Zunächst ein paar Bilder,

  • auf deren Basis man sich überlegen könnte, was man da eigentlich sieht... :P


    besten Gruß

    Werner


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    Wären Feuerwaffen Schuld an Gewalt und Leid, hätten die Menschen vor dem 13. Jahrhundert friedlich und glücklich gelebt.

    Das alte Testament als vielleicht bedeutendstes religiöses Werk der Geschichte erzählt schon auf der zweiten von rund eintausend Seiten die Legende vom ersten Mord der Menschheit. Kein Ergebnis von Schusswaffen, sondern eines des menschlichen Charakters. Frieden braucht keine Waffenverbote, Frieden benötigt die Beherrschung des - jeweils eigenen - Charakters.



  • ja, was ist das?


    Offenbar eine sehr gute Reproduktion einer ....... ? Ist jetzt ziemlich blöd, dass ich das Bild mit den Konturen der wichtigen Stilrichtungen oder Schulen nicht mehr finde. Ich habe es einfach immer noch nicht gelernt!

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Das wundert mich nicht sehr, Schwarzer Mann . Und - mir ist selbst nicht ganz klar, ob ich die - und wenn ja für wie gut ich die halten soll.


    Das Problem: Man schaut auf die Kontur und will zunächst einmal an eine Northampton County Rifle denken. Keine besonders gute, eher ein erster Versuch eines talentierten Anfängers. Nur - abgesehen von der Kontur passt gar nichts. Keinerlei Büchsen-Merkmal, alles- korrekte - britische Flintenbeschläge. Keine American Roccoco sondern Barock-Verschneidungen. Also früh, jedenfalls vor 1770. Fast will mir scheinen, als hätte jemand einen vorgefrästen Northampton County Schaft zu Hause gehabt, und daraus so korrekt wie irgendwie möglich eine britische Flinte gefertig. Was einerseits sehr gut gelungen ist, andererseits ist mir dennoch nicht klar, ob es ein solches Stück damals je gegeben hat. Ich tendiere dazu, dies zu verneinen.


    Egal, das Gewehr ist sehr gut gebaut, sieht gut aus, schießt sicher auch gut - somit eine legitime Interpretation einer Vorderlader-Flinte aus der Zeit zwischen 1750 und 1770. Allemal historisch korrekter als alles, was Replika-Hersteller anbieten. So what? So lange das Gewehr Freude bereitet ist alles Bestens!


    besten Gruß

    Werner

    Wären Feuerwaffen Schuld an Gewalt und Leid, hätten die Menschen vor dem 13. Jahrhundert friedlich und glücklich gelebt.

    Das alte Testament als vielleicht bedeutendstes religiöses Werk der Geschichte erzählt schon auf der zweiten von rund eintausend Seiten die Legende vom ersten Mord der Menschheit. Kein Ergebnis von Schusswaffen, sondern eines des menschlichen Charakters. Frieden braucht keine Waffenverbote, Frieden benötigt die Beherrschung des - jeweils eigenen - Charakters.



  • nun, lass es mich mal so versuchen. Irgendwie erinnert mich das gute Stück von der Kontur her an ein Fusil de Chasse TVLLE. Keine Schaftbacke, aber Achtkantlauf in rund übergehend und Visierung??? Messingbeschläge, sparsame Verschneidung im Barock-Stil. Steinschloss im englischen Stil. Smooth-Rifle mit Flinten-Abzugsbügel?

    Vielleicht eine Interpretation einer smoothrifle unter Verwendung von vorhandenen Beschlagteilen, so wie es Büchsenmacher in den Kolonien sicher auch gemacht haben, wenn sie Teile recycelt haben.


    TOW nennt das Gewehr eine englische Flinte, aber dafür erscheint mir der Lauf zu lang.

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    Einmal editiert, zuletzt von Schwarzer Mann ()

  • so schön und gut gearbeitet das von Dir gezeigte Gewehr auch ist: Dem Gewehr fehlt nach meinem Gefühl nach irgendwie etwas. Aber was ist das?


    Beim Suchen nach dem Hersteller (wahrscheinlich Thom Frazier aus Minnesota, er wird als Restaurator und Büchsenmacher geführt und hat einen Facebook Auftritt) bin ich über eine Schimmel Gun von Kevin Blevins gestolpert. Eine einfache Smoothrifle mit einem Schaft aus Eschenholz und einem Queen Anne Steinschloss. https://www.longrifle.com/arti…ngrifles/lehigh-schimmel/

    Irgendwie wirkt dieses Gewehr auf mich stimmiger; ich nehme ihm die Beschreibung als den Alltagsbegleiter bei der Arbeit ab.


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  • Irgendwie erinnert mich das gute Stück von der Kontur her an ein Fusil de Chasse TVLLE. Keine Schaftbacke, aber Achtkantlauf in rund übergehend und Visierung??? Messingbeschläge, sparsame Verschneidung im Barock-Stil. Steinschloss im englischen Stil. Smooth-Rifle mit Flinten-Abzugsbügel?

    Kein schlechter Ansatz, aber in den Details sehe ich das doch noch etwas anders:

    Die Tulle Kontur ist jener der Northampton Büchsen recht ähnlich (was wohl kein Zufall ist), was das oben angesprochene Gewehr betrifft

    aber sicher nicht die ursprüngliche "Fusil de Chasse" (die ab den 1690ern gefertigt wurde), die hatte einen weit brutaleren "Kuh-Huf Kolben", sondern die bereits sanfter sondern doch eher die uarter geschwungenen "Fusil Fin" Varianten (Typ D,..., wenn ich's richtig im Kopf habe).


    Die Verschneidungen sind für die Zeit typisch, eingeschnitten, keinerlei 3D, und eben Barock. Der irgendwie "unfertige" Eindruck entsteht durch das sehr helle Finish, ist Geschmacksache. Dunkler würde das Gewehr stimmiger wirken.


    Das Gewehr ist schon sehr gut gebaut, es ist nur nicht die gewohnte 08/15 Form englischer Flinten. Andererseits gibt es diese Ausführung auch bei den ach so geradlinigen Lancaster-Büchsen. Selten aber doch. Haupt"Fehler" ist eigentlich, dass hier eine "Englische" Flinte vorliegt, aber in amerikanische Bauweise, mit einem Finish, welches mir auch nur aus der Neuen Welt bekannt ist. Und das dann auch noch in amerikanischer Ahorn Holz. Aber mit Verzierungen, wie sie zu dem in Frage kommenden Zeitraum nur in England gefertigt wurden. (Es mag einzelne Ausnahmen gegeben haben, aber Ausnahmen nachzubauen ist immer eine etwas heikle Angelegenheit) Die Arbeit selbst ist sehr gut, die Wahl einzelner Komponenten aber etwas unglücklich.


    besten Gruß

    Werner

    Wären Feuerwaffen Schuld an Gewalt und Leid, hätten die Menschen vor dem 13. Jahrhundert friedlich und glücklich gelebt.

    Das alte Testament als vielleicht bedeutendstes religiöses Werk der Geschichte erzählt schon auf der zweiten von rund eintausend Seiten die Legende vom ersten Mord der Menschheit. Kein Ergebnis von Schusswaffen, sondern eines des menschlichen Charakters. Frieden braucht keine Waffenverbote, Frieden benötigt die Beherrschung des - jeweils eigenen - Charakters.



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