Fiocchi Zündhütchen für weiche Tuningschlagfedern geeignet?

  • Moin zusammen,

    ich bin über ein Angebot für Fiocchi Zündhütchen "gestolpert", welches mir preislich interessant erscheint. Sie werden ja 1.500 Stück weise angeboten (150er Packungen)....


    Frage:

    Da ich sie für meine bis zum Excess getunten Ruger Vaqueros für CAS / Westernschießen nutzen will, welche recht weiche Schlagfedern haben, stellt sich mir die Frage, ob sie, ähnlich wie Federal Zündhütchen, weiche Näpfchen haben und somit auch sicher zünden?

    Die Frage kommt bei mir auf, da der Anbieter sie ausdrücklich mit Federal vergleicht und sie als von der Empfindlichkeit her ebenbürtig beschreibt. Es wäre schön nicht mehr ausschließlich von Federal abhängig zu sein. Ein Schützenbruder sagte mir, daß er diese Frage zwar nicht beantworten kann, er jedoch der Meinung ist, daß sie, ähnlich wie das Problem bei S&B Hülsen mit Zündhütchen allgemein, sich generell nur schwer und schlecht setzten lassen.


    Das die Zündglocke sauber und auch entgratet sein sollte ist klar.

    Das die Zündhütchen auch bis zum Anschlag gesetzt sein sollten ist ebenfalls klar.


    Nur habe ich die Fiocchi bisher noch nicht gehabt und möchte sie auf Verdacht nicht 12.000 Stück weise kaufen, wenn sie für mein Vorhaben nicht richtig geeignet sind.

    Winchester-, CCI-, S&B- und Remington-Zündhütchen werden von meinen Rugern gar nicht bis gelegentlich gezündet.

    Wenn sie sicher durch weiche Tuningschlagfedern ausgelöst werden können, würde ich mir zur Not auch die Arbeit machen, die Zündglocken etwas aufzureiben.


    Kann mir jemand hier aus eigener Erfahrung sagen, ob die Fiocchi Zündhütchen (LP)

    1. sich schlecht setzten lassen und

    2. sicher von weichen Tuningschlagfedern in Revolvern gezündet werden?


    Wie stark die Zh. sind ist mir egal, da ich sie ja für's CAS nutzen will. Da werden eh weiche Ladungen genutzt.....


    Grüße

    Ethan :Cowboy:

  • Ich habe schon Zehntausende SP von Fiocchi geladen. In meinen Waffen in denen die Magzech ZH zu hart sind funktionieren die Fiocchi zuverlässig. Ich denke die Fiocchi sind in etwa so weich wie die Federal.

    Setzen lassen sie sich sehr gut. Für IPSC habe ich Hülsen Mix und auch da keine Probleme mit dem Setzen.

    BDS, DSB, DSU, VdRBw, PROLEGAL, VdW

  • Ich habe dieselben Erfahrungen wie die beiden Vorredner. Setztechnisch unproblematisch, ob es für deine Tuningfedern reicht, würde ich mir an deiner Stelle einfach mal eine 150er-Schachtel kaufen und austesten.

    ____________
    gruss
    blackys

  • Ethan


    So weich, wie....ist immer sehr subjekltiv. Grundsätzlich sind die Federal da am besten und der Rest mit Blick auf die Härte schlechter. Ob das "etwas" schlechter der Fiocchi für DEINE Waffe noch ausreicht, wird dir hier keiner sicher sagen können. Ich würde daher auch der Empfehlung von blackys folgen und das mal testen, bevor du 2.3Mio Zünder kaufst.


    Mit dem "S&B Problem" hat das Ganze aber so rein gar nichts zu tun. Die S&B Hülsen lassen sich deshalb schlechter mit neuen Zündern ausstatten, da S&B die Zündglocke etwas kleiner fertigt. D.h. dort gehen pauschal erst einmal ALLE Zünder schlecht rein - ausgenommen die S&B, die - welch Wunder - eben auch etwas kleiner gefertigt sind als der Rest. Die einzige Verbindung zwischen den beiden Problemen ist somit nur, dass sich normalgroße Zünder natürlich besser ein eine etwas zu kleine Zündglocke setzen lassen, als weiche Zündhütchen. Will man S&B Hülsen nutzen, muss man diesen Punkt eben beachten. Mit der Zündwilligkeit hat das aber nichts zu tun, ist das ZH korrekt gesetzt.


    Gruß

    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Mit dem "S&B Problem" hat das Ganze aber so rein gar nichts zu tun. Die S&B Hülsen lassen sich deshalb schlechter mit neuen Zündern ausstatten, da S&B die Zündglocke etwas kleiner fertigt. D.h. dort gehen pauschal erst einmal ALLE Zünder schlecht rein - ausgenommen die S&B, die - welch Wunder - eben auch etwas kleiner gefertigt sind als der Rest.

    und auch das lässt sich pauschal so nicht sagen.


    Ich habe sowohl tausende von S&B Zündern (die ich sehr schätze und wegen der Unabhängigkeit vom launischen US-Markt gerne verwende) in andere Hülsen gesetzt - als auch tausende anderer Zünder in S&B Hülsen von denen ich sowohl für Kurz- als auch für Langwaffen zahlreiche Lose im Umlauf habe.


    Unbestritten gibt es bei manchen Hülsen Probleme, das ist aber nicht auf S&B beschränkt (die Vollkatastrophe bei mir waren Hirtenberger) oft kann man sich diese Fertigungstoleranzen sogar ganz gezielt zunutze machen,

    aber

    als Pauschalaussage taugt das einfach nicht.

