"Attentate und Terror - Könnte eine private Schusswaffe nützen?"

    • Offizieller Beitrag

    Ist das nicht etwas übertrieben dargestellt?

    Hängt davon ab wo. Hierzulande hat jeder Parlamentarier, Staatsanwälte, Richter, ... Anspruch auf eine Führberechtigung. Was nicht bedeutet, dass die auch jeder von denen nutzt - das ist eine Minderheit. Aber - die haben Anspruch auf etwas, das dem normalen Bürger mittlerweile zu 100% untersagt ist. Wo dem Geldboten trotz wiederholter Überfälle gesagt wird. "Nix Waffe - wechsle den Beruf, wenn's dir zu riskant ist!".


    besten Gruß

    Werner

    Wären Feuerwaffen Schuld an Gewalt und Leid, hätten die Menschen vor dem 13. Jahrhundert friedlich und glücklich gelebt.

    Das alte Testament als vielleicht bedeutendstes religiöses Werk der Geschichte erzählt schon auf der zweiten von rund eintausend Seiten die Legende vom ersten Mord der Menschheit. Keine Tat mit einer Schusswaffe, sondern verursacht durch den menschlichen Charakter. Frieden braucht keine Waffenverbote, Frieden benötigt die Beherrschung des - jeweils eigenen - Charakters.



  • Hängt davon ab wo. Hierzulande hat jeder Parlamentarier, Staatsanwälte, Richter, ... Anspruch auf eine Führberechtigung. Was nicht bedeutet, dass die auch jeder von denen nutzt - das ist eine Minderheit. Aber - die haben Anspruch auf etwas, das dem normalen Bürger mittlerweile zu 100% untersagt ist. Wo dem Geldboten trotz wiederholter Überfälle gesagt wird. "Nix Waffe - wechsle den Beruf, wenn's dir zu riskant ist!".


    besten Gruß

    Werner

    Und dabei wird leicht übersehen das das Hierzulande aus deutscher im beneidenswerten Nachbarland liegt.

  • Hierzulande hat jeder Parlamentarier, Staatsanwälte, Richter, ... Anspruch auf eine Führberechtigung.

    ... wofür sie allerdings "Sachkunde" nachweisen müssen! :/

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    Wer ned liabt und wer ned lacht, wer nia kloane Fehler macht,

    wer nia guad isst und trinkt zugleich, der is lebendig scho a Leich.

    • Offizieller Beitrag

    ... wofür sie allerdings "Sachkunde" nachweisen müssen!

    Eben nicht!


    besten Gruß

    Werner

    Wären Feuerwaffen Schuld an Gewalt und Leid, hätten die Menschen vor dem 13. Jahrhundert friedlich und glücklich gelebt.

    Das alte Testament als vielleicht bedeutendstes religiöses Werk der Geschichte erzählt schon auf der zweiten von rund eintausend Seiten die Legende vom ersten Mord der Menschheit. Keine Tat mit einer Schusswaffe, sondern verursacht durch den menschlichen Charakter. Frieden braucht keine Waffenverbote, Frieden benötigt die Beherrschung des - jeweils eigenen - Charakters.



  • Eben nicht!

    Die Zuverlässigkeit wird durch die Kreisverwaltungsbehörde überprüft. Der Nachweis der Sachkunde und des Bedürfnisses sowie der Nachweis einer entsprechenden Versicherung sind von Ihnen selbst zu erbringen.

    Erforderliche Unterlagen

    Nachweis einer Versicherung gegen Haftpflicht in Höhe von 1 Million Euro - pauschal für Personen- und Sachschäden Sachkundenachweis Nachweis einer besonderen Gefährdung


    Unterlagen, die glaubhaft machen, dass Sie wesentlich mehr als die Allgemeinheit durch Angriffe auf Leib oder Leben gefährdet sind und dass der zugriffsbereite Besitz von Schusswaffen auch außerhalb Ihres befriedeten Besitztums, z. B. Ihrer Wohnung oder Ihres eingezäunten Grundstückes, geeignet ist, diese Gefährdung zu mindern.


