VL Gießkokillen. VL-Lang und Kurzgeschosse selbst gießen.

  • wei ungeschossene Original Exemplare wurden mir aus Ungarn geschickt dazu. Zum Maß nehmen. Mal sehen wie das wird.

    Falls die von Balázs Németh (Cap and Ball) kommt, da habe ich schon den Verdacht, dass er die vom Hensel hat machen lassen. Na ich wäre zumindest nicht überrascht.

    "...mit Pulver und Blei: die Gedanken sind frei."

  • Michl, 500°C ist zuviel, du kannst zusehen wie die Oberfläche der Schmelze einen gelben Farbton annimmt? Es bildet sich Bleioxid, bei Dir sogar jede Menge, das ist das gelbe Pulver und das solltest Du nicht einatmen!

    Also Temperatur runter und Kokillen Temperatur hoch - die Schmelze in der Kokille ist bei mir noch ca 2-3s flüssig, bevor Blei nachgezogen wird und erstarrt.

    Die Geschosse mit den runden Kanten, zu geringe Temperatur in der Kokille. Das rechte scheint besser geworden zu sein. Nur für den Fall - die Temperatur der Kokille sorgt für eine flüssige Verweilzeit der Schmelze in der Form, damit der Hohlboden sauber ausgefüllt werden kann. Bleitemperatur kleiner gleich 450°C - meiner Meinung nach.

    "...mit Pulver und Blei: die Gedanken sind frei."

  • Wie kann ich die Kokille auf Temperatur halten. Habe als Ablage eine Camping Heizplatte. Kann aber auch sein das ich am offenen Fenster gearbeitet habe. Soll man auch nicht unterschätzen. Schweisser arbeiten ja mit einem Vorhang nicht wegen dem Lichtbogen wie ich immer gedacht habe, sondern wegen dem Luftzug. Ich werde mich aber dem Umstand "Scharfe Kanten" Morgen mal annehmen. Ist mir auch schon aufgefallen. Da muß eine Temperaturanzeige her.

  • aut meinem Laser Messer ginge die Temperatur bei mir im 4,5 Kilo Lee Kessel bis auf 630 Grad bei voller Stufe hoch. Doch die Messung ist zu ungenau.

    Hallo Michl,


    die Infrarot Messgeräte basieren auf dem schwarzen Strahler und ermitteln die Temperatur mit einem Pyroelement (wie in Bewegungsmeldern) und müssen auf die tatsächlich zu messende Oberfläche angepasst werden. Bei einigen der Infrarot Messgeräten kann ein Korrekturfaktor (E=Emissionsgrad oder Reflektion) eingestellt werden, aber leider kennt man den genauen Wert nicht, auch wenn in der Bedienungsanleitung Orientierungswerte für einige Materialien angegeben werden.

    Was also tun?

    Ich habe bei mir die Kokille bei Umgebungstemperatur an einem Punkt angemessen und den Korrekturfaktor so lange verändert, biss ich die Umgebungstemperatur auf dem Display angezeigt bekommen habe. Dann habe ich die Kokille erhitzt und mit dem Sensorelement der nachgerüsteten Temperaturregelung vom Schmelzofen die Temperatur direkt an der Kokille gemessen und dann ebenfalls mit dem Infrarot Thermometer. Dort habe ich dann noch etwas nachjustiert, bis ich den gleichen Wert hatte. Damit kann ich nun mit ca +/- 5°C die Temperatur der Kokille messen, wenn ich diese auf dem Gasbrenner auf Temperatur bringe.


    Aber!


    Wenn ich jetzt die Temperatur von der Bleischmelze im Ofen messen wollte, würde ich natürlich Mist messen, denn das flüssige Blei reflektiert deutlich mehr, als die Kokille. Wenn die Bleischmelze gerade gefluxt wurde, reflektiert die Schmelze sogar besonders schön und das Messergebnis ist damit noch weiter von der Realität weg. Klar soweit?


    Hier eine Messung meiner Temperatur, das Thermometer noch ist auf die Kokille eingestellt (E= 0,50 oben rechts im Display) grin-.)


    Infrarot Thermometer.jpg

    "...mit Pulver und Blei: die Gedanken sind frei."

  • Yepp und das Blei halte ich auf 430° C Meinen Nippel vom kleinen Lee Ofen hab ich aus Anraten eines guten Freundes auf 2,5mm aufgebohrt, dann mit einem 3,5mm Bohrer vorsichtig mit der Hand innen im Kessel entgratet. !00% ist der nicht dicht, macht aber nix, da ich die Barrenform darunterstelle. Die frisch gegossenen Geschosse lasse ich zusammen mit den Angüssen in einen durchsichtigen 5l Eimer (gibt es beim Siscounter mit Waffeln oft im Angebot) mit kaltem Wasser fallen. Das ergibt für mich mehrere Vorteile, unter anderem eine Oberflächenhärtung durch das schnelle Abkühlen, die Geschosse werden beim aus der Form schlagen nicht beschädigt, Die Geschosse sind nach über 2 Jahren noch silbern und laufen nicht an. Nach Beendigung des Gießens leg ich ein altes Handtuch über den Eimer und gieße das Wasser ab, dann lass ich alles über Nacht trocknen. Am nächsten Tag trenne ich Geschosse und Angüsse, die ich zum Anschmelzen für das nächste Bleigießen zur Seite lege...



    Wenn Du gleichmäßig gießt, einfach die ersten 20-30 Geschosse gleich wieder in den Tiegel, dann ist die Form warm genug um saubere Geschosse zu ehalten...

    Erik - the master of desaster
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)

  • Hi Erik,


    ja ich lege die fertigen Projektile zum auskühlen auch ins Wasser. Lasse sie aber vorher noch 1 Min. in der Kokille. Bin aber diese Woche echt gespannt wie die Pedersoli Kokillen sind. Reines Walzblei werde ich nur für die Papierscheibe nehmen. Hohlspitz Jagdgeschosse werde ich als Blei - Zinn Mix gießen. Eine Barrenpfanne zum unterstellen werde ich mal bestellen. Das ist nicht verkehrt.

  • Die Geschoße sehen doch sauber aus...


    Ich warte bis das der Anguss erstarrt ist + 10 sec. dann öffne ich die Kokille und lasse die Geschosse in den Eimer plumpsen...

    Erik - the master of desaster
    Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet (Samuel Langhorne Clemens)

  • Dienstag ist Gießtag. 451 vs 452 steht auf dem Programm. Blei, Zinn Mischung. 451 Hensel vs 452 Pedersoli. So und nun noch eine schlechte Nachricht. Lorenz Expansion also der "Tannenbaum" gibt das Dreh/Fräs Werkzeug ( Tiefe ) nicht her. Aber da ist der letzte Satz noch nicht gesprochen. Ich bleibe dran. Bilder und Specs vom 451/452 Guß folgen heute Abend. Übrigens die "Tannenbaum Kokoille" würde mich leicht das doppelt kosten. Falls es dazu kommt würde ich explizit für Interessierte einige Tannenbäume für den "Selbstkostenpreis" für Lorenz Liebhaber mit gießen. So wie auch Withworth Hexagonal. Aber nur für Freunde der SP Materie. Nicht jeder will gleich diese Werkzeugkosten auf sich nehmen. Das verstehe ich.

  • Einrußen nicht vergessen!


    Deine Kokillen sind viel zu sauber!

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    In meinen Beiträgen verwende ich bewusst Satire, Ironie, Sarkasmus und Übertreibungen, um zu verdeutlichen. Auch ohne Kennzeichnung dieser Stilelemente sollte sich der Leser dessen bewusst sein.

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