Tipps für Anfänger

  • Hallo in die Runde ich bin neu hier und intressiere mich fürs Wiederladen.

    Ich bin gerafe dabe mich in das thema einzulesesen und habe so einige fragen.

    Wie würdett ihr als anfänger vorgehen?Erst mal nur ladedaten von Pulverherstellern,Geschossherstellern oder büchern verwenden?

    Wo mit der ladung beginnen bei min und sich hocharbeiten?

  • Mach zuallererst einen Wiederladekursus.


    Dann kauf Dir ein gutes Anleitungsbuch (gibt es eigentlich nur noch in Englisch) oder lade Dir das RWS-Buch runter, das sehr ausführlich anleitet (gibt es auf der RWS-HP und ist kostenlos).


    Wenn Du dann weißt, worum es geht, und gezielte Fragen hast, kann man Dir auch tatsächlich weiterhelfen.

  • Hm ich komme aus Südtirol und hab mich schon erkundigt so Was wie ein Wiederladekurs wird hier leider nicht angeboten sonst würd ich sehr gerne diesen Weg gehen

  • Welche Voraussetzungen musst du denn erfüllen um Sprengstoffe kaufen zu dürfen?


    Inhaltlich, hat Rolf2 schon gut geantwortet. Das RWS Buch ist eine Option, das DEVA Buch, sowie auch das nur noch gebraucht erhältliche Buch von K.D.Meyer - Wiederladen, Damit kannst du die Theorie lernen. Die Praxis dann am besten mit einem guten Freund erlernen.


    Ladedaten IMMER am Anfang NUR aus geprüften Quellen und bei Fragen diese möglichst konkret forumieren und im passenen Board posten. Da wird einem in der Regel schon geholfen.


    Gruß

    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • natürlich einen gültigen Waffenschein und im Waffenbesitzschein steht wieviel ich Munition und wieviel kg Pulver ich haben darf da müsst ich aber genauer nachschaun im Kopf hab ich das grade nicht.Lernt man bei euch im Widerladekurs eigentlich das laden oder geht es da mehr um den umgang mit Sprengstoff und um Gesetze?

  • hier braucht man den Kurs mit Prüfungszeugnis. Damit gibt es eine Erlaubnis zum Erwerb von Sprengstoff.

    Im Kurs lernt man bei uns die rechtlcihen Grundlagen, sowie auch die Basics der Ladetätigkeiten. Damit kann man das aber auch noch nicht. Ist wie mit dem Autofahen...


    Gruß

    Frank

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    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Ok ich kenn einen Jäger hier im Ort von dem ih weiss das er w

    hier braucht man den Kurs mit Prüfungszeugnis. Damit gibt es eine Erlaubnis zum Erwerb von Sprengstoff.

    Im Kurs lernt man bei uns die rechtlcihen Grundlagen, sowie auch die Basics der Ladetätigkeiten. Damit kann man das aber auch noch nicht. Ist wie mit dem Autofahen...


    Gruß

    Frank

    Ich kenne hier im Ort einen Jäger bei dem ich weiss dass er Wiederläd vieleicht kann man dem ja mal über die Schulter schaun

  • Das ist ein guter Anfang. Wichtig ist aber eben auch, dass du dir selbst das Wissen aneignest, auf deine Weise. Es wird - manchmal auch hier - oft Halbwissen kommuniziert.


    Beim über die Schulter schauen, kann man aber sein Wissen überprüfen und vor allem die richtigen Fragen lernen zu stellen.

    Aber: Soooo schwierig ist das alles nicht und am Ende ein schönes Hobby im Hobby.


    Gruß

    Frank

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    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Ok ich kenn einen Jäger hier im Ort von dem ih weiss das er w

    Ich kenne hier im Ort einen Jäger bei dem ich weiss dass er Wiederläd vieleicht kann man dem ja mal über die Schulter schaun

    Das ist auf jeden Fall ein wichtiger Schritt, wenn man die Praxis gezeigt bekommt.


    Ansonsten, nimm Dir ausreichend Zeit und lies hier im Bereich Wiederladen mal gründlich nach.

    Sehr oft gibt es hier Themen, wo gerade Anfänger auch ihre Fragen stellen.

    Das sollte auf jeden Fall weiterhelfen.


    Außerdem gibt es deutschsprachige Literatur zur Vorbereitung auf die in Deutschland verpflichtende Prüfung.

    Daraus ist durchaus auch Einiges lern- und ableitbar.


    Man braucht schon Zeit und Geduld, aber wenn man sich das nimmt, kann man mit Hilfe des Internets eine ganze Menge zum Thema finden.

