Hera 2020 13,5 Hülsen verschmaucht

  • Ich konnte am Wochenende meine Hera 2020 13,5'' 9 mm ausführen und das Burris 6-fach einschießen.


    Alle Hülsen sind an der Außenseite veschmaucht und das Patronenlager und Magazinkopf auch. Geschossen wurde Kaufmunition S&B 124 grain, die nach meinem Empfinden stramm geladen ist und gut lidern solten. In der CZ 75 machen die nicht soviel Dreck. Bei selbstgeladenen Patronen mit 4,2 bzw. 5,3 grain RS 20 waren die Hülsen auch verrußt.


    Ist das systembedingt durch den Masseverschluss so und normal?

  • Das kann durchaus sein. - Wenn die stramm geladen sind, sollte das gut lidern, - Wenn die in der CZ laufen, ohne zu schmauchen..

    Dann sollte man die Härte/ weichheit des Messings auschließen

    Noch zu betrachten:

    Bohrung des Patronenlagers ist da mehr spiel (Fertigungtoleranz) als in der CZ wenn du eine Patrone ins Patronenlager schiebst?

    Letzte Möglichkeit ist eben auch, dass das Abstimmung des Masseverschlusses, Verschlussblock und Feder auf eine anderen Munitionstyp abgestimmt ist und der ggf minimal zu früh aufmacht, dem Druck nicht gewachsen ist..

    und daher etwas Pulvergase nach hinten gehen..

  • und der ggf minimal zu früh aufmacht, dem Druck nicht gewachsen ist..

    und daher etwas Pulvergase nach hinten gehen.

    Das dachte ich auch!

    Im Gegensatz zu einer Verriegelung, die erst aufmacht, wenn die Kugel schon weg und der Druck der Pulvergase schon ( weitgehend? ) über die Mündung entwichen ist, hast Du beim Massenverschluss einen langsamen Öffnungsprozess, der bereits beginnt, wenn der Druck/Impuls gross genug ist, die Trägheit der Masse des Verschlusses zu überwinden.

    Da die 9mm-Hülse ganz leicht konisch ist, ist es nicht verwunderlich, dass dort beim geringsten Rücklauf des Verschlusses Undichtigkeiten entstehen.

    Dann entweicht durch diesen Schlupf halt noch unter Druck stehender Pulverdampf... Schmauch überall!


    Mythbustermässig: "plausibel"!


    Jens

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    Gel(i)ebtes Forum... so muss das sein!

  • Ich habe genau das beschriebene Verhalten auch an meiner Troy, habe mir da aber nicht viel Überlegungen gemacht solange sie verläßlich läuft und keine Schäden erkennbar sind.

    Mein Tip geht (bei mir) auch Richtung Abstimmung. Im Vergleich zu z.B. einer Schmeisser ist die Bufferfeder sehr leichtgängig. Da ich eh noch Versuche mit anderen Bufferfedern geplant habe werde ich auch mal darauf achten, ob sich dadurch etwas bei der Verrußung tut.

  • Funktioniert hat die Hera sowohl mit der Werksmunition als auch mit der selbstgeladenen Mädchenladung mit 4,2 grain RS 20 und auch mit 5,3 grain tadellos. Von den Selbstgeladenen hatte ich aber nur je 10 Stück dabei.


    Ich bastel mal eine Ladeleiter, mal sehen ob sich was an der Verschmutzung ändert.

  • Da die 9mm-Hülse ganz leicht konisch ist

    Echt ?

    habe mir da aber nicht viel Überlegungen gemacht solange sie verläßlich läuft und keine Schäden erkennbar sind.

    So ist das ! Was juckt mich etwas Schmauch auf den Hülsen, wenn alles Andere stimmt ?

    Ich überlege noch, wie ich es besser zum Ausdruck bringen könnte, daß ich zwar mit vielen Leuten hier dasselbe Hobby teile -

    aber ganz sicher nicht die Meinungen und Sichtweisen zu anderen Dingen und wer keine Antworten auf Zitate meiner Beiträge bekommt, steht wohl auf der Block-Liste . . .

  • Echt ?

    Dachte ich auch immer! :sla:

    Zylindrische Hülse, damit es eben auch beim beginnenden Ausziehen beim Masseverschluss dicht bleibt...

    Ist es aber nicht! ::RTFM::

    Schau bei Wiki, oder überlege mal, ob Dir eine Patrone in 9 x 19 schon mal weggerollt ist? :think:


    Jens

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  • Echt ?

