Neue Regelung bezüglich jährlicher Trainingstermine ?

  • Gab es in den letzten Monaten eine Gesetzesänderung bezüglich der notwendigen jährlichen Trainingstermine...?


    Nachdem ich gestern nach langer Zeit endlich wieder mal zum Training konnte erzählte mir der Kollege der Standaufsicht machte, es gäbe inzwischen eine neue Regelung, nach der sich die Zahl der notwendigen jährlichen Trainingstermine plötzlich nach der Zeit der Vereinszugehörigkeit richten würden.


    Hörte sich für mich verdächtig nach einer privaten Vereins-Regelung an, wobei ich zugeben muß, mich in den Monaten des Pandemie-Affentheaters nicht so wirklich um das Thema schießen und die aktuellen Neuigkeiten gekümmert zu haben.


    Aber ich bin mir relativ sicher, sowas hätte ich doch mitbekommen.


    Ist da was dran...?

    Nicht das es mich betreffen würde, ich hab so viele Trainingstage pro Jahr, daß es normalerweise für zwei reicht, abet interessieren würde mich das schon.


    Danke und Gruß, Norbert

    Frei von jeglicher unerwünschter Signatur.......

  • Im Prinzip gibt es schon eine im Gesetz vorgesehene Anzahl von Trainingsterminen in Abhängigkeit von der ersten Eintraging einer erlaubnispflichtigen Waffe in eine WBK. Diese Regelung bezieht sich auf den Nachweis drs weiterbestehenden Bedürfnisses.


    Es wurde nämlich konkretisiert, wie der Nachweis der schießsportlichen Aktivität geführt werden kann, nämlich anhand der Trainingstermine.


    Zum Nachweis des Fortbestehens des waffenrechtlichen Bedürfnisses müssen in den ersten 10 Jahren nach der ersten Eintragung einer Waffe in die WBK

    - pro Waffenart (erlaubnispflichtige Langwaffe/Kurzwaffe)

    - mindestens 6 Trainingstrainingstermine pro Jahr (in den letzten 2 Jahren vor der Überprüfung ???????? durch die Behörde)

    - oder regelmässig 1 Trainingstermin pro Quartal und Waffenart nachgewiesen werden.


    Nach 10 Jahren genügt der Nachweis der Vereinszugehörigkeit.


    Die 4-6er Regelung gilt für den Nachweis des fortbestehenden Bedürfnisses.

    Die 12-18er Regel für den Erwerb auf Grün ist davon unabhängig.


    Die Zeit der Vereinszugehörigkeit hängt damit nur indirekt zusammen, denn oft bekommt ein neu eingetretenes Mitglied die erste erlaubnispflichtige Waffe nach mindestens einem Jahr nach Veteinseintritt bzw. Beginn der Mitgliedschaft im Verband.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Da während der Corona-Zeit und den Lockdowns das regelmäßige Training 1 x pro Quartal nicht möglich war, soll die Zeit während der Schliessung der Sportstätten bezüglich des Trainingsnachweisrs zum Erhalt des Bedürfnisses nicht gezählt werden.

    Darauf würde ich mich allerdings nicht verlassen, sondern die geforderten mindestens 6 Trainingstermine pro Jahr und Waffenart in jedem Fall absolvieren.


    Aber dies sollte kein Problem sein. Ich musste feststellen, dass während der Lockdowns das fehlende Training sich doch deutlich bemerkbar gemacht hat. Kollegen bestätigen dies auch, und so gab es in drn ersten 6 Wochen seit der Verein wieder geöffnet hat, deutlich mehr Andrang zum Training. Wir hoffen alle sehr, dass auch die Wettkämpfe wieder stattfinden können, und die erwartete 4. Welle nicht wieder einen Strich durch die Rechnung machen wird.

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  • Seltsam.....: alles was es da offenbar noch zusätzlich zur 12 / 18 Regelung gibt war mir nicht bekannt.


    Und eigentlich war ich bislang der Meinung, zumindest bei den wichtigen Sachen auf dem laufenden zu sein.....

    Frei von jeglicher unerwünschter Signatur.......

