Fantastisches Landkarten Scrimshaw Pulverhorn von Aaron C

  • Ist jemand schon auf die Pulverhörner von Aaron C aus Leitchfield, Ky, aufmerksam geworden?


    Dieses scrimshawed map horn finde ich fantastisch. Jedenfalls hat Aaron fast ein Jahr daran gearbeitet (und alles am Küchentisch)

    https://americanlongrifles.org/forum/index.php?topic=65872.0



    Und das da ist auch nicht schlecht ;)  

    https://thepatriotwoodworker.c…-war-horn-with-scrimshaw/.


    (Vielleicht kann ich ein paar Fotos bekommen).



    Für mich ist das kein Handwerk mehr, sondern Kunst!


    ---------------
    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

    Einmal editiert, zuletzt von Schwarzer Mann ()

  • Schwarzer Mann

    Hat den Titel des Themas von „Fantastisches Pulverhorn von Aaron C“ zu „Fantastisches Landkarten Scrimshaw Pulverhorn von Aaron C“ geändert.
  • Für mich ist das kein Handwerk mehr, sondern Kunst!

    Nö! BEIDES!!!

    Kunst ist strukturierte Kreativität. Also nicht chaotisch, sondern einem - häufig selbst erdachten - Muster folgend. Und weil strukturiert, für Menschen die bereit sind, sich auf diese Strukturen einzulassen, nachvollziehbar. Was dann zum Erfolg von Kunst beiträgt.

    Aber: Kunst braucht handwerkliche Fähigkeiten. Schließlich will die Kreativität irgendwie in Form gebracht werden. Einem Musiker wird seine Kreativität wenig helfen, wenn er kein Instrument spielen kann - was zunächst "handwerkliche" Fähigkeiten verlangt, der bildende Künstler sollte sich mit Farben und Mischtechniken, Werkzeugen zum Auftragen von Farbe etc. auskennen, Bildhauer und Schnitzer mit Meisel, Hammer, Werkstoffen, ...


    Es wird vielleicht nicht oft so betrachtet, aber man könnte vielleicht sagen, (echte) Künstler sind schlicht die "Champion's League" der Handwerker.


    Wie immer bestätigen Ausnahmen die Regel, ein Dichter/Lyriker/Autor wird für seine Kunst wenig Handwerk benötigen. Aber auch wenn's nicht zu 100% passt (was passt schon zu 100%?) gefällt mir die beschriebene Betrachtungsweise.


    besten Gruß

    Werner

    Wären Feuerwaffen Schuld an Gewalt und Leid, hätten die Menschen vor dem 13. Jahrhundert friedlich und glücklich gelebt.

    Das alte Testament als vielleicht bedeutendstes religiöses Werk der Geschichte erzählt schon auf der zweiten von rund eintausend Seiten die Legende vom ersten Mord der Menschheit. Kein Ergebnis von Schusswaffen, sondern eines des menschlichen Charakters. Frieden braucht keine Waffenverbote, Frieden benötigt die Beherrschung des - jeweils eigenen - Charakters.



  • Du schreibst es: Kunst hat mit Können zu tun. Denn wenn es mit dem Wollen zu tun hätte, würde man Wunst dazu sagen. ::hahah::

    ---------------
    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Ja, das ist auch nicht auf meinem Mist gewachsen.


    Aber jetzt etwas Futter für die Augen (mit freundlicher Erlaubnis des Künstlers)

    20210510-132726resize45.jpg


    20210510-134530resize-2.jpg


    20210510-132726resize45.jpg

    ---------------
    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • ---------------
    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Super so was fehlt mir, werde ich mal meiner LP Muse zeigen, ist eine Tschechische Künstlerin, Sie macht sowas auf Messing, vielleicht Luxembourg auf einem Pulverhorn.

    Habe ihr schon deine Bilder geschickt, warte auf Antwort .

  • Aaron bedankt sich herzlich für das Interesse an seiner Arbeit.


    Er wird versuchen beim diesjährigen CLA-Show & Meeting im August 2021 in Lexington Ky dabei zu sein, falls dies stattfinden sollte.


    So weit ich es aus den Posts herausgelesen habe, holt sich Aaron seine Pulverflaschen bei Bill Smith https://billsmithblackpowder.com


    Es ist offenbar gar nicht so einfach ein helles, starkes Horn zu finden, das für solch eine Arbeit geeignet ist.


