Geschosse machen

  • Würde sagen, der verdampft und schmilzt schlagartig. Den Dreck hat man dann zusätzlich im Lauf. Oder?

    Der schmilzt genau so wenig wie der Schrotbecher einer Flinte !


    Lauf doch einfach mal die Bahn ab (sinnvoller weise, wenn die Anderen gerade nicht schießen ;) )

    und

    mit etwas Glück findest Du dann die Kartonplättchen, oft fast unversehrt.

    Ich überlege noch, wie ich es besser zum Ausdruck bringen könnte, daß ich zwar mit vielen Leuten hier dasselbe Hobby teile -

    aber ganz sicher nicht die Meinungen und Sichtweisen zu anderen Dingen und wer keine Antworten auf Zitate meiner Beiträge bekommt, steht wohl auf der Block-Liste . . .

  • Mit dem anschmelzen ist es alles so eine Sache.

    Halt mal mit einer Griesheim-Säge auf Blei. Es dauert ein paar Sekunden bis da was weich wird. Der Moment wo die heissen Gase deinen Bleibatzen mit Caramba und Caracho vor sich hertreiben liegt im 1000stel Sekundenbereich.


    An ein reales Erreichen des Schmelzpunktes glaube ich daher nicht.


    Schiebe allerdings auch ein Pappplättchen aus Bierdeckelmaterial zwischen Pulver und Pille. Hat sich einfach so bewährt u. schadet ja nichts.

    Jou. :sla:

    "Life is hard; it's harder if you're stupid."

    John Wayne

  • Mühlenbracher, jetzt hast du mir geholfen, meine Bierdeckel sind im Hochwasser weggeschwommen, neue hatte ich vergessen zu besorgen, Milch trinke ich nicht, also habe ich heute meine 454 gr schweren Geschosse meiner 12,7x44 R der Rollingblock einfach aufs Schwarzpulver gesetzt, wenn ich am Samstag beim Original Waffen Schießen in Weinheim, ein schlechtes Ergebnis schiesse, lag es eben an den geschmolzenen Geschossboden.😃

  • Richtig, und die kannst Du dann recyclen, also wieder verwenden. ;)::lachen2::

    Da gibt es gar nichts zu lachen - z.B. dafür

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    macht man genau das und da ist auch nichts "geschmolzen und verdampft".


    Natürlich lohnt sich der Aufwand für ein paar Milchkartonplättchen nicht - aber wer vermutet, daß die "schmelzen und verdampfen"

    kann auf die Art was dazulernen

    :P

    Ich überlege noch, wie ich es besser zum Ausdruck bringen könnte, daß ich zwar mit vielen Leuten hier dasselbe Hobby teile -

    aber ganz sicher nicht die Meinungen und Sichtweisen zu anderen Dingen und wer keine Antworten auf Zitate meiner Beiträge bekommt, steht wohl auf der Block-Liste . . .

  • Richtig !

    Und das läßt sich sogar noch etwas optimieren, wenn man die Pappscheibe in Form einer Stanze aus Milchkarton herstellt und die alubeschichtete Seite Richtung Pulver setzt.


    Das Ganze dann eine Winzigkeit größer als Zugdurchmesser und man hat die perfekte Abdichtung !

    Kann eine solche "Abdichtung" eigentlich in irgendeiner Weise Einfluss auf die Funktionsweise von Minie-Geschossen haben?

  • Ja sie funktionieren einfach nicht, weil der Gasdruck nicht in den Hohlraum eindringen kann und das Geschoss nicht expandiert.

    Selbst bei SteinschlossWaffen funktioniert. ein Minie Geschoss nicht, weil der Gasdruck nicht ausreicht.

  • Das mit dem „schmelzen und verdampfen“ kam nicht von mir. Vermute eher, die Hitzeeinwirkung ist so extrem kurz, daß da nichts schmilzt oder gar verdampft. Kugelpflaster müssten dann auch im Lauf verglühen.

    Das mit dem Milchkarton würde ich mal in die Rubrik VL-Vudu schieben. Wer dran glaubt, dem hilfts.

  • Das mit dem Milchkarton würde ich mal in die Rubrik VL-Vudu schieben. Wer dran glaubt, dem hilfts.

    Der Effekt ist bekannt, wenn man etwas nicht versteht, dann wird es in den Bereich des Übersinnlichen verortet

    :rolleyes:

    Wenn Du zu dem Thema anstatt nur Vorurteil auch Wissen erlangen willst, dann geh mal in amerikanische Foren, also dorthin, wo man i.S. Schwarzpulver noch deutlich mehr Ahnung hat, als hier bei uns - und dann wundere Dich mal nicht nur über Milchkarton sondern sogar über Kunststoffwads und was erfahrene Anwender in dem Bereich und dazu alles zu berichten haben.