    Bedürfnisnachweis



    Und das gilt unisono ... auch für Politruks.

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    • Offizieller Beitrag

    Die Zuverlässigkeit wird durch die Kreisverwaltungsbehörde überprüft.

    Ich sagte Hierzulande... :)


    besten Gruß

    Werner

    Wären Feuerwaffen Schuld an Gewalt und Leid, hätten die Menschen vor dem 13. Jahrhundert friedlich und glücklich gelebt.

    Das alte Testament als vielleicht bedeutendstes religiöses Werk der Geschichte erzählt schon auf der zweiten von rund eintausend Seiten die Legende vom ersten Mord der Menschheit. Keine Tat mit einer Schusswaffe, sondern verursacht durch den menschlichen Charakter. Frieden braucht keine Waffenverbote, Frieden benötigt die Beherrschung des - jeweils eigenen - Charakters.



  • Google mal Anzahl Sportschützen Deutschland. Kommt als Erstes

    Oh, als fundierte Quelle eine Zeitung....

    Und dann noch der Grafe....




    Nimm die Offziellen Zahlen (eben die auch eine WBK haben oder im Verband organisiert sind) und du bist bei 40%

  • Sind reine Luftgewehr- Luftpistolenschützen oder Bogenschützen keine Sportschützen ?

    Es geht doch nicht nur um WBK Inhaber.

    Dazu Inhaber des kleinen Waffenscheines, Schreckschusswaffensammler oder Luftdruckschützen die keinem Verein oder Verband angehören .

  • Zähl die Mitglieder aller Verbände zusammen und du kommst nicht auf 3mio und da sind auch die Freunde der kalten Gase dabei.

    Sind rund 1,6 Mio, davon nicht wenige mit Doppelmitgliedschaft und auch viele Jugendliche (LP/LG)


    Und du glaubst doch nicht ernsthaft, dass Bogenschützen sich grossartig für die Interessen von Waffenbesitzer einsetzen.

    Und das sind geschätzt auch nur 70.000 (davon viele Kinder/Jugendliche).

  • Peppone deine Aufstellung sagt nichts über die Zahl der Inhaber dieser waffenrechtlichen Erlaubnisse aus. Ich selbst bin da schon mit 8 Dokumenten vertreten, ohne die ganzen Verbringungserlaubnisse der letzten Jahre.

    Happy Trails


    Texas Jack


    SASS life # 55314


    BDS Western # 625


    "Cowards never lasted long enough to become real cowboys"

    Charles Goodnight

  • Inwiefern lässt sich bestimmen, auf wie viele natürliche Personen sich die gemeldeten Waffen verteilen, und wenn ja, mit welchem Ergebnis?


    Zum 31. Dezember 2020 (siehe Vorbemerkung der Bundesregierung) waren im NWR 952.148 natürliche Personen mit einer Anschrift in Deutschland, die Besitzer einer Waffe oder eines Waffenteils im Sinne von Frage 1 sind, gespeichert.

    Das Verhältnis beträgt somit ca. 5,62 Waffen/Waffenteile pro Waffen(teil)besitzer



    Dateien

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    Wer ned liabt und wer ned lacht, wer nia kloane Fehler macht,

    wer nia guad isst und trinkt zugleich, der is lebendig scho a Leich.

  • Hätten aber ein paar der Leute, die die Szene mit den Handys gefilmt haben, stattdessen eine Waffe gehabt und sie auch zu benutzen gewusst haben, hätte zumindest die Chance bestanden, die Täter zu stören.

    Für mich einer der wichtigsten Punkte. Es gibt so viele Handyvideos, egal ob der Kranke Typ in Halle, der minutenlang ziellos vor einer Hauswand hin und her stromerte, oder der Verrückte, der sein zu Boden gegangenes Opfer mit dem Katana in der Hand eine ganze Zeit lang bewacht hat, ohne sich groß zu bewegen, bevor er dann seiner Schandtat ein Ende gemacht hat. Auch dieser stand vor einer Hauswand.


