Schuss aus Jagdgewehr löste sich beim Verstauen

  • Keine Rettung mehr hat es für einen 49 Jahre alten Wiener am Dienstag im niederösterreichischen Bezirk Lilienfeld gegeben. Der Mann hatte sein Jagdgewehr im Kofferraum seines Autos verstaut, dabei löste sich ein tödlicher Schuss.

    https://mobil.krone.at/2294275



    Tapfer und treu bis die Granate verglühte ! 156 Jahre Gendarmerie in Österreich (1849-2005) :f_at: 




    IWÖ, NFVÖ, Firearms United ! :f_at::f_eu:

  • Selbst Schuld, bei soviel Leichtsinn!

    Sieht leider so aus ja !


    Ich hab es geteilt weil es nie schaden kann die eigenen Sinne gelegentlich zu schärfen. Jede kleinste Unachtsamkeit beim Umgang mit Waffen kann schwerwiegende Folgen haben. Dem sollte man sich immer bewusst sein.



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  • Warum muss ich hier an den Darwin Award denken.. :think:

    --
    Landesreferent BDMP Hessen für DP DR SAR - ,dazu ProLegal und Jäger im HLJV

    Die mit der lautesten Meinung haben oft nicht die leiseste Ahnung..

  • Ich will jetzt nicht alle Jäger über einen Kamm scheren, aber was ich bei einigen Waidmännern schon erlebt habe, ist haarsträubend. Da wurde nach der Treibjagt die geladene Schrotfilte einfach an den Kleiderhacken gehängt. Oder ein Büschenmacher erzählte mir, ein Grünrock brachte seinen Repetierer zu ihm, im geladenen Zustand.

    Wie gesagt, die meißten Jäger gehen sehr sorgsam im Punkto Waffensicherheit um, aber das genannte Beispiel zeigt die Ausnahme.

  • Ein Jäger aus meiner Familie machte das noch bis seinem natürlichen Tod an Altersschwäche" im Alter von 97 auch so. der hatte immer den Drilling geladen am Garderobenhaken. .. Wehe man kritisierte das.. Was da am Haken hing war alles geladen.

    Ich hab bereits als Kind gelernt, eine Waffe niemals anzufassen, es sei denn ich habe eine ausdrückliche Erlaubnis von Besitzer.

    Das wurde uns EINDRÜCKLICH gelehrt.. Ich muss kaum deutlicher werden, die Erziehungsmethoden damals und heute sind etwas anders.

    --
    Landesreferent BDMP Hessen für DP DR SAR - ,dazu ProLegal und Jäger im HLJV

    Die mit der lautesten Meinung haben oft nicht die leiseste Ahnung..

  • Es gibt auch genug Sportschützen-Vollhonks.

    Tut mal nicht so als wäre das nur bei Jägern oder bei Jägern viel häufiger so.

    Das gibt sich nix ggü. Sportschützen.


    Ich bin beides und kann das durchaus beurteilen.

    gender political correctness sagt - Fraustoppwirkung!

  • Ein Jäger aus meiner Familie machte das noch bis seinem natürlichen Tod an Altersschwäche" im Alter von 97 auch so. der hatte immer den Drilling geladen am Garderobenhaken. .. Wehe man kritisierte das.. Was da am Haken hing war alles geladen.

    Ich hab bereits als Kind gelernt, eine Waffe niemals anzufassen, es sei denn ich habe eine ausdrückliche Erlaubnis von Besitzer.

    Das wurde uns EINDRÜCKLICH gelehrt.. Ich muss kaum deutlicher werden, die Erziehungsmethoden damals und heute sind etwas anders.

    Genau so war das früher auf dem Land auch üblich - und seltsamerweise hat sich die Bevölkerung nicht ausgerottet und die Kinder sich nicht

    getraut, das Ding dann auch nur anzulangen.

    Und wenn der Jägersmann auf dem Weg zum Ansitz oder auf der Rückkehr von selbigem noch beim Stammtisch in der Dorfkneipe vorbeiguckte, dann hing das geladene Teil an der Wirtshausgarderobe und auch da ist nichts passiert.


    Grundsätzlich will ich all das Verfahren nicht gutheißen, aber man muß es wohl immer vor dem zeitlich-gesellschaftlichen Hintergrund sehen.

