Geschosse machen

  • Ach komm, was soll so ein Kommentar?

    ?( ... Spass verstehst du aber auch keinen ?(


    BTW: Was ich als Laie hier aufgeschnappt habe ... manche kippen ihre Geschosse nach dem Gießen aus der Kokille gleich in kaltes Wasser ... :/

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    Wer ned liabt und wer ned lacht, wer nia kloane Fehler macht,

    wer nia guad isst und trinkt zugleich, der is lebendig scho a Leich.

  • ?( ... Spass verstehst du aber auch keinen ?(


    BTW: Was ich als Laie hier aufgeschnappt habe ... manche kippen ihre Geschosse nach dem Gießen aus der Kokille gleich in kaltes Wasser ... :/

    Peppo Ich vermute das falsche Kalibrieren und das fetten. Im auskühlen sehe ich da weniger ein Problem. Gieße einfach eine kleine Serie und probiere sie ohne fetten und ohne Kalibrieren . Außer Long Range fette ich nichts. Die werden blank gelassen.

    Manuel wird ja wohl kaum auf dem Stand direkt aus der Kokille laden. Trefferverschiebung nach oben hast du oft beim erwärmten Lauf auf Long Range. Möglich das gerade das fetten für einen heisseren Lauf sorgt. Falsch Kalibriert und das Projektil geht über die Scheibe. Distanz? Alles Fragen die Manuel mal schreiben kann. Kaliber, Gewicht, Form, Distanz. Probeschüsse. Lauf gereinigt. Ohne Fetten und nicht Kalibriert. Dann gefettet und kalibriert. Lauf aber abgekühlt. Muss mich öfter beim Experiment an ein brauchbares Ergebnis heran schiessen.

    Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte.

  • Ich hatte ja geschrieben, wenn er das Kalibrieren so wie bei den vorherigen Geschossen gemacht hat.

    Weichblei Langgeschosse ohne Fett schießen, na dann wünsche ich Deinen Läufen eine lange Lebenszeit !

    Wie hat Captain Cat geschrieben "Ehe hier das Gießen neu erfunden wurde" ich denke das hier nicht nur das Gießen neu erfunden wird, sondern alles was bisher vom Vorderlader Schießen bekannt war.

    So ich bin dann mal weg.

  • tja, wir haben hier seit einem knappen Jahr einen Spezialisten, der letzten Herbst selbst schrieb, dass er wenig Erfahrung im Gießen von Geschoßen hat, heute erklärt er den Neuen hier, wie das Gießen und Vorderladerschiessen geht. So schnell wird man vom Anfänger zum Hyper-Experten :wall:

    Happy Trails


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  • So schnell wird man vom Anfänger zum Hyper-Experten :wall:

    Wenn mich etwas interessiert dann ziehe ich das durch. Kostet halt etwas. Bin ich aber bereit zu bezahlen. Da kann der neue Ofen auch mal 1200 Euro und das Gewehr 2500 Euro kosten. Da muss ich mich nicht 20 Jahre dran abarbeiten. Es gibt ja auch Fachbücher die man zu Rate ziehen kann.

    Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte.

  • in nicht einmal einem Jahr sollte es natürlich heissen

    Mal eine Frage. Wieso habe ich etwas neu erfunden. Ich habe es mir angeeignet und von meiner Seite her anders bzw. neu interpretiert. Viele Tips wirken mir zu abgedroschen und irgendwie als wenn der eine vom anderen nur abschreibt. Unter beständigem abnicken in der Runde. Nur deshalb habe ich mir die Mühe gemacht. Das hat natürlich einigen nicht gefallen. Bin dir hoffentlich mit deinen Erkenntnissen nicht auf die Schuhe getreten. Ist immer schön zu lesen wie sich manche erst dann reinhängen wenn andere eine eigene Sicht auf die Dinge haben. Wurde ja per PN schon auf einige hingewiesen.

    Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte.

  • Ich glaube " Papa Aldo " muss aber noch viele Bücher lesen, wahrscheinlich hat er überlesen, das das Fett bei Langgeschosse zwar auf das Trefferbild einen gewissen Einfluss hat, aber die Hauptaufgabe besteht darin die Verbleiung der Züge zu verhindern,.

    Das gilt so wohl für Schwarzpulver Patronenwaffen, besonders für für die weich Blei Geschosse bei Vorderlader, aber Erfahrung macht klug und Erfahrung lernt man am besten in der Praxis.

  • Ist ja jedem seine Sache was er macht. Wer bin ich, ungefragt anderen gute Ratschläge zu geben.

    Im hier besprochenen Fall von Vorderlader Langgeschossen zu schreiben, diese nicht zu fetten ist allerdings nicht nur gegen jede Lehrmeinung, sondern widerspricht aus nachvollziehbaren Gründen auch jeglicher meiner eigenen selbst gemachten praktischen Erfahrungen.


    Es gibt Büchsenmacher, die empfehlen ihre Langgeschosse aus bestimmten Kokillen nur leicht zu ölen. Hannes Krebs macht das bei einigen seiner Unterhammerbüchsen. Dann kann man trefflich über die Zusammensetzung von Geschossfett debattieren. Historische Rezepte besprechen, eigene Kreationen vorstellen. Rindertalg, Schmalz und Bienenwachs kommen als Grundsubstanzen oft in den unterschiedlichsten Konstellationen vor. Im Sommer anders als im Winter.


    Wie auch immer: G a n z ohne Fett zu laden ist nach meiner Ansicht zum scheitern verurteilt. Kann eigentlich gar nicht anders. Wie wussten die Alten schon: Schmieren und Salben, helfen allenthalben.


    Aber, einjeder wie er meint.

    :sla:

    "Life is hard; it's harder if you're stupid."