    Ich überlege noch, wie ich es besser zum Ausdruck bringen könnte, daß ich zwar mit vielen Leuten hier dasselbe Hobby teile -

    aber ganz sicher nicht die Meinungen und Sichtweisen zu anderen Dingen . . .

  • Also

    Ich hab angefangen Youtube zu gugge.

    bspw

    Road to precision

    Tiborasaurus Rex (Hier nur die frühen Videos. Nicht den politischen Religiösen wind den er nach seiner Krebstherapie postet)


    Dann schaut man sich noch mehr davon an

    Dann entscheidet man was man laden möchte und vor allem WARUM (Das bedingt wieviel Aufwand man betreiben muss speziell wenns ans Testen geht)

    Dann liest man hier nach.

    Es gibt 100erte Posts. Bspw von RIP "Murmel"


    In At brauchst du entweder einen Pulverschein (Wird problemlos auf der BH ausgestellt) ODER eine gültige WBK (Da brauchts dann keinen Pulverschein)

    Dann kanns du Pulver und Zündhütchen erwerben (Vor ein Paar Jährchen war das alles FREI - Danke EU.. ::dry:: )


    Wenn du weisst welche Kaliber du willst, Ladezeugs von Lee einkaufen.

    Das reicht erst mal völlig aus.

    Nicht vom geschäftstüchtigen Waffenhändler um die Ecke verrückt machen lassen..

    Einfach bei bspw Wergarner bestellen oder auch auf Amazon bspw

    Presse, Waage, Matritzen, Projektile und Zubehör bestellen

    Darf alles versendet werden.

    Nur fürs Pulfer und die ZH muss man in den Laden


    Dann gibts hier ein Freeware Programm das dir hilft Ladungen zuberechnen oder das Kostenpflichtige von Brömmel

    (das aus Hülsenvolumen Pulvermenge Setztiefe OAL Lauflänge eine vorläufige Leistung berechnet )

    Bücher und Tabellen sind eher zur Kontrolle. Die Software kann ja falsche Daten haben..


    Dann ballern..

    Ladungsleitern, V0 messen, Präzisionsbereiche feststellen, und die Ideale Ladung für seine Zwecke suchen


    fertig..

  • Wenn du weisst welche Kaliber du willst, Ladezeugs von Lee einkaufen.

    Bei allem Respekt, diese Ansicht unterstütze ich überhaupt nicht.

    Wer sich für's Wiederladen entscheidet, es richtig machen will und keinen Igel in der Tasche hat, sollte sich Sachen anschaffen wo nicht erstmal ein Bastelkurs belegt werden oder nach Filmen auf youtube gesucht werden muss wie "Hilfe ich hab LEE-Murks gekauft - wie helfe ich mir selbst??" Werkzeug kann nicht gut genug sein. Hatte nie Geld übrig mir welches zweimal zu kaufen. Dann lieber von vornherein richtig.


    Meine Alternative wäre, sich auf dem Gebrauchtmarkt umzusehen. Gute Hersteller sind Hornady, Dillon, RCBS und noch andere. Dafür wäre es gut zu wissen was du vor hast, Werner35 . Aus einem deiner Post's ist abzuleiten das es sich möglicherweise um Gewehrpatronen dreht die du dir selber laden willst. In dem Fall reicht eine durchaus preiswerte Einstationenpresse vollkommen aus. Aber die ist das Wenigste.


    Es ist leicht sich vom Angebot der erhältlichen Dinge verwirren zu lassen. Aus meiner Sicht das Wichtigste was du brauchst: Presse, Matrizen, Pulverwaage (gern mechanische Balkenwaage), Pulverfüllgerät. Dann noch Werkzeuge zur Hülsenbearbeitung und Reinigung. Ein Messschieber sowieso.

    Gewehrpatronen zu laden ist nicht ganz so einfach. Dafür wäre ein Besuch bei deinem wiederladeneden Jäger im Ort die beste Vorbereitung in Sachen (Er-) kenntnisse. Es geht sehr ins Detail, bei Adam und Eva anfangen kann so ein Forum hier leider nicht. Zumindest nicht in wenigen Beiträgen.

    Dann gibts hier ein Freeware Programm das dir hilft Ladungen zuberechnen oder das Kostenpflichtige von Brömmel

    (das aus Hülsenvolumen Pulvermenge Setztiefe OAL Lauflänge eine vorläufige Leistung berechnet )

    Auch diese Aussage ist n. m. M. für den Themenstarter unpassend,- da deutlich verfrüht. Wer mit Wiederladen beginnt, braucht bestimmt noch keine Software. Derlei ist Zukunftsmusik. Neumodischer wenn auch nützlicher Spielkram für Fortgeschrittene. Es wurden schon präzise und sichere Patronen geladen, da meinte man mit Brömel noch die kleinsten Teile vom Kuchen die am Ende übrig blieben.