  • Der BSSB schreibt zu dem Thema:


    "Bedürfnis für Sportschützen (§ 14), Regelungen für den Besitz von Schusswaffen und Munition


    Seit dem 01.09.2020 ist der Besitz von Schusswaffen und der dafür bestimmten Munition (Fortbestehen des Bedürfnisses) an folgende Bedingungen geknüpft:


    Prüfung nach 5 Jahren und nach 10 Jahren, in den 24 Monaten vor der Prüfung muss mit (einer der) eigenen erlaubnispflichtigen Waffen 1x im Quartal oder 6x jährlich geschossen werden. Das Pensum gilt je Waffenart im Besitz (Kurzwaffe, Langwaffe).Ausgangspunkt für die Prüfungen ist der Zeitpunkt der ersten Erlaubnis (es gilt somit nicht je Waffe!).nach 10 Jahren erfolgt keine Prüfung mehr anhand einem konkreten, aktiven Schießpensum. Es genügt die Mitgliedschaft im Verein.Der Fortbestand des Bedürfnisses muss durch eine Bescheinigung des Vereins glaubhaft gemacht werden (ab dem Jahr 2026 durch eine Bescheinigung des Verbands). Hierzu wurde in Abstimmung mit dem Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration ein einheitliches Formular erstellt, das zukünftig für den Nachweis zum Fortbestehen des waffenrechtlichen Bedürfnisses verwendet werden soll. Das Formular finden Sie hier (LINK).


    Weitere sachdienliche Hinweise zu diesen Neuerungen:


    die Regelung gilt rückwirkend. Wer also zum 01.09.2020 schon mindestens zehn Jahre im Waffenbesitz ist, muss sein waffenrechtliches Bedürfnis nicht mehr anhand von konkreten Schießterminen nachweisen.Sportschützen, die Schießnachweise für die letzten 24 Monate vor einem Stichtag zwischen dem 01.09.2020 und dem 31.08.2022 erbringen müssen, haben ihre vergangenen Schießeinheiten mangels Kenntnis einer anstehenden Bedürfnisprüfung möglicherweise nicht festgehalten (es gibt keine Verpflichtung ein persönliches Schießbuch zu führen). Um hier unverschuldete Nachteile zu vermeiden, gilt die Ausnahmeregelung in Bayern, wonach die zuständige Waffenbehörde den Stichtag für die Prüfung auf formlosen Antrag des Sportschützen hin zu seinen Gunsten um 24 Monate zu verschieben hat.


    Der neue 24-Monatszeitraum berechnet sich ab der Bewilligung der Verschiebung und ergibt sich aus einem entsprechenden Schreiben der Waffenbehörde.


    die Vereine sind verpflichtet, einen Nachweis über die Häufigkeit der schießsportlichen Aktivitäten jedes ihrer Mitglieder zu führen während der 24 Monate vor Prüfung des Bedürfnisses. In der Praxis bedeutet das also, einen fortlaufenden Nachweis über die Schießaktivitäten zu führen (Schießkladde)."

    Zitat aus: https://www.bssb.de/waffenrecht.html

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  • Der Gesetzestext ist hier nachzulesen

    https://dejure.org/gesetze/WaffG/13.html


    Noch nicht ganz schlau geworden bin ich aus folgender Passage: "Sind seit der ersten Eintragung einer Schusswaffe in die Waffenbesitzkarte oder der erstmaligen Ausstellung einer Munitionserwerbserlaubnis zehn Jahre vergangen, genügt für das Fortbestehen des Bedürfnisses des Sportschützen die Mitgliedschaft in einem Schießsportverein nach Absatz 2;die Mitgliedschaft ist im Rahmen der Folgeprüfungen nach § 4 Absatz 4 durch eine Bescheinigung des Schießsportvereins nachzuweisen."



    Angenommen: Jemand hat eine Erbwaffe als erste Waffe in eine WBK eingetragen bekommen (im Beispiel in 2011). 4 Jahre später wird er Mitglied in einem Schützenverein, und bekommt im Jahr darauf seine erste Sportwaffe in die bereits vorhandene grüne WBK eingetragen. (Im Beispiel 2016)

    Dann müssten im Beispiel in 2021 die 10 Jahre seit der ersten Eintragung einer Waffe in die WBK vergangen sein, nach denen für den Nachweis des fortbestehenden Bedürfnisses die Mitgliedschaft in einem Schützenverein ausreichend ist. Der Fall, dass zuerst eine Waffe geerbt wurde, und dann anschliessend mit dem Schiesssport begonnen wurde, dürfte gar nicht so selten sein.