    In beiden Fällen- und derer gibt es zahlreiche mehr- war die filmende Person versteckt und geschützt. Hätte ausreichend Zeit gehabt, sich mental auf das vorzubereiten, was sie bereit war, zutun. Mauern im Hintergrund. Keine Gefahr für Verletzte durch Durchschuss oder verfehlen des Ziels.


    Und es waren auch keine Passanten in der Nähe.


    Wenn man in solchen Situationen einen höheren Schnitt an LWB in der Bevölkerung hätte, dann würde die Chance steigen, dass in solchen Momenten jemand am Fenster steht, der anstatt des Handys seine Waffe nimmt. (Und ich setzte in aller Deutlichkeit NICHT voraus, dass auch jeder LWB seine Waffen wirklich zur Hand nehmen würde, weil es einfach eine riesige Verantwortung ist, die einen den Rest seines Lebens verfolgen wird).


    Was mich aber stört, ist, dass es stets negiert wird, dass man als Normalbürger mit Schusswaffe irgendeine Situation bereinigen könnte. So a la "Frauen, nehmt bloß kein Pfefferspray mit, ihr macht die Sache nur noch schlimmer...".


    Nicht alle Terrorakte und Amokläufe sind hektisch, unübersichtlich und finden inmitten von Massen an flüchtenden Menschen statt.


    Es gibt genug Aufnahmen, wo kopflose Amokstümper einfach sinnlos in der Gegend rumrennen.

    Und das lange lange, ohne das die Polizei, als das Gewaltmonopol auftauchen würde, um helfen zu können.

  • Wenn ich da auch an den Mordschützen von München denke, der am Olympiazentrum vor dem Schnellrestaurant in die Menge geschossen hat, und der dann auf dem Dach des Parkhauses?? von einem Bewohner von seinem Balkon angesprochen wurde und der dies dann auch gefilmt hatte. Der Typ hätte auch in aller Ruhe ein Gewehr aus dem Schrank nehmen können, und mittels eines gezielten Schusses den Mordschützen kampfunfähig machen können. Wo eine Tat in aller Ruhe gefilmt werden kann, hätte auch ein geübter Schütze Schlimmeres verhindern können.


    Das Beispiel, wie es anders laufen kann, zeigt der Tatablauf der Morde in einer texanischen Kirche. Ein zufällig vorbeikommender Mann, der sein Gewehr im Auto hatte, hat den Täter beschossen und dadurch den Täter zur Flucht genötigt.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • ...und in genau dieser Sitution (Täter steht dumm da und glotzt die Wand an) wenn jemand privat den "finalen Rettungsschuß" ausführen würde - was

    glaubst Du, wie aus allen Ecken das Gejaule "der war doch schon fertig und wollte bestimmt nichts mehr tun, wir kann man denn da nur schießen ?" ertönt.

    Der Schütze wird vor Gericht keinen leichten Stand haben und erstmal für längere Zeit seine Erlaubnisse (und Waffen) lossein.


    LG

    -Michael

    • Offizieller Beitrag

    Was mich aber stört, ist, dass es stets negiert wird, dass man als Normalbürger mit Schusswaffe irgendeine Situation bereinigen könnte. So a la "Frauen, nehmt bloß kein Pfefferspray mit, ihr macht die Sache nur noch schlimmer...".

    Das verstehe ich gut, Finnian . Die von Dir kritisierte Einstellung - die bekanntlich auch meine ist - gilt auch nicht für 100% der Fälle. Nur:

    1) Es reicht mir, das sie zu 95% tatsächlich zutrifft.