    Wer anfängt Wiederzuladen orientiert sich an den schriftlichen Ladetabellen der auserwählten Pulvermühle. Hier werden alle wichtigen Parameter wie Geschosse und deren Gewicht, Pulvermenge und -sorte sowie Länge der Patrone, Hülse und Zünder vorgegeben. Mehr als diese paar wenigen Angaben braucht's für den Anfang nicht. Wie soll ein Delinquent ohne Ahnung die einzelnen Parameter einer Ballistiksoftware einschätzen wenn ihm die Grundlagen von Setztiefen und Pulvermengen noch fremd sind.


    Mein Tipp für ein gutes Pulver: Vihtavuori, früher Kemira, die Finnen sind gut sortiert und haben bewährte wie ausführliche Ladedaten. Diese sind online einzusehen bei z.B. LHS Germany. Lässt sich leicht finden. Daran orientiert man sich. Nicht unnötig zu kompliziert.


    Noch ein Rat. Ein sehr guter deutschsprachiger Kanal der sich mit dem Thema, oder besser den Themen rund ums laden befasst ist Wiederlader-TV. Ich fing mit ausgesuchten Beiträgen an wo es ums Hülsenreinigen und vorbereiten geht.


    Und, ganz wichtig: immer ruhig bleiben. :sla:

    Mer muss och jünne künne.

    Uralte kölsche Weisheit

  • Kann man so machen, macht Sinn, ich wiederspreche dir nicht.


    Was ich schreibe ist so wie ICH es in AT gemacht habe.

    Ohe Kurse. Aber u.a. auch mit Tipps aus diesem Forum.

    Und wie es für mich befriedigend funktionierte...



    Ich hab mir einen wirklich mistigen Chinesen 223er gekauft. (Furchtbares Patronenlager mit großem Freiflug ::kotze.:: )
    Warum?

    Warum nicht


    Der warf die Schüttelpackung auf 100m auf 70mm

    Also hab ich einfach mal günstig Lee eingekauft und herumexperimentiert

    Als ich mit der Bastelei fertig war, warf er Sierra 55gn Flachboden auf nen Fingernagel - etwa 17mm. Das ist unter - 1 MOA...!!


    Ebenso der Marlin Camp Carbine in 9mm Para..

    Der warf erst auch auf 100m einen ~15cm Streukreis..(Oval - Schätze V0-Schwankungen - hab noch keinen Chroni)

    Nach der Bastelei und laden von 9 para wie LW-Ammo (Trickeln) auf etwa 70mm

    Dafür habe ich Brömmel verwendet um das "Ideale langsame Pulver" auszusuchen für eine sichere, Maximale Ladung mit Maximaler OAL

    Brömmel deswegen, weil der Daten auch für langsame Pulver berechnen kann die aus einem 400mm Lauf verschossen werden und nicht nur aus einem 120mm Messlauf die die Daten aus Tabellen ausweisen....

    Gerade Para ist was die Setztiefe angeht ja eher empfindlich..



    Sobald ich wieder mehr Zeit für sowas habe werde ich auch meine Sabatti Urban Sniper in 308 wiederladen.

    Ich bin sicher, das wird auch ganz spannend :sla:

    Lee-Matritzen, ZH, Projektile und Pulver stehen schon daheim...


    :drink:

  • Also hab ich einfach mal günstig Lee eingekauft und herumexperimentiert

    Als ich mit der Bastelei fertig war, warf er Sierra 55gn Flachboden auf nen Fingernagel - etwa 17mm. Das ist unter - 1 MOA...!!

    So geht das auch !

    Wer mit LEE Matrizen keine präzise Munition zusammenbringt sollte die Schuld nicht beim Material suchen !

    :rolleyes:

    Nicht alles was von denen kommt, ist absolut gut - aber tauglich ist eigentlich alles und Vieles ist durchaus besser, als weitaus teurere Produkte.


    Einzig darin besteht ggf. eine gewisse Gefahr für einen Anfänger, der noch nicht richtig erkennen könnte, was man besser von denen nimmt und was von Anderen, aber völlig verkaufen tut er sich trotzdem nicht...


    Aber diese Diskussion ist so uralt, wie die diesbezüglichen Vorurteile und kann keine Erkenntnisse mehr bringen, die man nicht bereits an vielen Stellen nachlesen könnte....