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  • ...genügt für das Fortbestehen des Bedürfnisses des Sportschützen...

    Das bezieht sich sicherlich auf genau die Waffen/Einträge auf der WBK, die auch durch ein sportliches Bedürfnis dort hinkamen.

    Alle anderen Waffen, die nicht durch ein sportliches Bedürfnis gedeckelt sind, wie Erbwaffen, bedürfnisfreie Waffen ( z.B. 4mmM20 ) oder Jagdwaffen sind eine andere Baustelle. Für den Drilling musst Du wohl gelegentlich einen JS vorzeigen...

    Somit läuft die 10-Jahresfrist wohl auch erst ab dem Eintrag einer Sportwaffe, nicht schon ab dem vorher erfolgten Eintrag einer beliebigen anderen Waffe, die zwar eine WBK erfordert, aber kein sportliches Bedürfnis...


    Jens

    Ich teile hier mit Euch mein Wissen und vertrete meine Meinung.
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  • Das steht aber so nicht im Gesetz. Es steht explizit drin: "Sind seit der ersten Eintragung einer Schusswaffe in die Waffenbesitzkarte oder der erstmaligen Ausstellung einer Munitionserwerbserlaubnis zehn Jahre vergangen ......"

    Da auch ab Ausstellung einer Munitionserwerbserlaubnis die 10-Jahresfrist zu laufen beginnt, bezieht sich die Erlaubnis nicht nur auf Sportwaffen. Damit sollte es auch so sein, dass auf Jagdschein erworbene Waffen mit zählen, wenn jemand in einem Schützenverein Mitglied ist, aber (vorübergehend) keine Jagdkarte zieht.

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  • Ich würde das auch so interpretieren. Es gilt für alle in den WBK´s eingetragenen Waffen - sonst müßte ja für jede einzelne Waffe

    geprüft werden (nachträglich !) auf welches Bedürfnis die iegendwann mal auf die WBK gekommen ist, ob es evtl. eine Erb- oder

    Jagdwaffe ist.

    Wenn jemand z.B. mit einer Schusswaffe eine Straftat verübt, dann ist ja auch nicht nur diese Waffe weg, sondern alle, die derjenige besitzt.


    LG

    -Michael

  • Schwarzer Mann

    Das steht aber so nicht im Gesetz. Es steht explizit drin: "Sind seit der ersten Eintragung einer Schusswaffe in die Waffenbesitzkarte oder der erstmaligen Ausstellung einer Munitionserwerbserlaubnis zehn Jahre vergangen ......"

    Da auch ab Ausstellung einer Munitionserwerbserlaubnis die 10-Jahresfrist zu laufen beginnt, bezieht sich die Erlaubnis nicht nur auf Sportwaffen. Damit sollte es auch so sein, dass auf Jagdschein erworbene Waffen mit zählen, wenn jemand in einem Schützenverein Mitglied ist, aber (vorübergehend) keine Jagdkarte zieht.


    Ich sehe das auch so, wie suveran das oben erklärt hat und das wäre auch logisch, wenn man das NWR etwas kennt. Dort in nämlich für JEDE Waffe exakt EIN Bedürfnis hinterlegt, aufgrund dessen die aktuelle Erlaubnis beruht. ( Buchi0 ....nachträglich nicht...das ist schon längst erfolgt!).

    Da in Deutschland die Waffen artig getrennt immer ihren Bedürfnissen zugeordnet werden (gut oder schlecht ist eine andere Diskussion), ist das auch nur sinnig, dass bei den jeweils anzuwendenden Bedüfnissen auch zu tun. Und genau das machen die Behörden doch mit dieser Regel, man sieht es auch daran, dass es eben getrennt Paragraphen im WaffG für Sammler, Jäger, Sportschützen und Erben gibt. Für Waffen auf JS musst du selbigen immer mal wieder vorzeigen/verlängern. Ohne gültigen JS wird dir nach einer Übergangszeit die WBK, grün ja auch entzogen - wenn deine Behörde nicht schläft. Für Waffen, die als Sportschütze erworben wurden, ist es eben die nun konkretisierte Anforderung im §14 WaffG über die ersten 10 Jahre und danach eben nur noch die MItgliedsbescheinigung.


