Starke Preiserhöhung von Munition

  • ...

    Ist da was drann, oder eine der üblichen Panikmache?

    Die (rein rhetorische) Frage ist eher, ob wir bei den Preissteigerungen schon die Enden der Fahnenstangen sehen. Und: wie lange es dauert bis (und ob überhaupt) sich die Preise wieder auf gewohntes Niveau einpendeln. Was wiederum weniger eine Frage von Monaten, sondern eher von Jahren sein dürfte.


    Es ist heute fast nicht mehr möglich bei einer Bestellmenge von 10000 Stück einfachste Standard KK-Patronen unter 3 Euro die 50 Schuss zu bekommen. Selbst die üblichen Verdächtigen wie CCI oder American Eagle liegen als sonst preiswerte Sorten darüber.

    Selbiges bei Geschossen und Zündern. Habe vor gut einem Jahr Fiocci Primer in Small Pistol zu umgerechnet 25,83 die 1000 Stück inklusive Versand gekauft. Heute lobt derselbe Händler 29,15 für die 1000 aus.

    Ehemalige Billigheimer wie Murom-Zünder gehen für über 30 Euro die 1000 über'n Ladentisch,- plus Versand von 12 Euro.


    Nach meiner Einschätzung werden wir uns entweder dran gewöhnen tiefer in die Tasche zu greifen - oder weniger schießen zu gehen.

    Mer muss och jünne künne.

    Uralte kölsche Weisheit

    Einmal editiert, zuletzt von Mühlenbracher ()

  • Was wiederum weniger eine Frage von Monaten, sondern eher von Jahren sein dürfte.


    Es ist heute fast nicht mehr möglich bei einer Bestellmenge von 10000 Stück einfachste Standard KK-Patronen unter 3 Euro die 50 Schuss zu bekommen. Selbst die üblichen Verdächtigen wie CCI oder American Eagle liegen als sonst preiswerte Sorten darüber.

    Selbiges bei Geschossen und Zündern. Habe vor gut einem Jahr Fiocci Primer in Small Pistol zu umgerechnet 25,83 die 1000 Stück inklusive Versand gekauft. Heute lobt derselbe Händler 29,15 für die 1000 aus.

    Richtig, es wird eher Jahre dauern.

    In USA kosten KK-Patronen verglichen mit Januar 2020 bis zu 500% mehr, bei GK sind es 100-300% mehr - wenn man noch etwas findet. :think:

    Bei Zündhütchen sieht es ähnlich aus. Da geht es uns hier noch recht gut. Da ist der Preisanstieg von 13% für Deine Fiocchi Primer noch moderat. :sla:

    Gruss, Alex

  • Ich fürchte, dass die Preissteigerung bei Munition nur ein Element einer beginnenden Geldinflation darstellt, und diese Preiserhöhungen über kurz oder lang in der allgemeinen Geldentwertung untergehen werden.

    Obwohl die offiziellen Daten eine Inflationsrate von unter 2% anzeigen, spricht die Lebenserfahrung vieler Menschen dagegen. Oft höre ich, dass man vor Corona bei Aldi mit +/- 40 Euro ausgekommen ist, jetzt sind für den gleichen Einkauf 60 Euros fällig.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Die Unternehmen werden sich Dank COVID und deren Folgen nun schamlos bedienen.

    Dank an alle Protagonisten.

    Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selbst. Er gibt auch anderen eine Chance.

    Sir Winston Churchill

  • Ich fürchte, dass die Preissteigerung bei Munition nur ein Element einer beginnenden Geldinflation darstellt

    Diese Befürchtung habe ich auch, kann aber bis jetzt zum Glück keine 50% Preissteigerung bei den täglichen Einkäufen feststellen. Ich beobachte diese Ausgaben, bis jetzt sind sie nicht höher als Anfang 2020. :think:

    Gruss, Alex

  • Nun, entweder hat das Monat mehr Tage oder alles ist teurer geworden, denn irgendwie ist am Ende des Gelds mittlerweile immer mehr Monat übrig. ;)


    Mal im Ernst: Ich sehe die Teuerung zum Teil daran, dass die Mengen in den Packungen verändert sind, und gleichzeitig die Preise angepasst werden. Beispiel: Küchentücher. früher 1,40 die Packung, jetzt 1,89 aber es sind 15% mehr Blätter drin. Bei den Konsumgütern merkt man es nicht so sehr, aber Baustoffe sind extrem viel teurer geworden.