    ::c.o.l)

    Ich überlege noch, wie ich es besser zum Ausdruck bringen könnte, daß ich zwar mit vielen Leuten hier dasselbe Hobby teile -

    aber ganz sicher nicht die Meinungen und Sichtweisen zu anderen Dingen . . .

  • Grundsätzlich will ich all das Verfahren nicht gutheißen, aber man muß es wohl immer vor dem zeitlich-gesellschaftlichen Hintergrund sehen.

    Grundsätzlich will ich das schon gutheißen: Denn es zeigt, dass bei VERNÜNFTIGEN Leuten auch keine

    rundum-Bevormundung stattfinden muß. "Das war eine andere Zeit..." ist zwar ein Argument.

    Aber warum ist denn dann die heutige Zeit so schlecht ? Wäre es nicht besser, die gesamten Umstände zu

    ändern, als nur an den Symptomen herumzuwürgen ?


    LG

    -Michael

  • Da wird jetzt schon wieder gegen die Sportschützen opponiert! Ja auch da, gibt es einige die mit ihrer Waffen nicht so umgehen, wie es geboten wäre.

    Aber bei den Jägern passiert sowas meist bei älteren, die einfach ihre (riskanten) Gewohnheiten nicht ablegen können.

    Beim Jagdgewehr (Büchse) hat man z.T. einen Stecher, da genügt schon ein kleiner Druck um den Schuß auszulösen. Da liegt es nahe, das wenn man so eine Waffe geladen in den Kofferraum legt sich da der Schuß löst.

  • Ich frage mich wie sich einfach ein Schuss lösen kann, er muss doch an den Abzug gekommen sein, oder? Ich kann nur versuchen mir das vorzustellen.


    "Was da am Haken hing war alles geladen." Das kenne ich auch, besonders aus längeren Aufenthalten in USA, da steht gern eine Flinte in der Ecke. Die meisten meiner Freunde dort führen ihre Pistole fertig geladen mit gespanntem Hahn. Da bekommt der Grundsatz jede Waffe als geladen zu betrachten eine besondere Bedeutung. Alles nur eine Frage der Erziehung / Gewöhnung.

    Gruss, Alex

  • arinner das ist bei meiner Verwandschaft drüben auf Camano auch so. --

    Das Problem ist, wenn die Dinger mit Stecher und 30g Auslösewiderstand sind.. und eingestochen.. da braucht es nur ein leichten Schlag auf die Schaftbacke.. und das Ding zündet. Bei der R8 hab ich es mir zur Gewohnheit gemacht, die Abzugsgruppe komplett rauszunehmen, die Patrone aus der Kammer wird ins Magazin gedrückt und die Abzugseinheit komplett mit Mun in die Beintasche - Reißverschluss zu.

    Die Waffe ist unbenutzbar, - die Mun und Abzug am Oberschenkel.

    Wenn ich irgendwo anders im Revier aktiv bin. Gruppe wieder in die Waffe, Verschluss zu..

    Sonst bleibt die Abzugsgruppe am Mann, bis ich da wo ordentlich Licht ist, die Patronen wieder in die Box schieben kann und in den Schrank verschließen kann. Die Waffe liegt nicht schussbereit und auch nicht zugriffsbereit im Kofferraum in der Tasche hinten..


    Aber es kann nichts im dunkeln durch die Gegend kullern wo man wirklich Stress kriegen kann. Und nichts was durch Unachtsamkeit andere in Gefahr bringen kann. - Wenn ich mit der Waffe leer ohne Abzugseinheit laufe und Spaziergänger sehen das.. - gucken die schon mal...

    Wie kann man damit schießen? - Gibt meist ein eher Vertrauensfördendes Gespräch.. und ggf ein Abnehmer für Wildfleisch..

    --
    Landesreferent BDMP Hessen für DP DR SAR - ,dazu ProLegal und Jäger im HLJV

    Die mit der lautesten Meinung haben oft nicht die leiseste Ahnung..

  • Scheixxe passiert sobald sich Routine einschleicht.......

    Gut das kein Unbeteiligter zu Schaden kam....er selber hat den höchsten Preis dafür schon bezahlt...;(

    R.I.P



    lg leonardo

  • Vorsicht,- keine Äpfel mit Birnen verwechseln! Es ist ein Unterschied ob eine Flinte (Büchse, Drilling, Bbf. ...) einfach mal hinter der Küchentür steht oder hängt und geladen ist, oder eben nicht. Dann gibt es beim Repetierer noch die Abstufung geladen / unterladen, sprich Patronen im Magazin u. eben nicht im Patronenlager.