    Würde man das nicht so machen/meinen, wie du ja oben andeutest, da es deiner Meinung nach nicht im Gesetz stehen würde, dann könnte zum Beispiel ein Sportschütze alle Waffen behalten, auch wenn er alle Vereine verlassen hat, nur weil er parallel einen Jagdschein gemacht hat.....oder Sammler geworden ist.....ICH kann mir nicht vorstellen, dass das die Intension des Gesetzgebers war, die ja auch immer mit zu berücksichtigen ist.


    Gruß

    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ---- DJV ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Vielleicht war eteas Anderes beabsichtigt, aber es kommt darauf an, was exakt im Gesetz steht, und nicht was beabsichtigt war. Das beste Beispiel zuungunsten des Bürgers ist ja die Regelung zum Führen von Messern. Da sagte Schäuble während der Bundestagsdebatte, dass man nicht die Absicht hätte, der Oma das Pilzmesser wegzunehmen. Was kam aber dabei raus? Selbsz auf Wanderungen ist ein Fahrtenmesser verboten.


    Wie gesagt, es kommt aif den Buchstaben des Gesetzes an, und eher nicht, was man als Gesetzgeber meinte. Anders gemeint, ist auch nicht richtig.

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  • Schwarzer Mann


    Damit hast du natürlich Recht. Aber wir sind uns doch wohl über ein paar Dinge einig:


    1.) Wenn man alleine diesen Thread anschaut, dann lesen verschiedene Menschen verschiedenes aus dem Gesetz heraus.

    2.) Es gab noch nie ein WaffG, welches nicht diverse Graubereiche hatte. Warum wohl hat man sonst immer wieder Dinge präzisiert.

    3.) Das bei der Auslegung eines Gesetzes im Falle von Unklarheiten immer die Intension des Gesetzgebers zu berücksichtigen ist, haben doch in den letzten Jahrzehnten diverseste Male die Gerichte selbst bekundet. Ich denke das, sollte an sich auch unstrittig sein, oder?!


    Abschließend noch einmal zum Inhalt:

    Die Regel steht im §14 WaffG und da geht es, wie ich oben schon anmerkte AUSSCHLIEßLICH um den Bereich des Sportschützen. Ich persönlich denke, dass ist das Totschlagargument gegen deine Interpretation. Aber: Bin kein Jurist - ist nur meine Meinung.


    ::frinds::


    Gruß

    Frank

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    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Ich habe selbst kein Problem damit, denn die Termine bekomme ich auch in Corona-Zeiten ohne Probleme hin. Und ich bin über die 10 Jahre seit der ersten Waffe auf bestätigtes sportliches Bedürfnis klar hinaus.

    Aber wie man weiß, kommt vieles anders als man geplant hat, und es braucht nur eine Krankheit dazwischen zu kommen (so ein kleines Schalentier mit OP, Bestrahlung und Chemo, oder ein beruflicher Auslandsaufenthalt) und schon ist so ein Jahr mal futsch, ohne oder mit zu wenigen Terminen. Ich selbst hatte auch mal so ein Jahr dazwischen, wo eine Behandlung mich für 8 Monate total außer Gefecht gesetzt hat. Hätte es die aktuelle 4-6er Überprüfung pro Waffenart damals schon gegeben, hätte es mit den Terminen eng werden können, da ich nach den 8 Monaten auch noch nicht so richtig fit war.. Da könnte es für den Einen oder Anderen schon mal beruhigend sein, wenn die 10-Jahresfrist ab der Eintragung der ersten Erbwaffe oder der ersten Jagdwaffe laufen würde.

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  • Naja...im Grunde ist die aktuelle Regelung aber doch eine Erleichterung. Bisher hatten wir alle erstens IMMER und zweitens 12/18 TERMINE nachzuweisen. Nun sind es weniger und auch "nur" 10 Jahre lang.