    John Wayne

  • ... Fett ... aber die Hauptaufgabe besteht darin die Verbleiung der Züge zu verhindern,.

    Naja, bei SP hat das Fett auch(!) die Aufgabe, die Schwarzpulverrückstände weich zu halten. Wenn man nicht gefettete Geschosse schießen will (also nur leicht mit Öl eingerieben) klappt das nur, wenn man nach dem Schuss den Lauf sauber wischt und die Rückstände entfernt. Will (warum auch immer) oder kann (weil es z.B. beim Dienstgewehrschießen des DSB nicht zulässig ist) man das nicht, muss man das Geschoss fetten. Und längst nicht jedes Fett ist hier geeignet, die Rückstände weich zu halten. Die bei Bleigeschossen für NC üblicherweise verwendeten Fette sind dazu nicht in der Lage, was dann zu sehr harten Krusten im Lauf führt.

    Ein nicht gefettetes und nicht geöltes Geschoss wird beim ersten Schuss (aus sauberem Lauf) laufen und treffen, spätestens nach dem dritten Schuss gibt es aber Verbleiungen im Lauf.

  • Interessant wäre auch, was in dem Sekundenbruchteil geschieht, von der SP-Zündung bis das Geschoß den Lauf verlässt. Auch Innenbalistik genannt.

    Welche Temperaturen treten am Geschoßboden auf? Schmilzt das Blei sogar an? Schmilzt das Geschoßfett? Was passiert bei der irrsinnigen Beschleunigung?

    Wir werden es nie genau wissen, was in dieser Millisekunde im Lauf vor sich geht.

  • Interessant wäre auch, was in dem Sekundenbruchteil geschieht, von der SP-Zündung bis das Geschoß den Lauf verlässt. Auch Innenbalistik genannt.

    Welche Temperaturen treten am Geschoßboden auf? Schmilzt das Blei sogar an? Schmilzt das Geschoßfett? Was passiert bei der irrsinnigen Beschleunigung?

    Wir werden es nie genau wissen, was in dieser Millisekunde im Lauf vor sich geht.

    Natürlich weiß man was da abgeht.

    Bei Temperaturen über 1.000 Grad schmilzt Blei nicht nur sondern es wird schlagartig auch gasförmig - weswegen der Schießsport eben mittlerweile auch ein Gesundheitsthema ist. Logisch gilt das dann auch für Fett und andere ins Rohr eingebrachten Dinge. Und was die Beschleunigung mit einem Geschoss macht - nämlich dass es sich staucht - ist eigentlich auch bereits etwas länger kein Geheimnis. Also wir haben es da durchaus nicht mit der dunklen Seite des Mondes zu tun....

  • Ein nicht gefettetes und nicht geöltes Geschoss wird beim ersten Schuss (aus sauberem Lauf) laufen und treffen, spätestens nach dem dritten Schuss gibt es aber Verbleiungen im Lauf.

    Mehr wollte ich zum Testen für Manuel auch nicht anführen. Übrigens Long Range bei VL Gewehren sind bei mir ab 200-300 Meter. Withworth und Volunteer Target. Natürlich keine Scheibenbüchsen.

    Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte.

  • ... Bei Temperaturen über 1.000 Grad schmilzt Blei nicht nur sondern es wird schlagartig auch gasförmig ...

    Deshalb sollte man bei schweren Geschossen und starken Ladungen (wo tatsächlich die Gefahr besteht, dass der Geschossboden anschmilzt) zwischen Pulver und Geschoss eine Pappscheibe legen. Und damit diese Scheibe nicht am Geschossboden klebt, legt man zwischen Geschoss und Pappscheibe noch eine Scheibe Zeitungspapier.

  • Deshalb sollte man bei schweren Geschossen und starken Ladungen (wo tatsächlich die Gefahr besteht, dass der Geschossboden anschmilzt) zwischen Pulver und Geschoss eine Pappscheibe legen. Und damit diese Scheibe nicht am Geschossboden klebt, legt man zwischen Geschoss und Pappscheibe noch eine Scheibe Zeitungspapier.

    Richtig !

    Und das läßt sich sogar noch etwas optimieren, wenn man die Pappscheibe in Form einer Stanze aus Milchkarton herstellt und die alubeschichtete Seite Richtung Pulver setzt.


    Das Ganze dann eine Winzigkeit größer als Zugdurchmesser und man hat die perfekte Abdichtung !

    Ich überlege noch, wie ich es besser zum Ausdruck bringen könnte, daß ich zwar mit vielen Leuten hier dasselbe Hobby teile -

    aber ganz sicher nicht die Meinungen und Sichtweisen zu anderen Dingen und wer keine Antworten auf Zitate meiner Beiträge bekommt, steht wohl auf der Block-Liste . . .

  • Richtig !

    Und das läßt sich sogar noch etwas optimieren, wenn man die Pappscheibe in Form einer Stanze aus Milchkarton herstellt und die alubeschichtete Seite Richtung Pulver setzt.


    Das Ganze dann eine Winzigkeit größer als Zugdurchmesser und man hat die perfekte Abdichtung !

    Das mit der Zwischenlage z.B. aus Milchkarton habe ich schon mal gelesen.

    Aber was macht der Milchkarton, der auch noch Kunststoffbeschichtet ist bei über 1000 Grad?

    Würde sagen, der verdampft und schmilzt schlagartig. Den Dreck hat man dann zusätzlich im Lauf. Oder?

    Wenn ich schieße, dreh ich die Absaugung immer voll auf. Manche meinen, das braucht man nicht. Das bisschen Pulverdampf. An ev. Bleidämpfe denkt niemand. Beim KK lassen viele die Absaugung ganz aus. Das bisschen Nitro.

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