    Bei einem europäischen Pulverhorn könnte man überlegen, ob nicht ein flach gedrücktes Horn geeignet wäre, denn diese waren wohl beliebter, als die in der natürlichen Form. Dafür gibt es auch "Geheimrezepte", die auf der Seite der Honourable Company of Horners -zu finden sind. Bislang habe ich herausgefunden, dass Weichkochen nicht geeignet ist. Dies macht man nur, um das Horn vom Knochen zu lösen. http://www.hornguild.org





    Das Erhitzen und Kochen scheint eine "leicht anrüchige Angelegenheit" zu sein. Es wird empfohlen, dies in einer einsamen Waldhütte zu machen, wenn man den Frieden im Haus und mit den Nachbarn bewahren will.

    ---------------
    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

    2 Mal editiert, zuletzt von Schwarzer Mann ()

  • Um Horn von Fleischresten zu säubern und damit es nicht nach dunkelt, sucht man sich in einem Nadel Wald einen Ameisenhügel, nach 4 Wochen hat man das sauberste Horn was man sich vorstellen kann, mache ich übrigens auch mit Knochen die ich für einlege arbeiten benutze.

    die Ameisensäure hält Horn und Knochen über Jahrzehnte hell.

  • Um Horn von Fleischresten zu säubern und damit es nicht nach dunkelt, sucht man sich in einem Nadel Wald einen Ameisenhügel, nach 4 Wochen hat man das sauberste Horn was man sich vorstellen kann, mache ich übrigens auch mit Knochen die ich für einlege arbeiten benutze.

    die Ameisensäure hält Horn und Knochen über Jahrzehnte hell.


    Interessant!


    Wie machst Du das?


    Schiebst Du das Horn in den Hügel?

  • Man könnte das Horn einfach auf den Hügel legen, Nach ein paar Wochen wird es aber verschwunden sein, und man müsste buddeln, um es wieder zu finden. Aber Achtung: Das wäre ein Vergehen gegen Naturschutzgesetze, denn die Ameisenhügel dürfen nicht verändert werden. Die haben eine komplizierte Struktur , obwohl sie aussehen, als ob sie nur aus aufgehäuftem Material bestehen.

    Ich würde von dem Vorgehen mit dem Ameisenhügel abraten.


    Ameisensäure kann man auch über den Chemikalienhandel beziehen.


    Was ist meine herausbekommen zu haben: Man sollte sich schon von vorn herein ein ganz helles Horn suchen, das auch ausreichend und gleichmäßig dick ist. Das ist bei den nicht frei laufenden Rindern nicht ganz einfach zu finden. Zudem ist eines der Zuchtziele bei uns, dass die Hörner möglichst klein und schwach sind.

    ---------------
    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Ich habe einen Förster der da mitspielt, ich habe Ihm drei Jagdwaffen mit einem Horn Medaljon, mit seinen Initialen, als "Daumenblech" gemacht und an jede Waffe Ovale Einlegearbeiten mit Jagdmotive.

    Das größte Übel sind Spaziergänger die die Hörner stehlen, aber da sind wir auf die Idee gekommen, wir nehmen einen alten holen Baumstumpf und legen Horn oder Knochen in den Stumpf ,neben den Hügel , kann ruhig 4 - 5 m entfernt sein.

    Mit Ameisensäure aus dem Chemikalienhandel , kann man wahrscheinlich , das gleiche erreiche , nur muss man dann auskochen, um Fleisch und Hautreste zu entfernen, das erledigen Ameisen auf viel bessere und saubere weise.

    Ich habe einen Schlachtbetrieb in der Nähe die haben einen Bauern der Simmerntaler Rinder züchtet, wenn da eine Kuh geschlachtet wird, die 7-8 x

    gekalbt hat , legen die mir die Hörner bei Seite, der Direktor vom Schlachtbetrieb ist Clubmitglied bei uns und Jäger.

    Weisere und stärkere Hörner wie von Simmerntaler, wird man in Europa kaum finden.

  • Da hast Du eine tolle Methode gefunden relleum:thumbup::thumbup::thumbup::thumbup::thumbup:


    Ich bin versucht Dich zu fragen, ob Du nicht mal das eine oder andere Horn entbehren könntest????

    ---------------
    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

  • Die Meister der Pulverhörner waren Scott & Cathy Sibley, deren Arbeiten sowie ihr "Recreating..." Lehrbuch sind legendär.

    Aaron ist sehr gut, aber noch entwicklungsfähig!