    2) Mich nervt die große Zahl der Waffenbesitzer (hierzulande) die - da Selbstverteidigung als Bedürfnis anerkannt ist - sich einfach eine Pistole besorgen, alle 5 Jahre (der "Waffenführerschein" Rhytmus) 5 Schuss unter Aufsicht abfeuern und glauben, sie sind für alles gewappnet und sicher. Wenn du denen beim Schießen zuschaust, kotzt du dir den Magen samt Inhalt aus dem Körper. Daumenprellungen - weil die Linke Hand hinter dem Schlitten - sind noch die "harmlosen" Beobachtungen. Versehentliche Schüsse durch die Wand des Schießstandes nach hinten in den Warteraum haben zu einer Betonwand geführt.

    Aber gegen Terroristen wollen sie alle selbstverständlich bestehen, dafür haben sie die Waffe ja.


    Das führt zwangsläufig zu einer Einstellung die Euch gegenüber vielleicht nicht ganz fair ist. Andererseits kannte und kenne ich einige Veteranen die in der Ausbildung das militärische Schießen gelernt hatten, bei ihren ersten Gefechten (Vietnam, Israel) aber keine Ahnung hatten, was sie taten. Das kam erst mit Erfahrung und Routine. Nicht umsonst sind es die Neulinge, die als erste sterben.


    Und ich kannte auch Menschen die es nicht verkraftet haben, einen anderen Menschen getötet zu haben, obwohl das in Notwehr geschah, und in Folge Selbstmord begingen. Glaubt keiner der's nicht erlebt hat, aber einem Menschen beim Sterben zuzusehen und zu wissen, das man das selbst verursacht hat ist selbst dann eine harte Sache, wenn der zuvor das eigene Leben bedroht hat.


    Ich will niemanden abhalten. Ich fühle mich durch Führberechtigte mit Sicherheit nicht gefährdet. Aber ich bin überzeugt, dass die überwiegende Mehrheit von denen die Sache zu leicht nimmt. Wenn ich mich irre - nur gut so.

    Zudem fände ich den allgemeinen Zugang zu Führberechtigungen positiv. Die abschreckende Wirkung macht die angeführten Gefahren allemal mehr als wett.


    Man könnte es so formulieren: Ich habe absolut kein Problem mit Menschen, die meine Bedenken ernst nehmen und sich dennoch für das Führen von Waffen entscheiden. Ich fürchte nur diejenigen die meinen, "Jetzt habe ich eine Kanone, jetzt bin ich Superman!". Und die sind erfahrungsgemäß in der Mehrzahl.


    besten Gruß

    Werner

    Wären Feuerwaffen Schuld an Gewalt und Leid, hätten die Menschen vor dem 13. Jahrhundert friedlich und glücklich gelebt.

    Das alte Testament als vielleicht bedeutendstes religiöses Werk der Geschichte erzählt schon auf der zweiten von rund eintausend Seiten die Legende vom ersten Mord der Menschheit. Keine Tat mit einer Schusswaffe, sondern verursacht durch den menschlichen Charakter. Frieden braucht keine Waffenverbote, Frieden benötigt die Beherrschung des - jeweils eigenen - Charakters.



  • Gerade, wenn die Situation so ist, dass man in Ruhe und gezielt mit einer Langwaffe schießen kann, muss man nicht den finalen Rettungsschuss abgeben, sondern es genügt, den Täter so zu stören, dass er von seinem Vorhaben ablässt.

    Warum wird immer nur Verteidigungsschießen mit Töten des Gegners gleichgesetzt? Warum sollte ein Schütze, der Nothilfe leistet, einen Täter erschiessen wollen? Eine Schussabgabe in einer Notwehr- oder Nothilfesituation geschieht sicher nur in Ausnahmefällen mit Tötungsabsicht, sondern nur um den rechtswidrigen Angriff zu beenden. Und dieser rechtswidrige Angriff ist immer noch gegenwärtig, wenn der Täter die Waffe in der Hand hält. Auf einen fliehenden Täter, der seine Waffe weggeworfen hat, wird kein vernünftiger Mensch in einer Notwehr- oder Nothilfesituation schießen.

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

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