Wer kennt Swiss Auction Center alias Swiss Tactical Center

  • Hallo Forumiten.

    Mit diesem Händler, dessen Namen ich an dieser Stelle noch nicht erwähnen möchte, habe ich so einige Erfahrungen gesammelt. Leider waren diese Erfahrungen zum größten Teil absolut negativ. Ich möchte hier nur den Anfang meiner Beziehung zu diesem Händler schildern.

    Am 05.09.2020 habe ich in einer Online - Auktion welche von genanntem Händler veranstaltet wurde eine Miniatur von Uberti ersteigert. Den Hinweis auf die Auktion erhielt ich von einem Kameraden aus unserem Forum. Eine Woche nach der Ersteigerung meines Loses erhielt ich auch die Rechnung, welche am nächsten Tag als Überweisungsauftrag an meine Hausbank ging. Nach Erhalt meiner Zahlung offenbarte mir das Auktionshaus folgendes: Diese Art von Miniaturen fallen in der Schweiz unter das Waffengesetz, ich müsse nun zuerst den Beweis erbringen, das diese Miniaturen in Deutschland nicht unter das Waffengesetz fallen.

    Hier endet der erste Teil meiner Schilderung! Da diese Sache fast vier Monate dauerte, gibt es noch so einiges zu berichten, was mehrere Seiten füllt.

    Nun komme ich wieder auf meine ursprüngliche Frage zurück: Wer kennt diesen Händler - Auktionär, und kann etwas relevantes berichten?

    Ich werde nach und nach meine Story so wahrheitsgemäß wie möglich berichten, habe alle Dokumente dazu gesammelt.


    Viele Grüße - Breuko

  • Hallo Breuko

    Ich hab da auch schon etwas ersteigert. Da ich aber Schweizer bin, lief das relativ simpel. Kann von daher auch nichts negatives dazu sagen.


    Grüsse Bergbueb

    "Ehrhaft ist, wer wehrhaft ist!" Im 18.Jahrhundert erlaubten die Kantone Bern, Solothurn, Schaffhausen und Glarus das Heiraten nur, wenn der Bräutigam eine Waffe besass.

  • Das muss ja nicht unbedingt negativ sein, darauf bin ich nun wirklich nicht aus. Mich interessiert lediglich ob ich da als einziger in die Kloschüssel gegriffen habe.


    Viele Grüße - Breuko

  • Ich habe damals nur die Bedingungen des Auktionshauses gelesen. Das das Auktionshaus und das Tactical Center zusammen gehören habe ich erst viel später erfahren. Aus den Statuten des Auktionshauses ging nichts hervor, was auf eine Exportgenehmigung oder ähnliches hingewiesen hätte, sonst hätte ich mit Sicherheit kein Gebot abgegeben. Ich wurde vielleicht auch bewusst in dem Glauben gelassen. Habe spätere Beschwerden sogar über den Umweg New-York an die zentrale Stelle für Bieter - Fragen regeln müssen, da auf Anfragen via Mail unter meinem Namen keine Antwort kam. Und das über Wochen lang.

    Als Reaktion der Nachfrage der Zentrale kamen dann lediglich banale Ausreden.


    Viele Grüße - Breuko

  • Ich habe da schon einen Revolver ersteigert und Munition gekauft.

    Negativ: Die Lieferzeit für den Revolver war grottenschlecht trotz sofortiger Zahlung. Die Kommunikation ist mühsam - Mails werden viel zu spät beantwortet.

    Positiv: Die LW-Munition war einzigartig günstig.

    Fazit: durchzogen

  • Ich hatte auch den Eindruck das den guten Mann nach dem kassieren schlagartige Ermüdung befiel. Nur die Aussicht auf weitere Einnahmen verlieh ihm vorübergehend wieder neue Kraft.


    Viele Grüße - Breuko

  • Ich werde meinen Bericht an dieser Stelle einmal weiterführen.- Am nächsten Tag war ich bei meinem SB. auf dem Ordnungsamt. Der leitete auf Grund meiner Ausführungen seine Ermittlungen ein, das war auch ein schönes hin und her.