    Hauspreise sind exorbitant gestiegen. Hier vor Ort in einem Baugebiet kostet eine Doppelhaushälfte mittlerweile knapp eine halbe Million. vor ein paar Jahren waren das noch 370000. Ein Teil ist sicher den gestiegenen staatlichen Auflagen zu verdanken.

    Unternehmensbeteiligungen sind innerhalb von 10 Jahren um mehr als das Doppelte im Preis gestiegen. Für Aktienbesitzer hört sich das erst mal gut an, weil nominell mehr bedrucktes Papier dafür zu bekommen wäre, wenn man verkaufen würde. Aber die Reinvestition ist genau so viel teurer geworden.



    Es ist so, wie wenn jemand 10.000 Schuss 9 mm lagern hat. Toll, wenn die Munition jetzt 20 oder 30% teurer in Geschäft ist, denn auf dem Papier ist der Geldwert gestiegen. Nun verkauf mal die 9 mm Munition und kauf dafür .223er, weil Du ja vom Pistolenschiessen aufs Gewehr umgestiegen bist. Bist Du jetzt reicher, weil die 9 mm mehr einbringen? Oder bekommst Du nur dafür die selbe Menge .223er wie früher?


    Nur weil jetzt mehr Papier für das selbe Produkt zu bekommen ist, ist niemand reicher oder wohlhabender geworden. Und jetzt ersetze die unition durch Aktien!

    Es kann sein, dass die Konsumgüterpreise bei dieser Entwicklung etwas hinterherhinken, und dies ist wahrscheinlich politisch so gewollt.

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  • Viel Wahres was du schreibst Schwarzer Mann. Aber mit Aktien sehe ich anders. Du verkaufst die ja nicht immer um davon neue Aktien zu kaufen.

    Der Aktionär hat vielleicht ein Lithiumpapier oder was anderes für Cents gekauft, streicht sich heute den Gewinn ein von mehreren 100 % und kauft sich ein Grundstück davon.


    Gewinn mit verkaufter weil gelagerter Munition macht nur, wer entweder genug hat davon oder nicht mehr schießt.

  • Ein einziges Mal 1000 Schuss :saint: Ok, kann man machen, aber ein IPSCler kann da nur schmunzeln.


    Ich habe aber auch vor IPSC grundsätzlich 1000 - 2000 Pack gekauft. Ich kenne gute Angebote nur ab 1000 Schuss.

    Als stinknormaler Präzisionsschütze bei DSB/BDS verbraucht man im Schnitt 50 Schuss pro Woche. Oder etwa 30 Schuss pro Kaliber, wenn man 2 Waffen mit hat. Es sind also zwei verschiedene Welten. Z.B. hier hat einer ordentlich vorgesorgt und wird wohl mit Verlusten verkaufen müssen.

  • Sind auch nur 5000 Schuß. Warum auch immer in den 20er Packungen; vielleicht hat er die günstig bekommen.

    Dass er dabei draufzahlt, glaube ich eher nicht.


    LG

    -Michael

  • ... und wird wohl mit Verlusten verkaufen müssen.

    Mit Verlusten werden in aller Regel nur Exotenkaliber bei Egon an den Mann gebracht.

    Und auch nur dann, wenn entweder Fantasiepreise für den Versand aufgerufen werden, Beschreibung und Bilder grottig, oder gerade per Zufall mal keine 2 Interessenten am Start sind die wissen was der Kram wert ist, bzw. bald wert sein wird.

    Mer muss och jünne künne.

    Uralte kölsche Weisheit

  • Hatte vor kurzem zweimal Sahne.