    Auch "damals" passierten schon Unfälle. Aber erstens krähte da noch kein Hahn nach, vor allem (!!) war aber die Kunde davon war noch nicht binnen Sekunden um die ganze Welt. Wieso kam es denn zu den Sicherheitsvorschriften? Eben weil viel Unheil passierte welches vermeidbar gewesen wäre. Heutzutage stehen alle Leute die mit Waffen zu tun haben rund um die Uhr im Focus des öffentlichen Interesses.


    War schon Sportschütze, lange bevor ich Jäger wurde. Kenne wie viele andere hier beide Welten gut. Die Leichtsinnigsten dem einen oder anderen Lager zuzuschreiben fiele mir schwer. Würde es eher daran festmachen, wie oft derjenige mit anderen zusammen kommt. Will sagen: auf den Schießständen von Jägern wie Schützen sind Standaufsichten die zur Ordnung mahnen. Wer sich regelmäßig dort aufhält, bleibt "up to date" wie der Lateiner sagt. Bei Jägersleuten - wie bei Sportschützen. Letztere üben ihren Sport sowieso meist im Kollektiv aus und passen gegenseitig auf sich auf.


    Wer ausser seiner Revierjagd bei sich um die Ecke aber nie mit anderen in Berührung kommt, verfällt womöglich eher in schlechte Angewohnheiten.

    Will sagen: besonders clever eine geladene, schussbereite Waffe aufzuhängen, in der Kneipe oder sonstwo abzustellen oder im Auto umherzufahren war immer schon leichtsinnig - und falsch. Auch wenn es zum Glück meistens gut ging.

    Mer muss och jünne künne.

    Uralte kölsche Weisheit

  • Das Problem ist, wenn die Dinger mit Stecher und 30g Auslösewiderstand sind.. und eingestochen..

    :thumbsup: - eine Waffe in diesem Zustand auch nur abzulegen, geschweige denn zu transportieren fände ich absolut verantwortungslos.

    Selbst dann kann ich mir schwer vorstellen, wie ich mich selbst erschiessen könnte. Wenn ich ein Gewehr in den Kofferraum lege zeigt die Mündung nach links oder rechts, im Pickup vielleicht nach vorn, aber nie auf mich. :think::?:

    Gruss, Alex

  • Vieles passiert auch aus Gewohnheit, Routine oder in Gedanken versunken.

    In meiner Anfangszeit als Jäger noch ohne eigene Waffe lud mich ein Freund auf den Sauenansitz ein, er gab mir dafür eine seiner Bockbüchsflinten.


    Ich marschierte los und bevor ich die Waffe auf dem Ansitz lud machte ich mich erstmal mit dem für mich noch fremden Abzug vertraut - und stellte fest, der Büchsenabzug war noch eingestochen! Die Patronen hatte mein Freund zwar raus genommen, ich hatte das auch schon beim Empfang der Waffe überprüft, den Stecher zu entstechen hatte er beim letzten jagdlichen Einsatz aber schlicht vergessen. Kann halt passieren, war ja nicht ganz so tragisch.

    Hab gelernt: besser v-o-r dem laden solche Sachen erst mal überprüfen.


    Darum ist es nicht nur unabdingbar sich um den aktuellen Ladezustand zu kümmern, sondern sich auch mit den jeweiligen Abzugs- und Sicherungssystemen der Waffe(n) vertraut zu machen. Grade bei Leihwaffen.

    Man kann nie so dumm denken, wie es in der Praxis manchmal kommt.

    Mer muss och jünne künne.

    Uralte kölsche Weisheit

  • Es ist eben traurig, das erst wieder was passieren muss, leider dieses mal mit tötlichem Ausgang, das der verantwortungsvolle und sichere Umgang mit Waffen wieder ins Bewustsein gerufen wird.


    Ich sagte immer zu meinen Neulingen, betrachtet jede Waffe als geladen, Zielt nie auf einen Menschen zum Spass, den Finger am Abzug nur dann, wenn ihr auch schießen wollt. Merkt euch, wenn das Geschoß den Lauf verlassen hat, kann man es nicht , mehr ungeschehen machen.

  • Der Teufel ist ein Eichhörnchen ... :wacko:

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    Wer ned liabt und wer ned lacht, wer nia kloane Fehler macht,

    wer nia guad isst und trinkt zugleich, der is lebendig scho a Leich.

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