    Am 29.09. bekam ich den Bescheid von meinem SB. so wie auch vom BKA - mit der offiziellen Bescheinigung das diese Art von Miniaturen in Deutschland frei zu erwerben sind. 30.09. wieder eine Mail mit Kopien der Bescheinigung an das Auktionshaus. Nach ca. 7 Tagen Antwort, es müsse nun eine Exportbescheinigung beantragt werden. Kein Wort über Kosten, oder wie es weitergeht. Ich saß nun in der Zwickmühle, ohne die Bescheinigung bekomme ich Den Mini nicht aus der Schweiz heraus. Nun ging es mit der Verschlepperei erst richtig los, trotz Mails, Nachfragen oder so dauerte es ewig bis ich wieder etwas hörte. Ich wollte ja wissen, wie es weitergeht. Zwischendurch bekam ich noch eine EUC Bescheinigung, in der ich den Endverbleib erklären musste. Zwischendurch wieder nachgefragt, dabei das stetige Gefühl der lässt mich am ausgestrecktem Arm verhungern. Am 23.11. 2020 war es so weit, die Exportbewilligung war da. Nun konnte der Lieferung ja nichts mehr im Wege stehen, dachte ich. Die zeit verrann mal wieder ohne Antwort auf meine Mails. Habe dann wieder In der New-York - Zentrale Beschwerde eingelegt. Am 22. 12 2020 kam dann die Frohe Botschaft, der Versand sei organisiert, eine Rechnung war auch gleich dabei. Hier die Rechnung: Ohne Bezug auf den Gegenstand oder Vorgang: 200,00SFr. für die Exportgenehmigung, 295,00 SFr. für den Kurierdienst, der den Mini transportiert. Meine Antwort via Mail - Ich werde diese Rechnung in der Höhe nicht anerkennen, und bezweifele, das die Rechnung für mein Los gelte. Die Antwort kam Prompt am nächsten Tag. Die angezweifelten 295,00 SFr. hätten ihre Richtigkeit: Der Kurier müsse im Besitz der Erlaubnis sein, Waffen befördern zu dürfen, und müsse darüber hinaus die ganzen Zoll-Formalitäten erledigen, das koste nun mal 295,00 SFr.

    Da dieses Schreiben nun vom Swiss Tactical Center kam, die Adresse und Hausnummer mit der des Auktionshauses identisch waren, läuteten bei mir die Alarmglocken. Ich fing an in der Schweiz via Internet zu spionieren, Bei dem EJPD und Fedpol stellte ich anfragen zu meiner Sache. Meine Anfragen wurden dort innerhalb eines Tages beantwortet. So können Waffen innerhalb der Schweiz mit der Post versendet oder von Privatpersonen transportiert werden, immer unter Rücksicht auf geltendes Gesetz.

    Die nächste Hilfe kam dann hier aus dem Forum, eine Chip - Adresse sollte in der Schweiz für Aufenthalt und späteren Weitertransport sorgen. Nun ging es wieder hin und her mit dem Aukt.Haus . Am 10.01. 2021 teilte ich dem Auk.Haus die neue Versandadresse mit. Nun dauerte es wieder, Ich setzte dem Herrn die Pistole auf die Brust und drohte sogar mit einer Anzeige, wenn er nicht unverzüglich mein Eigentum herausgibt. Ich habe ausdrücklich erklärt, das nicht nur mein Eigentum, sondern auch sämtliche Papiere, die ich brauche der Sendung beizufügen sind. Am 19.01. 2021 kam die Sendung endlich bei meiner Schweizer Adresse an. Wie nicht wirklich anders erwartet, waren nicht alle Papiere dabei. Gottlob hatte ich immer mehrere Kopien gemacht.

    Nun wartet der Mini auf seinen Transport, der natürlich durch Corona und Lock - down erst einmal warten muss. Das Ganze hat nun Fast vier Monate gedauert, und ist noch nicht zu Ende. Im übrigen habe ich anhand der genauen Daten mal zusammen gerechnet, von den Vier Monaten wurden über zwei Monate von dem Händler vertrödelt oder verzögert.

    Ich habe versucht die Beschreibung so kurz wie möglich zu machen, und aus diesem Grund das ein oder andere Detail ausgelassen.

    Viele Grüße - Breuko

  • Hallo

    Da bleibt nicht mehr viel zu sagen... :wacko:

    "Ehrhaft ist, wer wehrhaft ist!" Im 18.Jahrhundert erlaubten die Kantone Bern, Solothurn, Schaffhausen und Glarus das Heiraten nur, wenn der Bräutigam eine Waffe besass.

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