    Aber gerne darfst Du auch weiterhin an Voodoo (so schreibt man das nämlich) glauben - es besteht nämlich keine Pflicht, Wissen Anderer anzunehmen.

    ;)

    Ich überlege noch, wie ich es besser zum Ausdruck bringen könnte, daß ich zwar mit vielen Leuten hier dasselbe Hobby teile -

    aber ganz sicher nicht die Meinungen und Sichtweisen zu anderen Dingen und wer keine Antworten auf Zitate meiner Beiträge bekommt, steht wohl auf der Block-Liste . . .

  • Das mit dem Milchkarton würde ich mal in die Rubrik VL-Vudu schieben. Wer dran glaubt, dem hilfts.

    Da ist natürlich nicht richtig.

    Bei vielen Geschossen, Läufen und Ladungen wohl nicht nötig, aber...........

    Z.B. Bei Läufen mit schnellem Drall und einem Fall, das ist eine Erweiterung im hinteren Bereich, der durch die Fertigung des Laufes so gewollt ist.

    Wenn bei diesen Läufen, die in der Regel mit schweren Geschossen und hohen Pulverladungen geschossen werden, ohne Zwischenmittel geschossen wird, dann geht etwas Gas an die Geschossseiten und dort treten dann Verschmierungen auf, die sich bis weit in den Lauf ziehen. Als Zwischenmittel, hat sich dafür der Milchkarton bestens bewährt.

    Ich z.B. schieße alle meine Gewehre mit Fall und Popestyle-Geschossen mit dem Milchkartonplättchen, das bringt schon einiges an Präzision, besonders bei langen Serien.

  • Ja sie funktionieren einfach nicht, weil der Gasdruck nicht in den Hohlraum eindringen kann und das Geschoss nicht expandiert.

    Selbst bei SteinschlossWaffen funktioniert. ein Minie Geschoss nicht, weil der Gasdruck nicht ausreicht.

    Hast Du das schonmal probiert?

  • Ja , Perkussion Scheibengewehr wo ich die Minie sehr leicht setze und auf 50 m Ein sehr enges Schussbild erreiche , mit Plättchen streut es dann wie mit Gießkanne.

    Selbstverständlich zweifle ich ich diese, Deine Erfahrung nicht an.


    Die Frage ist aber, ob sich das allein aus dieser Erfahrung heraus pauschal beantworten und verallgemeinern läßt.

    :/


    Ansich wäre das doch genau eine dieser Fragen, denen man im Wege des Versuchs als VL Schütze mal nachgehen könnte, da der Versuch keine großen Aufwände benötigt.

    Ich überlege noch, wie ich es besser zum Ausdruck bringen könnte, daß ich zwar mit vielen Leuten hier dasselbe Hobby teile -

    aber ganz sicher nicht die Meinungen und Sichtweisen zu anderen Dingen und wer keine Antworten auf Zitate meiner Beiträge bekommt, steht wohl auf der Block-Liste . . .

  • Da muss ich CC schon recht geben, schlau wird man durch probieren, ist ja ach kein großer Aufwand mal 5 Schuss mit KartonPlättchen und fünf ohne zu schießen.

    Wo es funktionieren könnt ist bei aptierten Musketen im großen Calieber, hier könnte das Plättchen, durch den Gasdruck in den Holraum gepresst werden und die Expansion noch verstärken, denn ürsprünglich hatten die Minie Geschosse ja auch ein Eisen Näpfchen.

    Bei meinem Versuch war es ein Minie Geschoss im Calieber 38, da funktionierte es eben nicht.

  • Werde das mal mit meiner .58 Springfield demnächst probieren und berichten. Das Gewehr hat ja eine relativ hohe Eigenpräzision. Unschöne Veränderungen der Treffpunktlage müssten sich relativ schnell erkennen lassen.

  • Moin,


    ich stelle das mal hier mit dazu. Es ist von Mike Venturino zum Thema "abdichten" ( Gas Checks ) für Bleigeschosse und warum man das gemacht hat.


    Zitat: Quelle Cast Bullet Handbook. Lyman.


    "A gas check is nothing more than a metal cup formed of the same basic gliding metal used to make bullet jackets. They are intended for seating on the bases of bullets specifically designed with a slightly reduced shank. In olden Days it was though that the gas check prevented powder gases from melting particles from the bullet base during firing with barrel leading as a result.


