieses Gewicht, eine Serienwaffe ist das ziemlich sicher nicht ?

    So was kenne ich allenfalls von alten VL-Scheibenbüchsen aus der Schweiz o.Ä.

    Meine Sabatti Tactical Evo in .308 kommt mit Glas und Bipod auch auf 7,5kg. Das geht verdammt schnell.

  • Reine Klemm-Bremsen ohne Gewinde können problematisch werden, wenn diese sich im Laufe einer Schuss-Serie plötzlich lösen.

    meine Klemm-Bremse von Petersen auf der Tikka ist nach Vorgabe des Herstellers geklebt und geklemmt. Die würde sich nie lösen und hält schon min. 1500 Schuss

    BDS, DSB, DSU, VdRBw, PROLEGAL, VdW

  • Ich bin kein Fan von offenen Mündungsbremsen. Sie geben den gesamten Druck auf den Schützen ab und verhindern, dass das Gewehr ohne Gehörschutz wie in einer Jagdsituation verwendet wird. Ich habe einen schweren Hörverlust, der durch eine dieser Bremsen während einer militärischen Übungsübung verursacht wurde....



    Wie auch immer, vielleicht hat jemand hier von OPS Inc. Schalldämpfern gehört. Diese wurden exklusiv für die US Special Operations Community erstellt. Der Gründer Oliver P. Seeberger hat für meine 338 Lapua eine Mündungsbremse hergestellt, die sehr gut funktionierte, aber ich bin mir nicht sicher, ob sie der technischen (gesetzlichen) Definition einer Mündungsbremse entsprochen hätte. Es war eine verkürzte Version seines 308 Schalldämpfers, der für den 338 geöffnet wurde. Das Gewehr war fast gedämpft, aber definitiv nicht so belastet wie ohne Bremse. Könnte dies ein möglicher Ansatz für eine Bremse hier in Deutschland sein?


    Für was es wert ist, habe ich diese 338 ohne Bremse zwei Jahre lang ohne Rückstoßproblem geschossen. Ich glaube, das lag an einem richtig konstruierten Schaft und einer korrekten Schussposition. Dieses Gewehr hatte einen 24-Zoll-Lauf, als die Mündungs-OPS-Bremse montiert wurde, die später durch ein 27-Zoll-Rohr ersetzt wurde, als Remington mein Gewehr verwendete, um das SR8-Scharfschützengewehr zu entwickeln. Remington benutzte eine Bremse im Pfeffertopf-Stil, die ich schließlich entfernte, bevor ich das Gewehr verkaufte.


    SS


  • AFAIK: Sobald das Ding den Schall abdämpft (verringert), ist es ein Schalldämpfer und für Sportschützen in Deutschland nicht erlaubt.


    Was erlaubt ist, sind "Schallumlenktrichter", "Sound Redirector" oder "Blast Deflector" genannt. Schall und Druck werden nach vorne umgelenkt, was sie "gefühlt" verringert.

    Ich habe einen älteren von Peterssen Gunworks, aber es gibt sie inzwischen auch von Oberland Arms.

    Bei meinem hat der Kompensator ein Außengewinde, über das diese Schallumlenkröhre am Komp befestigt wird. Von außen ist das mit einem Schalldämpfer zu verwechseln, schaut man vorne hinein, ist es aber nur eine leere Hülle. Problem ist, daß das Teil wieder die Wirkung des Kompensators verringert und die Treffpunktlage verändert.

    Man kann aber damit mal auf die Schnelle die Belastung der nebenliegenden Schützen verringern. Mein Gedanke war, dem gemeinen DSB-Schützen, Komps nicht gewohnt, auf unserem Stand vor einem Schlaganfall zu bewahren. Leider naht der Schlaganfall jetzt bereits, wenn ich das Ding draufschraube ;)


    Der neue von OA baut auf einem Mündungsfeuerdämpfer auf; somit gibt es keine Verlagerung der Treffpunktlage - aber auch keine Kompensator-Wirkung. Sinnvoll ist er IMHO bei "zu kurzen" Waffen, also z.B. bei einer .223 Rem unter ca. 14,5" Lauf, wo ein größerer Anteil des Pulvers nicht mehr im Lauf verbrennt sondern einen Feuerball produziert.

    OA Blast Deflector .223Rem./.300BLK/9mm inkl. MFD
    OA Blast Deflector : Der MASTER BLASTER - Made in Germany by Oberland Arms! Der neue OA Blast Deflector leitet den Mündungsknall und Druck…
    www.oberlandarms.com


    Ein guter Schaft und eine schwere Waffe vermindern das Rückstoßproblem deutlich. Wer einmal ein Fortmeier M2002 geschossen hat, weiß dessen exzellentes Design zu schätzen. Der Rückstoß kommt wirklich in einer geraden Linie.

    Allerdings ist es eben auch so, daß ein Kompensator / Mündungsbremse die Eigenpräzision einer Waffe durch die Umlenkung der Gase nach oben / der Seite erhöhen kann.


    Sobald es um schnelle Schußfolgen geht (IPSC, 3Gun, ...), sind sie aus dem Sport nicht mehr wegzudenken. Außerdem, falls man mal ohne Spotter Long Range schießt, erleichtern sie durch die geringere Mündungsbewegung das Erkennen der Einschläge oder der Traces.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!