    ::c.o.l)

    Ich überlege noch, wie ich es besser zum Ausdruck bringen könnte, daß ich zwar mit vielen Leuten hier dasselbe Hobby teile -

    aber ganz sicher nicht die Meinungen und Sichtweisen zu anderen Dingen . . .

  • Die rechtlichen Voraussetzungen bei euch in Austria sind andere als bei uns in Germanien. Wobei man leider feststellen muss das - zumindest dem Vernehmen nach - bei den neuerlichen Kursen hierzulande mehr Augenmerk auf rechtskonforme Lagerung und Gesetzeskunde gelegt wird als auf Grundlagen des Patronenbaus. Als Praktiker würde ich mir mehr Einblicke in diese Grundlagen als die Paragraphen wünschen. Ist für einen Crashkurs aber womöglich etwas viel verlangt. Ist halt begrenzt, was der Delinquent aufnehmen kann.


    Sei es wie es sei: ein eigenes Gefühl für innenballistische Vorgänge bekommt man erst durchs selber Hand anlegen - und anschließendem testen.


    Ist wie mit dem Autofahren ...

    So sieht's nämlich aus.


    Meine Aufgabenstellung vor vielen Jahren war erstmal "nur" 38er und vor allem 32er Wadcutterpatronen für sportliche Zwecke möglichst präzise zu laden. Hab meine damalige Entscheidung gleich eine Mehrstationen-Presse anzuschaffen nie bereut, im Gegenteil. Wer sich anschickt Kurzwaffenmunition zu bauen, sollte sich gleich so Eine zulegen. Die anfangs schwierig wirkende Einstellerei ist mit ein wenig Geduld, technischem Verständnis und handwerklichem Geschick schnell erledigt - ab dann liegen ein Wiederladerleben-lang am Ende der Stunde mehr Patronen in der Kiste, als mit der besten Einstationen-Ausführung, so gut die wiederum auch für Gewehrpatronen geeignet ist.


    Glücklich, wer beides hat.

    Mer muss och jünne künne.

    Uralte kölsche Weisheit

  • Mühlenbracher

    Nur ein kleiner Tipp von mir.

    Beim Pulver nicht darauf schauen, wo man am wenigsten für eine Patrone benötigt, sondern für Anfänger ist es besser das man eine größere Menge eines anderen Pulvers zuerst nimmt. Dann kann es nicht zu schnell dazu kommen das man die doppelte Menge in der Patrone hat. Denn das kann schnell passieren, wenn man z.Bsp. ein Pulver hat wo man 3,4 grain nur braucht, für ein 38er Hülse, aber beim anderen evtl. die doppelte Menge nehmen muss.



    Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten
    (Albert Einstein)

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  • Du hast mit deiner Warnung vor Doppelladungen absolut Recht, Fuzzi.


    Die Frage stellt sich bei den meisten Gewehrpatronen allerdings nicht, zumindest nicht bei denen mit denen ich bisher zu tun hatte. Denn da liegt das ausgenutzte Ladevolumen gewöhnlicher (nicht reduzierter) Ladungen weit über 80%.


    Beim laden von Kurzwaffenpatronen wie den von mir oben erwähnten WC Ladungen werden allerdings nur geringste Mengen von sehr offensiven Sorten verladen. Beispiel 32 S&W Wadcutter: 1,2 grs Ba10, 1,5 grs N310 oder Bullsey. Hier wie auch bei anderen Kurzwaffenpatronen gibt es einfach kaum Alternativen, was bedeutet, der Handlader muss selber drauf achten keine Doppelladungen zu produzieren. Großvolumige Sorten wie TinStar sind leider nicht überall für zu gebrauchen.


    Dein Beispiel greift bei der Patrone .357 mag. oder .44-40 Win mit N340 oder N110.


    Bei Verwendung einer Mehrstationenpresse sind Doppelladungen bei immer gleicher, weil richtiger Vorgehensweise sehr unwahrscheinlich. Wenn das Geschoss gesetzt ist, wurde auch Pulver geworfen. Optische Kontrolle, stimmt immer. Und zwischendrin mal nachwiegen. Sorgt für Sicherheit.

    Klar braucht es den geübten Blick und konzentriertes Arbeiten, aber darüber muss sich jeder im Klaren sein der sich mit solchen Arbeiten beschäftigt.


    Nicht schlecht das dieses Thema aufkommt, kann unser Themenstarter nur von profitieren.

    Mer muss och jünne künne.

    Uralte kölsche Weisheit

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