    Nowadays the prevailing opinion is that gas check does two jobs. One is to strengthen the bullet base during the firing process. For instance, lead alloys commonly used for higher velocity rifle and handgun bullets have Brinell Hardness numbers ( BHN ) of from about 15 to 22. The second job is to prevent gas cutting, wich is when high pressure powder gases find an alley through the the edge of a cast bullet´s base and then travel along the side of the bullet during its passage down the barrel. That gas will cut particles of lead from the bullet and fuse them to the rifle bullet. It is very difficult to remove."

    # Zitat Ende.


    Für den Fall das diese Aspekte von Interesse wären. Mich haben die Gas Checks für meine Volunteer Target interessiert. Inwieweit Karton bei einem Hohlboden etwas bringen könnte weiß ich nicht. Beim Hexagonal Withworth Geschoß arbeitet man in moderner Zeit auch damit. Das gibt es als richtig stabilen gestanzten Karton der beschichtet ist. Dabei ist aber eines zu beachten was ich auch auf alle anderen Kaliber ummünzen kann. Das "Untermaßige" Hexagonal wird mit Karton, und das leicht Übermaßige ohne Karton geschossen. Und wie man weis lässt sich ein Hexagonal ja nicht fetten. Zu diesem Thema orientiere ich mich an dem was Mike Venturino geschrieben hat. Da in meinen Augen moderne VL Match Grade Läufe nicht anders aufgebaut sind als moderne SP Büchsenläufe mit Hülsen deren Geschosse auch nicht gefettet eingecrimpt sind halte ich es vorläufig auch "trocken" beim setzen. Aber es sind nur Versuche. Bei einer sauber gegossenen Schürze am Hohlboden und einer leichten Steigerung auf 9-10 BHN gibt es so gut wie keinen Abrieb. Weder vom Blei noch vom Lauf. Jedenfalls konnte ich nach jetzigem Stand ( ca. 200 Schuß ) noch keine gravierenden Abrieb/Verschmutzung Mängel feststellen. Mein 1858 2. Band Enfield hat nach einem Normal Maßigen Geschoß ( 30 Schuß ) schon etwas Solvent zur Laufreinigung gebraucht. Meine These war deshalb das ein leicht übermaßiges Geschoß mit der richtigen angemessenen Härte und einer sauber gegossenen Hohlboden Schürze weniger Abrieb verursacht. Kein Pulver Durchschlag an der Seite. Das ist aber von Gewehr zu Gewehr und von Lauf zu Lauf verschieden. Ich habe nur Pedersoli Gewehre. Es gibt bestimmt bessere, aber auch viele schlechtere Hersteller. Und ein schlechter rauher Lauf wird auch nichts liefern können. Es ist alles nur meine eigene Meinung. Und ich weiß sehr wohl das einige hier sagen ich hätte keine Ahnung. Aber ich bin trotzdem dran am Thema.


    Michel


    Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte.

  • Die Meinung zum fetten von Geschossen gehen sehr weit auseinander. Dazu schreibe ich mal später etwas das die Experten mit an die Hand geben. Also nicht von mir, aber reproduzierbar. Also selbst testen. Ein Punkt ist aber klar. Die Generalregel. Ein Geschoß unterhalb des Laufdurchmesser kalibriert bringt sehr schlechte Ergebnisse. Übrigens sind scheinbar Italienische Läufe im Gegensatz zu OEM Amerikanischen Läufen im selben Kaliber immer etwas Untermaßig dimensioniert. Schreibt man so jedenfalls. Gemessen habe ich es nicht.

    Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte.

  • Und wie man weis lässt sich ein Hexagonal ja nicht fetten.


    Tja mein Lieber, mit dem Wissen ist das oft so eine Sache mit Lücken

    ;)

    PICT0205.JPG

    Ich überlege noch, wie ich es besser zum Ausdruck bringen könnte, daß ich zwar mit vielen Leuten hier dasselbe Hobby teile -

    aber ganz sicher nicht die Meinungen und Sichtweisen zu anderen Dingen und wer keine Antworten auf Zitate meiner Beiträge bekommt, steht wohl auf der Block-Liste . . .

  • ...Und wie man weis lässt sich ein Hexagonal ja nicht fetten. ....

    Korrekt, zumindest das originalgetreue Geschoss nicht. Die anderen hat ja Catp. Cat schon gezeigt.. Deshalb steckte das originale Whitworth-Geschoss ja auch in einer gefetteten Papierhülle. Und deshalb setzt man heute unter das originalgetreue Whithorth-Geschoss" eine etwas über kalibergroße gefettete Filzscheibe (also ganz korrekter Ladungsaufbau: Pulver-Pappscheibe-gefettete Filzscheibe-Pappscheibe-Papierscheibe-Geschoss).
    Und das ist keine "erlesene" Theorie, sondern Praxis.

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