    So ist das ! Was juckt mich etwas Schmauch auf den Hülsen, wenn alles Andere stimmt ?


    Da stark verschmauchte Hülsen auch andere, durchaus nicht tolerierbare Ursachen haben können, sollte man schon wissen, WARUM die Hülsen übermässig stark verschmaucht sind, bevor man das als "Schönheitsproblem" abtut. Und genau das versucht der Themenstarter hier ja nun.


    Oder hast du Captain Cat Informationen, die wir nicht haben und die dazu dann auch alle "schlimmen" Ursachen ausschließen? Dann lass uns doch bitte teilhaben.


    Gruß

    Frank

    ---- BDMP ---- DSB ----- ProLegal ---- German Rifle Association ----


    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Alle Hülsen sind an der Außenseite veschmaucht und das Patronenlager und Magazinkopf auch. Geschossen wurde Kaufmunition S&B 124 grain, die nach meinem Empfinden stramm geladen ist und gut lidern solten. In der CZ 75 machen die nicht soviel Dreck.

    Captain Cat hat eigentlich Recht, wenn bei kommerziell hergestellten Patronen die Hülsen verschmauchen, sollte man das akzeptieren. Das Ganze hat auch nichts mit dem Masseverschluss zu tun, sondern mit der Innenballistik. Das Problem hängt mit dem längeren Lauf zusammen.

    Man darf die CZ75 mit ihren ca. 12cm langen Lauf nicht mit einer Waffe mit einem 13,5" (34,3cm) langen Lauf vergleichen. Die 9Para wird üblicherweise so laboriert, dann die im Pulver steckende Energie bei Läufen im Längenbereich um 100mm voll ausgeschöpft wird; man nimmt also schnell brennende Pulver.

    Hast Du jetzt einen langen Lauf, verbrennt das Pulver genauso schnell wie in einem kurzen Lauf. Jetzt ist der Lauf bei der Hera aber deutlich länger, d.h. der Druck fällt bei der Vorwärtsbewegung des Geschosses weiter ab als bei einer Pistole. Und irgendwann ist der Druck so schwach, dass die Liderung der Hülse nicht mehr gegeben ist, die Hülse wird verschmauchen.

    D.h.: Entweder lebst Du mit der Verschmauchung der Hülsen oder du laborierst eigene 9Para-Patronen mit einem (etwas!!!) langsameren Pulver, nur für die Langwaffe. Ich kenne das Problem vom Marlin Camp Carbine.

  • sammler


    Das sehe ich pauschal nicht so.


    Denn es können ja Defekte ursächlich sein oder eine vom Hersteller falsch verbaute Bufferfeder, um nur ein paar Beispiele zu nennen, die zum Teil eben auch wirklich negative Auswirkungen haben können. Daher wäre es schon wichtig zu wissen, ob der beschriebene Effekt bei der Waffe tatsächlich (begründbar) so ist, dann wäre es lediglich ein "Schönheitsfehler", oder ob es eine andere Ursache hat.


    Gruß
    Frank

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    "Ein Grüner ist erst dann zufrieden, wenn er einem anderen Menschen etwas verboten hat!"

  • Gibt es eine Patronenempfehlung für das System?

    Ich habe mir für meine UHR in .357 auch Patronen laboriert, die auf den längeren Lauf abgestimmt sind.

    Dennoch, ich halte das mit dem Schmauch für ein Nebenproblem. - Ich würde verschiedene Sorten ausprobieren und bei Hera mal nachfragen, wie die das Dingen getestet haben, mit welcher Munition etc..

  • Die verschmauchten Hülsen sind nicht tatsächlich das Problem. Ich will den Schmutz nicht ständig im Magazin und in der Abzugeinheit haben.

    Ich werden andere Munition testen und andere Ladungen ausprobieren, Hera anfragen. Leider komme ich erst in zwei Wochen wieder auf den Stand. Es dürfen immer nur zwei. ::(


    Danke für die Tips.

  • Bei einer Selbstladebüchse in 9mm mit reinem Feder Masse Verschluß sind die verschmauchten Hülsen völlig normal, und auch das es den Dreck nach hinten ins System bläst. Mit Non Tox fällt es zumindest weniger auf. Offenbar gibt es hier nicht viele die schomal eine solche Waffe geschossen haben.

  • Bei meiner Hera "The 9er" C in 10",

    ist auch immer reichlich Schmauch um die Hülsen.


    mfG Long

    P220X-Six .45ACP Gen.1 mit WS.9mm+.22lfb, S&W686 International umgebaut auf TC



    „Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich.“


    Konrad Adenauer

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