    Nein, er muss nicht mehr besser werden, er muss schlechter werden.

    Niemand hat im 18 Jahrhundert in der Neuen Welt einen Gebrauchsgegenstand zum Überleben in der Wildnis in einer derartigen Präzision hergestellt.

    Das musste schnell gehen, Gefahren warten nicht, bis man mit dem Pulverhorn fertig ist.


    Die Künstler damals waren gut genug, um gerade Linien auch ohne Lineal hinzukriegen.

    Aarons derzeitige Arbeit - um einen Vergleich zu bemühen - ist ein Musikstück, produziert in einem Modernen Studio, Perfeltion pur. Und gerade deshalb nicht lebendig. Im Gegensatz zu Live-Musikern, die vielleicht das selbe Stück spielen, in der selben Besetzung, aber mit 30 Jahren Bühnenerfahrung. DAS lebt dann. Selbst wenn jede einzelne Note identisch gespielt ist.


    Egal, der Mann kann es, und er ist wirklich gut. Der entwickelt sich aus eigenem Antrieb noch zur "Perfektion durch Erfahrung, nicht durch 1/100mm Exaktheit". Dann wird seine Arbeit nicht nur perfekt sein, sondern auch noch leben. DER schafft das!


    besten Gruß

    Werner


    PS.: ;)


    georg danzer - anplaggd - YouTube

    Wären Feuerwaffen Schuld an Gewalt und Leid, hätten die Menschen vor dem 13. Jahrhundert friedlich und glücklich gelebt.

    Das alte Testament als vielleicht bedeutendstes religiöses Werk der Geschichte erzählt schon auf der zweiten von rund eintausend Seiten die Legende vom ersten Mord der Menschheit. Kein Ergebnis von Schusswaffen, sondern eines des menschlichen Charakters. Frieden braucht keine Waffenverbote, Frieden benötigt die Beherrschung des - jeweils eigenen - Charakters.



  • IMG_E4560.jpgHabe im Moment andere Objekte, wenn ich mal wieder Zeit habe mache einige Hörner, bekomme ich meistens auf den Vorderlade Wettbewerbe in Euskirchen, Düren und Saarbrücken und Venrey NL, gut verkauft,

    Das einzige was ich zur Zeit selbst besitze ist ein Zündkrautspender, von einem Horn von einem Angusrind, sehr selten da die mittlerweile ohne Hörner gezüchtet werden.

    Da wartet zur Zeit schon ein dünnes Silberblech darauf den Boden zu verschönern.

  • Das mit der zu großen Perfektion vermag ich nicht zu beurteilen Greenhorn. Diene Argumentation ist durchaus schlüssig. Es waren wohl meist Verzierungen, die in Zeiten, wo es nichts anderes zu tun gab, eingekratzt wurden. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass sich Spezialisten, die für ihre Arbeit bekannt waren, etwas mehr Aufwand betrieben haben, besonders wenn man sich die hochpreisigen Hörner ansieht (https://www.heinzhistorycenter…owder-horns-early-america)


    Für solch eine Arbeit, wie sie Aaron abliefert, muss man meiner Meinung nach allerdings schon eine ganz spezielle Begabung und Ausdauer haben, insbesondere das Bestreben nach Perfektion.

    Ich sehe also diese Hörner nicht als Nachahmung im alten Stil. Kann aber genau so gut sein, dass dies erst die Vorstufe zur absoluten küstlerischen Meisterschaft ist. In der Antike hat man dies offenbar schon gewusst, dass eben die geringen Unregelmäßigkeiten und das nicht ganz Perfekte besser sein kann, mehr Leben ausstrahlt. Nicht zuletzt um die Götter nicht zu verärgern (siehe das Schicksal der Arachne)



    Woher kam eigentlich diese Technik des scrimshaw bei Pulverhörnern?


    Ich meine, irgendwo gelesen zu haben, dass das auf den Walfängerschiffen recht beliebt war, wenn man tage- oder monatelang auf die nächste Walsichtung gewartet hat. Da hat man eben mit den auf dem Schiff verfügbaren Werkzeugen Walzähne verziert.

    Oder war das eine Technik, die von Eskimos übernommen wurde?

    Ich glaube auch schon in einem Museum Knochen aus prähistorischer Zeit gesehen zu haben, die Kratzverzierungen hatten. Ist die Scrimshaw-Technik vielleicht eine uralte Sache?

    ---------------
    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!