VL Gießkokillen. VL-Lang und Kurzgeschosse selbst gießen.

  • Papa, Frage !! :/


    Warum hast du deine Beitrag editiert und u.a. die Fotos rausgenommen? grin-.)

    Weil alle vorherigen und weiteren Fragen vom "hiesigen Fachkollegium" schon ausreichend beantwortet wurden. Diesen Erkenntnissen wollte ich natürlich durch eigene Ausführungen nicht zuvor greifen. So etwas gestaltet sich in einem Deutschen Forum immer etwas Kontraproduktiv. Solltest du aber der Englischen oder Französischen Sprache etwas mächtig sein, kannst du solche Abhandlungen ( auch von anderen ) dort gerne weiter verfolgen. Die Amerikaner und Franzosen sind solchen Vorgehensweisen gegenüber sehr aufgeschlossen und Experimentierfreudig und schauen sich vieles gerne von einer anderen Seite her an. Aus diesem Grund halte ich eine Fortführung in diesem Thread nicht mehr unbedingt für Sinnvoll. Von meiner Seite her gesehen darf er gerne komplett gelöscht werden da keine Zusammenhänge mehr gegeben sind. grin-.)


    Ich verbuche das unter dem Recht des Autors.


    Gruß

    Michl

  • Ich war gestern mehrere Stunden in Volmerange auf dem Schießstand, habe meine Neuen Maxi Ball Geschosse für meine Scheibenbüchse mit Ladungen von 30 bis 38 gr Explosia ausprobiert.

    Den Besten Streukreis brachte die Ladung mit 34 gr.6 Schuss um schlossen 10,6 mm, also kleiner wie die Innen Zehn.

    Maxi Ball Durschmesser 9,54 x Länge 16,10 mm , gefettet mit meinem bewährten Schaf/Rinderfett/ Bienenwachs.175A7512-8367-4E4D-961D-523A76DAE9C9.jpg

  • Heute bin ich noch einmal an die leihweise überlassene Lorenz-Kokille gegangen, 17°C Aussentemperatur, was kann da schon schief gehen.

    Die Kokille habe ich noch mal penibel gereinigt, leicht erwärmt und eingerußt und dann auf Temperatur gebracht.


    Die Hoffnung war, dem schnellen Abkühlen der Kokille während dem Giessen durch eine höhere Aussentemperatur und einer noch höheren Bleitemperatur als üblich entgegen zu treten.


    Parade Temperaturtest klein.jpg


    Also so richtig toll sind die Tannenbäumchen wieder nicht geworden. Zuerst hatte ich mit Reinblei bei 460°C gearbeitet (im Bild ganz rechts) und hatte immer noch Temperaturlinien im Geschoss. Durch die Vorerwärmung der Kokille brauchte das Geschoss ca. 20s bis es erstarrt war. Vielleicht etwas Zinn dazu?

    Dann also noch so c. 1-2% Zinn ins Blei gemischt und ich bin bei der gleichen Temperatur zu einem etwas ansehentlicherem Ergebnis gekommen (Bildmitte). Leider waren auch hier noch ab und an Temperaturlinien zu sehen (bei 2 von 20 Geschossen).

    Da die Kokille wieder zügig an Temperatur verloren hat (Geschoss nach ca. 2s erstarrt), habe ich versuchshalber die Temperatur auf 430°C heruntergenommen und wieder die Kokille nachgewärmt. Damit sind eigentlich die schönsten Geschosse gelungen (im Bild links), aber auch hier waren wieder bei wenigen Geschossen Temperaturlinien zu sehen.


    Bei allen Temperaturen habe ich mit der Einfüllgeschwindigkeit des Bleis in die Kokille gespielt und je geringer diese ausfiel, desto schlechter sahen die Pillen aus. Zudem hatte ich wie beim letzten Mal Schwierigkeiten die Geschosse aus der Kokille zu bekommen. Immer blieben die Geschosse in der Kokillenhälfte ohne Scheerblech hängen und wollten herausgeklopft werden. Bei nahezu allen Geschossen ist auch ein unscharfer Bereich aus dem Spaltbereich der Kokille zu sehen. Dieser fiel auch immer mal wieder unterschiedlich breit aus, wobei die Haftung in der Kokillenhälfte dafür verantwortlich sein wird, sprich beim "herausklopfen" entstehen diese wohl. Hier ein sehr ausgeprägtes Exemplar.


    Parade Temperaturtest Trennkante zum Griff klein.jpg


    Also so richtig zu Streich komme ich mit der Kokille trotz allem herumprobieren nicht. Die Fotos sind natürlich aus sehr kurzer Entfernung aufgenommen und zeigen jede Schwäche ganz deutlich. In Summe sind die Ergebnisse leider nicht ganz was ich mit den .45er Langgeschossen oder den 13,9mm Minies erreiche.


    Tannenbäumchen zum Testen habe ich jetzt erst einmal genug und die Kokille geht mit Dank zurück an Michl. Da sich hier mit der Standöffnung absolut nichts bewegt, werde ich mich mal nach Philippsburg aufmachen und die Lorenzgeschosse im Papiermantel mit einer Ladungstreppe verschiessen - ich bin schon recht gespannt.


    Gruß

    Snigelfritt

    "...mit Pulver und Blei: die Gedanken sind frei."

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