    Die Verkäufer lobten für den Versand jeweils Mondpreise aus. Da hatte dann, wen wundert's, keiner drauf geboten. 16/70er Schrot und Brenneke sind scheinbar auch nicht so häufig - und welch Zufall - das der Eine nur einen Ort, der Andere zwar 100 km weit weg dafür aber bei einem guten Freund um die Ecke wohnt. Treffen uns eh 3 x im Jahr.


    So wahren 25 Euro für hundertzwanzig 3,5mm Schrot- und 20 Euro für achtzig Brennekepatronen nicht zu viel.


    Man hat manchmal einfach nur Glück. :sla:

    Mer muss och jünne künne.

    Uralte kölsche Weisheit

  • Kann es sein, dass die Leute in Deutschland Munition ähnlich wie Toilettenpapier gehortet? Bis vor kurzem konnte ja kaum einer schießen 🤔 Bei den Händlern in meiner Nähe bekommt man jedenfalls immer noch günstige 9mm Munition für etwa 10-11 Euro für 50 Schuss und .223 S&B Schütte (100 Schuss) für 42 Euro (und das bei Frankonia!). 250er S&B Schütte 9mm bekommt man immer noch für 50-55 Euro und die Hexagon für 15-16 Euro für 50 Schuss. Leute sind aber mittlerweile so bekloppt, dass die bei egun Auktionen Munition teurer kaufen als es die im Laden gibt 😵

    Ja, insbesondere weil aufgrund der Einschränkungen beim Versand (Einstufung als Gefahrgut, etc.) die Versandpreise in die Höhe getrieben wurden.

    Dann musst Du auch bedenken, dass allgemein die Waffenhändler so durch diverse behördliche Schikanemaßnahmen drangsaliert werden, dass sie enorme Zusatzkosten haben, welche sie irgendwie wieder reinholen müssen. Viele kleinere spielen mit dem Gedanken ganz zuzumachen, was ja wohl auch so beabsichtig war.

  • Viele kleinere spielen mit dem Gedanken ganz zuzumachen, was ja wohl auch so beabsichtig war.

    Aus dem Gedankenspiel ist bei Vielen längst Realität geworden.


    Vor wenigen Jahren noch hatte ich im Umkreis von 4-6 Kilometern mehrere - heute ist der Nächste (mit

    absolut unakzeptablem Angebot und Preisen) 25 Kilometer weg und der Erste mit vernünftigen Preisen und Angeboten 70 Kilometer .......

    ::dry::

    Ich überlege noch, wie ich es besser zum Ausdruck bringen könnte, daß ich zwar mit vielen Leuten hier dasselbe Hobby teile -

    aber ganz sicher nicht die Meinungen und Sichtweisen zu anderen Dingen und wer keine Antworten auf Zitate meiner Beiträge bekommt, steht wohl auf der Block-Liste . . .

  • Das Problem ist, daß die Margen bei Munition sehr gering sind.

    Das bedingt hohen Kapitaleinsatz, Lagerkapazitäten, passenden Absatzmarkt (wenn rundherum nur Jäger und der DSB aktiv sind wird's lokal mau).

    Bei Munition gibt's wenig Loyalität zum lokalen Händler. Die Leute fahren dahin, wo es die niedrigsten Preise gibt.


    Somit kann man vom Munitionsverkauf nicht leben - außer man kauft in sehr, sehr großen Mengen ein.

    Mein Händler hat mir erzählt, daß er für's 2. HJ 4,5 Mio. Patronen S&B 9mm Para bestellt hatte - und nun 1,5 Mio. zugeteilt bekommt.

  • Wir schießen dieses Wochenende die WALTHER Dreams of Steel, nächste Woche DM IPSC Rifle, dann DM IPSC Handgun I, HERA Steel Nightmare, ... Da geht was weg :)

    Wie bekommt man das eigentlich mit, wenn da die Anmeldungen starten. Jedesmal wenn ich von solchen Matches höre sind die direkt schon ausgebucht, egal ob Dreams of Steel oder HERA Steel Nightmare. Gibts da geheime Informationskanäle? Ernsthafte Frage.

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