    Ich überlege noch, wie ich es besser zum Ausdruck bringen könnte, daß ich zwar mit vielen Leuten hier dasselbe Hobby teile -

    aber ganz sicher nicht die Meinungen und Sichtweisen zu anderen Dingen und wer keine Antworten auf Zitate meiner Beiträge bekommt, steht wohl auf der Block-Liste . . .

  • Captain Cat


    Ein ganz klares: JEIN ;)


    Also ich glaube, dass die etwas engere Zündglocke bei den S&B Hülsen schon als Fakt angesehen werden kann. Ich persönlich habe auch noch viele S&B Hülsen im Einsatz und dabei nicht ein Los, in welches sich die Zünder so setzen lassen, wie in Hülsen anderer Hersteller. Das Thema wurde ja auch schon in den diversen Foren hinlänglich diskutiert. Dass man in S&B Hülsen aber dennoch auch andere Zünder setzen kann, ist erstens richtig und habe ich zweitens auch nie bestritten. Mache ich ebenfalls selbst. NUR wenn die Zünder sehr weich sind, wie die Federal, dann macht es eine enge Zündglocke besonders schwierig und es kommt eben einfach manchmal vor, dass man ein ZH nicht setzen kann und den "Schrott" dann aus der Zündglocke ausdrücken muss. Als Folge nutze ICH eben bei den S&B Hülsen keine Federal Zünder mehr und dort, wo ich die benötige habe ich (fast) keine S&B Hülsen im Einsatz. Ebenso habe ich die Zündglocken einmalig mit einer Fase versehen und somit entschärft sich das Problem. Das war meine obige Aussage.


    Deine Einlassung auf Hirtenberger kann ich auch nur unterstützen. Habe da viele im Kaliber .357mag....zum Teil gruselig, die Zündglocken manchmal noch unterschiedlicher als bei S&B.


    Gruß

    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • wenn man in S&B Hülsen andere Zündhütchen von anderen Herstellern setzen will insbesondere weiche wie Federal macht es absolut Sinn bei jeder einzelnen Zündglocke der Hülsen vorher die hintere Kante mit einem Entgratertool für den Hülsenmund zu bearbeiten.

  • Moin zusammen,

    der Vergleich mit den S&B Hülsen war vielleicht für meine Fage nocht ganz optimal gewählt.

    Ich kann ja ggf. die Zündglocke weiten.

    Viel wichtiger ist mir zu erfahren, ob die Fiocchi Zündhütchen, insbesondere die LPs, eben von weichen Tuningfedern sicher gezündet werden können. Ich hätte liebend gerne eine zuverlässige Alternative zu Federal.

    Ich habe den Tuningfedernsatz 2 in meinen Ruger Vaqueros. Es gibt noch die Version 3. Die ist noch weicher.

    Grüße und Danke für die bisherigen Infos.

    Ethan :Cowboy:

  • Ethan


    das Hülsenthema haben wir ja auch nur am Rande mitgenommen. Auf deine eigentliche Frage hast du aber doch auch Antworten bekommen: Ja, die schon schon sehr weich, nein, nicht ganz so weich wie Federals und ob das IN DEINER WAFFE funktioniert musst du probieren, das kann keiner sicher vorhersagen aus der Ferne.


    Gruß

    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Captain Cat


    Ein ganz klares: JEIN ;)


    wenn man in S&B Hülsen andere Zündhütchen von anderen Herstellern setzen will insbesondere weiche wie Federal macht es absolut Sinn bei jeder einzelnen Zündglocke der Hülsen vorher die hintere Kante mit einem Entgratertool für den Hülsenmund zu bearbeiten.


    Ich denke, wir sind uns in der Sache einig - zumal ich dazu sagen muß, daß ich Federal ganz bewußt nur für eine einzige Patrone verwende für die es gar keine S&B Hülsen gibt und weil ich keinen Bedarf an besonders weichen Zünden habe

    und

    eine Vorbereitung durch leichtes Bearbeiten der Zündglocken mit dem Entgratertool bei mir zur Standardvorbereitung bei der "Indienststellung) eines Hülsenloses gehört.


    Was insgesamt dann erklärt, wieso offenbar gelegentlich vorkommende Probleme, bei mir umständehalber bereits im Vorfeld gelöst sind.

    :drink:

    Ich überlege noch, wie ich es besser zum Ausdruck bringen könnte, daß ich zwar mit vielen Leuten hier dasselbe Hobby teile -

    aber ganz sicher nicht die Meinungen und Sichtweisen zu anderen Dingen und wer keine Antworten auf Zitate meiner Beiträge bekommt, steht wohl auf der Block-Liste . . .

  • Ob die Fiocchi Zünder mit deiner Waffe mit deinen Tuningfedern sicher und zuverlässig zünden kann Dir letzten Endes keiner 100%ig beantworten hilft nur testen und zwar mit vielen Schuss und nicht nur ein paar und auch mit dreckiger Waffe nicht nur mit frisch gereinigter.

    Klar ist nur Federalzünder haben die weichesten Näpfchen welche bei reduzierter Schlagkraft am zuverlässigsten Zünden und CCI haben die härtesten Näpfchen welche für Hochdruckladungen gut sind aber nicht zuverlässig bei reduzierter Schlagkraft zünden. Fiocchi sind eher weich aber eben nicht so weich wie Federal.

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