    In der Praxis frage ich dich aber auch einmal: Wie oft wurdest du denn schon routinemäßig überprüft und deine Schießnachweise kontrolliert? Vermutlich haben die wenigsten von uns eine solche Kontrolle bekommen, wenn dann eher bzgl. der Aufbewahrung. D.h. die Wahrscheinlichkeit eine solche Prüfung genau nach einem persönlichen oder beruflichen oder oder "Zwischenfall" zu bekommen ist äußerst gering. Und wenn doch, dann würde ich jetzt einmal behaupten, dass deine Behörde nach 8 Jahren intensivem Schießsport mit Nachweisen, einer Erklärung von dir, dass du seit 10 Monaten gesundheitlich eingeschränkt bist, nach der Genesung aber wieder schießen willst, nicht direkt alle deine Erlaubnisse widerrufen wird. Ich hatte vor einigen Jahren einmal eine ähnlich gelagerte Frage an meine Behörde gestellt, die dann inhaltlich so geantwortet hatte. Klar ist das nicht gerichtsfest, aber ich denk man kann diesbezüglich schon recht ruhig schlafen, wenn man in der aktiven Zeit auch aktiv war.


    Gruß

    Frank

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  • Danke Frank1000 !


    Ohne Schwarzer Mann verärgern zu wollen, hast Du das, was ich auch so meinte nochmals sehr gut erklärt.

    Die Erwähnung von

    Die Regel steht im §14 WaffG und da geht es, wie ich oben schon anmerkte AUSSCHLIEßLICH um den Bereich des Sportschützen.

    verweist auf den Bezug der entsprechenden Zeilen, in denen es nur um die Sportwaffen ging.


    Ähnliches erleben wir hier auch gerne, wenn gewisse Gesetzestexte hier diskutiert werden, die aus dem Sprengstoffgesetz kommen und hartnäckig auf

    Waffen angewendet werden... Das funktioniert dann auch mit dem exakten Wortlaut NICHT!


    Würde das zutreffen, was Blacky meint, müsste ich ja mit 18 Jahren nur eine ( mir fällt da leider grad nur dieses Beispiel ein ) 4mmM20 zulegen und keine 10 Jahre später in einen Verein eintreten, um dann gemütlich nach Erfüllung von 12/18 mir sportlich das Grundkontingent auf meine WBK zu sichern.

    Ab da dann nie wieder etwas ausser der Vereinsmitgliedschaft nachweisen, weil die 10 Jahre schon um sind?

    :think:


    Jens

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    Gel(i)ebtes Forum... so muss das sein!

    Einmal editiert, zuletzt von suveran ()

  • Nein, Du verärgerst mich damit überhaupt nicht.


    Das Thema zeigt nur wieder mal auf, dass die Waffengesetze nicht allgemeinverständlich sind. Wenn man aber erst Juristen braucht, um ein Gesetz zu verstehen, ist damit schon das Gesetz eigentlich obsolet.

    Denn um ein Gesetz befolgen zu können, muss es zumindest ein Mensch im 95% Bereich der Intelligenzverteilung verstehen können.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Denn um ein Gesetz befolgen zu können, muss es zumindest ein Mensch im 95% Bereich der Intelligenzverteilung verstehen können.

    Na da haben wir das Problem doch schon erkannt : Grob gerechnet zwei Millionen Schützen sind doch weitaus weniger als 5 Prozent der Bevölkerung, also sind wir absolut in dem von Dir genannten Bereich, wenn wir alle zu einfältig sind, das Waffenrecht zu verstehen - wir fallen unter die 5 Prozent Doofen -

    oder

    habe ich das jetzt mißverstanden ?

    :think:


    :hyster::hyster::hyster:

    Ich überlege noch, wie ich es besser zum Ausdruck bringen könnte, daß ich zwar mit vielen Leuten hier dasselbe Hobby teile -

    aber ganz sicher nicht die Meinungen und Sichtweisen zu anderen Dingen und wer keine Antworten auf Zitate meiner Beiträge bekommt, steht wohl auf der Block-Liste . . .

  • Nein, die Waffenbesitzer sind die besonders schlauen, die müssen sogar Probleme lösen die kaum jemanden betreffen.

  • Wenn man aber erst Juristen braucht, um ein Gesetz zu verstehen, ist damit schon das Gesetz eigentlich obsolet.

    Tja, deshalb braucht es ja auch zu jedem Gesetz Verordungen und Ausführungsbestimmungen, weil selbst die, die diese Gesetze beruflich irgendwie umsetzen müssen das schon nicht verstehen. :wall::wall::wall:

    Klein "Hein Doof" - also wir - kommen dann noch ein(ig)e Stufe(n) weiter unten...


    Jens

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